Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Freitag, 2. September 2016

Warum gibt es in Deutschland keine Antifa?

A m 11. Mai 1945, drei Tage nach dem offiziellen Ende des zweiten Weltkrieges, gründete sich in Hamburg die Sozialistische Freie Gewerkschaft (SFG). Versammelt hatten sich rund 40 Sozialdemokraten und Kommunisten. Innerhalb weniger Wochen lagen etwa 50.000 Aufnahmeanträge vor.

Doch die Britischen Besatzungsbehörden verboten diese sozialistische Organisation bereits am 20. Juni 1945
Direkt nach Kriegsende begann somit der Einfluss der Siegermächte auf den demokratischen Wiederaufbau Deutschlands, genauer gesagt dessen Verhinderung. Im Westen übernahm schliesslich der US-Geheimdienst CIA die führende Rolle bei der Manipulation, Finanzierung, Aufbau und Steuerung der politischen und kulturellen Organisationen, Strukturen und Medien in Deutschland.

Dokumentiert wird diese Entwicklung u.a. in der Phoenix-TV-Dokumentation von Joachim Schröder Germany made in USA – Wie US-Agenten Nachkriegsdeutschland steuerten, die immerhin die Spitze des Eisbergs beleuchtet.

Die Besatzungsmacht USA bzw. die CIA gründete und lenkte, nachdem die echte, sozialistische Gewerkschaft verboten wurde, 1949 schliesslich den systemtreuen Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Dieser Vorgang blieb jedoch nur einer unter vielen weiteren, welche die Identität des US-Vasallenstaates BRD determinieren sollten.

Aktuell erleben wir in Deutschland und weltweit die tiefgreifendste Faschisierung im internationalen Verhältnis der Staaten seit Menschengedenken. Die Ausweitung des imperialen Krieges seit 1991 zieht ihre grausame Spur aus Massenmord, Terror, Folter, Hunger und sozialem Elend rund um den Globus, von Irak über Jugoslawien, von Afghanistan über Libyen weiter nach Syrien, den Iran bereits im Visier.

Dem imperialen Krieg folgt seit 2001, dem Jahr der 9/11-Terroranschläge unter falscher Flagge, der massive Ausbau der imperialen Totalüberwachung. Der Gewalt nach aussen folgt die Gewalt nach innen.

Angeblich sollen die dafür geschaffenen Ermächtigungsgesetze der Abwehr des “internationalen Terrorismus” dienen. Wie wir spätestens heute wissen, ist dies eine Lüge, denn die Lauschangriffe richten sich sogar auch gegen NATO-Staaten und deren Repräsentanten, auch wenn diese, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Funktionäre der imperialen Rechten, treue Kollaborateure des imperialen Krieges sind.

Die Totalüberwachung dient ergo dem absoluten Herrschaftsanspruch der imperialen Oligarchie.

Nun könnte man annehmen, dass sich gegen diese imperiale, faschistische Entwicklung organisierter antifaschistischer Widerstand regen sollte. Tut es aber nicht – und es gilt zu hinterfragen, warum?
In aller Regelmäßigkeit vernimmt man in den Medien des NATO-Mainstream sowie der Pseudo-Linken Berichte, wonach eine organisierte “Antifa” (Kürzel abgeleitet von Antifaschistische Aktion) gegen Neonazis demonstriert, sowohl in deutschen Grosstädten, als auch in der Provinz.

Die Bezeichnung “Antifa” wird dabei gleichlautend auf Gruppen und Initiativen angewendet, unabhängig von einer nachvollziehbaren einheitlichen organisatorischen Struktur.

Es handelt sich nicht zuletzt deshalb um eine Phantom-Erscheinung, weil trotz der scheinbar allgegenwärtigen Präsenz dieser “Antifa” keine Verantwortlichen und Ansprechpartner öffentlich in Erscheinung treten.

Dies ist in der Geschichte einzigartig, da auch politische Organisationen, deren Mitglieder staatliche Repression befürchten müssen oder die gar im illegalen Widerstand gegen ein Regime operieren, stets darauf bedacht sind, zur Aufrechterhaltung der medialen Kommunikation dafür geeignete Personen zu präsentieren (ggf. im Ausland im Exil).

Die sog. “Antifa” jedoch geistert völlig anonym durch Medien und Gesellschaft. Unter der zur Schau gestellten Maskerade kann sich ergo Gott weiss wer verbergen. Wir wollen daher unser Augenmerk auf das politische Wirken dieser vermeintlichen “Antifaschisten” lenken.

Betrachtet man die Aktivitäten dieser Leute (jener “Antifa”, die pressenotorisch wahrnehmbar ist), so fällt sofort auf, dass der Begriff Faschismus, respektive dem Entgegentreten gegen faschistische Gefahr, ausschliesslich und in plakativer Weise auf die NS-Szene in Deutschland angewendet wird.

Der Zusammenhang von Kapital/Kapitalismus und Faschismus wird dabei vollständig ausgeblendet.

Erinnern wir uns: Die Machtergreifung in Deutschland 1933 durch die NSDAP unter Adolf Hitler, die Errichtung des NS-Regimes, war nur möglich, weil das Kapital seit den 20er Jahren diesen Aufstieg finanziert hatte, namentlich Medien, Infrastruktur, Reise- und Auftrittstätigkeit etc.

Ohne diese Investitionen wäre Hitler als Hinterzimmerredner, wie zahlreiche andere Akteure jener Zeit, in den Gasthäusern der Weimarer Republik versauert und hätte es NS-Deutschland nicht gegeben.

Die Nazis dienten dem Kapital als Werkzeug, in dem Bestreben eine sozialistische Revolution in Deutschland abzuwenden. Es gilt hier, Ursache und Wirkung auseinanderzuhalten, denn die faschistische Gefahr wurde erst dann zu einer, als der Kapitalismus seine Klassenherrschaft nicht mehr im Rahmen der bürgerlichen Demokratie zu sichern wusste.

Ernst Thälmann, seinerzeit Vorsitzender der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands), erklärte 1932 auf die Frage „Was will die Antifaschistische Aktion?“:

„Kampf gegen den Faschismus, das ist Kampf gegen das kapitalistische System.“

Ohne Kapital kein Faschismus. Das Kapital wird aber heute nicht durch Neonazis vertreten, sondern durch die Parteien im BRD-Bundestag.

Wir wissen spätestens seit dem NPD-Verbotsverfahren in den Jahren 2001-2003, wie auch dieser Bereich mit Geheimdienstagenten und V-Leuten durchsetzt ist. Und rund um die, immer noch nicht aufgeklärten, Geheimdienstoperationen unter dem Stichwort NSU-Komplex drang an die Öffentlichkeit, dass deutsche Behörden auch erhebliche Gelder in die Gruppen der Neonaziszene pumpen.
Sogar in Kreisen der nationalen Rechten jenseits der NS-Folklore wird konstatiert, dass die überschaubaren Neonazi-Gruppen ohne staatliche Unterstützung kaum noch existenzfähig wären.

So unappetitlich diese Rechtsextremisten auch sind, sie sind heute nicht die Quelle der real existierenden faschistischen Gefahr. Guantánamo wird durch das US-Regime betrieben. Die, mit den USA in dem imperialistischen Militärblock NATO vereinten, Staaten werden durch die Funktionäre der imperialen Rechten (= Kartell der bürgerlichen Parteien pro imperiale NATO/USA/EU) administriert.
Der Ausbau der imperialen Totalüberwachung geschieht unter Kollaboration der nationalen Geheimdienste – mithin auch des deutschen Bundestages. Auch deutsche Geheimdienste liefern Daten für den Massenmord per Drohnen – Gewaltakte jenseits demokratischer und völkerrechtlicher Normen, die faschistischen Regimen würdig sind.

Gegen all dies demonstriert die, durch den Mainstream in Szene gesetzte, skurrile sog. “Antifa” nicht. Nicht die Bekämpfung des Faschismus haben sich diese Leute auf die Fahnen geschrieben, vielmehr sind sie Teil einer hollywoodreifen Inszenierung, einer Kostümklamotte dazu angelegt, junge Leute zu entbilden und von antifaschistischem Widerstand abzuhalten.

Das ist eine Strategie der Desinformation und psychologischen Kriegsführung, die auch bei nicht wenigen subjektiven Linken Wirkung zeigt:

Indem man die Gefahr einer Wiederkehr des Hitler-Faschismus projiziert, soll die Aufmerksamkeit des antifaschistischen Widerstandes von der machtpolitisch realen imperialen und faschistischen Entwicklung abgelenkt werden.
Während man 1933 in Wiederaufführung als Farce inszeniert, stolziert der neue, imperiale NATO-Faschismus ganz ungeniert durchs´ Hauptportal.

Bei dieser Aufführung lassen die Regisseure in den NATO-Diensten und deren Medien jene selbst bezahlten und ausgestatteten Neonazigruppen auf der einen, und die, von jeglicher wissenschaftlicher und linker Grundlage gesäuberten, “Antifa”-Poser auf der anderen Seite gegeneinander antreten. Es geht hierbei um die Bilder, die man produzieren und medial verwerten kann.
Hat man je vernommen, dass eine Antifaschistische Aktion einen Parteitag der Hartz IV- und Kriegs-Partei Die Grünen blockiert hätte, an deren Händen das Blut hunderttausender Opfer des imperialen Krieges klebt?

Wer spätestens angesichts der aktuellen Enthüllungen rund um die globale Totalüberwachung immer noch nicht begriffen hat, wohin die Reise geht, ist merkbefreit.

Diejenigen, die nicht widerstandslos in der imperialen Diktatur aufwachen wollen, sind aufgerufen, den Kampf gegen die globale Faschisierung aufzunehmen.

Eine echte Antifaschistische Aktion wird hierbei von Nutzen sein.

Rote Fahne

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