Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Mittwoch, 26. August 2015

Brzezinski fordert Waffenlieferungen an die Ukraine und droht Putin mit Krieg.

Nach Aussage von US-Präsidentenberater Zbigniew Brzezinski „befinden wir uns wieder im Kalten Krieg“ (siehe Spiegel). Brzezinski fordert Waffenlieferungen an die Ukraine und droht Putin mit Krieg.

In einem Spiegel-Interview hat sich vor Kurzem auch Michail Gorbatschow zu Wort gemeldet und eindringlich vor einer akuten Kriegsgefahr mit Russland gewarnt, die Europa auslöschen würde. Er kommt ohne Umschweife zur Sache:

„Ein solcher Krieg würde heute wohl unweigerlich in einen Atomkrieg münden. Wenn angesichts dieser angeheizten Stimmung einer die Nerven verliert, werden wir die nächsten Jahre nicht überleben“, erklärte der Friedensnobelpreisträger dem SPIEGEL. „Ich sage so etwas nicht leichtfertig. Ich mache mir wirklich allergrößte Sorgen.“
Die Konfrontation des Westens mit Putin bezeichnet er als „saudumm und höchst gefährlich“.
In dieser angeheizten Stimmung findet aktuell das größte NATO-Militärmanöver seit 25 Jahren bzw. seit dem Ende des Kalten Krieges statt.



Weil das Reizen des atomar bestückten russischen Bären so viel Spaß macht, ist Deutschland beim Säbelrasseln natürlich an vorderster Front dabei.
Der folgende Gedanke soll nun nicht zu schlaflosen Nächten führen, aber irgendwie erscheint es in der eskalierenden Situation notwendig, unsere Köpfe wieder ein bisschen abzukühlen und uns auf den Teppich der Tatsachen zurückzubringen.

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Der folgende Gedanke soll nun nicht zu schlaflosen Nächten führen, aber irgendwie erscheint es in der eskalierenden Situation notwendig, unsere Köpfe wieder ein bisschen abzukühlen und uns auf den Teppich der Tatsachen zurückzubringen.

Vielen ist nämlich inzwischen die Brisanz der Lage durchaus bewusst und sie bangen mit, dass die Zenturios in diesem russischen Roulette (die Breedloves, Kerrys, Merkels, Van der Leyens) Nerven und Vernunft bewahren und keinen Fritze-Lacke hinlegen. Kaum jemand denkt jedoch über die Legionäre nach, das sind jene zigtausend behelmten Ameisensoldaten, die in dem aufgestocherten Meisenhaufen nun kreuz und quer durch die Gegend laufen, schwimmen und fliegen. Denn ein jeder dieser Ameisensoldaten hat ebenfalls irgendwo zu Luft, zu Land oder zu Wasser seine Hand auf einem Joystick, auf dem er mit einer einzigen Bewegung seines Zeigefinders eine tödliche Sprengladung auf die Reise durchs Mündungsrohr schicken und somit den Gegenschlag gegen uns alle auslösen könnte. Das muss nicht notwendigerweise ein Yankee sein, auch auf russischer Seite soll es ja angeblich Männer geben, die dem Wodka nicht abgeneigt sind und deshalb zeitweise unter Linsentrübung und zittriger Hand leiden.

Wenn also sogar Maschinen und dreifach abgesicherte Hochsicherheitstechnologien wie Kernkraftwerke versagen können, ist es da sehr abwegig, sich vorzustellen, dass es auch unter Soldaten depressive bzw. suizidal gestimmte Personen in der Art des German Wings-Piloten Andreas L. gibt, der ja vor Kurzem in einem Anflug von psychischer Schwäche anscheinend beschlossen hat, mit Beendigung seines Lebens gleich möglichst viele andere Menschen mit ins Jenseits zu nehmen? Menschen in persönlicher Krise, die – vielleicht nach mehreren schlaflosen Nächten, Medikamentenwirkungen, Überforderung, sonstigen externen Einflüssen oder nervlicher Zerrüttung wie Andreas L. – mit einem kleinen Torpedo an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit die Initialzündung für das Ende einer für sie persönlich unerträglich gewordenen Welt geben? So etwas wagt man nicht zu denken? – Warum denn, wo doch heute das Risk-Management in allen Wirtschaftssparten und Ratingagenturen sämtliche Eventualitäten bis ins kleinste Detail evaluiert und in hard facts bzw. Ziffern gießt. Wo auch die Märkte wie Seismographen auf jede kleinste psychische Verstimmung der Anleger reagieren und eine Versicherung keinen Vertrag abschließt, wenn ihr das Schadensrisiko zu hoch ist.

Stellen wir zu diesem Anlass mal eine kleine Laienrechnung an. Lt. Statistik der Psychotherapeutenkammer NRW sind ca. 8 Prozent der Bevölkerung depressiv krank (Tendenz übrigens stark steigend, laut WHO Prognose werden in den nächsten 15 Jahren Depressionen die Volkskrankheit Nr. 1 sein). Versicherungsmathematiker und Risk-Manager unter uns können nun ausrechnen, wie hoch das Risiko einer irrationalen bzw. suizidalen Handlung ist, wenn man die der deutschen Statistik geschuldeten 8 Prozent depressiver, d.h eher schwarz sehender Personen nun großzügigerweise einfach einmal auf US- und sonstige NATO-Soldaten umlegt (über die Zulässigkeit dieser fiktiven Annahme lässt sich streiten; aber wenn man die Annahme zugrunde legt, dass der tägliche Fernsehkonsum und der Lebensstil eines US Bürgers heute im Wesentlichen dem eines deutschen Bürgers entsprechen, dann erscheint es nicht abwegig, dass sich auch die depressive Gestimmtheit interkontinental in einer ähnlichen Größenordnung bewegt.)

However, die „gewachsene Verantwortung Deutschlands“ auf Brzezinskis „Grand Chessboard“ fordert eben ihren Tribut (aus dem Klappentext des Buches des US-Präsidentenberaters von Carter bis Obama: „Brzezinski erklärt, warum Deutschland und Frankreich zentrale geostrategische Rollen spielen werden…“)

Was zählen da schon Sicherheit, die Zukunft Europas und unsere Kinder? Im Schachspiel unserer „verlässlichen Freunde“ müssen wir gute Figur machen. Und in einem Schachspiel muss man eben bekanntlich schon mal all seine Pferde und Bauern opfern, um in eventu den König zu schützen.
Auch wenn unsere „verlässlichen Freunde“ inzwischen ganz unverblümt aus der Schule plaudern und offen sagen, was seit Ende des 2. Weltkrieges oberste Priorität in ihrer Europapolitik hatte: Eine Freundschaft zwischen Mitteleuropa, insbesondere zwischen Deutschland und seinem Nachbarn Russland zu verhindern, da der eurasische Kontinent somit zur größten und prosperierendsten Wirtschafts- und Kulturmacht werden würde. Damit wir erst gar nicht auf diese unverschämte Idee kommen und man notfalls diplomatisch oder geheimdienstlich intervenieren kann, werden wir auch von unseren „verlässlichen Freunden “ bis ins Bundeskanzleramt hinein nach Strich und Faden überwacht und abgehört. – Und als willfährige Handlanger in unnötige Konflikte hineinverwickelt, die uns jederzeit Kopf und Kragen kosten könnten.

Obwohl also das russische Roulette rund um die Ukraine ein Spiel ist, bei dem wir nichts gewinnen, dafür aber alles verlieren können – „verlässlichen Freunden“ zuliebe muss man eben alles, was man hat, aufs Spiel setzen um den globalpolitischen Interessen dieser „verlässlichen Freunde“ Nachdruck zu verleihen. Und selbst wenn es ganz unmissverständlich durch den Mund dieser „verlässlichen Freunde“, z.B. aus dem Mund der ranghöchsten mit der Europapolitik betrauten NATO Beamtin und US Vize-Außenministerin Victoria Nuland tönt, dass ihnen unser Schicksal vollkommen egal ist („Fuck the EU“), dann spornt uns das nur an, ihnen um so mehr zu Diensten zu sein, uns ins eigene Fleisch zu schneiden und ins offene Messer zu laufen.

Da unsere führenden Politiker anscheinend vollkommen umnachtet sind und nicht mehr zwischen Videospielrealität und echtem Leben unterscheiden können, kann man derzeit jedenfalls nur raten: Machen sie täglich einen Waldspaziergang … und atmen Sie nochmals in vollen Zügen die frische Luft und die Schönheit der Natur ein … erfreuen Sie sich der Sonne und des Vogelgezwitschers und bestaunen Sie das Wunderwerk einer Blume am Wegrand. Wir sind hier keine Pessimisten, aber es ist nämlich durchaus nicht mehr so sicher wie vorgestern, dass Ihnen das übermorgen noch möglich sein wird.

Nun, wir wollen das Beste hoffen, vielleicht geht auch alles gut, die dem Wahnsinn dienenden Politiker werden rechtzeitig psychiatrisiert und die menschliche Vernunft gewinnt wieder Oberhand … aber während wir fernsehenden Bürger derzeit die Bundesliga und unser Gute-Nacht Bier genießen, hat ein Global Risk-Manager, der um die sensiblen Parameter in der Gleichung des aktuellen globalen (Un-)Gleichgewichts weiß, indes schlaflose Nächte.



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