Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Dienstag, 14. November 2017

Der Wahnsinn hat das Ruder übernommen

Eine Professorin hat sich jüngst in der Ansicht verstiegen, dass sich Studenten häufig diskriminiert fühlen, weil sie als „Herr“ oder „Frau“ angesprochen werden: „Es gibt auch noch mehr als Frauen und Männer. Ganz viele Menschen identifizieren sich nicht damit, Frau oder Mann zu sein. Viele wollen auch nicht das eine oder andere sein.“ – Nein, Sie brauchen nicht fragen, in welcher Stadt diese(r) LehrkörperIn ihr sta(a)t(t)liches Gehalt bezieht, Sie vermuten richtig. Das haben die Berliner jetzt, vom „arm aber unisexy“.

Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Seitdem das Bezirksparlament von Friedrichshain-Kreuzberg mit der Mehrheit von Piraten, SPD, Grünen und Linken die Einrichtung von öffentlichen Unisex-Toiletten für Geschlechtsunentschlossene verfügt hat, weiß so mancher Berliner offensichtlich nicht mehr, ob er Männlein oder Weiblein ist. Das kann in die Hose gehen. Bei den Piraten heißt das dann „Liquid Democracy“.

Wobei eigentlich hatten sie im Bezirksparlament ja nur „Eintopf für alle“ gefordert … – Zurück zu Lann Hornscheidt, Profess-x am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität. Die/der/das ist überzeugt, dass das generische Maskulinum – also dass die männliche Form verwendet wird, wenn das Geschlecht nicht relevant ist – durch seine Verwendung soziale Wirklichkeiten schafft. Will sagen, wer von „die Studenten“ spricht, verfestigt das Männliche als Norm des universitären Daseins.

Einmal abgesehen davon, dass das erst ins generische Maskulinum hineininterpretiert werden musste, damit es ein Problem werden konnte, gerät jetzt Hornscheidt in ein Dilemma zwischen Feminismus und Egalitarismus: „Studentinnen“, ob mit großem oder kleinen I, hätte ja den gleichen Effekt, nur eben weiblich. Daher schlägt sie eine neue, neutrale Geschlechtsendung vor: -x, gesprochen „ix“, also Studierx [Studierix], Professx [Professix], Verkäuferx [Verkäuferix], Pizzadienstfahrx [Pizzadienstfahrix] … Da werden wir uns dann bald alle wie in einem kleinen gallischen Fischerdorf 50 v. Chr. vorkommen – wobei dort Verleihnix, Automatix, Methusalix et cetera eindeutig Männernamen sind, während die Damen Gutemine, Jellosubmarine oder Gelatine heißen. Macht nix, nervt aber. Und lässt ahnen, in welchen Dimensionen der Sinnlosigkeit wir uns zu verlieren beginnen. Autor nicht mehr bekannt!

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