Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Sonntag, 19. Februar 2017

Menschwürde und Existenzminimum

Ob die Sozialindustrie vor der Agenda 2010, oder die Hartz IV-Reform, alles beide sind im Kern Bittstellersysteme, Letzteres um einen ticken härter geworden. Diese milliardenschwere Industrie wird staatlicherseits quer subventioniert um die Menschenwürde und das Existenzminimum aufrechtzuerhalten - so wird es nach außen hin artikuliert.

Gewiss wird die Menschenwürde hier aufrechterhalten, ich denke nur an die vielen Sozialarbeiter, die dadurch ihren Sessel behalten können. Man denke auch an die Armutsindustrie, die mittlerweile zweistellige Milliardenbeträge umsetzt, oder an die größte Verfolgungsbehörde Europas mit fast 110.000 Mitarbeiter - da wird für eine gewisse Klientel deren Tröge aus denen sie fressen - gefüllt. 

Die Masse, die man aus dem Arbeitsprozess durch Automatisierungs- sowie Rationalisierungsprozesse freisetzt, wird in Obhut dieses Fürsorgestaates genommen und mit einer Radikalität in einen nicht vorhandenen Arbeitsmarkt gepresst, um das letzte bisschen Aufbegehren, gegen dieses System - im Keim zu ersticken. Das Grundgesetz hat man dieser entrechteten Masse unter dem Arsch weggezogen - für sie gilt das Sozialgesetzbuch II.

Der Druck wird weiterhin erhöht, in dem man den Arbeitslosen immer wieder die Schuld gibt, dass sie sich nicht genug anstrengen - denn „jeder“ wäre seines Glückes Schmied. Es ist nicht so, dass man dieses System nicht ändern könnte, in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens mit eingezogenem Unterstützungssystem für die, die Mehrbedarf haben, wie zum Beispiel Drogenabhängige, Behinderte, chronisch Kranke usw. doch dagegen stemmt sich ein Großteil der Bevölkerung, Angst davor aus dieser staatlichen Bevormundung - dem Fürsorgesystem entlassen zu werden - er war zu lang gefangen in diesem Käfigen. Eine Vorstellung außerhalb dieses Käfigs scheint für so manchen Zeitgenossen eine wahre Horrorvorstellung zu sein. Jedes noch so dümmliche Argument wird gebracht, um nur nicht in die Unabhängigkeit entlassen zu werden. Man schreckt noch nicht einmal davor zurück, zu behaupten, dass dadurch die Gesellschaft und alles andere mit, in die Versalmung führt - solch Angst hat der Arbeitsmann, die Arbeitsfrau.

Angst auch davor, dass das bedingungslose Grundeinkommen ein trojanisches Pferd sei- um letztendlich die Menschheit zu unterjochen. Dieses Argument ist dann ein Totschlagargument - somit falten wir unsere Hände in den Schoß, überlassen es der sogenannten Leistungsgesellschaft - die werden es schon richten.

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen und wer sich nicht als Bittsteller integriert soll eben verhungern - das ist die sogenannte Menschenwürde.

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