Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Sonntag, 29. Januar 2017

Kindergartenpflicht ab dem 1 Lebensjahr

Für Eltern, die in Hartz IV gerutscht sind, gibt es kein Kindergeld, kein Betreuungsgeld. Sie erhalten für ihre Kinder bis einschl. 5 Jahre 2,90 €, für Frühstück, Mittagessen, Abendessen inklusive Getränke. Mit diesem Ernährungsbedarf soll sich ein Kind physisch und psychisch entwickeln können.

Man spricht auch gerne über bildungsferne Schichten, die nicht in der Lage sind ihre Kinder zu erziehen. Aus dem Grund wird argumentiert weg von der Alimentierung über Bargeld hin zu Gutscheinen - denn die Eltern aus diesem Milieu tragen lieber jeden Cent in den nächsten Schnapsladen, als vorsorgliche Kinderbetreuung zu betreiben - so die einhellige Meinung unserer Funktionselite.

Da hier in Deutschland die Kindergartenpflicht ab dem 1 Lebensjahr auch eingeführt werden soll, denke ich - ist dieser Beitrag aus Schweden mehr als wichtig, er zeigt auf mit welchen Hintergedanken und zu welchem Zweck diese Zwangsverpflichtung (Kindergarten) dient.
Ich bin schwedischer Bürger, 47 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Töchtern im Alter von jetzt 20 und 17 Jahren. Meine Frau ist diplomierte Kinderpflegerin für Kindertagesstätten und war bis zur Geburt unseres ersten Kindes in ihrem Beruf tätig. Als wir unser erstes Kind erwarteten, erklärte mir meine Frau, dass sie unser Baby nicht einer Kindertagesstätte anvertrauen wolle. Dabei ist zu bemerken, dass sie zu dieser Zeit selbst in einer solchen Tagesstätte tätig war.

Als ich sie nach dem Grund fragte, antwortete sie mir, dass sie aus ihrer eigenen Erfahrung sagen könne, dass keine fremde Person in der Lage sei, einem Kind die Liebe und Aufmerksamkeit entgegenzubringen, die der liebenden Verbindung zwischen einem Elternteil und dem Kind entspricht. An manchen Abenden kehrte sie heim und weinte um ihre kleinen Klienten, die wie lebende Pakete morgens abgeliefert und abends von ihren Eltern abgeholt würden.

Ich versprach ihr, dass ich alles tun würde, um das notwendige Einkommen für uns zu sichern, damit sie sich selbst um unser Kind sorgen könne. Unsere älteste Tochter wurde 1969 geboren. Am Anfang war alles gut. 1971 jedoch erließ die schwedische Regierung ein Gesetz, wodurch es der durchschnittlichen schwedischen Familie praktisch unmöglich gemacht wurde, mit einem Gehalt auszukommen. Diese Steuerreform war einer der Meilensteine auf dem Wege zur Zerstörung der traditionellen Familie in unserem Land. Unsere zweite Tochter wurde 1972 geboren.

Seitdem haben wir gegen ein übles Steuersystem ums Überleben gekämpft, das Tausende und Abertausende von Eltern in unserem Land diskriminiert, nur weil sie ihre eigenen Kinder in ihren eigenen vier Wänden selbst aufziehen wollen. Wir schafften es, uns so durchzuschlagen. Vor einigen Jahren nahm meine Frau wieder eine außerhäusliche Tätigkeit auf. Sie kehrte in ihren alten Beruf zurück, um den Kindern etwas Liebe zu geben, die in mancher Literatur über Soziologie als „Objekte“ beschrieben werden. Außer dem Ostblock hat Schweden die längste Tradition von Tagesstätten für Kleinkinder, die durch die Regierung eingerichtet wurden. Bevor ich jedoch die heutige Situation beschreibe, möchte ich eine Zusammenfassung unserer Geschichte geben. Dies ist wichtig, weil eine große Zahl der Länder rund um die Welt dabei sind, unsere Kindertagesstätten zu kopieren, die jetzt nach 25jähriger Erfahrung in Schweden sich als das größte soziale und wirtschaftliche Desaster des Jahrhunderts entpuppen.

Das Konzept der Kindertagesstätte wurde - ohne Rücksicht, ob die Eltern es nötig hatten oder ob sie sich dafür interessierten – in den 30er Jahren von Alva Myrdal entworfen. Diese Ideen hat sie zusammen mit ihrem Ehemann Gunnar in einer Anzahl von Büchern beschrieben. (Beide waren später Nobelpreisträger für andere Leistungen.) Wie so viele in ihrer Generation sprachen sie oft davon, „eine neue Generation von Menschen zu schaffen, die besser in eine neue Weltordnung passen“.

Anfang der 30er Jahre wechselten sie die Partei und wurden Mitglieder der herrschenden Partei in Schweden. Kurz danach wurde ihnen der Auftrag erteilt, Pläne für „die moderne Familie“ und für die Gesellschaft von morgen auszuarbeiten. Die Myrdals hatten eine bestür-ende Ansicht sowohl von der Fa-milie als auch von der Mutter, die keiner außerhäuslichen Tätigkeit nachging und sich ganz der Erzie-hung ihrer Kinder widmete. In ihrem Buch „Krisen in der Bevölkerungsfrage“ schrieb sie:
„Für schwache, dumme, faule, nicht ehrgeizige oder andere weniger intelligente Individuen (hiermit sind die nicht berufstätigen Mütter gemeint, die sich Zuhause um ihre Kinder kümmern, Anm. d. Red.) ist es noch möglich, weiter in der häuslichen Atmosphäre zu bleiben und ihren Weg sowohl als Hausfrauen und Dienerinnen zu gehen. Und am Ende die Prostitution, für die sie als Dienerinnen immer zur Verfügung stehen.“ Der vergangene Premierminister Palmes verkündete den Tod der Hausfrau. Sein Minister Equality sagte, dass die Hausfrau ins Museum gehöre, und eine große Tageszeitung erklärte, dass Hausfrauen „Verräter“ seien.

Ein moderner säkularer Staat, der seine Bürger allmählich umformt, damit sie ein totalitäres System akzeptieren. Dieser neue Bürgertyp, ohne Stolz und Selbstvertrauen und von Sozialmitteln abhängig, wagt es nicht und weiß auch nicht, wie die Situation zu ändern ist. Wenn nichts in den Ländern getan wird, in denen dieser Prozess begonnen hat, kann man sich darauf vorbereiten, die Demokratie als blühende Zukunft für freie Individuen, die nach Gottes Geboten und seinen Absichten für die Menschen leben wollen, zu verabschieden sind nicht bereits genug Probleme in der Welt zu lösen? Wer wird aus der Schwächung der Nationen einen Gewinn ziehen, anstatt sie zu stärken? Die wertvollste Kraft einer Nation sind gesunde und glückliche Menschen, die aus starken und zufriedenen Familien kommen. Jede Gesellschaft oder Nation steht oder fällt mit dem Zustand der Familie, denn die Familie reflektiert die Lage einer Nation. Wird die Familie zerstört oder geschwächt, so wird es nicht lange dauern, bis auch das Land zerstört ist. Man muss den zerstörenden Prozess stoppen, solange es noch möglich ist. Jan-Olaf Gustafsson ist Komiteemitglied der Family Campaign Foundation of Sweden. Ubersetzt aus dem Englischen von Lucie Zander

Kommentare:

  1. Hi Grilleau, in dem Bericht stimmt was mit dem Alter nicht.
    Der 47 Järige kann keine Tochter Jahrgang 1969 haben weil er selbst 1969 geboren worden sein muss. :) Gruß aus den kumzlacherweinstubn

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    1. Der Artikel ist von älterer Herkunft und beschreibt nur die politischen Weichenstellungen und die damit einhergehende Katastrophe. Das Datum ist daher irrelevant. Denn die Dinge geschehen jetzt im Jahre 2018 und aus diesem Erfahrungsbericht kann nur gelernt werden. Soviel dazu.

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    2. Das kann ein Zahlendreher sein? 1996!

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  2. Schöner Artikel! Wir beschäftigen uns auf unserem Blog ebenfalls mit Scheidung, Unterhalt & Kindergeld sowie Themen rund ums Familienrecht und sind interessiert am gegenseitigen Austausch. Bei Interesse könnt ihr gerne mal vorbeischauen. Zum Thema XY haben wir z.B. schon einige Artikel verfasst: https://www.scheidung.de/kindergeld

    LG

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  4. Ein interessanter Artikel, aber es sollte das ursprüngliche Erscheinungsdatum dieses Artikels angegeben werden. Denn natürlich müsste der schwedische Autor, wenn der Artikel aus dem Jahr 2017 stammen sollte, inzwischen (selbst als ganz junger Vater) fast 70 Jahre alt sein...

    Jetzt im Jahr 2018 ist es in Deutschland auch in ländlicher Umgebung und in Kleinstädten üblich, die Kinder schon mit ein paar Monaten, spätestens aber zum 1. Geburtstag ganztags in die Kinderkrippe zu schicken - übrigens ganz unabhängig davon, ob beide Elternteile erwerbstätig sind. Da mag das Kind noch so viel schreien und weinen - durch die "Eingewöhnungsphase" müsse es eben durch, ist die heutige Überzeugung. Als mein ältester Sohn mit knapp 3,5 Jahren in den Kindergarten sollte und in den ersten Tagen dort sehr unglücklich war und sich als untröstlich zeigte, rieten mir die Erzieherinnen doch lieber noch ein Jahr zu warten. Nun ja, das war in den 80er Jahren und es war allgemein eher üblich, dass die Kinder nur zwei Jahre (also von 4 bis 6) in den Kindergarten gingen. Vorher war die Familie für die Kleinen zuständig.
    Inzwischen können sich Eltern kaum noch für dieses Modell entscheiden, da sie während der Woche tagsüber kaum noch irgendwo auf andere Kinder treffen werden - weder in der Nachbarschaft noch auf dem Spielplatz noch in gemeindlichen oder kirchlichen Eltern-Kind-Gruppen oder beim Eltern-Kind-Turnen. Die meisten Kinder sind in Institutionen und das Spielen, Singen, Turnen, Basteln findet dort statt.

    Wenn sich also Eltern wünschen, dass ihr Kind ab dem zweiten Lebensjahr allmählich seine Kreise erweitert und Spielgefährten findet, ist das nicht mehr möglich. Um mit anderen Kindern spielen zu können, MÜSSEN die heutigen Kleinen noch als Wickelkinder in die Betreuungseinrichtungen.
    Ich weiß nicht, wie ich selbst das als Kind hätte aushalten können. Ab dem Alter von 4,5 Jahren bis zum Schuleintritt besuchte ich zwei Jahre lang nachmittags einen Kindergarten und erinnere mich, dass mir die erzwungenen Gruppenaktivitäten (und natürlich auch Gruppendisziplinierungen) oft auf die Nerven gingen, das Geschrei der anderen Kinder und ihre Streitigkeiten mich anstrengte oder mich der Aufenthalt oft sehr langweilte. Wie war ich froh, als ich in die Schule kam. Aber gut, das ist lange her und ich gehe davon aus, dass heutige Betreuungseinrichtungen für die 0 - 6-Jährigen viel besser geführt werden und eine individuellere Betreuung und Förderung gewährleisten. Wer weiß, vielleicht sind die heutigen Kinder durch die Gruppenbetreuung ab jüngstem Alter besonders anpassungsfähig, geduldig, flexibel, konfliktfähig, störungsresistent, ruhig, tolerant und langmütig? Ideale freundliche Familienmitglieder und sicher auch ideale Staatsbürger. Oder werden sie besonders unmündig, weil sie vor allen Dingen gelernt haben, sich von Anfang an Gruppenregeln zu unterwerfen? Oder besonders oberflächlich in menschlichen Beziehungen, weil sie sich zwar an nettes Verhalten gewöhnt haben, aber eben auch an wechselnde Beziehungen. Irgendwie muss ich immer häufiger an "Brave New World" von Huxley denken. Doch es mag sein, dass aus der Erziehung an Betreuungseinrichtungen, in denen von früh bis spät professionelle Betreuungskräfte um die Kinder bemüht sind, viel bessere neue Menschen erwachsen: Moderne aufgeschlossene und liebenswerte Menschen für die neue Zeit. Wer weiß.

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    1. Das menschliche Gefühl für Gerechtigkeit entwickelt sich offenbar schon sehr früh. Das lassen die Ergebnisse einer aktuellen Studie vermuten, die Psychologen mit Kleinkindern durchgeführt haben. Babys erkennen demnach bereits ab dem 15. Monat den Unterschied zwischen gleicher und ungleicher Verteilung von Nahrungsmitteln. Diese Empfindung stand auch in Verbindung mit ihrer Bereitschaft, ein Spielzeug zu teilen, berichten Jessica Sommerville von der Universität von Washington in Seattle und Marco Schmidt vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.

      „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir uns Regeln von Fairness und Großzügigkeit früher aneignen als gedacht," sagt Sommerville. Wie nun dieses "faire Baby" dazu kommt, Sprengsätze an Bahnhöfen zu deponieren, seine Mitmenschen zu schlagen, auszubeuten und zu ermorden -- ist eine lange Geschichte. "Umweltbedingungen" spielen da eine wichtige Rolle ... weshalb man aktuelle politische Entwicklungen in Deutschland noch mal gründlich durchdenken sollte laut der noch laufenden "Wiener Krippenstudie" zeigen Kinder unter zwei Jahren bereits zehn Wochen nach Krippeneintritt ungünstige Stressreaktionen. "Mit fortschreitender Krippenbetreuung sinkt der morgendliche Cortisolwert, die Tagesprofile werden flacher, die Stressverarbeitung wird ungünstiger", so Studienautorin Tina Eckstein.

      Je jünger ein Kind sei, desto empfindlicher reagiere es auf Stress. Und es kommt noch besser: Die bislang umfangreichste US-Krippenstudie Nichd hat gezeigt, dass selbst der Besuch einer guten Krippe später vermehrt mit sozialen Auffälligkeiten wie Streiten, Kämpfen, Prahlen, Lügen und Sachbeschädigung einhergeht. Noch bei 15-jährigen Jugendlichen -- der zuletzt gemessenen Altersgruppe der Kohorte -- stellte man die negativen Auswirkungen fest. So machen wir aus guten Babys asoziale Elemente, die keine ethischen Bedenken haben, Länder militärisch zu vernichten oder ihnen wirtschaftlich den Boden unter den Füßen weg zu ziehen: Was im Endergebnis das Gleiche ist.

      Der Artikel ist von älterer Herkunft und beschreibt nur die politischen Weichenstellungen und die damit einhergehende Katastrophe. Das Datum ist daher irrelevant. Denn die Dinge geschehen jetzt im Jahre 2018 und aus diesem Erfahrungsbericht kann nur gelernt werden. Soviel dazu. Zumal, der Text auch noch aus dem englischen übersetzt wurde - leider liegt das Original nicht vor.

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    2. Das kann ein Zahlendreher sein? 1996!

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