GAM-Newsletter 29. Juli 2022
Laut der EU-Grenzschutzbehörde Frontex wurden von Januar bis Mai 2022 mehr als 86.000
irreguläre Grenzübertritte festgestellt. Das entspricht einem Anstieg um 82 Prozent im Ver-
gleich zum Vorjahreszeitraum. Mit rund 40.000 kam die Mehrzahl dieser irregulären Migran-
ten über den Westbalkan. Die meisten von ihnen waren Syrer und Afghanen.
Ende Juni 2022 hatten ca. 2.000 Personen „– zum Teil mit großer Brutalität – versucht, sich
einen Weg nach Spanien zu bahnen, wohin es 133 schafften. Zum größten Teil waren es laut
Presseberichten Sudanesen, die oft monatelang in den schwer zugänglichen Bergen östlich
von Melilla auf diesen Tag gewartet hatten. Sie hatten sich dafür mit selbstgefertigten Mes-
sern, Stöcken, Hämmern und Steinen ausgerüstet sowie Haken, um den Zaun zu erklimmen.
Sie stürmten die am wenigsten geschützte Stelle der insgesamt zwölf Kilometer langen und
sechs Meter hohen Sperranlage, die auch ‚das Sieb‘ genannt wird. Dort standen 16 spanische
Polizisten (...) 500 jungen Männern gegenüber. Polizeigewerkschafter werfen der Regierung
in Madrid vor, ihre Versprechen nicht eingehalten zu haben. Nach dem bisher größten An-
sturm auf die Grenze in Melilla im März sollten die Befestigungen ausgebaut und mehr Poli-
zisten in der Exklave stationiert werden.“
Am 23. Juli 2022 landeten innerhalb weniger Stunden ca. 1.000 irreguläre Migranten auf der
süditalienischen Insel Lampedusa. Diese illegale Einschleusung findet zumeist unter dem
Vorzeichen der „Seenotrettung“ statt, die als Teil der Einschleusungsstrategie gezielt einge-
plant ist. So teilte auch in diesem Fall die „Rettungsorganisation Sea Watch“ mit, am 23. Juli
bei verschiedenen Einsätzen mehr als 400 Menschen gerettet zu haben.
„Nach Angaben des Innenministeriums in Rom sind in diesem Jahr bisher 34.000 Menschen
über die Mittelmeerrouten in Italien angekommen, weit mehr als in den beiden Jahren zu-
vor.“
Die deutsche Asylstatistik weist bisher für das erste Halbjahr 2022 97.249 Asylanträge aus.
Hauptherkunftsländer der Asylantragsteller sind Syrien (24.492), Afghanistan (15.039), Irak
(5.512) und die Türkei (6217).
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154287/umfrage/hauptherkunftslaender-von-asylbewerbern/
Den Hintergrund für die anhaltende irreguläre Massenimmigration vornehmlich nach West-
europa (und hier insbesondere nach Deutschland1) bildet das Konzept der sog. Bestandser-
haltungsmigration in Form der Auslagerung eines Teils der Überbevölkerung von den vor-
modern-rückständigen Ländern Asiens und Afrikas in das schrumpfvergreisende Europa.
Siehe hierzu ausführlich:
http://www.gam-online.de/text-globkap.html
Zuwanderung als importierte Erwerbslosigkeit und Armut
An Stelle der vielfach geforderten und propagierten Fachkräftezuwanderung findet in
Deutschland unter dem Deckmantel der „Bestandserhaltungsmigration“ schon seit geraumer
Zeit überwiegend eine Nichtfachkräfteeinwanderung in die sozialen Transferleistungssys-
teme statt. Die ursächlichen Fakten hierfür muss sogar indirekt die Bundeszentrale für politi-
sche Bildung einräumen:
„Im Jahr 2020 war unter den Personen mit Migrationshintergrund der Anteil ohne allge-
meinen Schulabschluss sieben Mal so hoch wie unter den Personen ohne Migrationshin-
tergrund. Auch der Anteil ohne berufsqualifizierenden Abschluss war fast drei Mal so
hoch. Bei Ausländern mit eigener Migrationserfahrung lagen die entsprechenden Werte
dabei am höchsten. Im Vergleich zu Personen ohne Migrationshintergrund sind Personen
mit Migrationshintergrund insgesamt geringer qualifiziert, schlechter in den Arbeitsmarkt
integriert und häufiger von staatlicher Unterstützung abhängig. ...
Nach den Ergebnissen des Mikrozensus 2020 sind Personen mit Migrationshintergrund im
Vergleich zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund geringer qualifiziert und schlechter in
den Arbeitsmarkt integriert. Ohne die Personen, die 2020 noch in der Ausbildung oder noch
nicht schulpflichtig waren, hatten 11,9 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund kei-
nen allgemeinen Schulabschluss und 38,2 Prozent keinen berufsqualifizierenden Abschluss.
Bei den Personen ohne Migrationshintergrund lagen die entsprechenden Werte bei lediglich
1,7 bzw. 13,3 Prozent. Insgesamt hatten in Deutschland im Jahr 2020 rund 2,86 Millionen
Personen keinen allgemeinen Schulabschluss. Davon hatten 68,7 Prozent einen Migrations-
hintergrund. An den Personen ohne berufsqualifizierenden Abschluss – insgesamt 12,36 Mil-
lionen – hatten die Personen mit Migrationshintergrund mit 47,1 Prozent ebenfalls einen
überdurchschnittlich hohen Anteil.
Im Jahr 2020 waren Personen mit Migrationshintergrund mehr als doppelt so häufig er-
werbslos wie Personen ohne Migrationshintergrund (6,8 gegenüber 2,8 Prozent aller Er-
werbspersonen). Zudem waren Menschen mit Migrationshintergrund häufiger ausschließlich
geringfügig beschäftigt (10,8 gegenüber 7,6 Prozent aller Erwerbstätigen). Weiter waren Er-
werbstätige mit Migrationshintergrund 2020 fast doppelt so häufig als Arbeiterinnen und Ar-
beiter tätig wie Erwerbstätige ohne Migrationshintergrund (19,1 gegenüber 11,1 Prozent) –
Angestellte (65,4 gegenüber 69,7 Prozent) und Beamte (2,1 gegenüber 6,5 Prozent) waren
unter den Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund hingegen seltener zu finden.
Liegt der Anteil der „Menschen mit Migrationshintergrund“ in Deutschland nach Information
des Statistischen Bundesamtes bei 27,2 %, so beträgt ihr Anteil an der statistischen Armut-
spopulation laut dem Paritätischen Wohlfahrtverband bei 46,1 %.
Bei näherer Betrachtung zeigt sich recht deutlich, um welchen „Migrationshintergrund“ es
sich in diesem Kontext schwerpunktmäßig handelt:
Mehr hier: https://drive.google.com/file/d/1f6rGsxFYWgL0ae44HOHTojnEFXXz8t5o/view?usp=sharing
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