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Mittwoch, 14. Januar 2026

Das globale Theater: Warum der Krieg echt, aber der Feind eine Illusion ist

  


Wir blicken gebannt auf die Weltkarte. Im Osten rasseln Russland und China mit den Säbeln, im Westen beschwören NATO und USA die „Werte der Demokratie". Es sieht aus wie der finale Kampf: Freiheit gegen Tyrannei.

Doch was, wenn das alles nur die Kulisse für ein ganz anderes Stück ist?

Wenn wir den Vorhang beiseiteziehen und die Grundsätzlichkeit betrachten – also die nackte Mechanik der Macht – erkennen wir ein erschreckendes Bild: Wir werden nicht von außen erobert. Wir wurden bereits von innen übernommen.


1. Guter Bulle, Böser Bulle: Das Spiel der Giganten

Stell dir vor, du sitzt in einem Verhörraum. Ein Polizist brüllt dich an und droht dir Gewalt an – der „Böse Bulle". Der andere bietet dir eine Zigarette an und verspricht dir Schutz, wenn du kooperierst – der „Gute Bulle".

Was du in dem Moment vergisst: Beide Polizisten arbeiten für dasselbe Revier. Ihr Ziel ist nicht, sich gegenseitig zu bekämpfen, sondern dich dazu zu bringen, deine Rechte freiwillig aufzugeben.

Auf der Weltbühne spielen Russland und China den Part des „Outlaws" – der gesetzlosen Bedrohung, die Angst verbreitet. Das treibt uns in die Arme des Westens, der uns „Sicherheit" verspricht. Doch der Preis für diese Sicherheit ist derselbe wie im Osten: totale Überwachung, Zensur und Gehorsam.

Das Ziel ist nicht der Sieg einer Nation, sondern die Unantastbarkeit der globalen Machtstruktur.


2. Der stille Raub: Du besitzt bereits nichts mehr

Während wir uns über Putins Landraub aufregen, hat im Westen ein viel größerer Diebstahl stattgefunden – leise, legal und bürokratisch.

David Rogers Webb hat in The Great Taking enthüllt, was Juristen und Banker längst wissen: Das Eigentum wurde abgeschafft.

Früher gehörte dir dein Haus oder deine Aktie direkt. Heute hast du oft nur noch einen vertraglichen Anspruch („Security Entitlement") gegen eine Bank oder einen Vermittler. Das klingt technisch, ist aber brandgefährlich.

Denn das Gesetz wurde geändert: Wenn das Finanzsystem wackelt und die großen Banken fallen, dürfen sie sich gesetzlich an deinem Vermögen bedienen, um sich selbst zu retten – „Safe Harbor".

Das ist keine Verschwörungstheorie, das steht in den Geschäftsbedingungen. Im Westen herrscht längst derselbe Grundsatz wie im Kommunismus: Privateigentum ist eine Illusion. Es wird dir nur so lange gelassen, wie das System stabil läuft.


3. Die tödliche Umarmung

Wir starren auf die Unterschiede: Hier bunte Fahnen und Wahlen, dort Marschmusik und Diktatoren. Doch schauen wir auf die Technik der Herrschaft, sehen wir fast Zwillinge:

China überwacht seine Bürger digital und belohnt Wohlverhalten. Der Westen führt digitale Zentralbankwährungen und Zensurgesetze ein, um genau dasselbe zu tun.

Die Wahrheit ist bitter: Es gibt keinen fundamentalen ideologischen Kampf mehr. Es gibt nur noch ein globales Management-Kartell. Die eine Filiale (Ost) führt mit brutaler Härte, die andere Filiale (West) mit sanftem Zwang und ökonomischem Druck.

Beide nutzen dieselben Banken, dieselben Technologien und dasselbe Ziel: Die totale Kontrolle über Ressourcen und den menschlichen Willen.


Fazit: Erwache aus der Show

Solange wir uns darüber streiten, ob die „Linken" oder die „Rechten" recht haben, oder ob wir „für" oder „gegen" Russland sein sollen, haben wir das Spiel schon verloren. Wir sind Zuschauer in einem Theater, während hinter unserem Rücken das Haus ausgeräumt wird.

Die Realität ist: Der „Feind" steht nicht nur an der Grenze. Er sitzt im System selbst. Ob durch die kommunistische Doktrin der Enteignung oder die kapitalistische Doktrin der „Rettungsschirme" – das Ergebnis für dich und mich ist identisch:

Wir sollen nichts besitzen und glücklich sein, dass wir überhaupt noch da sind.

Es ist Zeit, nicht mehr auf die Schauspieler zu achten, sondern auf das Drehbuch. Und in diesem Drehbuch sind wir nicht als Helden vorgesehen – sondern als Inventar.

Nachtrag: Die Beweise – Wenn Feinde Händchen halten

Für alle, die jetzt denken: „Das klingt logisch, aber ist das nicht übertrieben? Führen die nicht wirklich Krieg?" – Hier sind sechs unbestreitbare Fakten aus den Jahren 2024–2026, die beweisen, dass die „Todfeinde" hinter dem Vorhang längst Partner sind.


1. Der nukleare Handel (Die Uran-Lüge)

Während Politiker uns erzählen, wir müssten frieren für den Frieden und Sanktionen gegen Russland tragen, kaufte die USA bis weit ins Jahr 2025 hinein angereichertes Uran aus Russland. Warum? Weil es „ökonomisch rational" war.

Das US-Gesetz enthielt extra „Ausnahmeregelungen" (Waivers), damit der russische Brennstoff weiter fließen konnte. Wir finanzieren also direkt den „Feind", vor dem wir uns rüsten sollen.

2. Siamesische Zwillinge im Weltraum

Schau nach oben zur ISS. Dort oben existiert der Krieg nicht.

Die Raumstation ist so gebaut, dass sie nicht getrennt werden kann: Die USA liefern den Strom, Russland den Antrieb. Ein Rückzug Russlands würde die Station abstürzen lassen. Also entschied man sich ganz pragmatisch, die Show gemeinsam bis 2030 weiterzuführen.

Während unten Panzer rollen, teilen sich oben Amerikaner und Russen die Lebenserhaltungssysteme.

3. Das gemeinsame Bankkonto

Man erzählt uns, Russland sei finanziell isoliert. Die Wahrheit ist: Die russische Zentralbank ist weiterhin Mitglied der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel – der Zentralbank der Zentralbanken.

Die Finanz-Eliten aus Moskau, Washington und Frankfurt sitzen immer noch im selben Club und setzen dieselben Regeln um. Sie arbeiten nicht an der Zerstörung des globalen Finanzsystems, sondern an dessen gemeinsamer Rettung und Transformation.

4. Die digitale Hintertür (Microsoft & Cloudflare)

Offiziell haben sich Tech-Riesen zurückgezogen. Die Realität: Das US-Finanzministerium hat spezielle „General Licenses" (z.B. GL 25D) erlassen. Diese erlauben es US-Firmen legal, Software und Internetdienste in Russland weiter zu betreiben.

Warum? Offiziell für die „Internetfreiheit". In Wahrheit behält der Westen so seinen tiefen Einblick in russische Datennetze (Intelligence), und Russland behält seine IT-Infrastruktur. Ein stiller Deal: Daten gegen Stabilität.

5. Der Hunger-Pakt (Düngemittel)

Neben Uran importieren die USA und die EU weiterhin massiv russische Düngemittel. Sie wurden explizit von den härtesten Sanktionen ausgenommen.

Der Zynismus dabei: Wir liefern Waffen an die Ukraine, um Russland zu bekämpfen, aber überweisen gleichzeitig Milliarden an Putin für Dünger, damit bei uns die Lebensmittelpreise nicht explodieren. „Brot geht vor Krieg" – die Moral endet dort, wo der Supermarkt beginnt.

6. Der Frieden im ewigen Eis (Antarktis-Vertrag)

Ein absurdes Bild: Während man sich in der Ukraine beschießt, treffen sich russische, chinesische und amerikanische Diplomaten 2025 friedlich zur jährlichen Antarktis-Konferenz. Dort unten gilt der Krieg nicht. Man inspiziert gegenseitig die Forschungsstationen und koordiniert die Verwaltung des Südpols.

Das zeigt: Die Welt ist aufgeteilt. Wo es um Ressourcen der Zukunft geht, sind die „Feinde" Partner in einem exklusiven Club, der keine Störungen duldet. 

7. Die Sonne der Feinde (ITER)

In Südfrankreich wird gerade der teuerste Reaktor der Menschheitsgeschichte gebaut: ITER – ein Fusionsreaktor, der die Energie der Sonne auf die Erde holen soll. Kosten: über 20 Milliarden Euro. Beteiligte: EU, USA, China, Indien, Japan, Südkorea – und Russland.

Ja, Russland. Mitten im Krieg.

Rosatom, der russische Staatskonzern, der auch die Kriegswirtschaft antreibt, liefert supraleitende Magnete und Gyrotrons, ohne die der Reaktor nicht funktioniert. Kein Ausschluss. Nicht einmal der Versuch. Warum? Weil es den Zeitplan sprengen würde.

Deine Steuergelder fließen in ein Projekt, das von der russischen Nuklearindustrie abhängt. Während du Sanktionen trägst, bauen die Eliten gemeinsam an der Energiequelle der Zukunft.

Die Botschaft ist klar: Der Krieg ist für heute. Die Zukunft teilen sie sich bereits.


Die Schlussfolgerung

Wenn deine Regierung beim „Feind" Uran und Dünger kauft, seine IT wartet und mit ihm Bankgeschäfte macht – dann ist das kein Krieg ums Überleben.

Dann ist es verwaltete Feindschaft. Ein Geschäftsmodell, bei dem wir die Zuschauer sind und die Rechnung zahlen.

Du willst Beweise? Die vollständige Analyse mit allen Quellen, Daten zu Uran-Importen, BIZ-Verbindungen und Technologietransfers (Stand 2026) kannst du hier kostenlos herunterladen: [📄 ZUR VOLLSTÄNDIGEN RECHERCHE-AKTE]

Dienstag, 13. Januar 2026

Unsere Demokratie

Wer Frieden will, ist Putin-Versteher. Wer Waffen will, ist Realist. So einfach ist Demokratie.


Volkssouveränität bedeutet: Das Volk ist so souverän, dass man es von schwierigen Entscheidungen verschont.

Demokratischer Krieg: Rheinmetall liefert, das Parlament beschließt, der Kanzler erklärt, der Redakteur rechtfertigt - und in den Schützengräben verbluten die Kinder derer, die keiner gefragt hat.

Demokratischer Krieg: Die Söhne der Arbeiter verbluten in den Schützengräben - damit die Söhne der Entscheider in den Aufsichtsräten sitzen können.

Sonntag, 11. Januar 2026

Minneapolis 2026: Kein Trump-Problem – Ein 170 Jahre altes amerikanisches Muster

 

Am 7. Januar 2026 erschoss der ICE-Agent Jonathan Ross die 37-jährige US-Bürgerin Renee Good in Minneapolis – ein Vorfall, der in ein 170 Jahre altes Muster staatlicher und parastaatlicher Gewaltanwendung gegen Zivilisten eingeordnet werden muss. Der Schütze war kein privater Söldner, sondern ein vereidigter Bundesbeamter mit 20 Jahren Diensterfahrung. Dieser Fall reiht sich ein in eine Geschichte, die von den Pinkerton-Detektiven des 19. Jahrhunderts über Kent State und COINTELPRO bis zu den nicht-gekennzeichneten Bundesagenten in Portland 2020 reicht – eine Geschichte systematischer Gewalt durch staatliche und quasi-staatliche Akteure, die selten zu strafrechtlicher Verantwortung führt.

Die Erschießung von Renee Good: Was wirklich geschah

Am Morgen des 7. Januar 2026 fuhr Renee Good – Mutter dreier Kinder, Poetin, US-Bürgerin aus Colorado Springs – durch die Straßen von South Minneapolis, nur etwa eine Meile von der Stelle entfernt, wo George Floyd 2020 getötet wurde. Sie hatte gerade ihren sechsjährigen Sohn zur Schule gebracht, als sie auf eine ICE-Operation stieß – Teil der „größten DHS-Operation aller Zeiten" in Minnesota mit rund 2.000 Bundesbeamten, wie Wikipedia dokumentiert.

Good und ihre Frau Becca nutzten Trillerpfeifen, um Nachbarn vor den Razzien zu warnen – eine gängige Aktivisten-Praxis. Good war Mitglied der Gruppe „ICE Watch", die Razzien dokumentierte. Sie blockierte kurzzeitig mit ihrem Honda Pilot die Straße. Agent Jonathan Ross näherte sich, filmte dabei mit seinem Handy in einer Hand. Laut NPR-Rekonstruktion sagte Good nach einem kurzen Wortwechsel: „Das ist okay, Kumpel. Ich bin nicht sauer auf dich" – dann forderten andere ICE-Beamte sie auf auszusteigen. Als Becca rief „Fahr, Baby, fahr!" und Good losfuhr, feuerte Ross drei Schüsse ab. Der letzte traf Good in den Kopf. Sie starb im Krankenhaus.

Die entscheidende Kontroverse: Mehrere Videos zeigen, dass Goods Lenkrad nach rechts gedreht war – also weg von den Beamten, nicht auf sie zu. Präsident Trump behauptete auf Truth Social, Good habe den Agenten „gewaltsam überfahren" – die Videobeweise widersprechen dem. Minneapoliser Bürgermeister Jacob Frey nannte die Selbstverteidigungsnarrative des DHS schlicht „Bullshit".

Kein Einzelfall: Das Marshall Project dokumentierte, dass Bundesbeamte in den vier Monaten vor Goods Tod auf mindestens neun Personen in Fahrzeugen geschossen hatten. Truthout bezeichnete die Erschießung als „die neue Normalität" – nicht als Anomalie.

Der Schütze: Vereidigter Bundesagent, kein Söldner

Jonathan Ross, 43 Jahre alt, war kein privater Contractor oder Söldner, sondern ein karrierelanger Bundesbeamter:

  • ICE Deportation Officer seit 2015
  • Zuvor U.S. Border Patrol Agent (2007-2015)
  • Irak-Veteran der Indiana Army National Guard
  • Mitglied des FBI Joint Terrorism Task Force
  • Ausgebildeter Scharfschütze und Schusswaffenausbilder

Ross wurde im Juni 2025 von einem undokumentierten Migranten etwa 100 Meter mitgeschleift und erlitt Verletzungen, die 33 Stiche erforderten. Vizepräsident JD Vance verwies darauf mit den Worten: „Glauben Sie, er ist vielleicht etwas sensibel, wenn jemand ihn rammt?"

Der "One Big Beautiful Act": Die Gesetzesstruktur hinter den Razzien

Die Razzia in Minneapolis war kein spontaner Polizeieinsatz, sondern Teil einer systematischen Eskalation, die durch den „One Big Beautiful Act" (OBBBA) vom 4. Juli 2025 ermöglicht wurde. Das Brennan Center for Justice bezeichnet das Gesetz als Grundlage eines „Abschiebung-Industriellen Komplexes".

Die Dimensionen:

Laut Government Executive hat ICE seine Belegschaft 2025 mehr als verdoppelt – von 10.000 auf über 22.000 Agenten. Das Gesetz stellt über vier Jahre mehr als 170 Milliarden Dollar für die Durchsetzung bereit – eine Summe, die die kombinierten Jahresbudgets aller staatlichen und lokalen Strafverfolgungsbehörden der Nation in den Schatten stellt.

Das Problem der Schnellausbildung: Government Executive berichtete, dass die Ausbildungszeiten für neue Agenten von sechs Monaten auf sechs Wochen gekürzt wurden, um die Einstellungsziele zu erreichen. Das Feld wird mit unerfahrenen Beamten geflutet, die Bundesabzeichen und Schusswaffen tragen – eine Parallele zu den schlecht ausgebildeten Nationalgardisten von Kent State 1970.

Die Privatisierung: Das Brennan Center analysierte, wie das Gesetz frühere Beschränkungen für private Gefängnisse aufhob. Konzerne wie GEO Group und CoreCivic verwalten nun den Großteil der Inhaftierungsinfrastruktur. Wenn Wall-Street-Analysten beklagen, dass die Inhaftierungszahlen nicht schnell genug steigen, offenbaren sie den Marktdruck für aggressive Durchsetzung.

Zur Frage privater Contractors: Obwohl Ross selbst ein Staatsbeamter war, hat ICE parallel ein „Kopfgeldjäger"-Programm mit privaten Auftragnehmern gestartet. The Intercept dokumentierte, dass Verträge über mehr als eine Milliarde Dollar vergeben wurden. Jacobin berichtete, dass Erik Prince, Gründer von Blackwater, eine Blaupause für den Einsatz privater Contractors bei Massenabschiebungen zirkuliert hat.

Die Pinkertons: Der Ursprung privatisierter Gewalt (1850-1900)

Die Charakterisierung der ICE-Agenten als „Söldner" zieht eine direkte historische Linie zum späten 19. Jahrhundert. Laut Wikipedia war die 1850 gegründete Pinkerton National Detective Agency der Vorläufer der modernen privaten Sicherheitsindustrie – und das erste amerikanische Modell für die Privatisierung staatlicher Gewalt.

Die Pinkertons waren nicht bloß Ermittler; sie waren Streikbrecher, die Gewalt anwendeten, um Minen und Fabriken von Gewerkschaftsorganisatoren zu „säubern" – dieselbe Rhetorik, die heute auf Migranten angewandt wird.

Der Homestead-Streik 1892: Die Carnegie Steel Company heuerte 300 Pinkerton-Agenten an, um die Kontrolle über die Stahlwerke von streikenden Arbeitern zurückzugewinnen. Die resultierende Schlacht, die mit Gewehren und sogar einer Kanone ausgetragen wurde, forderte fast ein Dutzend Tote. Der öffentliche Aufschrei führte zum Anti-Pinkerton Act von 1893, der der Bundesregierung untersagte, die Agentur anzuheuern – aber private Armeen nicht grundsätzlich verbot.

Die Coal and Iron Police: Staatlich sanktionierte Söldner

Nach dem PR-Desaster der Pinkertons innovierte Pennsylvania eine rechtliche Struktur, die die verschwommenen Linien von 2026 vorwegnimmt: die Coal and Iron Police. Laut Wikipedia wurden diese Offiziere vom Staat kommissioniert (erhielten also polizeiliche Befugnisse), aber vollständig von den Kohleunternehmen bezahlt.

Dieses Arrangement verband den Anschein staatlicher Autorität (das Abzeichen) mit den Anreizen privatwirtschaftlichen Handelns (der Gehaltsscheck). Die Coal and Iron Police war berüchtigt für ihre Brutalität und agierte als „Kosaken", die Bergbaugemeinden terrorisierten.

Das Lattimer-Massaker (1897): Ein Aufgebot von Hilfssheriffs und der Coal and Iron Police feuerte auf unbewaffnete streikende Bergarbeiter und tötete 19 von ihnen. Die Opfer wurden größtenteils in den Rücken geschossen, während sie flohen. Keiner der Schützen wurde verurteilt – exakt dasselbe Muster wie später in Orangeburg, Jackson State und bei unzähligen anderen Fällen.

Die Parallele zu 2026: Der OBBBA funktioniert ähnlich wie die Verträge der Coal and Iron Police. Er monetarisiert die Entfernung von „Unerwünschten". Wenn Agent Ross' tödlicher Schuss Teil eines Systems ist, das darauf ausgelegt ist, „Bettenkapazitäten" privater Gefängnisse und „Transportmetriken" zu maximieren, dann ist die Unterscheidung zwischen Staatsagent und Söldner semantisch geworden.

Blair Mountain 1921: Bomben auf amerikanische Arbeiter

Der Zenit privatisierter Kriegsführung ereignete sich in West Virginia. West Virginia Public Broadcasting dokumentiert die Rolle der Baldwin-Felts Detective Agency als „Gunmen of Capitalism". Baldwin-Felts-Agenten, die vom lokalen Sheriff deputiert wurden, ermordeten lokale Gewerkschaftsfiguren im Matewan-Massaker.

Das Zinn Education Project beschreibt, wie dies in einer offenen Feldschlacht gipfelte: 10.000 bewaffnete Bergarbeiter gegen private Detektive und die Nationalgarde. Die Beteiligung der Baldwin-Felts-Agenten demonstriert den extremen Endzustand privatisierter „Säuberungs"-Operationen: der Einsatz von privaten Flugzeugen, um selbstgebaute Bomben auf amerikanische Bürger abzuwerfen.

Es bedurfte der Intervention der US-Armee, um den Konflikt zu beenden – ein Präzedenzfall, auf den sich Präsident Trump 2025 berief, als er drohte, das „Kriegsministerium" gegen Portland und Chicago einzusetzen.

Kent State und Jackson State: Die Blaupause staatlicher Gewalt (1970)

Der 4. Mai 1970 markiert den symbolträchtigen Moment, an dem der amerikanische Staat offensichtlich auf seine eigenen Bürger schoss. National Geographic dokumentierte zum 50. Jahrestag, wie an der Kent State University in Ohio 28 Nationalgardisten in 13 Sekunden 67 Schüsse auf protestierende Studenten abfeuerten. Vier Tote: Allison Krause (19), Jeffrey Miller (20), Sandra Lee Scheuer (20), William Schroeder (19). Wikipedia bestätigt, dass die Scranton-Kommission urteilte: Die Schüsse waren „nicht gerechtfertigt".eine Euro es hier Jahre oder so aus mein, mein schon ein wenig glauben oder daraus ein Haustier ausgeht

Die Parallele zu 2026: Die Nationalgardisten waren jung, schlecht in der Kontrolle von Menschenmengen ausgebildet und übermüdet – eine direkte Parallele zum sechswöchigen Ausbildungskurs für neue ICE-Agenten. In der unmittelbaren Folge behaupteten offizielle Stellen, die Garde sei von einem Scharfschützen beschossen worden – später als falsch erwiesen. Dies spiegelt die Behauptung des DHS, Renee Good sei eine „inländische Terroristin" gewesen.

Jackson State – das vergessene Massaker: Nur elf Tage später, am 15. Mai 1970, eröffnete die Polizei in Jackson, Mississippi, das Feuer auf ein Wohnheim am Jackson State College. Die Jackson State University dokumentiert, wie über 400 Schüsse in 28 Sekunden abgefeuert wurden. Zwei Tote: Phillip Lafayette Gibbs (21) und der unbeteiligte Oberschüler James Earl Green (17). Laut Wikipedia wurde kein Beamter jemals verurteilt.

Das rassistische Muster: Jackson State (schwarze Studenten) erhielt einen Bruchteil der Medienaufmerksamkeit von Kent State (überwiegend weiß). Dasselbe gilt für das Orangeburg-Massaker von 1968 – dokumentiert vom Zinn Education Project – bei dem südcarolinische Polizisten drei schwarze Studenten töteten, zwei Jahre vor Kent State.

COINTELPRO: Staatlich orchestrierte Mordanschläge

Das FBI-Programm COINTELPRO (1956-1971) stellt die dunkelste Dimension staatlicher Gewalt dar. Das Zinn Education Project dokumentiert es als systematisches Programm zur „Neutralisierung" politischer Gegner – FBI-Direktor J. Edgar Hoover bezeichnete die Black Panther Party als „größte Bedrohung der inneren Sicherheit des Landes".

Am 4. Dezember 1969, um 4 Uhr morgens, stürmten 14 Chicagoer Polizisten die Wohnung des 21-jährigen Black Panther-Vorsitzenden Fred Hampton. Die Polizei feuerte 90-99 Schüsse ab. Die Panthers feuerten genau einen Schuss. FBI-Informant William O'Neal hatte den Grundriss der Wohnung geliefert und Hampton mutmaßlich betäubt.

Geschätzte 28 Black Panther-Mitglieder wurden durch COINTELPRO-Operationen getötet, 750 inhaftiert. Die Familien erhielten erst 1982 eine Zivilentschädigung von 1,85 Millionen Dollar – ohne strafrechtliche Konsequenzen für die Täter.

Die MOVE-Bombardierung 1985: Polizei wirft Bombe auf Wohnhaus

Der extremste Fall polizeilicher Militarisierung gegen eine Gruppe ereignete sich 1985 in Philadelphia. Das Zinn Education Project dokumentiert, wie die Polizei eine C4-Bombe aus einem Hubschrauber auf das Wohnhaus der Organisation MOVE warf. Laut Wikipedia tötete das resultierende Feuer 11 Menschen, darunter 5 Kinder, und zerstörte über 60 Häuser in einem schwarzen Viertel.

Die Stadt ließ den Brand absichtlich brennen, anstatt zu löschen. Der Bürgermeister, der Polizeichef und der Feuerwehrchef wurden nie strafrechtlich verfolgt.

Die Relevanz für 2026: Die MOVE-Bombardierung zeigt die Bereitschaft amerikanischer Strafverfolgungsbehörden, Kriegswaffen in Wohngebieten gegen eigene Bürger einzusetzen, wenn diese als „Terroristen" gerahmt werden. Die Kategorisierung von Renee Good als „inländische Terroristin" durch DHS-Ministerin Noem öffnet exakt diese Tür.

Ruby Ridge und Waco: Die Verschiebung der Einsatzregeln (1990er)

Ruby Ridge (1992): Das Justizministerium dokumentierte später, wie das FBI seine Einsatzregeln (Rules of Engagement) modifizierte: „Wenn irgendein erwachsener Mann mit einer Waffe beobachtet wird... kann und sollte tödliche Gewalt angewendet werden." Famous Trials analysiert, wie diese Regel eine faktische „Shoot-on-Sight"-Politik schuf. Laut Wikipedia erschoss ein FBI-Scharfschütze Vicki Weaver in den Kopf, während sie ihre Säuglingstochter hielt. Die Regierung zahlte 3,1 Millionen Dollar Entschädigung.

Waco (1993): PBS analysierte zum 30. Jahrestag, wie die 51-tägige Belagerung der Branch Davidians mit dem Tod von 76 Menschen, darunter 25 Kinder, endete. Wikipedia dokumentiert den Einsatz von CS-Gas und gepanzerten Fahrzeugen.

Die Parallele zu 2026: Die Erschießung von Renee Good in ihrem Fahrzeug deutet auf eine ähnliche Verschiebung der Einsatzregeln hin. Das Marshall Project dokumentierte, dass Bundesbeamte in vier Monaten auf neun Personen in Fahrzeugen geschossen hatten – eine de facto Politikverschiebung, die tödliche Gewalt gegen Fahrzeuge erlaubt.

Private Söldner im Inland: Von Katrina bis Standing Rock

Hurricane Katrina (2005): Mother Jones enthüllte, wie Blackwater-Kontraktoren – frisch von Einsätzen im Irak – in New Orleans patrouillierten. CBS News berichtete, dass diese Männer automatische Waffen trugen und behaupteten, vom Gouverneur „deputiert" worden zu sein. Wikipedia bestätigt Kosten von 240.000 Dollar pro Tag. Berichte tauchten auf, dass Kontraktoren auf „Plünderer" schossen.

Standing Rock (2016-2017): Wikipedia dokumentiert, wie die Firma TigerSwan – gegründet von einem pensionierten Delta-Force-Kommandeur – militärische Aufstandsbekämpfungstaktiken gegen Wasserschützer anwandte. The Guardian berichtete, wie indigene Demonstranten in internen Berichten als „Dschihadisten" oder „aufständische Bedrohungen" kategorisiert wurden – dieselbe Sprache, die DHS 2026 gegen Renee Good verwendete.

Portland 2020: Nicht-gekennzeichnete Bundesagenten

Die George-Floyd-Proteste 2020 brachten eine neue Eskalation: Laut Wikipedia setzten DHS, CBP und U.S. Marshals in Portland mehr als 750 Bundesbeamte ein – viele in nicht gekennzeichneten Fahrzeugen, ohne sichtbare Identifikation. Demonstranten wurden in anonymen Vans festgenommen.

OPB berichtete, dass der DHS Inspector General feststellte, dass Beamte „keine einheitlichen Uniformen und keine ordnungsgemäße Identifikation" trugen. Dies war das operative Testfeld für die Taktiken, die 2026 unter dem OBBBA landesweit ausgerollt wurden.

Das System der Straflosigkeit

Ein roter Faden zieht sich durch 170 Jahre: strafrechtliche Konsequenzen bleiben die absolute Ausnahme.

Bei Lattimer 1897 wurden die Schützen freigesprochen. Bei Kent State wurden keine Gardisten angeklagt. Bei Jackson State niemand. Die neun Polizisten von Orangeburg wurden freigesprochen. Die Mörder Fred Hamptons blieben straffrei. Niemand wurde für MOVE verurteilt. Der FBI-Scharfschütze von Ruby Ridge wurde nie verurteilt.

Im Fall Renee Good hat laut PBS News das FBI die Ermittlungen übernommen und dem Minnesota Bureau of Criminal Apprehension den Zugang zu Beweismitteln verweigert. Vizepräsident Vance erklärte, der Schütze genieße „absolute Immunität" – das Center for Constitutional Rights dokumentiert die entsprechenden Exekutivanordnungen.

Fazit: Strukturelle Gewaltmuster über 170 Jahre

Der Fall Renee Good ist kein isolierter Vorfall und kein „Trump-Problem", sondern fügt sich in ein 170 Jahre altes dokumentiertes Muster ein:

Erstens: Die Privatisierung von Gewalt. Von den Pinkertons 1850 über die Coal and Iron Police bis zu Blackwater in Katrina und den Milliarden-Dollar-Verträgen des OBBBA – amerikanische Geschichte ist geprägt von der Auslagerung staatlicher Gewalt an Entitäten, die in einer Grauzone der Rechenschaftspflicht operieren.

Zweitens: Die Rhetorik der „Säuberung". 1954 hieß es „Operation Wetback" mit rassistischen Slurs. 1970 nannte Gouverneur Rhodes die Kent-State-Demonstranten „schlimmer als die Braunhemden". 2026 spricht Trump von „Invasion von innen" und „Städte säubern". Diese Sprache entfernt die Zielpersonen aus der moralischen Gemeinschaft und macht Gewalt gegen sie akzeptabel.

Drittens: Rassistische Asymmetrie. Von Orangeburg bis Jackson State, von MOVE bis zu den Migranten-Razzien erhielten nicht-weiße Opfer staatlicher Gewalt systematisch weniger Aufmerksamkeit und Gerechtigkeit.

Viertens: Systematische Straflosigkeit. Zivilrechtliche Entschädigungen ohne Schuldeingeständnis ersetzen strafrechtliche Verantwortung. Die Muster wiederholen sich, weil sie nie Konsequenzen haben.

Die Frage, die der Fall Good aufwirft, ist nicht, ob dies ein Einzelfall war – sondern warum dieses Muster nach 170 Jahren ungebrochen fortbesteht.

Der gelöschte Kommentar: Wenn Machtkritik zur "Schwurbelei" wird



Das Experiment

Ein Fitness-Influencer produziert ein 33-Minuten-Video gegen "Schwurbler". Seine Kernbotschaft: Wer behauptet, "die Elite will uns vergiften" oder "die Pharmaindustrie manipuliert uns", ist ein paranoider Spinner. Er fordert "Zahlen, Daten, Fakten statt Gefühle".

Dann verkauft er Supplements.

Ich schrieb unter sein Video einen Kommentar. YouTube löschte ihn ohne Begründung.


DER GELÖSCHTE KOMMENTAR:

In einer Zeit, in der "Schwurbler" inflationär gebrandmarkt werden, müssen wir uns einer unbequemen Wahrheit stellen: Die selbsternannten Wissenschaftswächter könnten genauso irren wie jene, die sie bekämpfen – und die Geschichte gibt ihnen Unrecht.

Die Machtfrage: Wer definiert "wissenschaftliche Wahrheit" – und wer profitiert davon?

Die "wissenschaftliche Wahrheit" wird finanziert – von Pharmakonzernen, Lebensmittelindustrie, staatlichen Institutionen. Wer zahlt, bestimmt die Fragen. Wer die Fragen bestimmt, beeinflusst die Antworten.

Die Geschichte ist voll von Beispielen:

  • Lobotomie: Nobelpreis 1949 – heute: Verbrechen
  • Margarine: "Herzgesunde Alternative" (Trans-Fette = Gift)
  • Low-Fat: Zuckerindustrie kaufte Studien → Adipositas-Epidemie
  • Cholesterin: Grenzwerte gesenkt, um Statine zu verkaufen
  • Tabak: Jahrzehntelang "wissenschaftlich harmlos"
  • Contergan: "Sicherstes Schlafmittel" – 10.000 missgebildete Kinder
  • Oxycontin: Hunderttausende Tote durch gefälschte Pharma-Studien
  • Vioxx: 60.000+ Herztote, dann vom Markt
  • Antidepressiva für Kinder: GSK verheimlichte Suizid-Risiken
  • Glyphosat: Jahrzehntelang "unbedenklich" – Krebsurteile in Milliardenhöhe

Was heute als Wahrheit gilt, könnte morgen als Lüge entlarvt werden. Die "offiziellen Wahrheiten" wurden stets von Konzernen und abhängigen Instituten diktiert – während abweichende Stimmen als "Schwurbler" gebrandmarkt wurden.

Das Bundesverfassungsgericht 2018: "Die Konfrontation mit beunruhigenden Meinungen, selbst wenn sie gefährlich sind, gehört zum freiheitlichen Staat."

Wahrheit entsteht durch freien Diskurs, nicht durch Autoritäten, die festlegen, was gedacht werden darf.


Die perfide Strategie

Der YouTuber nimmt die dümmsten Verschwörungstheorien ("Echsenmenschen") und stellt sie auf eine Stufe mit berechtigter Kritik an ökonomischer Macht.

Seine Botschaft: Wer sagt "Pharma/Lebensmittelindustrie lügt für Profit", ist ein Spinner.

Die historische Realität:

  • Pharma HAT gelogen (Oxycontin, Vioxx, Contergan)
  • Lebensmittelindustrie HAT manipuliert (Margarine, Zucker-Lobby)
  • "Eliten" HABEN vergiftet (Tuskegee, Tabak)

Aber genau diese Kritik darf nicht geäußert werden – sonst ist man ein "Schwurbler".


Die Heuchelei

Er sagt im Video: "Jede Aussage ist geformt, damit die eigene Agenda verfolgt werden kann. Und die Agenda ist meist: Ich will dir was verkaufen."

Er beschreibt sich selbst.

Seine Supplements sind "sehr sehr wissenschaftlich orientiert" und "innovativ am Zahn der Zeit".

Die kognitive Dissonanz: Er verkauft Produkte mit wissenschaftlichem Marketing – und diffamiert andere, die dasselbe tun, als "Schwurbler".


Die Frage, die er nie stellt

In 33 Minuten fragt er nicht ein einziges Mal:

  • Wer finanziert wissenschaftliche Studien?
  • Warum kommen Pharma-finanzierte Studien häufiger zu positiven Ergebnissen?
  • Wer profitiert von "wissenschaftlichen Wahrheiten"?

Diese Blindheit ist kein Zufall.

Denn sobald diese Fragen gestellt werden, wird sichtbar: Auch er hat ökonomische Interessen. Auch er nutzt "Wissenschaft" für Marketing.

Deshalb diffamiert er Machtkritik pauschal als "Verschwörungstheorie".


Die Ironie der Geschichte

1960er: "Die Lebensmittelindustrie lügt über Margarine!"
Antwort: Schwurbelei!
Heute: Trans-Fette sind Gift. Die Kritiker hatten Recht.

1990er: "Pharma lügt über Oxycontin!"
Antwort: Verschwörungstheorie!
Heute: Hunderttausende Tote. Die "Verschwörungstheoretiker" hatten Recht.

2026: "Ökonomische Macht produziert 'Wahrheiten' für Profit."
Antwort: Kommentar gelöscht!


Das System, von dem er profitiert

Und jetzt die entscheidende Frage: Warum diffamiert er Machtkritik so vehement?

Die Antwort liegt in der Industrie, von der er lebt: Der Supplement-Markt.

Die Protein-Lüge: Wie aus Müll Gold wurde

Die gesamte Supplement-Industrie basiert auf einer fundamentalen Täuschung:

Die Ausgangslage:

  • Molke war ursprünglich Abfall der Käseproduktion
  • 1 kg Käse = 9 kg Molke (flüssiger Müll)
  • In den 60er/70er Jahren wurde Molke in Flüsse gekippt (Umweltverschmutzung)
  • Molkereien mussten für die Entsorgung bezahlen

Die "geniale" Lösung:
Den Müll trocknen, verpacken und als "essentielles Nahrungsergänzungsmittel" verkaufen.

Die ökonomische Realität

Großhandelspreis Molkekonzentrat (WPC 80%): 9-18 € pro Kilo
Verkaufspreis Einzelhandel: 30-80 € pro Kilo
Aufschlag: 800%

Aber es wird noch perfider. Die Industrie nutzt weitere Tricks:

  • Aminospiking: Billiges Glycin/Taurin reinmischen, zählt als "Protein"
  • Protein Blends: Teure Molke mit billigem Soja/Erbsen strecken
  • Verdickungsmittel: Wasser wird "cremig", täuscht Sättigung vor
  • Süßstoffe (3-5g/kg): Maskieren bitteren Geschmack minderwertiger Rohstoffe

Das Marketing-Narrativ, das die Industrie erschaffen hat

  • "Du brauchst sofort Protein nach dem Training!" (Anaboles Fenster - wissenschaftlich widerlegt)
  • "Ohne Pulver erreichst du deine Proteinziele nicht!"
  • "Shake = optimale Versorgung!"

Die wissenschaftliche Realität (die verschwiegen wird)

Studien von Pinckaers, van Loon (2024):

  • Vollwertige Nahrung (Fleisch, Eier, Fisch) führt zu höherer und länger anhaltender Muskelproteinsynthese
  • Proteinpulver = kurzer "Spike" im Blut, dann schneller Absturz
  • Echtes Essen = stabile Versorgung über Stunden
  • Vollwertige Nahrung liefert: Eisen (Häm-Eisen, hochbioverfügbar), Zink, B-Vitamine (B12!), gesunde Fette

Mit anderen Worten: Die Industrie verkauft einen minderwertigen Ersatz zu 800% Aufschlag als "Premium-Produkt".


Warum er die Machtfrage nicht stellt

Wenn Menschen anfangen zu fragen:

  • "Wer profitiert von diesen wissenschaftlichen Wahrheiten?"
  • "Warum wird Proteinbedarf künstlich hochgerechnet?"
  • "Warum werden Studien von der Industrie finanziert?"

...dann bricht das gesamte Geschäftsmodell zusammen.

Deshalb muss Machtkritik als "Schwurbelei" diffamiert werden.

Nicht weil sie falsch ist. Sondern weil sie das System gefährdet, von dem er lebt.

Die historische Parallele

1960er: "Margarine ist gesünder als Butter!" (Lebensmittelindustrie kauft Studien)
Heute: Trans-Fette = Gift. Die Kritiker hatten Recht.

2000er: "Ihr braucht zwingend Proteinpulver!" (Supplement-Industrie erschafft künstlichen Bedarf)
Morgen: ???


Die eigentliche Demaskierung

Er stellt sich hin als rationaler Aufklärer gegen "Schwurbler".

Aber er verschweigt:

  • Aus Müll wird Gold (800% Marge)
  • Die Industrie trickst systematisch (Aminospiking, Blends)
  • Wissenschaftliche Studien zeigen: Echtes Essen ist überlegen
  • Der "Proteinbedarf" ist oft künstlich aufgeblasen

Warum verschweigt er das?

Weil er Teil dieses Systems ist. Er verkauft Supplements. Er profitiert von der Protein-Hysterie. Er lebt davon, dass Menschen glauben, sie bräuchten diese Produkte.

Und wer auf die ökonomische Macht hinter diesem System hinweist?

Wird als "Verschwörungstheoretiker" diffamiert.


Die historische Beweislast

Wer jetzt denkt, "Machtkritik ist doch meistens Spinnerei" – dem empfehle ich einen Blick in die Geschichte:

Über 2.000 dokumentierte Fälle, in denen "Verschwörungstheoretiker" Recht behielten:

  • Phoebus-Kartell: Globale Sabotage von Glühbirnen-Technologie (Lebensdauer von 100.000 auf 1.000 Stunden reduziert)
  • MK-Ultra: CIA-Menschenversuche mit LSD an unwissenden Bürgern
  • Tuskegee: 40 Jahre staatliche Folter – Schwarze Männer absichtlich nicht behandelt
  • Operation Gladio: NATO-Geheimarmeen in ganz Europa
  • Gates-Foundation-Experimente: 491.000 gelähmte Kinder in Indien durch Impfkampagne

Der komplette Beitrag mit allen Quellen:
Der missbrauchte Begriff "Verschwörung": Von realen Machenschaften und kritischem Denken

Die Lektion: Wer "Machtkritik" pauschal als "Schwurbelei" abtut, hat entweder keine Ahnung von Geschichte – oder profitiert vom System.


Fazit: Cui bono?

Die alte römische Frage: Wem nützt es?

  • Wem nützt es, Machtkritik als "Schwurbelei" zu diffamieren?
  • Wem nützt es, wenn niemand fragt: "Wer profitiert?"
  • Wem nützt es, wenn der Proteinbedarf künstlich hochgerechnet wird?

Die Antwort: Der Supplement-Industrie. Und allen, die von ihr leben.

Er ist kein Aufklärer. Er ist ein Gatekeeper, der das System schützt, von dem er profitiert.

Und mein gelöschter Kommentar? Hat genau diese Frage gestellt. Deshalb musste er weg.

Mein Kommentar wurde gelöscht, obwohl jedes Beispiel historisch dokumentiert ist. Nicht weil er falsch war, sondern weil er die verbotene Frage stellte: "Wer profitiert?"

Wenn jemand behauptet, "Machtkritik ist Verschwörungstheorie" – fragt euch, wer davon profitiert.

Wenn jemand "Wissenschaft" verkündet, während er Produkte verkauft – fragt euch, wessen Interessen bedient werden.

Und wenn diese Fragen zensiert werden – wisst ihr, dass ihr richtig liegt.


Grilleau, Januar 2026

P.S.: Wer jetzt denkt, "das ist doch alles übertrieben" - der sollte sich fragen: Warum wurde mein Kommentar mit dokumentierten historischen Fakten gelöscht, während "Nah bruh" stehenbleiben durfte?

Freitag, 9. Januar 2026

Chomsky und die Heuchelei der selbsternannten Aufklärer


„Die Mehrheit der Bevölkerung versteht nicht, was wirklich geschieht. Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht." – Noam Chomsky

Dieser Satz macht mich aggressiv. Nicht weil er falsch wäre, sondern weil er von genau den Leuten geteilt wird, die das Problem sind.

Die verdrehte Dialektik

Chomsky diagnostiziert das Nicht-Verstehen. Aber er verschweigt: Wer hat sieben Jahrzehnte lang dafür gesorgt, dass die Bevölkerung nicht versteht? Wer kontrolliert die Medien, die Universitäten, die Bildungssysteme?

Es ist zynisch, jemandem Unwissenheit vorzuwerfen, dem man systematisch Wissen vorenthält. Es ist wie einem Hungernden Fresssucht zu diagnostizieren, während man ihn aushungert.

Die Klassenverachtung des Intellektuellen

Der Arbeiter am Fließband:

  • Hat nach 10 Stunden keine Kraft für Chomskys verschachtelte Syntax
  • Wurde nie in akademischer Sprache sozialisiert
  • Soll aber verstehen, dass er nicht versteht?

Chomsky schreibt Bücher für andere Professoren. Seine "Kritik" zirkuliert in geschlossenen Bildungsbürgerzirkeln. Die, über die er spricht, können ihn nicht lesen. Das ist kein Zufall, sondern Klassenpolitik.

Die neoliberalen Intellektuellen als Systemstabilisatoren

Wo ist die tägliche Aufklärung? Wo ist das mediale Trommelfeuer gegen Ausbeutung, Konzernmacht, Lobbyismus – so omnipräsent wie die Holocaust-Erinnerung? Richtig: Es gibt sie nicht.

Stattdessen gibt es Chomsky-Zitate auf LinkedIn. Die neuen "Aufgeklärten" teilen solche Sprüche und fühlen sich intellektuell überlegen. Sie sind die Mehrheit, die glaubt zu verstehen – und genau sie sind das Problem.

Der finale Widerspruch

Chomskys eigener Satz entlarvt nicht die Masse – sondern jene, die ihn teilen:

„Die Mehrheit versteht nicht mal, dass sie nicht versteht."

Genau. Die Mehrheit der selbsternannten Aufgeklärten versteht nicht, dass sie Teil des Problems sind. Sie applaudieren einem Zitat, das ihre eigene Klassenverachtung legitimiert, und merken nicht mal die Ironie.

Fazit

Die Intellektuellen der Neuzeit waren keine Befreier. Sie waren – und sind – Verwalter der Herrschaft. Sie liefern dem Bildungsbürgertum das gute Gewissen, "kritisch" zu sein, ohne je die Strukturen anzutasten.

Und die Masse, die diesem Unfug applaudiert? Die ist genauso bescheuert wie die, die sie für dumm hält.


Die große Illusion: Warum Trumps Haus-Verbot nur ein Schauspiel ist (und wer dein Haus wirklich kontrolliert)

Einleitung: Der Köder Donald Trumps neueste Ankündigung klingt wie ein Befreiungsschlag: Ein Verbot für große Investmentfirmen, Einfamilienhäuser zu kaufen. Endlich wird der „Amerikanische Traum“ verteidigt! Doch Vorsicht: Wenn ein Zauberkünstler mit der rechten Hand wedelt, sollten wir genau auf seine linke Hand achten. Vielmehr liegt es nahe: Dieses Verbot ist „Theater für die Tribüne“ – eine Ablenkung von einem Diebstahl, der längst stattgefunden hat.

Der Realitätscheck: Ein Tropfen auf den heißen Stein Bevor wir zum eigentlichen Skandal kommen, ein Blick auf die Zahlen: Institutionelle Investoren besitzen laut Analysen gerade einmal 0,5 % der Einfamilienhäuser in den USA. Ein Verbot mag gut klingen, bekämpft aber ein Problem, das statistisch kaum existiert. Die wahren Gründe, warum sich junge Menschen (nur noch 21 % Erstkäufer!) kein Haus leisten können, sind hohe Zinsen und fehlender Neubau. Warum also der Lärm?

Der Kern: Die stille Abschaffung des Eigentums Während wir über „böse Investoren“ diskutieren, hat sich im Hintergrund das Rechtssystem radikal gewandelt. Der Finanzexperte David Rogers Webb deckt in seinem Buch The Great Taking auf, dass unser Verständnis von „Eigentum“ eine Illusion geworden ist. Das Stichwort lautet: „Security Entitlement“ (Anspruch auf Wertpapiere).

  • Früher: Dir gehörte eine Aktie oder ein Vermögenswert direkt.

  • Heute: Du hast nur noch einen vertraglichen Anspruch gegen deinen Vermittler (die Bank). Das Gefährliche daran: Dein „Eigentum“ liegt in einem großen Pool, den die Bank als Sicherheit für ihre eigenen, riesigen Wetten (Derivate) nutzen darf.

Die Falle: Wenn die Musik aufhört Das Weltwirtschaftsforum prognostizierte: „Du wirst nichts besitzen“. Webb beschreibt den Mechanismus, wie das wahr werden könnte:

  1. Schulden als Waffe: Jahrzehntelang wurden wir in die Verschuldung gelockt.

  2. Der Crash: Wenn die Zinsen steigen und die Blase platzt, geraten Banken in Not.

  3. Der „Safe Harbor“ (Sichere Hafen): Hier wird es kriminell. Gesetzliche Änderungen sorgen dafür, dass im Crashfall eine „geschützte Klasse“ von Großbanken sofortigen Zugriff auf alle Sicherheiten hat – bevor du als Kunde auch nur einen Cent siehst. Selbst wenn du glaubst, dein Haus oder dein Depot sei sicher: Wenn dein Vermittler fällt, gehört dein „Anspruch“ plötzlich zur Konkursmasse, auf die sich die Großen zuerst stürzen.

Fazit: Der Streit um das Fahrrad Stell dir vor, du streitest mit deinem Nachbarn lautstark darüber, wer das letzte Fahrrad im Schaufenster kaufen darf. Ihr seid so beschäftigt, dass ihr nicht bemerkt, wie der Ladenbesitzer im Hinterzimmer einen Vertrag unterschreibt. Dieser Vertrag besagt: „Wenn der Laden pleitegeht, darf der Großlieferant alle Fahrräder mitnehmen – auch die, die den Kunden schon 'gehören', aber noch im Laden stehen.“ Trump streitet mit uns über den Käufer des Fahrrads. David Rogers Webb zeigt uns den Vertrag im Hinterzimmer. Es ist egal, wer kaufen darf, wenn das Eigentumsrecht selbst ausgehöhlt wurde.

Donnerstag, 8. Januar 2026

Cognitive Electromagnetic Warfare: Die militärisch-industrielle Machtelite rüstet zur Gedankenkontrolle

 

44 Millionen Dollar für "Cognitive Electromagnetic Warfare" – Was das Pentagon jetzt offiziell finanziert, sollte uns alle alarmieren.

Im National Defense Authorization Act 2026 steht es schwarz auf weiß: Line 106, "Cognitive Electromagnetic Warfare", 44.267.000 Dollar. Das US-Verteidigungsministerium investiert offiziell in Technologien, die elektromagnetische Felder nutzen, um kognitive Prozesse zu beeinflussen.

Jahrzehntelang wurde die Existenz solcher Forschung als Verschwörungstheorie abgetan. Jetzt ist es Haushaltslinie.

Was steckt dahinter?

Die Verteidigungsindustrie verkauft "Cognitive Electromagnetic Warfare" offiziell als KI-gestützte elektronische Kriegsführung – Systeme, die Radarsignale automatisch erkennen und bekämpfen. Klingt harmlos, technisch, militärisch normal.

Die Verschleierung liegt im Begriff selbst: "Cognitive" bezieht sich angeblich nur auf die künstliche Intelligenz der Systeme. Nicht auf die kognitiven Effekte beim Menschen.

Doch warum verlangt der Kongress dann, dass das Pentagon bis März 2026 Cognitive Warfare offiziell definiert? Für Radarsignalverarbeitung braucht man keine neue Begriffsdefinition – diese Technologie existiert seit Jahren.

Was technisch möglich ist

Gerichtete elektromagnetische Energie kann:

  • Neuronale Aktivität beeinflussen
  • Emotionale Zustände modulieren
  • Kognitive Prozesse stören oder manipulieren
  • Schlaf-Wach-Rhythmen verändern
  • Entscheidungsfindung beeinträchtigen

Die Technologie existiert. Sie wird nicht mehr bestritten. Sie wird finanziert.

Die Machtlogik dahinter

Die ökonomische Elite – der militärisch-industrielle Komplex, den selbst Eisenhower warnte – verfolgt eine klare Strategie: Kontrolle ohne sichtbaren Zwang.

Herkömmliche Unterdrückung ist ineffizient. Sie erzeugt Widerstand. Man sieht Polizeiknüppel, Tränengas, Verhaftungen. Das mobilisiert Opposition.

Aber wenn man die Gedanken selbst formt? Wenn Bevölkerungen "freiwillig" konform werden, weil ihre neuronalen Prozesse subtil beeinflusst wurden? Wenn Protest gar nicht erst im Kopf entsteht?

Das ist der feuchte Traum totalitärer Kontrolle: Menschen, die ihre eigene Unterwerfung nicht mehr als solche wahrnehmen.

Die NATO verschleiert systematisch

Die NATO-Berichte zu Cognitive Warfare definieren das Konzept absichtlich vage: "Beeinflussung von Wahrnehmung und Verhalten durch beliebige technologische Mittel".

Interessant dabei: Der NATO-Bericht von 2023 erwähnte noch explizit "directed energy" als ermöglichende Technologie. Der neue Bericht von 2025? Kein einziges konkretes Beispiel mehr zu energiebasierten Methoden. Nur noch Social Media, Propaganda, Desinformation.

Das ist kein Zufall. Das ist Informationsmanagement.

Die totalitäre Rutschbahn

Wir leben bereits in Systemen, die demokratische Fassaden vor autoritären Strukturen aufbauen:

  • Massenüberwachung wird als "Sicherheit" verkauft
  • Zensur heißt "Desinformationsbekämpfung"
  • Soziale Kontrolle nennt sich "Verhaltensökonomie"
  • Propaganda ist "strategische Kommunikation"

Cognitive Electromagnetic Warfare ist der nächste Schritt: Die direkte neurologische Einflussnahme wird als "Verteidigung gegen feindliche Cognitive Warfare" legitimiert.

Aber wer definiert den "Feind"? Heute sind es vielleicht russische Desinformationskampagnen. Morgen sind es unbequeme Bürger, die systemische Kritik üben.

Was das für uns bedeutet

Wenn diese Technologien nicht strikt kontrolliert, transparent gemacht und demokratisch reguliert werden, stehen wir vor einer Welt, in der:

  • Proteste neurologisch unterdrückt werden können
  • Politische Opposition "behandelt" statt debattiert wird
  • Dissidenz zur medizinischen Diagnose wird
  • Gedankenfreiheit keine Metapher mehr ist, sondern eine technische Frage

Das klingt dystopisch? Vor zehn Jahren klang flächendeckende Gesichtserkennung, KI-gestützte Verhaltensvorhersage und permanente digitale Überwachung auch dystopisch. Heute ist es Alltag.

Die Fragen, die jetzt gestellt werden müssen

  1. Welche Forschung läuft bereits – klassifiziert – an directed energy effects auf menschliche Kognition?
  2. Welche Konzerne profitieren von diesen 44 Millionen Dollar – und was entwickeln sie wirklich?
  3. Wird die "offizielle Definition" im März 2026 diese Technologien transparent machen oder weiter verschleiern?
  4. Wo sind die demokratischen Kontrollmechanismen?
  5. Wer schützt Bürger vor dem Missbrauch dieser Fähigkeiten?

Fazit

Die Integration von "Cognitive Electromagnetic Warfare" in offizielle Militärbudgets ist kein Fortschritt in der Verteidigungstechnologie. Es ist die Normalisierung von Gedankenkontrolle als staatlicher Kompetenz.

Die historische Lehre ist eindeutig: Jede Technologie, die entwickelt wird, wird auch eingesetzt. Jede Überwachungsmöglichkeit wird ausgeschöpft. Jede Kontrollmethode wird irgendwann gegen die eigene Bevölkerung gerichtet.

Wir rutschen nicht in totalitäre Systeme. Wir werden aktiv hineingeschoben – von Machtstrukturen, die ihre Kontrolle perfektionieren wollen, während sie uns erzählen, es diene unserer Sicherheit.

Die Frage ist nicht mehr, ob diese Technologien existieren. Die Frage ist: Lassen wir zu, dass sie gegen uns eingesetzt werden?


Quellen:

Mittwoch, 7. Januar 2026

Die gelöschte Debatte: Anatomie einer Propaganda-Verteidigung

Wenn die Argumente ausgehen, verschwinden die Kommentare

Eine Dokumentation über Realitätsverweigerung, Völkermord-Relativierung und die Flucht ins Schweigen

Prolog: Das plötzliche Verschwinden

Was passiert, wenn ein Verteidiger der "westlichen Wertegemeinschaft" mit historischen Fakten konfrontiert wird? Wenn die gewohnten Narrative nicht mehr funktionieren? Wenn die Rechtfertigungen für Millionen Tote auf einmal hohl klingen?

Er löscht die Diskussion.

So geschehen in einer LinkedIn-Debatte mit einem gewissen Ulrich Saar, pensionierter Bankfachwirt, der zunächst munter die üblichen Propaganda-Narrative verbreitete - und dann, als die Argumente ausgingen, sämtliche Kommentare löschte. Inklusive meiner Antworten. Inklusive aller Links und Videos.

Aber das Internet vergisst nicht. Und dieser Blog dokumentiert.

Was folgt, ist die Rekonstruktion einer Debatte, die exemplarisch zeigt, mit welchen Mustern die Verbrechen des angloamerikanischen Establishments verteidigt werden - und wie diese Verteidigung zusammenbricht, wenn man die richtigen Fragen stellt.

 


RUNDE 1: Syrien - "Vom Saulus zum Paulus"

Der Kontext: Diskussion über al-Dschaulani, den ehemaligen Al-Qaida-Kommandeur, der nun Syrien kontrolliert.

Saar schreibt:

"Der eine hat sich vom Saulus zum Paulus entwickelt und der andere eben nicht!🤗"

Und dann wird es entlarvend:

"Objektiv, weil er durch seinen Wandel nützlich geworden ist (für die USA und für die Befriedung der Region)."

Die Analyse:

Saar sagt hier - vermutlich unbeabsichtigt - die absolute Wahrheit: "NÜTZLICH FÜR DIE USA"

Nicht: "Er hat sich moralisch gewandelt"
Nicht: "Er glaubt jetzt an Menschenrechte"
Nicht: "Er ist Demokrat geworden"

Sondern: "NÜTZLICH FÜR DIE USA"

Das ist die EINZIGE Metrik, die zählt.

Ein Mann, der Menschen geköpft hat, der einen Al-Qaida-Ableger kommandierte, ist plötzlich ein guter Mensch - nicht wegen innerer Wandlung, sondern wegen politischer Nützlichkeit.

Als ich auf die vermeintliche "Befriedung" mit einem Lachen-Emoji reagierte, fragt Saar:

"Der Bürgerkrieg wurde bis auf den IS weitestgehend gestoppt. Oder habe ich etwas verpasst?"

Meine Antwort:

JA, Herr Saar, Sie haben einiges verpasst:

1. WER hat den Bürgerkrieg angefangen?

Der Bürgerkrieg entstand nicht im Vakuum. Er wurde angefacht, finanziert und bewaffnet durch USA, Saudi-Arabien, Türkei und Katar. Man kann nicht ein Haus anzünden und sich dann feiern lassen, wenn man die Brandruine "befriedet" hat.

2. Die Bilanz dieses "Friedens":

  • 500.000+ Tote
  • Millionen Flüchtlinge
  • Zerstörte Städte (Aleppo, Homs, Raqqa)
  • Zerstörte Infrastruktur
  • Generationen-Trauma

Das nennen Sie "Befriedung"?

3. Was für ein "Frieden" ist das?

Nicht der Frieden der Frauen, die jetzt verschleiert werden. Nicht der Frieden der Schwulen, die gehängt werden. Nicht der Frieden der religiösen Minderheiten, die verfolgt werden.

Es ist der "Frieden" der geopolitischen Interessen:

  • Iran geschwächt
  • Russland raus
  • Pipeline-Routen gesichert
  • Westliche Kontrolle etabliert

RUNDE 2: Venezuela - Selektive Empörung

Der Kontext: Diskussion über Maria Corina Machado und die Krise in Venezuela.

Saar schreibt:

"Venezuela 100.000 Tote und Gefolterte dazu 7 Mio die das Land verlassen haben."

Meine Antwort:

Kontext, den Saar verschweigt:

  • US-Sanktionen verursachten nachweislich zehntausende Todesfälle (Weisbrot/Sachs-Studie: 40.000+ allein 2017-2018)
  • 230 Milliarden Dollar wirtschaftlicher Schaden durch Sanktionen
  • Die Flüchtlingskrise ist direkte Folge der wirtschaftlichen Kriegsführung
  • Maduro wurde zweimal mit überwältigender Mehrheit gewählt (2013, 2018)

Wer ist also verantwortlich für einen großen Teil dieser Toten und Geflüchteten?

Die USA erkannten stattdessen Juan Guaidó an, der nie gewählt wurde. Wo war die internationale Anerkennung der ersten beiden demokratischen Wahlen?


RUNDE 3: Folter-Rechtfertigung - Der moralische Bankrott

Der Kontext: Diskussion über Guantanamo und CIA-Folter.

Saar schreibt:

"Folteranstalten gefallen mir auch nicht. Das ist die Folge, wenn man ohne Grund eine Großmacht angreift. Und Reaktionen dieser Art gab es seit Jahrtausenden und wir dachten diese Zeiten sind überwunden."

Die Probleme mit dieser "Logik":

a) Kollektivstrafe:

  • Die meisten in Guantanamo waren nie angeklagt oder verurteilt
  • Viele wurden für unschuldig befunden - nach jahrelanger Folter
  • Folter ist nie gerechtfertigt - auch nicht als "Reaktion"

b) Die falsche Verknüpfung:

  • 9/11: Von Saudi-Arabianern verübt (15 von 19 Attentätern)
  • Irak-Krieg: Hatte NULL mit 9/11 zu tun
  • Abu Ghraib: Gefolterte Iraker hatten nichts mit 9/11 zu tun

c) "Reaktionen dieser Art gab es seit Jahrtausenden":

Genau, Herr Saar! Und das nennt man Kriegsverbrechen.

  • Die Nazis hatten auch "Reaktionen" auf Partisanenangriffe (Massaker)
  • Die Sowjets hatten auch "Reaktionen" auf Widerstand (Gulag)
  • Das Osmanische Reich hatte auch "Reaktionen" (Völkermord)

Ihre Argumentation ist: "Folter ist okay, weil es schon immer Folter gab."

Das ist moralischer Bankrott.


RUNDE 4: Die Israel-Ausnahme - Doppelmoral in Reinform

Saar schreibt:

"Ich mache keinen Unterschied zwischen den Ländern im Nahen Osten. Ausnahme: Israel"

Das ist Comedy-Gold, Herr Saar:

"Ich mache keinen Unterschied... AUSSER bei Israel"

DAS IST WORTWÖRTLICH DER UNTERSCHIED!

Warum ist Israel die Ausnahme? Nicht wegen Menschenrechten:

  • Besatzung seit 57 Jahren (Westjordanland)
  • Siedlungsbau völkerrechtswidrig
  • Blockade von Gaza seit 17 Jahren
  • 46.000+ Tote in Gaza
  • Apartheid (Human Rights Watch, Amnesty, B'Tselem)

Sondern wegen: "NÜTZLICH FÜR DIE USA"


Saar fügt hinzu:

"Islamische Staaten sind aus religiösen Gründen nicht der westlichen Lebensweise aufgeschlossen."

Die Saudi-Arabien-Frage bleibt unbeantwortet:

Saudi-Arabien:

  • Am wenigsten "westlich" aufgeschlossen
  • Wahhabismus als Staatsideologie
  • Scharia-Gesetze in extremer Form
  • Schwule werden hingerichtet
  • Khashoggi zersägt
  • 377.000+ Tote im Jemen-Krieg

Und trotzdem: Engster Verbündeter der USA, Waffenlieferungen in Milliardenhöhe, keine Sanktionen.

WARUM? Weil Saudi-Arabien "nützlich" ist.


RUNDE 5: Madeleine Albright - 500.000 tote Kinder

Hier wird es richtig entlarvend.

Der historische Kontext:

1996, CBS "60 Minutes", Lesley Stahl fragt die damalige US-Außenministerin:

"Wir haben gehört, dass eine halbe Million Kinder gestorben sind. Das sind mehr Kinder als in Hiroshima starben. Ist der Preis es wert?"

Albrights Antwort:

"Ich denke, das ist eine sehr schwere Wahl, aber der Preis - wir denken, der Preis ist es wert."

VIDEO HIER ANSEHEN


Saar schreibt dazu:

"Leider sterben im Krieg immer auch Unschuldige, insbesondere unschuldige Kinder."

STOPP, Herr Saar!

Die 500.000 toten irakischen Kinder starben NICHT im Krieg.

Sie starben durch 13 Jahre US-SANKTIONEN (1990-2003):

  • Keine Medikamente
  • Kein sauberes Wasser
  • Keine medizinische Versorgung
  • Systematische Aushungerung

Das war kein "Kollateralschaden" im Krieg. Das war systematische wirtschaftliche Kriegsführung gegen eine Zivilbevölkerung.

Und Madeleine Albright sagte: "Der Preis ist es wert."

Das ist keine "bedauerliche Kollateralschädigung". Das ist die bewusste, kalkulierte Aussage: "Wir nehmen den Tod von 500.000 Kindern billigend in Kauf, um unsere politischen Ziele durchzusetzen."

Das ist kein "leider". Das ist bewusster, kalkulierter Völkermord.


Saar fügt hinzu:

"Da es im NO immer auch um Öl geht, wird von den USA und davor (1.WK u 2.WK) von GB und FR immer als 'Schutzmacht' des jeweiligen Protektorats eingegriffen."

DANKE für diese Ehrlichkeit!

Sie geben also zu:

  • Es geht um Öl (Ressourcen)
  • Nicht um Menschenrechte
  • Nicht um Demokratie
  • Nicht um "Schutz"

Genau DAS sage ich die ganze Zeit!

Aber dann rechtfertigen Sie den Tod von 500.000 Kindern mit "leider sterben im Krieg Unschuldige"?

Und "Protektorat", "Schutzmacht" - das ist KOLONIALSPRACHE!


RUNDE 6: Die Kuwait-Falle und die "unerfahrene Diplomatin"

Saar schreibt zu Saddam und Kuwait:

"Saddam Hussein hatte Kuwait annektieren wollen, worauf die USA eingegriffen hatten."

Meine Antwort:

Sie verschweigen das Entscheidende:

US-Botschafterin April Glaspie sagte am 25. Juli 1990 zu Saddam:

"Wir haben keine Meinung zu den arabisch-arabischen Konflikten, wie Ihrer Grenzstreitigkeit mit Kuwait."

Das war das grüne Licht! Die USA ließen Saddam bewusst in die Falle laufen. Eine Woche später marschierte er ein - und die "Schutzmacht" hatte ihren Vorwand.


Saar versucht sich dann an einer Ablenkung:

"Das kommt davon, wenn man unerfahrene, protegierte Kräfte auf Posten setzt, da sie die Konsequenzen solcher Anschmuse-Sätze nicht im entferntesten abschätzen können."

Das ist lächerlich, Herr Saar.

Die Fakten:

April Glaspie war keine "unerfahrene Kraft":

  • Karrierediplomatin mit 25 Jahren Erfahrung
  • US-Botschafterin im Irak - eine Schlüsselposition
  • Ihre Aussage war abgestimmt mit Washington
  • Sie handelte auf direkte Anweisung des State Department

Das war keine individuelle Fehleinschätzung, sondern Teil einer koordinierten US-Strategie.


Nach Ihrer Logik, Herr Saar:

  • 500.000 tote Kinder = "Unerfahrene Diplomatin"
  • 13 Jahre systematische Sanktionen = "Anschmuse-Sätze"
  • Bombardierung des Irak = "Konsequenzen nicht abgeschätzt"
  • Permanente US-Militärbasen = "Versehen"

Sie sind Bankfachwirt und glauben ernsthaft, eine einzelne "unerfahrene" Person sei verantwortlich für:

  • Jahrzehntelange US-Nahostpolitik
  • Koordinierte Sanktionspolitik über drei US-Regierungen
  • Systematische Aushungerung einer Zivilbevölkerung
  • Militärische Dauerpräsenz am Golf

Das ist nicht Analyse. Das ist Märchenstunde.


RUNDE 7: Afghanistan - Historische Amnesie

Die Frage:

Welches islamische Land hat "uns" jemals überfallen?

  • Afghanistan? Nein. Erst die Briten (1839, 1878, 1919), dann die Sowjets (1979-89, mit CIA-Unterstützung für Mudschaheddin), dann USA/NATO (2001-2021). Afghanistan wurde nie in Ruhe gelassen.
  • Irak? Nein, wir haben es überfallen (2003) - auf Basis von Lügen
  • Libyen? Nein, wir haben es bombardiert (2011) - jetzt Failed State
  • Syrien? Nein, wir haben Dschihadisten bewaffnet (2011-heute)

Aber umgekehrt: Der Westen hat seit über 100 Jahren praktisch den gesamten Nahen Osten kolonisiert, kontrolliert und zerstört.


RUNDE 8: Die Flucht

Saar schreibt:

"Sie sollten besser verschwinden, denn Sie sehen nur Ihre Seite und haben keine Lösung anzubieten. Ich habe bereits angedeutet, dass ich keinen einzigen Grenadier in diese Gegend schicken würde."

Meine letzte Antwort:

1. "Sie sollten besser verschwinden"

Das ist MEINE Plattform. Sie sind hier zu Gast. Und dieser Gast ist nicht mehr willkommen.

2. "Sie haben keine Lösung anzubieten"

Doch, habe ich: STOPP mit:

  • Sanktionen, die Zivilbevölkerungen aushungern
  • "Humanitären Interventionen" als Vorwand für Ressourcenraub
  • Unterstützung von Diktatoren (Saudi-Arabien, Israel)
  • Waffenlieferungen in Krisengebiete
  • CIA-Operationen und Regime Changes

Das IST die Lösung: AUFHÖREN mit diesen Verbrechen.

3. "Ich würde keinen Grenadier schicken"

Ach jetzt plötzlich? Nachdem Sie:

  • Folter in Guantanamo gerechtfertigt haben
  • 500.000 tote Kinder mit "leider" relativiert haben
  • Jeden US-Krieg verteidigt haben
  • Kolonialismus als "Schutz" umbenannt haben

Jetzt sind Sie auf einmal Pazifist? Das ist nicht Prinzipientreue. Das ist Heuchelei.


Und dann: Alle Kommentare gelöscht. Von Saar. Von mir. Alle Links. Das Video. Alles weg.

Die Flucht ins Schweigen.


Analyse: Die Muster der Propaganda-Verteidigung

Diese Debatte ist kein Einzelfall. Sie zeigt die typischen Muster, mit denen die Verbrechen des angloamerikanischen Establishments verteidigt werden:

1. Relativierung von Massenverbrechen

"Leider sterben im Krieg immer auch Unschuldige"

Funktion: Systematische Gewalt wird zu bedauerlichem Kollateralschaden umgedeutet.

2. Rechtfertigung von Kriegsverbrechen

"Das ist die Folge, wenn man eine Großmacht angreift"

Funktion: Das Opfer wird zum Täter gemacht, der Täter zum Reagierenden.

3. Offene Doppelmoral

"Ich mache keinen Unterschied... Ausnahme: Israel"

Funktion: Die eigenen Widersprüche werden nicht erkannt oder geleugnet.

4. Ablenkung durch Einzelfälle

"Unerfahrene, protegierte Kräfte auf Posten"

Funktion: Systematische Politik wird als individuelles Versagen dargestellt.

5. Historische Amnesie

Die koloniale Geschichte, die CIA-Operationen, die systematischen Interventionen - alles ausgeblendet.

Funktion: Ohne historischen Kontext erscheinen aktuelle Konflikte als isolierte Ereignisse.

6. Die "Nützlichkeits"-Metrik

"Objektiv nützlich für die USA"

Funktion: Die einzige Konstante wird versehentlich ausgesprochen - und dann wieder vergessen.

7. Flucht wenn Argumente ausgehen

Kommentare löschen, Diskussion beenden, verschwinden.

Funktion: Die eigene Niederlage wird unsichtbar gemacht.


Die historische Einordnung

Um zu verstehen, wovon wir hier wirklich sprechen, muss man die Dimension der Verbrechen begreifen, die Saar systematisch relativiert:

Siehe meinen ausführlichen Blogbeitrag: "Wertgeleitete Heuchelei: Gegen die Völkermörder, für die Menschenrechte"

Dort dokumentiere ich:

  • 25+ Millionen Tote durch US-Interventionen seit 1945
  • 165 Millionen tote Inder durch britische Kolonialherrschaft
  • 10-15 Millionen tote Kongolesen durch belgischen Terror
  • Operation PHOENIX, CONDOR - industrialisierter Staatsterror
  • CIA-Geheimgefängnisse weltweit mit systematischer Folter
  • Systematische Finanzierung von Diktatoren durch Wall Street
  • Die wahre Geschichte der "humanitären Interventionen"

Fazit: Warum diese Debatte wichtig ist

Ulrich Saar ist kein Einzelfall. Er steht für Millionen Menschen, die:

  • Die Propaganda-Narrative unhinterfragt übernehmen
  • Systematische Gewalt als Einzelfälle relativieren
  • Historische Zusammenhänge ausblenden
  • Doppelstandards nicht erkennen
  • Bei Widerspruch flüchten statt nachzudenken

Diese Mentalität ist es, die diese Verbrechen ermöglicht.

Nicht "das System" allein ist verantwortlich - sondern auch die unzähligen Mitläufer, die jedes Verbrechen rechtfertigen, solange es "der Westen" begeht.

500.000 tote Kinder? "Leider"
Systematische Folter? "Reaktion"
Koloniale Ausbeutung? "Schutz"
Völkermord? "Es geht um Öl"

Und wenn die Argumente ausgehen: Kommentare löschen und verschwinden.


Epilog: Die gelöschten Kommentare

Saar hat alle Kommentare gelöscht. Seine und meine. Alle Links. Das Albright-Video. Alles weg.

Aber das Internet vergisst nicht.

Diese Debatte ist jetzt dokumentiert. Für alle, die verstehen wollen, wie Propaganda funktioniert. Wie Verbrechen gerechtfertigt werden. Wie historische Amnesie entsteht.

Und für alle, die glauben, durch Löschen könnte man die Wahrheit zum Verschwinden bringen:

Die Wahrheit bleibt. Die Toten bleiben. Die Verantwortung bleibt.

Auch wenn die Kommentare gelöscht sind.


Marigny de Grilleau
Januar 2026


Weiterführende Links: