Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Donnerstag, 2. März 2017

Adieu, Jobs! Willkommen, Maschine!

Wenn man in Nürnberg mit der U-Bahn fährt, sitzt vorne kein Fahrer. Seit 2009 rauschen die U-Bahnen vollautomatisch durch die Unterwelt – auch in Helsinki, Paris, Barcelona, Budapest und São Paulo sind fahrerlose U-Bahnen unterwegs. Das spart nicht nur Lohnkosten, sondern erhöht auch die Kapazität der U-Bahn-Linien um bis zu 50 Prozent, weil die exakt positionierten Züge in einem engen Zeitkorridor von nur 75 Sekunden hintereinander fahren können. Gut möglich, dass die Lokführer bald nicht mehr für Lohnerhöhungen streiken, sondern gegen die Automatisierung ihrer Jobs. 

Das U-Bahn-Ticket zieht man schon längst am Automaten. Reisen bucht man heutzutage im Internet. Man vergleicht Flugzeiten, Kosten, Hotelbewertungen oder sucht Leute beim Couch-Surfing. Und was machen die Reisekaufleute? Für die gibt es immer weniger Jobs, während die Arbeit erstens vom Konsumenten selbst erledigt wird und zweitens von zig Algorithmen, die uns die besten Reisedaten berechnen.

Selbst Rechtsanwälte werden allmählich überflüssig: Sogenannte E-Discovery-Programme übernehmen immer häufiger Recherchearbeiten, wo vormals Anwälte in Gerichtsurteilen wühlten. Die Programme erkennen nicht nur einfache Suchwörter, sondern auch komplexe Verhaltens- und Argumentationsmuster. Die kalifornische Firma BlackStone Discovery etwa kann 1,5 Millionen Dokumente binnen weniger Tage und für nur 100.000 US-Dollar analysieren. Das ist vergleichsweise günstig.

Denn setzt man Rechtsanwälte vor denselben Aktenberg, brauchen sie Monate, kosten häufig Millionen und machen mehr Fehler als die Software. Computer und Roboter ersetzen am laufenden Band Jobs. Eine Studie der Universität Oxford kommt zu dem Schluss, dass bis 2030 rund 47 Prozent aller Arbeitsplätze in den USA der Automatisierung zum Opfer fallen könnten. Während etwa Sozialarbeiter oder Handwerker weniger gefährdet sind, ist das Risiko, ersetzt zu werden, besonders für Banker, Logistiker und Verwaltungsangestellte hoch.

Aber keine Angst, die Arbeit wird Ihnen nicht ausgehen, dafür sorgt die Armutsindustrie im Verbund mit der Bundesagentur für Arbeit.  http://www.zeit.de/karriere/2015-01/kapitalismus-arbeitsplaetze-digitalisierung-maschinen

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