Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Dienstag, 2. Februar 2016

Was die tagesschau in Gestalt von Herrn Becker hier schon wieder versucht, ist "framing", De-und Rekontextualisierung von Information im Dienste der herrschenden Meinung und damit vermutl. auch seiner Karriere.

Solche Beiträge zielen von vorneherein darauf ab, dem Zuschauer das Verständnis politischer Kontexte zu erschweren, wenn nicht gar zu verunmöglichen.

Und im Ergebnis wächst und gedeiht das Phänomen der AfD, weil sich ein immer größerer Teil des Publikums nach rechts ausklinkt.

Die Damen-Combo der AfD braucht da nur gezielt "buzzwords" vage genug einzusetzen, um einen falschen Medienhype auszulösen, der dann mühelos argumentativ dekonstruiert werden kann:

a. Petry/Storch haben lediglich als Nichtjuristen die letzte Konsequenz des staatlichen Gewaltmonopols nach Gesetzeslage referiert und es ist kein Geheimnis, dass deutsche Sicherheitskräfte bewaffnet sind und im Schnitt etwa 20 mal im Jahr Zivilisten durch Waffengewalt töten. Dass das so selten vorkommt, ist Folge einer sehr ausgefeilten strukturierten Ordnung und nichttödlichen Maßnahmen zu ihrer Aufrechterhaltung - auch gegenüber Menschenmassen, wie immer wieder bei Demonstrationen vorgeführt.



b. Gleichartige Äußerungen von Politikern der CDU/CSU/SPD/Grüne werden i.d.R. völlig anders oder gar nicht interpretiert (z.B. Boris Palmer 10/2015), das fällt einem Teil des Publikums natürlich auf und stützt den Eindruck der "Lügenpresse" (mit Recht). "Quod licet lovi ..." wußte dazu schon der antike Römer.



c. In beiden Fällen geht es nichtsdestotrotz nur um (vages) Gerede. Das Handeln oder Unterlassen der Regierung wird aber unmittelbar wirksam. Und da können wir erhebliche Anstrengungen (und einige Erfolge) wahrnehmen, im großen Stil dafür zu sorgen, dass geschieht, was die AfD-Damen-Combo (nur angeblich) fordert: Das Hindern von Flüchtlingsmassen auch mit Waffengewalt an der Einwanderung. Das wird allerdings mit zwei kleinen Kniffen garniert: Man bevorzugt offenbar die liebgewonnene Erfahrung aus dem kalten Krieg, dass es besser an das Publikum zu bringen ist, Nachbarstaaten dazu zu bringen, möglichst niemand rauszulassen, statt sich selbst die Hände schmutzig zu machen und möchte das Problem möglichst weit weg verlegen. So ist nur konsequent, dass ausgerechnet Griechenland (wirtschaftlich von Berlin stranguliert) angegangen wird, seine Außengrenzen nicht ausreichend dicht zu machen oder Ankömmlinge gleich wieder zu deportieren und ausgerechnet die Türkei sogar noch dafür bezahlt werden soll, niemanden Richtung Union (Deutschland ist gemeint) rauszulassen, trotz des neu begonnenen Bürgerkriegs gegen die Kurden und die massive logistische Unterstützung für den sog. IS.

d. All das dient auch zur Aufrechterhaltun des Dogmas, (ausgerechnet) die deutschen Grenzen seien gar nicht zu "schützen", obwohl das jahrzehntelange Praxis fast überall auf der Welt ist. Dieses Dogma pflanzt gleichzeitig ein (ebenso falsches) Horrorgemälde in die Köpfe ängstlicher Zeitgenossen, "wir" würden "überrant von Barbaren", wenn wir nicht schon präventiv kapitulierten. Evident ist natürlich der Widerspruch, dass notfalls gewaltsam eindringende Horden sich andererseits als ordentliche Neubürger nahtlos in die hiesige Gesellschaft einfügen würden. Eins kann nur stimmen.

Fazit: Wie soll man die Tätigkeit der tagesschau anders werten, als wohlfeile Desinformation zu verbreiten, die versucht, die Bürger möglichst unmündig zu halten ? - Solche logischen Widersprüche müssten erklärt werden. Die politischen Entscheidungen dahinter kritisch hinterfragt werden und offene demokratische Debatte über Mittel und Wege, Wünsche und Möglichkeiten erfolgen.
via Andreas Heil

Tagesthemen: Kommentar zur AfD
"Etwas zutiefst Menschenverachtendes offen und laut aussprechen, um Gesprächsthema Nummer eins zu werden, das war auch eine Masche der Nazi-Propaganda vor der Machtergreifung. Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge an der deutschen Grenze, das ist krank, gewissenlos, abscheulich."Klare Worte im Kommentar von Rainald Becker, der einen Aufstand der Anständigen fordert. Und Donald Trump kommt auch vor.
Posted by tagesschau on Montag, 1. Februar 2016

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