Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Montag, 6. November 2017

Nur über das Geldsystem lassen sich auch die Positionsverhältnisse ändern, und nicht umgedreht

Vor Kurzem hatte ich eine Diskussion über das Geldsystem und wegen dieser meiner Ansicht, zu allererst am Geldsystem anzusetzen entgegen Marx, der an den Produktionsverhältnissen ansetzt. Erst nach Umbau des Geldsytems andere Regularien einzuflechten die eine humane Arbeitswelt ermöglichen - unter anderem auch der Vorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommen - hat man mich eben dieses Fanatismus der alleinigen Wahrheit predigend beschuldigt und kurzerhand gesperrt. Apologeten Ditfurths, tun dies auf gleiche Art und Weise, da werden Geldsystemkritiker in die „NeuerchteEsoterischeVerschwörungsecke“ verortet. Mich hat man dann letztendlich in ein Märchenbuch geschrieben, geschrieben auch deswegen - weil ich auch noch von einer zinsfreien Zeit die es im Mittelalter gab - bekannt mit der Begrifflichkeit „Goldenes Mittelalter“ berichtete, in dem über 300 Jahre Wohlstand und Wachstum ohne Arbeitsdruck und Geldsorgen herrschte.

Um 1450, als das Zinsgeld wieder eingeführt wurde, beginnt das sog. "Finstere Mittelalter" ... Professor Dr. Dr. Berger vertritt dieselben historischen und gesicherten Ansichten - wie ich, bezüglich des zinsfreien „Goldenen Mittelalters, hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=nLoE3_ZQXBw natürlich konterkariert das so manch einem seine Argumentationskette - deswegen muss es in einem Märchenbuch festgeschrieben werden. Man beachte, dass um 1200 die Theorie von Karl Marx noch nicht den Köpfen von Menschen war. Wie auch, denn steht es seiner Theorie diametral entgegen, denn brauchte Marx den an sein Proletarierdasein gefesselten Arbeitssklaven zur 'wissenschaftlichen' Demonstration seiner Gesetze.

Falschgeld: Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit: http://grilleau.blogspot.de/…/falschgeld-die-herrschaft-des…

Und jetzt greift man mich abermals an, weil ich Marx nicht für den Retter der Menschheit halte, denn mehr das Gegenteil davon, weil er nämlich verstanden hat, das internationale Finanzkartell reinzuwaschen. Ich würde mit meiner Simplifikation des Geldsystems mich selbst überschätzen und würde unterschätzen die Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, die Marx studiert und besser verstanden haben - als ich. Was aber noch viel schlimmer ist: es ermutigt die Menschen sich weiterhin der Illusion hinzugeben, dass sich innerhalb der westlichen kapitalistischen 'Demokratien' irgendwas ändern ließe.

Dazu möchte ich folgendes ausführen:

Im Kapitalismus ist alles (!) vorfinanziert, da es keinen “Erstbestand” an Geld gibt, sondern alles Geld nur gegen Zins in Umlauf kommt bzw. erst geschaffen wird. Geld entsteht nur über Kredite und nie über Arbeit - davon schöpfen Privatbanken 95 % aus dem „NICHTS“ – per schöpferischem Akt und die Zentralbanken 5 %.

Aus der Logik, dass es Geld nicht “netto” gibt, sondern – egal wie weit wir in die Vergangenheit zurückfahren – immer zweimal verbucht wurde, als Guthaben und als gleich hohe Schuld, die ihrerseits nach Verzinsung giert, ergibt sich, dass alle Preise nichts anderes sind, als die “Geschichte” aller zeitlich vorangegangenen Zinsverpflichtungen. Der Kunde zahlt an der Ladentheke nicht nur die Gewinnmargen, Steuern und Umlaufkosten der Unternehmer an der Ladenkasse - auch der in der Produktkette bis zum fertigen Produkt angefallene Zinslast. Die macht heute an jedem Produkt zwischen 30 und 40 % aus, bei Mietzins, den er zu entrichten hat, sogar bis zu 75 %. In dieser Kreditkette muss sich immer ein Neuer verschulden - sonst platzt das ganze System. Aus dieser inneren Logik heraus ist ein Grundeinkommen auch nur ein Schuldschein. Das ist die eherne Logik des kapitalistischen Systems.

Können wir uns darauf einigen, dass das schuldbasierte Geldsystem, welches mittels Buchungssatz erzeugt wird, nicht nur für alle fiskalischen Rahmenbedingungen, sondern auch für die charakterliche Bildung, der in diesem Geldsystem agierenden Menschen - maßgeblich mitverantwortlich ist? Wenn dies mit „Ja“ beantwortet werden kann, stellt sich die Frage - wie eine neue Partei, innerhalb dieses Systems - die dem Zinsfuß die Füße küssen muss, Politik im Sinne vom Bürger für den Bürger betreiben soll? Ganz abgesehen von der charakterlichen Bildung innerhalb dieses Geldsystems.

Denn sind ihnen denn nicht durch den Druck der Zinslast - ihre Spielräume eingeengt? Da der Zins mit seiner Exponentialfunktion immanent ist - also stetig mathematisch berechenbar ins Nirwana wächst - wird der Spielraum von Periode zu Periode enger und enger, somit einer neuen sozialen Politik konträr gegenübersteht. Da die Wirtschaft auf lange Sicht, nur ein lineares Wachstum zustande bringt - die Schulden diese Wachstumskurve aber schon in den neunziger Jahren durchbrochen wurde - hülfe es auf lange Sicht auch nicht, eine Umverteilung von oben nach unten vorzunehmen - denn der Zinsfuß fordert seinen totalitären Tribut. Denn der Staat muss proportional zu der wachsenden Zinsbelastung mehr Steuern einnehmen - zum Schluss bliebe nicht mehr viel zum Verteilen. Die Bank gewinnt immer … Es sei denn, der Bürger übernimmt das Hoheitsrecht über das Geldschöpfmonopol und ändert es in ein gemeinwohlorientiertes Bankwesen - erst dann können die Ziele wie zum Beispiel ein bedingungsloses Grundeinkommen umgesetzt werden.

Für diesen Kapitalismus, den Neoliberale seit über 40 Jahren verbrochen haben, gibt es keine Lösung mehr – die gibt es nicht. Wenn zurzeit 220 Billionen an US-Dollar $ an Finanzvermögen in der Zirkulation sind und das Sozialprodukt – also was Menschen und das weltweit real erwirtschaftet haben – bei 65 Billionen $ liegt und allein die Ansprüche, die die Reichen und Vermögenden aus den 220 Billionen $ daraus ziehen, in Form von Zinsen, Mieten, Pachten und Profite – das bedeutet das Ende. Der Kapitalismus erstickt letztendlich an seiner eigenen Logik der Profitmaximierung, die da lautet – um jeden Preis.

Keine Partei der Welt kann innerhalb dieser kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten etwas ändern – weil das Kapital sich nämlich auf keinen Ort beschränken lässt – es kennt keine Grenzen. Denn das Kapital hat die Investitionsmacht – die entscheiden wann, wie, wo und wer …

Nur wenn wir es durch internationale Solidarität schaffen, dieses Kapital in Schranken zu weisen – wäre noch Hoffnung, um zumindest den Absturz nicht ganz so hart werden zu lassen. Selbst wenn letzteres gelänge, steht immer noch das Geldsystem, welches per schöpferischem Akt von Privatbanken an Staaten, Unternehmen sowie Privathaushalte verliehen wird – systemimmanent dagegen – also hoffnungslos. Wer hier glaubt mit Wahlen etwas verändern zu können – hat den Schuss immer noch nicht gehört. Und all diejenigen, die den “Linken” in den letzten 20 Jahren in ertragreiche Positionen mit ihrer Stimme geholfen haben, werden bitterbös enttäuscht – die beiden Systeme sind exponentiell und das so lange, bis der letzte Tropfen Blut vergossen ist.

Keine Partei hat auf ihrer Agenda das Geldsystem auch nicht die Agenda die der „Linken“ – aber auch wirklich keine auch Karl Marx nicht.

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