Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Montag, 27. November 2017

Wer den Faschismus als Schlägerbande nach SA-Manier fürchtet, der hat in der Tat nicht begriffen wie Faschismus funktioniert

Ich bin schon einige Jahre lang zu der festen Überzeugung gelangt, dass der Sieg gegen den Hitler-Faschismus eigentlich kein Sieg war, sondern vielmehr nur ein Sprungbrett bzw. ein strategischer Schachzug um den eigentlichen Plan der kompletten Weltherrschaft Stück für Stück durchzuziehen. Denn davon überzeugt, dass der Faschismus und der Kapitalismus - Eineiige Zwillinge sind, die einander bedingen, denn das eine, kann ohne das andere nicht. Den Faschismus, so hat man uns vorgegaukelt, bekämpft zu haben, den Kapitalismus, den hat man als Kulturprojekt über uns drübergestülpt.

Denn wie ist es zu erklären, dass Walter Hallstein, hoher deutscher Beamter, der das Hitler-Projekt des föderalen Europas schrieb, in dem es darum ging, die europäischen Staaten zu zerstören und die Bevölkerung nach ethnischen Gruppen rund um das arische Reich zu gruppieren, in dem es Ziel war, das Ganze eine Diktatur nach einer nicht gewählten Bürokratie unter zu werfen und zentralistisch zu steuern, nach Kriegsende - 1958 - Präsident der Europäischen Kommission würde?

Oder Josef Reitinger, einst polnischer Faschist, der die europäische Liga für wirtschaftliche Zusammenarbeit, deren Generalsekretär er wurde und der als Vater des Euros ausgemacht werden kann und anschließend die europäische Bewegung förderte und auch noch den Bilderberg-Club gründete?

Lassen wir mal den italienischen Philosoph Diego Fusaro zu Wort kommen, wie er die Sache ausformuliert:

[…] Sie beruhigt das Gewissen der in der Gegenwart lebenden Menschen, dass das schlechte nur “ der da!“ sei, dass der Inbegriff der Gewalt nur der mit dem Bärtchen und dem Hakenkreuz sei, was in der Tat aber nur EINE mögliche Form der Gewalt darstellt, die er auch verkörperte und an die, als solche auch erinnert werden sollte, auf das sie sich nicht wiederholt.

Jedoch funktioniert sie eben apotropäisch genau in dem Sinne, das dazu dient, sagen wir mal das Gewissen desjenigen zu erleichtern, der heutzutage andere Formen der Gewalt ausübt und für sie verantwortlich ist. Wir könnten radikaler Weise sagen - und damit nähern wir uns einem Thema an, welches uns alle unmittelbar betrifft - dass das Deutschland von heute, das Deutschland des Euros und der eiskalten Gesetze der Hochfinanz und ihre Diktate des Fiskalpaketes ausgerechnet in demselben Rahmen, in welchem es sich obsessiv an Hitler erinnert und ihn verurteilt, faktisch nun dabei ist, - gewollt oder ungewollt -, ein neues Streitthema voranzutreiben, das unter einem puren wirtschaftlichen Profil ein sehr ähnlicher Konflikt eines im pluralistisch-invasiven Typs ist, wie es ihn damals unter Hitler gegeben hatte.

Wir können es so sagen, dass Hitler heute nicht mehr mit dem Bärtchen und dem Hakenkreuz wieder gekehrt, sondern - den “ alten Hitler“ verurteilen -, Englisch sprechend und von den Gesetzen der Wirtschaft predigend, sowie all die historischen Gewaltakte der Vergangenheit beurteilen, von Auschwitz bis hin zu den Gulags, als ob jene [Gewaltakte] der kapitalistischen Brutalität und der "heiligen" Gesetze der Hochfinanz keine sein [...]

Adorno sprach selbst schon von der Maske der Demokraten, zumindest schreibt man es Adorno zu, der im Rundfunk 1959 sich so geäußert haben soll: dass er nicht die Wiederkehr des Faschismus als Schlägerbande fürchte, die nach SA-Manier das Volk aufmische, sondern er fürchte die Wiederkehr des Faschismus als Demokratie.

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