Grilleau

Grilleau
Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Freitag, 13. Juli 2018

Das Kartell `Experten'' entscheiden, wer isst


von Charles Tuttle und Marcia Merry Baker

Zu den prominentesten der so genannten Experten für Lebensmittel- und Agrarpolitik, die Sie wahrscheinlich in Ihrer Zeitung und im Fernsehen sehen werden, gehören Lester Brown und Dennis Avery. Ihre Bekanntheit spiegelt nicht die aggressive Öffentlichkeitsarbeit wider, sondern vielmehr die Tatsache, dass diese Personen die Aushängeschilder für 20 Jahre alte Propagandamaschinen sind, die von den Warenkartellinteressen "genehmigt" und gekauft und bezahlt werden.

Brown, der das Worldwatch Institute in Washington, D.C., leitet, und Avery, Leiter des in Virginia ansässigen Center for Global Food Issues, einer Abteilung des Hudson Institute in Indianapolis, werden in der Regel wie Punch und Judy als gegensätzliche Standpunkte dargestellt, meist "links" bzw. "rechts". Sie dienen jedoch denselben Interessen, und ihre Aufgabe ist es, Vorträge zu halten, zu reisen und Berichte über Lebensmittel, Landwirtschaft und verwandte Themen zu verfassen, um die öffentliche Meinung zugunsten von Kartellinteressen zu manipulieren.

Die charakteristische braune Linie ist, dass die Weltbevölkerung die natürliche Ressourcenbasis überschritten hat und die Bevölkerung reduziert werden muss. Und um die Umwelt zu "retten", fordert Brown, dass der Einsatz fortschrittlicher Agrartechnologie auf bestimmte Personen und Orte beschränkt bleibt (bestimmt von den Lebensmittelkartellunternehmen).

Die charakteristische Avery-Linie ist, dass die Welt Milliarden mehr Menschen unterstützen kann, solange die Freihandelsrechte auf bestimmte Personen und Unternehmen (der Lebensmittelkartelle) ausgedehnt werden, die die benötigten Nahrungsmittel bereitstellen. Er lobt die Biotechnologie, d.h. die besonderen Fortschritte, deren Nutzung und Patentrechte von den Kartellgesellschaften kontrolliert werden.

Was Brown, Avery und andere wie sie gemeinsam haben, ist, dass sie niemals die Namen der Personen, Unternehmen und Körperschaften nennen, die von der Kontrolle von Lebensmitteln profitieren. Sowohl Brown als auch Avery wurden von diesen Interessen als gefälschte Lebensmittelbehörden geschaffen.

Hier stellen wir den Hintergrund, die Finanzierung und den Stammbaum von Brown und Avery zur Verfügung und berichten über einige ihrer Propaganda-Aktivitäten in den Jahren 1994-95.

Lester Braun

Lester Russell Brown ist seit seiner Gründung 1974 Präsident des Worldwatch Institute. Oft als "Dr. Doom" oder "God's Scorekeeper" bezeichnet, ist Browns gesamte Karriere mit dem Worldwatch Institute verbunden, das zu Propagandazwecken geschaffen wurde. Brown wurde 1934 in New Jersey geboren und wurde in den 1960er Jahren als junger Mann in Washington D.C. in seine Rolle als "Agriculture Authority" erhoben.

Finanzierung: Das Startkapital für das Worldwatch Institute betrug 1974 500.000 Dollar, die vom Rockefeller Brothers Fund zur Verfügung gestellt wurden. Zu den wichtigsten Geldgebern von Worldwatch in den folgenden Jahren gehören die folgenden Stiftungen: Ford, Rockefeller, John D. und Catherine T. MacArthur, Andrew W. Mellon, [Ted] Turner, William und Flora Hewlett, Charles Stewart Mott, Geraldine R. Dodge, Edward John Noble, W. Alton Jones, Curtis und Edith Munson, Frank Weeden, Energy, George Gund, Surdna, Public Welfare und Edna McConnell Clark.

Andere Worldwatch-Förderorganisationen sind das U.N. Environment Program, der U.N. Population Fund, der Rockefeller Brothers Fund, der Winthrop Rockefeller Trust, der Lynn R. and Karl E. Pickett Fund, der Robert R. McCormick Charitable Trust und die Pew Charitable Trusts.

Verbände: Brown ist Mitglied der folgenden Gruppen: New York Council on Foreign Relations, Zero Population Growth, Common Cause, and World Future Society. Er ist Vorstandsmitglied des Institute of 21st Century Studies, des Population Reference Bureau und Beiratsmitglied der Commission of National Institutions for the Environment. Er ist im Beirat des Institute of International Economics, einer Beratungsgruppe von C. Fred Bergsten von der Trilateralen Kommission, die eng mit dem Internationalen Währungsfonds zusammenarbeitet.

Bildung: B.S. von der Rutgers University; Master in Agrarökonomie von der University of Maryland, 1959; Master in öffentlicher Verwaltung von der Harvard University, 1962.

Hintergrund: Brown arbeitete 1959-69 beim U.S. Department of Agriculture in Washington, D.C., begann 1959-63 als Analyst für internationale Landwirtschaft und arbeitete ansonsten im USDA Foreign Agriculture Service. Während dieser Zeit wurde Brown von Minister Orville L. Freeman zum Dienst vorbereitet.

Freeman, Landwirtschaftsminister der 1960er Jahre, war seinerseits - wie er es bis heute ist - den in London ansässigen Finanz- und Nahrungsmittelkonzernen verpflichtet, die von Minnesota, Freemans Heimatstaat, aus operieren. Freeman begann 1947 als Rechtsanwalt und wurde 1955 zum Gouverneur gewählt. Er war Teil der politischen Maschine von Hubert Humphrey, einschließlich aller Verbindungen zur organisierten Kriminalität und zum internationalen Freihandel. Freeman war 20 Jahre lang Vorsitzender des Vorstands des Worldwatch Institute und ist in vielen ähnlichen Gremien tätig, zum Beispiel im Club of Rome-linked World Future Society. Die World Future Society ist einer der größten Verfechter der irrsinnigen "Third Wave"-Theorie, dass die Gesellschaft in eine postindustrielle Epoche eingetreten ist, die von Alvin Toffler und Newt Gingrich betrieben wird.

In den Jahren 1964-66 wurde Brown von Landwirtschaftsminister Freeman als Berater für Agraraußenpolitik eingesetzt. Dann, nach einer weiteren Ernennung Freeman, Brown diente als Administrator der USDA International Development Service in 1966-69. Brown half bei der Gründung und Zusammenarbeit mit dem Overseas Development Council (ODC), der 1969 mit der Unterstützung vieler privater Unternehmen, Stiftungen und Einzelpersonen begann; Freeman war im Vorstand, James P. Grant war Präsident und Theodore Hesburgh war Vorstandsvorsitzender. Brown nennt diese Periode mit dem ODC (1969-74) "den Beginn von 26 lohnenden Jahren, die auf der Massachusetts Avenue verbracht wurden". "

Worldwatch-Chronisten zitieren gerne eine spezielle Diskussion, die Brown mit William Dietel, Vizepräsident des Rockefellers Brothers Fund, am Aspen Institute in Aspen, Colorado, im Sommer 1973 als Ausgangspunkt für die Gründung von Worldwatch führte. Sie zitieren die "gemeinsamen Interessen der Männer, ein kleines Forschungsinstitut zu gründen, das sich mit der integrierten Erforschung und Analyse globaler Themen befasst", insbesondere mit Umwelt- und Umweltfragen.



In den frühen 70er Jahren war Brown an vielen Orten aktiv. Er war Mitglied der Fakultät des Salzburger Seminars für Amerikanistik, Sommer 1971 und 1974; Gastwissenschaftler am Aspen Institut, Sommer 1972-74. (Er war 1986 Stipendiat der MacArthur Foundation.) 1974 wurde das Worldwatch Insitute offiziell gegründet.

Diese Links zum Aspen Institut sind kritisch. Aspen wurde von Robert Maynard Hutchins, dem langjährigen Kanzler der Universität von Chicago, gegründet, dem führenden amerikanischen Verbündeten des verstorbenen Lord Bertrand Russell, dem internationalen Sozialisten, der sich für die Eliminierung der Wissenschaft und die systematische Eliminierung der dunkelhäutigen Rassen einsetzte. Bis heute ist Aspen eine der führenden malthusianischen Schlangengruben der Welt, die mit der Idee "Nahrung als Waffe" hausieren.

Auszeichnungen: 1965 USDA Superior Service Award; 1965 Arthur S. Flemming Award, für einen von 10 herausragenden jungen Männern in der Bundesregierung; 1981 A.H. Boerma Award der United Nations Food and Agriculture Organization; 1982 National Wildlife Federation Special Conservation Award; 1985 Lorax Award of Global Tomorrow Coalition (die mit dem Malthusian Donald Lesh und Club of Rome verbundene Gruppe); 1986 MacArthur Foundation "Genius" Fellowship Award; 1989 World Wide Fund for Nature International Award; 1989 U.N. Umweltpreis; 1991 American Humanist Association, "Humanist des Jahres"; 1991 Pro Mundo Habitabili Preis von König Carl XVI Gustav von Schweden.

Markierungen: In den 1960er Jahren pflegte Brown den Ruf, das "Senkrechtstarterkind" zu sein, das die Probleme des Bevölkerungswachstums mit der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln verbinden konnte. Orville Freeman und andere Mentoren von Brown erkannten, dass sie in Brown eine geschmeidige Persönlichkeit hatten, auf die man zählen konnte, um die Frage der Bevölkerungsbeschränkung zum "großen Problem" für die Landwirtschaft zu machen.

Zum Beispiel zählt Brown zu seinen größten Erfolgen, als er in den 60er Jahren mit Freeman zusammenarbeitete, um die US-Regierung davon zu überzeugen, auf grundlegenden Änderungen in der indischen Lebensmittelpolitik als Bedingung für den Transport von Lebensmitteln aus den Vereinigten Staaten zu bestehen.

Browns Anspruch auf Ruhm in der Wirtschaft? Seine Spezialität ist es, jeden Vorfall oder jede Statistik zusammenzustellen und zu zitieren, aus der er alles herausholen kann, was seine Geldgeber hören wollen. Ein frühes Beispiel, berichten die Chronisten, stammt aus der Zeit, als Brown in den 1960er Jahren nach Indien reiste. Er zeigte sein selbsternanntes "Talent, viele Informationen zusammenzustellen, die kein Analytiker des Außenministeriums verwenden würde", und er produzierte Argumente und "Vorhersagen" einer drohenden landesweiten Dürre und Bedrohung der Nahrungsmittelversorgung, basierend auf Berichten wie einem von einem Entenjäger, dass sein Lieblingssee ausgetrocknet war.

Autor: Zu den Veröffentlichungen gehören:

1963 "Mensch, Land und Nahrung: Looking Ahead at World Food Needs" (USDA-FAS-Studie, die globale Agrarprognosen an Bevölkerungswachstumsprognosen knüpft)



1965 Steigerung der Welternährung

1970 Samen der Veränderung

1972 Welt ohne Grenzen

1974 Im menschlichen Interesse

1974 Von Brot allein, mit Erik P. Eckholm, für den Überseeischen Entwicklungsrat

1978 Der neunundzwanzigste Tag: Anpassung der menschlichen Bedürfnisse und Zahlen an die Ressourcen der Welt

1981 Aufbau einer nachhaltigen Gesellschaft

1995 Wer wird China ernähren? Weckruf für einen kleinen Planeten

Herausgeber: 1988-, WorldWatch Magazin; Mitherausgeber, 1991, Saving the Planet: How to Shape an Environmentally Sustainable Global Economy; 1984-, State of the World Jahresberichte, jetzt in 26 Sprachen, in mehreren Tausend Exemplaren.

Dennis Avery

Dennis Avery ist seit 1989 Direktor des Center for Global Food Issues, Teil des Hudson Institute, für das er auch als Senior Fellow tätig ist. Avery lebt als "Gentleman" Pferde- und Viehzüchter bei Swope, Virginia.

Finanzierung: Der Betrieb und die Politik des Hudson Institute werden von Stiftungen wie Charles Stewart Mott, John M. Olin, Harry und Lynde Bradley, Carthage, Sarah Scaife, Starr, Smith Richardson, JM, General Mills und Bristol-Myers Squibb finanziert. Die Finanzierung erfolgt auch durch die Pew Charitable Trusts, die Lilly Endowment Inc., Sandoz Corp., ConAgra Inc., Archer Daniels Midland, Philip Morris Companies Inc., IMC Fertilizer Inc., Louis Dreyfus Corp., British Petroleum Oil Company, Pfizer Inc., Amway Corp, E.I. du Pont de Nemours and Co., Exxon Corp., Procter and Gamble Company, David H. Koch, Richard Dennis (der viele liberale Zwecke finanziert, darunter die Drug Policy Foundation, die die Legalisierung von Drogen unterstützt) und Jay Van Andel (von Amway Corp., ebenfalls ein großer Geldgeber der Heritage Foundation).

Hintergrund: Avery erhielt 1957 einen B.A.-Abschluss in Agrarökonomie von der Michigan State University und 1959 einen M.S. von der University of Wisconsin-Madison. Er arbeitete als Redakteur bei der USDA in Washington, D.C., 1959-67 und 1969-71. Er war Mitarbeiter der U.S. Food and Fiber Commission, 1967-68. In den Jahren 1971-74 war er als Policy Analyst für die USDA tätig. In den Jahren 1974-80 war er Assistent des stellvertretenden Vorsitzenden der U.S. Commodity Futures Trading Commission in Washington, D.C. In den Jahren 1980-88 war Avery Chefanalyst für globale Agrarfragen im U.S. Department of State. Er war 1988-89 als Analyst für World Perspectives in Washington, D.C. tätig. Avery ist Mitglied der National Association of Business Economists.

Autor: Zu den Veröffentlichungen gehören:

1968 Lebensmittel und Fasern für die Zukunft

1991 Globaler Lebensmittelfortschritt

1993 "Biodiversität: Artenschutz mit Biotechnologie" (kurz)

1993 "Frontline verewigt Pestizid-Mythen" (Artikel)

1994 "Die organische Bedrohung für Mensch und Tier" (kurz)

Artikel von 1994: "Die Steigerung der Ernteerträge rettet die Tierwelt", "Hi-Yield Farming and Wildlife Preservation Change Terms of the Environmental Debate", "Avery Tackles Dr. Gloom at Senate Hearing", "Fighting Famine Is Politically Incorrect", "Saving the Planet with Pesticides and Plastic: The Environmental Triumph of High Yield Farming".

Herausgeber des Hudson Institute's Global Food Quarterly.

Die Propagandakonferenzen

Durch Publikationen, Konferenzen und Medienveranstaltungen halten Lester Brown, Dennis Avery und andere in ihren Netzwerken eine Flut von Hokuspokus für die Leichtgläubigen aufrecht.

Im Juni war Brown einer der Hauptredner auf einer Konferenz in Washington, D.C., die vom International Food Policy Research Institute (mit Sitz in Washington, gegründet 1975 als Teil der Kissinger-Ära Lebensmittelkontrollpolitik) veranstaltet wurde, wo Avery sein gewohntes Thema wiederholte, dass die Weltbevölkerung die "Tragfähigkeit" ihrer Ressourcenbasis überschritten hat. Später im Jahr bereiste Brown Asien, um dieses Thema zu trompeten und sich auf China als das "Gesicht des Feindes" zu konzentrieren, indem er zu viele hungrige Mäuler produzierte, die die knappen Nahrungsmittelvorräte der Welt zu verzehren drohen. Um dies zu unterstreichen, veröffentlichte er seinen 160-seitigen Traktat, Who Will Feed China? Weckruf für einen kleinen Planeten. Im Oktober sprach Brown anlässlich des 50. Jahrestages der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen über die Notwendigkeit eines Bevölkerungsrückgangs in Quebec City.

Als loyale Opposition nahm Avery in diesem Herbst auch an einer Lebensmittelkonferenz in Peking teil, zusammen mit George Bush (der mit den britischen Lebensmittelkartellen verbunden ist), und sprach auf zahlreichen Konferenzen in Washington, D.C.; zum Beispiel auf einer September-Konferenz der US-Milchviehbetriebe, die von der britischen Firma Grand Metropolitan ("Good Humor") und Philip Morris ("Kraft") stark beeinflusst wurde. Avery's Refrain ist, dass Milliarden mehr Menschen gefüttert werden können. Sein Thema ist insbesondere, dass der Pacific Rim einen Exportboom-Markt für die Vereinigten Staaten bieten wird. Aber sein unausgesprochenes Thema ist, dass Freihandel und Kartell-Lebensmittelkontrolle absolut sein müssen. Insbesondere fordert er, dass die asiatischen Staaten ihre Heimatmärkte besser für private internationale Unternehmen öffnen. Ein kurzer Rückblick auf die Konferenzen des letzten Jahres zeigt, wie der Brown and Avery Vaudeville Act funktioniert.

1994 Konferenzen

Das Jahr begann mit der Veröffentlichung des Worldwatch-Jahrbuchs "State of the World 1994" im Januar, dem wie üblich ein Pressebriefing im Dezember 1993 vorausging. Die üblichen Bemerkungen wurden über die Überschreitung der Nahrungsmittelversorgungskapazität usw. gemacht. Der Bericht wurde in jeder der 26 Sprachen in mehreren tausend Exemplaren veröffentlicht, um sowohl die öffentliche als auch die wissenschaftliche Meinung zu prägen. Es wurde in Hunderten von Colleges Pflichtlektüre.

Während des ganzen Jahres schrieb Brown verschiedene Aussagen darüber, wie die Bevölkerung die Ressourcen erschöpft hat, die den Medien als Meinungsspalten zur Verfügung gestellt wurden, insbesondere vor der Kairo U.N. Population Conference, deren Unterstützer die gleichen sind wie die von Worldwatch.

Geben Sie Avery ein. Auch er schrieb 1994 Dutzende von Kolumnen und Veröffentlichungen, in scheinbarem Gegensatz zu Brown, und sagte: "Milliarden mehr Menschen können leicht gefüttert werden". Aber ein Blick auf eine Konferenz des Hudson Institute 1994 zu diesem Thema zeigt, was für eine Täuschung ihre bevölkerungs- und technologiefreundliche Position ist.

Die Konferenz mit dem Titel "The Greatest Opportunity in Farming History" fand in Indianapolis, Indiana, dem Hauptsitz des Hudson Institute, statt, seit es aus New York umgezogen ist, wo es 1961 von Herman Kahn (bekannt als "Mega-Death" Kahn für sein Eintreten für den Nutzen des Atomkriegs) gegründet wurde. Offizielle Gastgeber waren das Competitiveness Center und das Center for Global Food Issues des Hudson Institute.

Die finanziellen Sponsoren waren führende Kartellunternehmen, darunter Cargill, Inc., ConAgra, Sunkist, AGP Cooperative, Inc., Countrymark Cooperative, Inc., DowElanco und Miles Laboratories.

Das Thema der Konferenz war, dass der Freihandel ausgeweitet werden muss (sogar über das nordamerikanische Freihandelsabkommen und das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT) hinaus), was, so wurde argumentiert, einen internationalen "Wettbewerb" in der Landwirtschaft ermöglichen würde, durch den durch Interventionen ausgewählter biotechnologischer und anderer hochtechnologischer Inputs reichlich Nahrungsmittel für zukünftige Milliarden von Menschen produziert würden. Der ehemalige Vizepräsident Dan Quayle hielt die Keynote zum Thema "American Agriculture as a Growth Opportunity"; er nannte den Freihandel den Freund des US-Bauern. Weitere Redner waren Paul Faeth, Ökonom vom World Resources Institute, Dean Kleckner, Leiter des American Farm Bureau, und viele ehemalige USDA-Beamte. Alle plädierten besonders dafür, dass die Rechte des Lebensmittelkartells (euphemistisch "U.S. National Interest" genannt) frei und ohne nationale Kontrolle funktionieren.

Insbesondere Avery und das Hudson Institute-Kartell fordern die ausschließliche Kontrolle über gegenwärtige und zukünftige Durchbrüche in der Biotechnologie. Sie fordern, dass im Rahmen der Uruguay-Runde und der Welthandelsorganisation des GATT umfassende Patentrechte und exklusive "geistige Eigentumsrechte" geltend gemacht werden, um Innovationen bei Lebensmitteln und Fasern vom Saatgut bis zum Tisch zu kontrollieren.

So erhielt das Kartellunternehmen W.R. Grace im Oktober 1992 die Patentrechte für alle in den Vereinigten Staaten hergestellten gentechnisch veränderten Baumwolle aller Art und mit allen Mitteln bis zum Jahr 2008. Grace hat somit Anspruch auf eine Lizenzgebühr für jede Pflanze oder jedes Saatgut aus gentechnisch veränderter Baumwolle, der viertstärksten US-Pflanze, unabhängig davon, wie und von wem die genetische Substanz eingeführt wurde. Ebenso hat Monsanto ein umfassendes Patent für technischen Weizen. Quelle - übersetzt aus dem englischen: https://www.larouchepub.com/other/1995/2249_brown_and_avery.html

Donnerstag, 10. Mai 2018

Gefährdet Robert Habeck von der Partei "Die Grünen" den sozialen Frieden?

Das System hat schon immer Psychopathen unterstützt denn sind sie dienlich im Sinne die Herrschaftsstrukturen zu verfestigen. Deswegen hier ein paar Zitate auf den brandgefährlichen Unsinn von Robert Habeck der schreibt: [.... Einer der Begriffe war „Volksverräter“. Ich antwortete: „… ist ein Nazibegriff. Es gibt kein Volk und deshalb auch keinen Verrat am Volk. Das ist ein böser Satz, um Menschen auszugrenzen und zu stigmatisieren ... ] https://www.facebook.com/notes/robert-habeck/zweierlei-volk/2051365561790201/

Pseudolinke und Sozialfaschisten haben sich auf die Seite des Imperialismus gestellt, sie sind die Laufburschen der imperialen Desinformation in "linken" Kreisen. Sie unterstützen den imperialen Krieg gegen das internationale Völkerrecht, setzen die Schutznormen des Völkerrechts mit "völkischer" und "nationalistischer" Ideologie gleich.

Das internationale Völkerrecht ist aber keine "völkische Ideologie" und kein "Nationalismus" (das Erheben einer Nation über andere Nationen). Die Schutznormen des internationalen Völkerrechts wurden, nach den Erfahrungen mit Kolonialismus, Imperialismus und Krieg, durch die sozialistische Arbeiterbewegung gegen die politische Rechte erkämpft.

„Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen.“
- Friedrich Engels

„Der Patriotismus des Proletariats ist revolutionär.“
- Clara Zetkin

„Das Selbstbestimmungsrecht der Völker muss unerschütterlicher Grundsatz in der Ordnung der nationalen Verhältnisse sein.“
- Zimmerwalder Manifest, Leo Trotzki, Lenin u.a.

„Dieser Krieg, den keines der beteiligten Völker selbst gewollt hat, ist ein imperialistischer Krieg, ein Krieg um die kapitalistische Beherrschung des Weltmarktes für das Industrie- und Bankkapital.“
- Karl Liebknecht

„Statt also dem imperialistischen Kriege den Mantel der nationalen Verteidigung fälschlich umzuhängen, galt es gerade mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und mit der nationalen Verteidigung Ernst zu machen, sie als revolutionären Hebel gegen den imperialistischen Krieg zu wenden.“
- Rosa Luxemburg

„Geschichtlich hat der Imperialismus die nationalen Interessen seinen Klasseninteressen untergeordnet und damit die nationalen Interessen preisgegeben. Zugleich steht die Arbeiterklasse vor der Aufgabe, nunmehr die nationalen Interessen mit aller Entschiedenheit zu vertreten.“
- Georgi Dimitroff

„Vaterland oder Tod!“
- Che Guevara

Internationales Völkerrecht - Charta der Vereinten Nationen
Kapitel I, Artikel 2
4. Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen - die territoriale Unversehrtheit - oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.

Internationales Völkerrecht - Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte
Teil I, Artikel 1
1. Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über ihren politischen Status und gestalten in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung.

Zitate gefunden bei: Die Rote Fahne - Stefan Steins

Karl Marx war kein Aufklärer - ein Agent der für das Establishment gearbeitet hat.

Eigentlich müsste sich jeder fragen, warum der militärisch-industrielle Bankenkomplex Karl Marx feiert? In allen neoliberalen Blättern, die dem Establishment untergeordnet sind, wird dieser Marx gefeiert. Keiner denkt sich - warum eigentlich? Einer der sich darüber Gedanken machte, ist Holger Lang. Er hat folgendes kommentiert:

»Hmmh ... O.K. Machen wir mal ein bisschen "Verschwörungstheorie".

Kurz ein paar Kleinigkeiten kurz vorab skizziert und vorangeschickt.

1. Der Mensch liebt Dualität, denn erst diese Dualität (Pol und Gegenpol) sorgt dafür, dass wir Dinge als Ganzes sehen/empfinden. Existiert sozusagen nur ein Pol, suchen wir den Gegenpol. Oder erzeugen ihn. Das führt
2. zur Hegel´schen Dialektik. Und bekanntlich war
3. Marx ein ausgesprochener Fan von Hegel und der Hegelschen Dialektik.

Ab 1760 etablierte sich der sog. Industrie-Kapitalismus. Zunächst in England, später dann auch in Deutschland unter anderen Ländern. Ein System, dass für unglaublichen Reichtum auf der einen Seite und einer gigantischen Armut auf der anderen Seite sorgte. Für die auf der reichen Seite ein sehr gutes System, für die anderen umgekehrt der reinste Horror.

Dieser Industrie-Kapitalismus war etwas Neues. Es war, wenn man so will, ein neuer Pol, der - wegen der Dualität - eines Gegenpols bedarf.
Die Kreierung und Verbreitung eines Gegenpols wollten die Eliten aber nicht dem Zufall überlassen, sondern ganz im Sinne der Hegelschen Dialektik (These-Antithese-Synthese) selbst erzeugen/bestimmen.
Und hier kam dann zunächst Marx und später die Sozialdemokratie ins Spiel.

Es gab nämlich schon bzw. es etablierte sich zunehmend ein Gegenpol, der dem Liberalismus und Kapitalismus wirklich etwas entgegensetzen zu hatte. Die Historische Schule der Nationalökonomie (HSNÖ), und hier insbesondere Friedrich List. Sprich, dieser Gegenpol musste weg. Stattdessen musste der gewollte Gegenpol etabliert und propagiert werden:
Karl Marx und der Marxismus/Kommunismus.

Marx analysierte zwar den Kapitalismus in vielerlei Hinsicht durchaus richtig (wenn auch nicht vollständig). Der gelungene Trick war aber, dass man die Lösung utopisch, als Utopie formulierte. So nach dem Motto, ich übertreibe hier bewusst ein wenig, Proletarier dieser Welt, sorget Euch nicht, der Kapitalismus wird untergehen, weil er an seiner ureigenen Systematik zugrunde geht. Er müsst nur ausharren. Sozialismus und Kommunismus werden Euch dann die ersehnte Lösung bieten. Haltet durch! Das war im Grunde die eigentliche Kernbotschaft.

Und die Botschaft wurde in einem Schwall von Worten, einer Satzlitanei verpackt, das kein Arbeiter der Welt sich jemals die Mühe machen würde, den ganzen Schmodder zu lesen, geschweige denn zu verstehen. Gelesen und "verstanden" haben Marx im Wesentlichen nur eine intellektuelle, wissenschaftliche Elite, die sich dann und daran gegenseitig geistig einen abgewichst haben. Revolutionen macht man aber nicht im Studierzimmer, sondern auf der Straße. Dahin kam Marx aber nie wirklich. Und sollte er auch nicht.

Was dadurch quasi vollkommen in Vergessenheit geraten ist, ist die HSNÖ, ist Friedrich List, obwohl diese Dinge inhaltlich wirklich Fundamentales zu bieten haben. Stattdessen wird Marx immer noch hochgehalten und selbst das neoliberalste Arschloch vor dem Herrn nimmt heute gerne "Marx" in den Mund, weil ... man von dem ja selbst heute noch so viel lernen könne.

Zufall? I don´t think so.«

Dazu ergänzend von mir:

"In seinem "System der nationalen Ökonomie" entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche.

Entscheidend ist auch nicht, ob Güter sittlich oder unsittlich, nützlich oder schädlich, gesund oder ungesund sind, sondern daß es für sie einen Marktbedarf gibt. Die Übersteigerung des händlerischen Denkens gipfelt in der Forderung nach arbeitsteiligem Umbau aller Volkswirtschaften der Erde zu Absatzplantagen der Weltwirtschaft und Zinskolonien der Hochfinanz.

Dieser Umbau soll sie zur nationalen Selbstversorgung unfähig und vom internationalen Zwischenhandel abhängig machen. Alle Wirtschaftsstrukturen sind so umzugestalten, daß sie immer neuen Handel erzwingen. Die Wege zwischen Rohstoffen, Fertigprodukten und ihrem Absatz müssen so verlängert werden, daß sie dem Zwischenhandel riesige Profite verschaffen."

Der Ökonom Friedrich List: Verkannt in alle Ewigkeit?
Am 30. November jährt sich zum 150. Male der Freitod des Professors, der nur im Ausland gebührende Anerkennung fand.

Die feinde von Friedlich List

Deutschland war vor 150 Jahren ein Drittweltland: dynastisch zerrissen, miserabel regiert, wirtschaftlich unterentwickelt. Doch an seinen staatswissenschaftlichen Fakultäten gärte es. Die neue Klasse der Ökonomieprofessoren verbreitete mit Inbrunst die neue und ganz und gar prosaische und unromantische Lehre: Nicht mehr der Staat ist unser Gott wie in Preußen und bei Professor Hegel, sondern die Wirtschaft. Denn die Wirtschaft entscheidet, ob Menschen reich und Staaten mächtig werden, und dafür stehen zwei unwiderlegliche Beweise - das industriell fortschrittliche England, das mit Geld und Krämergeist den letzten Helden Europas, Napoleon, besiegt und gedemütigt hatte, und die Lehre des Adam Smith. Wer seinen Smith gelesen und verinnerlicht hatte, der wußte schon damals - vier Generationen vor Lady Thatcher -, daß es keine Gesellschaft gibt, sondern nur Individuen, und daß der Schlüssel zum 'Wohlstand der Nationen' einzig und allein in der Freiheit des privaten Gelderwerbes liegt.

Nur einer war und blieb damals skeptisch, ein junger Autodidakt und trotzdem Tübinger Professor: Friedrich List. Sein autokratischer Landesherr, Württembergs König von Napoleons Gnaden, hatte ihn dazu gemacht aus Dank, weil der junge Beamte zuvor den Augiasstall seiner total verlotterten Verwaltung ausgemistet hatte. Aber kaum berufen, stellte der Neue störende Fragen: Muß man nicht bei der Unterwerfung unter die Smithsche Lehre Englands überlegene Stellung als Partner in Rechnung stellen? Denn wer die (Handels-)Macht hat, hat mehr von der Freiheit als die anderen. Und heißt wirtschaften wirklich nur tauschen und nicht viel umfassender: aus Möglichkeiten Wirklichkeiten schaffen, aus (Ressourcen-)Potentialen Produkte, Einkommen, Vermögen? Und überhaupt: Wie kommt jemand dazu, unter Ökonomie etwas ähnliches zu verstehen wie unter Chemie oder Physik, eine exakte Wissenschaft mit ehernen, zeitlosen Gesetzen? Wirtschaft, das lehrt doch bloßer Augenschein, das ist für Menschen wie Gesellschaften ein permanent ablaufender Prozeß der Lebenserhaltung und -vorsorge, der überhaupt nicht von seinem Umfeld getrennt werden kann: Natur, Technik, Staat, Gesetze und Regeln. Die Smithsche Marktwirtschaft ist in all das eingebettet, davon abhängig; denn, so List, 'nirgendwo haben Arbeitsamkeit und Sparsamkeit, Erfindungs- und Unternehmergeist der Individuen Bedeutendes hervorgebracht, wo sie nicht durch bürgerliche Freiheit, die öffentlichen Institutionen und Gesetze, durch die Staatsadministrationen und durch die äußere Politik, vor allem aber durch die Einheit und Macht der Nation unterstützt gewesen sind'.

Das war zwar nur Common sense, bedeutete aber für die auf die universellen Marktgesetze eines Smith oder Ricardo eingeschworenen Kollegen die offene Provokation. Was sie ihm damals anhängen, klebt lange. List ist, als Gegner der klassischen Freihandelslehre, ein unwissenschaftlicher Merkantilist; als unermüdlicher Propagator der Synthese von Staat und Wirtschaft ein hoffnungsloser Romantiker und rückständiger Protektionist. Was er als Fortschritt ausgibt, ist das Gestern und nicht die Bewältigung der Zukunft.

Am schlimmsten zahlt es ihm der junge Mann heim, dem er seine einträgliche Stelle bei der Rheinischen Zeitung vermacht - Karl Marx. Zusammen mit Friedrich Engels beschuldigt er List, der doch nur eines im Sinne hat, das Gleichziehen Deutschlands mit England, ein Söldner des preußischen Klein-Kapitalismus zu sein. List, mittellos wie er gegen Ende seines Lebens war, hätte nichts gegen einen Sold einzuwenden gehabt, doch er blieb aus. Marx und Engels aber waren schon damals die mit Hilfe der Listschen Rezepte zu schaffenden Arbeitsplätze und Arbeitseinkommen total gleichgültig. Sie brauchten den an sein Proletarierdasein gefesselten Arbeitssklaven zur 'wissenschaftlichen' Demonstration ihrer Gesetze.

Lists Kollegen sorgten für die Beendigung seiner Laufbahn als Professor. Sie halfen auch ein wenig nach, als er kurz darauf wegen Majestätsbeleidigung im Knast landete, ein typisches Schicksal jener Tage für Demokraten, die sich für neue Bürgerrechte einsetzten. List mußte versprechen, seinen württem- bergischen Paß abzugeben - dann durfte er über die Schweiz und Frankreich in das einzige Land emigrieren, das damals Dissidenten mit offenen Armen empfing - die ebenso jungen wie wilden USA.

***

Eberhard Otto hat sich da auch so seine Gedanken gemacht er schreibt unter anderm:

Im Wesentlichen geht es in der Theorie von Marx und Engels um die Gesetzmäßigkeiten der Ausbeutung im herrschenden Kapitalismus und dem Konzentrationsprozess des Kapitals darin. Laut deren Theorie scheint sich das Geld in Waren und Waren wieder in Geld zu verwandeln (seine Formel ist folglich G – W – G), leider Gottes hat es Marx gar nicht interessiert, wo das Geld denn überhaupt herkommt. Das ist an dem Zitat aus dem Buch Kapital III gut zu erkennen.

Zitat:

„Die eingehende Analyse des Kreditwesens und der Instrumente, die es sich schafft (Kreditgeld usw.), liegt außerhalb unseres Planes. Es sind hier nur einige wenige Punkte hervorzuheben, notwendig zur Charakteristik der kapitalistischen Produktionsweise überhaupt. Wir haben es dabei nur mit dem kommerziellen und Bankierkredit zu tun. Der Zusammenhang zwischen dessen Entwicklung und der des öffentlichen Kredits bleibt außer Betracht.“
Karl Marx, Das Kapital, Band 3, S. 413

Dass die 1694 gegründete und im Privateigentum verbleibende „Bank von England“ das Privileg hatte, Banknoten herauszugeben, die nur zu einem geringen Teil durch Gold gedeckt sein mussten, das jedoch war Marx und Engels bekannt.

Das ist aus dem untenstehenden Zitat ersichtlich:

„Soweit die Bank Noten ausgibt, die nicht durch den Metallschatz in ihren Gewölben gedeckt sind, kreiert sie Wertzeichen, die nicht nur Umlaufsmittel, sondern auch zusätzliches – wenn auch fiktives – Kapital für sie bilden zum Nominalbetrag dieser ungedeckten Noten. Und dieses Zusatzkapital wirft ihr einen zusätzlichen Profit ab.“

Das Beste an diesem Zitat ist der Ausdruck „fiktives Kapital“, denn da liegt das Problem, die Zinsen auf dieses „fiktive Kapital“, die bezahlt werden müssen, sind leider ganz und gar real.

Im Falle der Staatsfinanzierung werden die Zinsen vom Staat eingetrieben und jeder kann seinem Einkommenssteuerbescheid entnehmen, dass dieses kein fiktives Kapital ist.

Dass David Ricardo (1772-1823) schon lange vorher „die gigantischen Gewinne der Inhaber der privaten “Bank of England“ verurteilte und für eine Verstaatlichung derselben eintrat, war unseren beiden „Revolutionären“ scheinbar entgangen.

Wie auch immer – und das werden die Marx Apostel gar nicht gerne hören – wer jemals den Band I „Kritik der politischen Ökonomie vom Kapital“ gelesen hat, der hat von Schwachsinn eine eigene Vorstellung. Endlose, unzusammenhängende Aufzählungen von Phrasen und Begriffen, ohne jegliche Anschaulichkeit über Wertformeln, die mit Tauschwerten, Gebrauchswerten, Gehalt der relativen Wertformen, Äquivalentformen, quantitative Bestimmtheit von Wertformen usw. beschrieben werden.

- Ach ja PS - abschließend dazu: Denn ist es im Ernst wirklich nötig, ein Buch mit 700 Seiten zu schreiben, um zu erklären, dass der Mehrwert, den ein Kapitalist aus der Zusammenführung von Materialien und Arbeitskraft erzielt, unter Umständen eine Ausnutzung der arbeitenden Klasse ist?

Wäre es nicht besser gewesen den Betrug des Kredit-Geldes aufzudecken?

Wäre es nicht schön gewesen den unterdrücken Massen die Tatsache zu erklären, dass wenn es einer Gruppe von Menschen es gelingt Geld zu kreieren und für das Geld aus NICHTS immer mehr Zinsen und Zinseszinsen erhält – diese Gruppe am Ende alle Vermögenswerte der Welt besitzen wird?

Hier noch ein sehr wichtiger Punkt, auf den es ankommt:

Wir werden nämlich feststellen, dass Marx und Engels immer nur das unmoralische Kaufmannskapitals und die Kapitalisten verteufeln, das zinstragende Kapital der Nationalbank wird jedoch absichtlich vernachlässigt bzw. die Nationalbank (Zentralbank) wird sogar befürwortet.

Dass die Zentralbank sozusagen die Erlaubnis zum „Falschgeld drucken“ hat und Zinsen dafür erhält, die der Staat dann wiederum anhand von allgemeinen Steuern von seinen Einwohnern abpressen muss, das ist das eigentliche Problem in dieser Gleichung.

Die Entstehung und Vernichtung des Geldes, auf diesen wichtigen Komplex ist Marx gar nicht eingegangen. Den ganzen Bereich der Geldgeschäfte – „des Geldhandels“ – hat Marx ausgeklammert. Genauso wenig hat er jemals das “ fractional banking“ kritisiert.

Er ging auch gar nicht auf die „Bank von England“ ein, die laut einem königlichen Privileg Banknoten ausgeben konnte, welche nur zu einem geringen Teil durch Gold gedeckt sein mussten. Somit hatte diese Bank bereits eine Geldschöpfungsfunktion.

Marx kam 150 Jahre nach Gründung der „Bank von England“ in England an und konnte dort den praktischen Kapitalismus studieren, denn in England war das kapitalistische Geldwesen am weitesten entwickelt und es wäre möglich gewesen, dieses ausreichend zu durchleuchten.

Marx und Engels sprechen in ihren Schriften immer von einem sogenannten Geldkreislauf, in den sich in aber immer wieder produzierte Waren einschalten sollen.

Es gibt keinen Geldkreislauf

Unter dem vorherrschenden Geldsystem gibt es gar keinen Geldkreislauf. Das Geld wird immer wieder vernichtet (bei der Rückzahlung oder Ausbuchung) und muss dann ständig wieder neu durch eine Bank und deren Kreditnehmer erschaffen werden.

Geld ist schuld und diese Sache läuft nicht im Kreis, sondern- das kann man an dem Verschuldungstand der Staaten erkennen – Schuld wird ständig akkumuliert.

Nun könnte man sagen, unsere beiden „Revolutionäre“ hätten das nicht gewusst, aber das ist in Anbetracht dessen, dass diese Doktrin ihr Lebenswerk war, nicht sehr wahrscheinlich.

Deshalb sagen dann auch einige Leute, diese Theorie sei gar nicht zufällig falsch, sondern wäre speziell für den kommenden Klassenkampf entwickelt worden und die Zentralbank als Auftragsgeber wäre absichtlich unerwähnt geblieben.

Jedenfalls wäre es interessant zu wissen, wer diese Doktrin mit solchem Druck verbreitet hatte, denn jeder weiß doch: ein Produkt ist nur so gut wie sein Marketing und “no money – no marketing.“

Heute jedoch wird von beiden Lagern, dem Kapitalismus und dem Kommunismus, die zentrale Geldkreation favorisiert. LG - Eberhard

Sonntag, 29. April 2018

Die linken Genossen im Widerspruch und im Selbstzweifel

Gefunden bei Marina Holl

Das muss nochmal geteilt werden:
Verdammt gut geschrieben. Passend zur derzeit vorherrschenden Hysterie

Artikel:

Die längste Zeit meines Lebens war ich mir sicher, politisch auf der richtigen Seite zu stehen. Als Schülerin demonstrierte ich gegen den Golfkrieg, während meines Psychologiestudiums probte ich mit Häftlingen ein Theaterstück. Als die Flüchtlinge nach Deutschland kamen, nahmen wir nächteweise junge Männer aus Syrien und Afghanistan auf. Ich war links. Und links zu sein hieß für mich, aufgeklärt, kritisch und tolerant zu sein. Es bedeutete, an Gleichheit und Solidarität zu glauben und Menschen nicht einfach sich selbst zu überlassen. Diese Haltung war für mich politische und emotionale Heimat zugleich. Doch seit einiger Zeit verliere ich mein Gefühl der Zugehörigkeit. Das linksliberale Milieu, aus dem ich stamme, befremdet mich mehr und mehr.

Es gibt diesen Text, den Bekannte von mir immer wieder auf Facebook teilen: "I want a dyke for president. I want a person with Aids for president and I want a fag for vice president." Zu Deutsch: "Ich will eine Lesbe als Präsidentin. Ich will einen Aids-Kranken als Präsidenten, und ich will einen Schwulen als Vizepräsidenten", und dann werden alle möglichen Minoritätenvertreter und Lebensverunglückte – darunter Transvestiten, Drogenabhängige und Kriminelle – als weitere Wunschkandidaten für das Präsidentenamt aufgezählt.

Der Text ist eigentlich ein Gedicht der lesbischen, feministischen Künstlerin Zoe Leonard. Und natürlich steckt dahinter ein emanzipatorischer Akt. Aber auf Facebook reichen einige meiner Bekannten das Gedicht nun wie ein politisches Manifest herum. Die Zugehörigkeit zu einer Randgruppe wird so zur Schlüsselqualifikation erhoben. Diese Sakralisierung von Diskriminierungserfahrungen ist unter Linken inzwischen verbreitet. Alle, die durch Herkunft oder Geschlecht Privilegien genießen, werden mit fast religiösem Eifer angehalten, Abbitte zu leisten. Freispruch dürfen nur diejenigen erwarten, die über Unterdrückungserlebnisse berichten können. So grotesk übersteigert, schreckt mich das ab.

Die Bekannten, die diesen Text auf Facebook gut finden, sind keine Eiferer und Geiferer, sondern nette Menschen, die mehrheitlich Rot und Grün wählen, abends gern noch Crémant auf dem Balkon trinken und, wenn’s irgendwie geht, das Fahrrad zur Arbeit nehmen. Sie unterzeichnen Petitionen gegen Trump, verschenken Carolin Emckes Buch Gegen den Hass, und ich verstehe sie immer weniger.

Neulich bei einem Abendessen hinter bodentiefen Fenstern mokierte sich eine Bekannte über all jene, die mit der EU nichts anfangen können. Sie selbst sei stolze Europäerin, und ihr Erasmus-Jahr, das sei einfach unvergesslich gewesen. Dass diese Art der europäischen Identitätsbildung einer Elite vorbehalten ist, fiel ihr gar nicht auf.

Diese gedankliche Enge versperrt auch den Blick auf die eigenen Widersprüche: Nationale Grenzen lehnt man zwar ab, aber die Grenzen rund um die eigene Komfortzone schätzt man umso mehr. Tatsächlich werden in meinem großstädtisch geprägten Bildungsbürgermilieu linksliberale Ansichten längst als die einzig wahre Form von Menschlichkeit gesehen. Besonders deutlich wird das in der Flüchtlingspolitik. Es gebe doch tatsächlich Menschen, die für eine Obergrenze seien!, rief ein Bekannter bei einem Brunch in die Runde. Und alle schüttelten den Kopf. Unvorstellbar! Ich schwieg. Ich wollte den Morgen nicht verderben. Denn manchmal, habe ich festgestellt, ist die Stimmung auch unter denen, die prinzipiell für Vielfalt sind, nur so lange gut, wie alle einer Meinung sind.

Aber eigentlich hätte ich sagen müssen, dass man Obergrenzen durchaus sinnvoll finden kann und deshalb noch lange nicht irre ist. Selbstverständlich darf man den unkontrollierten Zuzug im Jahr 2015 problematisch finden, ohne ein Unmensch zu sein. Und auch die Ansicht, dass kriminelle Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden sollten, ist absolut legitim.

Fluchtbewegungen werden das 21. Jahrhundert bestimmen. Wir müssen also zwangsläufig über Formen der Begrenzung sprechen. Genauso wie wir darüber reden müssen, was wir dazu beitragen können, dass das Leben anderswo lebenswerter wird. Aber was machen meine linken Bekannten? Sie ziehen sich auf eine primitiv binäre Wahrnehmungsstufe zurück, die nur noch Schwarz oder Weiß kennt. Vor Kurzem twitterte einer von ihnen: "Flüchtlingskrise, Flüchtlingsproblem, Flüchtlingsfrage – ersetze Flüchtling durch Jude, und dann sieht man ja, wo das hinführt."

Sobald ein Mensch linken Gesellschaftsentwürfen widerspricht, wird schnell diagnostiziert, er sei angstgesteuert. Als Gegenmittel wird die Konfrontation mit der Realität verordnet. Konservatives Denken, so die Botschaft, entsteht durch Lebensferne (der hat wohl noch nie einen Flüchtling getroffen), ist aber glücklicherweise heilbar (wird Zeit, dass er einen kennenlernt).

Mich hat gerade die Berührung mit der Wirklichkeit an meinen linken Theorien zweifeln lassen. Als ich mit Gefängnisinsassen monatelang ein Stück einstudierte, habe ich Menschen kennengelernt, die mir den Glauben an die unendlichen Möglichkeiten der Resozialisierung genommen haben. Und gerade einige unserer syrischen und afghanischen Übernachtungsgäste haben mir klargemacht, wie unglaublich schwierig ihre Integration werden dürfte. Sehr gut erinnere ich mich noch, wie erleichtert einer von ihnen reagierte, als er sich versichert hatte, dass ich keine Jüdin sei, und wie ein anderer irritiert war, dass auch mein Mann das Baby wickelt. Mitleid erregte die Tatsache, dass wir zwar drei Kinder haben, aber nur Töchter.

Der ultimative Test für meine linke Gesinnung war jedoch die Einschulung meiner ältesten Tochter. Wir hatten die Wahl zwischen mehreren Schulen. Auf der einen, nahe gelegenen, gibt es kaum Migranten. Die andere, etwas weiter weg, hat einen Migrantenanteil von rund 80 Prozent. Gelebte Vielfalt, dachte ich, heißt ja nicht nur, im türkischen Supermarkt einzukaufen, weil sich das so schön nach Urlaub anfühlt. Also ging ich zu der zweiten Schule und sprach mit der Direktorin. Als ich ihr Büro verließ, war gerade Pause. Ich stellte mich auf den Schulhof, bis die Glocke zur nächsten Stunde läutete. Ich kam wieder und schaute mir noch eine Pause an. Kaum ein Kind sprach Deutsch, die meisten Türkisch oder Arabisch. Der Ton war rau, der Umgang ruppig. Später hörte ich von Kindern mit Migrationshintergrund, die Kinder ohne Migrationshintergrund mobbten. Ich meldete meine Tochter auf der anderen Schule an.

Sie ist sehr glücklich dort. Mir hängt die Entscheidung nach. Kann ich mich noch links nennen, obwohl ich für meine Tochter Homogenität statt Vielfalt gewählt habe? Aber würden das nicht die meisten tun? Sind Konservative da nur ehrlicher? Und Linke zu wenig aufrichtig? Die Angst, rassistisch zu wirken, verstellt, finde ich, ihren Blick: Kinder mit Migrationshintergrund haben es schwer, aber manchmal machen sie es auch anderen schwer. Opfer sind Täter sind Opfer sind Täter. Nur wer diese Ambivalenz aushält, wird Lösungen finden.

Solche Überlegungen fallen mir nicht leicht, weil ich mir so sicher war, als politisch links stehend zu den Guten zu gehören. Insofern kommt es für mich einer Vertreibung aus dem politischen Paradies nahe, dass ich mich von dort entferne. Zugleich kann ich nichts dagegen tun. Progressiv, das ist so ein Adjektiv, das ich immer mit Linkssein verbunden habe. Heute erscheinen mir viele Linke in ihrer Realitätsverweigerung eher regressiv.

Anfang des Jahres traf ich eine alte Freundin auf der Straße wieder. Es war kalt, und wir sprachen nur kurz, aber sie empörte sich trotzdem sofort über die Kölner Silvesternacht und das racial profiling, das ihrer Meinung nach dort stattgefunden hatte. Meine Frage, wen die Polizisten denn hätten kontrollieren sollen, wenn nicht Männer, die den Tätern vom Vorjahr ähnelten, beantwortete sie nicht. Stattdessen sagte sie, dass die sexuellen Übergriffe damals doch nichts anderes als Oktoberfest-Grapschereien gewesen seien.

Diese Form von politischer Korrektheit ist für mich die linke Variante von Fake-News. Alles, was auch nur im Entferntesten mit dem Islam zu tun hat, ist im linksliberalen Milieu fast sakrosankt. Besonders deutlich wurde mir das bei der öffentlichen Vorstellung des Buches Inside Islam. Darin dokumentiert der ARD-Journalist Constantin Schreiber die Freitagspredigten, die er in 13 deutschen Moscheen gehört hat. Sein Fazit: hochpolitische Inhalte, Aufrufe zur Abgrenzung, antisemitische Hetze. Die Zuhörer, die zu der Präsentation in die Bibliothek des Verlages gekommen waren, reagierten irritiert: Ob er nicht befürchte, Applaus von den Falschen zu bekommen? Und ob er nicht in anderen Moscheen ganz andere Sachen gehört habe?

Mag sein. Aber man muss sich nur einmal vorstellen, was los gewesen wäre, wenn solche Äußerungen in irgendeiner Kirche in Deutschland gefallen wären. Sofort hätten alle, die sich links nennen, aufs Heftigste protestiert. Wo bleibt eigentlich der Aufschrei angesichts der Verfolgung von Frauen, Homosexuellen oder Christen in islamischen Ländern? Als Außenstehender dürfe man sich da kein Urteil anmaßen, das sei eben eine andere Kultur, höre ich dazu von einigen Linksliberalen. Damit sprechen sie einer ganzen Gruppe von Menschen aufgrund ihrer kulturellen Herkunft die Fähigkeit ab, sich aufgeklärt zu verhalten. Ist nicht genau das ein rechtes Denkmuster?

Vorbei auch die Zeiten, in denen sich Linke durch Diskussionsfreude auszeichneten. Als ein Zürcher Theater vor Kurzem eine Podiumsdiskussion anberaumte, an der – neben einem Mann von der SVP, der Schweizerischen Volkspartei, und zwei Personen vom linken Spektrum – auch ein AfD-Politiker teilnehmen sollte, protestierten Kulturschaffende so scharf, dass die Veranstaltung abgesagt wurde. Ich fragte einen Regisseur, den ich noch aus Studienzeiten kenne und der zu den Initiatoren des Protests gehörte, ob er denn nicht glaube, dass eine politische Auseinandersetzung mit der AfD nötig sei. Er habe sich schon in einem seiner Stücke intensiv mit der AfD auseinandergesetzt, antwortete er.

Wie er haben offenbar viele Linke das Selbstgespräch für sich entdeckt. Ist auch leichter, da widerspricht keiner. Und wer braucht schon Argumente, wenn er die Moral auf seiner Seite hat?

Wozu diese narzisstische Selbstüberhöhung führt, bekam ich neulich in Berlin mit. Im Mauerpark im Bezirk Prenzlauer Berg gibt es einen Abschnitt, in dem die Mitglieder des Mauergarten-Vereins ihre Hochbeete haben. Dort, unter vielen zugezogenen Bullerbü-goes-Berlin-Familien gärtnert auch ein älterer Herr aus der DDR. Er kümmert sich um den Komposthaufen des Vereins. Schneidet Küchenabfälle klein, kauft kiloweise Würmer der Firma Superwurm, setzt sie hinein, schippt um und belüftet. Er macht Führungen für Schüler aus dem Wedding, von denen viele noch nie eine Tomate an einem Strauch gesehen haben. Vor einigen Monaten dann forderte ein anderes Vereinsmitglied per Mail den Ausschluss dieses älteren Herrn, weil er in der AfD ist. "Entnazifizierung" stand in der Betreff-Zeile. Ich habe den Mann getroffen. Er ist kein Björn Höcke. Er hat auf seinem Hochbeet auch nie eine AfD-Flagge gehisst. Er hat einfach nur Zucchini angebaut.

Samstag, 28. April 2018

Die Evolutionstheorie ist widerlegt

Parteiprogramme sind Makulatur um die Klientel der Wählerschaft in einen emotionalen Orgasmus zu versetzen, der von der Heftigkeit so beeindruckend sein muss, welches die Synapsen in einer Erregungsstarre verharren lässt, dass das Savannengehirn nur noch in der Lage - abzunicken statt zu denken vermag.

Man könnte es auch so sagen, dass Parteiprogramme Opium fürs Volk sind - noch schlimmer als Religionen.

Da  alle Institutionen bis hin zu den Weltregionen mich vom Pfad des Glaubens abgebracht, glaube ich erst wieder an Parteiprogramme, wenn im Grundgesetz verankert, dass Parteiprogramme unumstößlich bindend sind. Erst ab dem Tage glaube ich wieder daran – vorher nicht.

Die Erklärungsmuster, die mir die Psychoanalyse angefangen von Wilhelm Reich bis hin zu Sigmund Freud anbieten um diesen Wahnsinn der Massenpsychose, die auf der neuronalen Ebene der Klientel der Wählerschaft wirkt, sind für mich nicht stichhaltig genug, um diese Irrationalität zu verstehen.

Wie oft muss man denn auf eine heiße Herdplatte seine Hände legen, bis man begreift, die Herdplatte ist heiß? Wie oft? Nein, die Wählerschaft verbrennt sich immer wieder die Finger, das schon seit über 60 Jahre, das kann man mit der Psychoanalyse nicht mehr erklären. Unmöglich. Für mich ist hier auch die Evolutionstheorie widerlegt, wir können unmöglich vom Affen abstammen, selbst der ist intelligenter.

Freitag, 27. April 2018

Frank-Walter Steinmeier: Unterschiedliche politische DNA

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:

» Gestern hat das Oberverwaltungsgericht in Berlin unsere Parteispendenklage auch in zweiter Instanz vollumfänglich bestätigt: Der Bundestag muss seine Geheimhaltung aufgeben und uns gegenüber offenlegen, wie er verdächtige Parteispenden prüft.«

»Doch das Gerichtsverfahren ist noch immer nicht vorbei.
Am Rande der gestrigen Verhandlung kündigten die Vertreter des Bundestags schon einmal an, dass wir uns vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wiedersehen werden, soll heißen: Der Bundestag wird das Urteil wohl nicht akzeptieren, sondern in Revision gehen – und das kann Jahre dauern.

In dieser wichtigen Auseinandersetzung werden wir notfalls auch vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig für unsere Rechte kämpfen.«

Der Skandal liegt darin begraben, dass wir Bürger uns gegen unsere gewählten Volksvertreter gerichtlich durchsetzen müssen, um zu erfahren, wie sich die Parteien finanzieren.

Ab hier müsste jedem klar sein, dass wir keine Demokratie haben in denen wir Volksvertreter wählen, die unser Anliegen vertreten, sondern wir dürfen unser eigenes Betreuungspersonal wählen. Das war es auch schon. Die halten uns nämlich für Geisteskranke, die betreut werden müssen. So sieht die Sache nämlich aus. Auch große Teile des Mainstreams denken so, wie zum Beispiel Augstein, der auf die Frage hin: Ob der Bürger mehr Selbstbestimmung bekommen solle, daraufhin antwortete: Bloß nicht. Oder unser Ex Bundespräsident der Gaukler, das die Eliten nicht das Problem wären, sondern das Volk.

Nachtrag - ganz frisch aus der Irrenanstalt:

"...Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bei seinem Staatsbesuch in der Schweiz skeptisch zur Forderung nach mehr direkter Demokratie in Deutschland gezeigt. In der Universität von Freiburg sagte er am Donnerstag, das Schweizer Modell von Volksabstimmungen auch auf Bundesebene sei so nicht exportierbar, weil es in Deutschland und der Schweiz eine „unterschiedliche politische DNA“ gebe..."

https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2018-04-27/erfolg-vor-gericht-bundestag-muss-abgeordnetenwatchde-interne-dokumente-zu

Großrazzia gegen Sozialmissbrauch

Diese Nachricht lässt mich einfach nur noch fragend zurück. Die Bundesagentur für Arbeit hat mittlerweile eine Heeresstärke von über 110.000 Mann. Es ist die größte Behörde in Europa. Die Agentur mit ihren angegliederten Jobcentern hat ein Budget von 50 Milliarden € jährlich zur Verfügung, damit ja kein fauler Arbeitsloser entkommt, auch mit dem Auftrag versehen, die Wohnungen von Erwerbslosen zu durchsuchen, wehe dem die finden eine Zahnbürste, die da nicht hingehört – da wird dann gleich mal, die Lebensgrundlage entzogen. Das sind Tatsachen.
Wie es dann dennoch zu solch einem Missbrauch kommen kann – lässt mich in der Tat fragend zurück, denn um Sozialleistungen zu bekommen, hat der Hilfebedürftige sich bis auf die Unterhose auszuziehen – macht er es nicht, gibt es keinen Pfennig.

Wenn man jetzt noch weiß, dass der Sozialmissbrauch bei 80 Eurocent pro Kopf und pro Bürger liegt, der Missbrauch Steuern hingegen zu entziehen, bei 1300 € pro Kopf und pro Bürger, da fragt man sich, ob es vielleicht nicht angebrachter wäre, mal bei den multinationalen Konzernen eine Großrazzia anzusetzen?  https://web.de/magazine/politik/grossrazzia-ruhrgebiet-betrueger-sozialleistungen-erschlichen-32936044

Das seltsame Aufklärungsportal „mimikama“



In Anlehnung an der wahhabitischen Kopfabschneiderdiktatur hat ein Flüchtling den Kopf eines Kindes von den Schultern getrennt, und die Mutter gleich mit um die Ecke gebracht.

Das seltsame Aufklärungsportal „mimikama“ sprang entsprechend auch gleich zur Stelle um diese Tat herunterzuspielen und Bilder zu präsentieren, die an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten sind. Davon kann sich hier überzeugt werden: https://www.mimikama.at/allgemein/hamburg-neustadt/

Und hier die Originalaufnahme des Tatorts, die zeigen das Ausmaß, mit welcher Gewalt hier vorgegangen sein muss: https://www.youtube.com/watch?v=WRgE-DHiXRk&feature=youtu.be

Telepolis hat sich diesem Fall auch angenommen, jedoch aus einer anderen Perspektive. Denn die Allmacht des Staates hat zugeschlagen und hat nicht etwa im Umfeld des Täters Hausdurchsuchungen durchgeführt, sondern bei einem anwesenden Gospel Musiker aus Ghana der den Tatort filmte.

Aber lest selber: »Am 14. April tötete der bereits vorher durch Gewaltdelikte aufgefallene Mourtala M. auf einem Hamburger S-Bahnhof seine einjährige Tochter und deren Mutter mit einem Messer. Ein zufällig anwesender Gospelmusiker aus Ghana musste diese Tat mit ansehen und filmte den blutüberströmten Bahnsteig mit den Worten "Oh my God, oh Jesus, oh Jesus, oh Jesus, they cut off the head of the baby, oh my God, oh Jesus." Diese Tatdokumentation stellte er auf seinem Facebook-Profil ein, von wo aus sie weite Verbreitung fand.«

https://www.heise.de/…/Paparazzi-Paragraf-zur-Einschuechter…

Dazu noch das hier : Die Enthauptung der Hamburger Justiz:
http://www.achgut.com/…/die_enthauptung_der_hamburger_justiz

PS: wer das Video sichern kann, ich würde es sichern.

PPS: es kann auch gut möglich sein, dass der Beitrag in wenigen Stunden gelöscht wird, und ich für 30 Tage gesperrt werde auf Facebook.

Und falls es noch Fragen geben sollte, hier eine höchst sehenswerte Ergänzung:

https://www.facebook.com/nilpferd2015/posts/2097280310516352?hc_location=ufi

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2037980716524066&set=p.2037980716524066&type=3

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2037981139857357&set=p.2037981139857357&type=3

Mein Verbrechen: Ich habe geschwiegen

Als das Kapital die Zollschranken abbauten, habe ich geschwiegen; denn es war ja gut für mich. Als sie anfingen, den globalisierten Freihandel einzuführen, habe ich geschwiegen; denn es war ja gut für mich. Als sie die Staatsgrenzen abbauten, um das Großreich Europa zu zementieren, habe ich geschwiegen; denn es war ja gut für mich. Als sie anfingen, die Wanderarbeit einzuführen, habe ich geschwiegen; denn es war ja gut für mich. Als sie anfingen, das Netz nach Hatespeech zu zensieren, habe ich geschwiegen; denn es war ja gut für mich. Als sie anfingen die Sprache politisch korrekt zu zensieren, habe ich geschwiegen; denn es war ja gut für mich. Als sie dann, die Diktatur per Dekret eingezogen haben, konnte ich nur noch schweigen.

Die Zerstörung der Willensgemeinschaft

Eine homogene Volksgemeinschaft, die in sich geschlossen einig darüber ist, solidarisch gemeinwohlorientiert miteinander umzugehen, ist für das Kapital nur schwerlich brauchbar umzugestalten. Daher merke: Das Kapital hat immer Interesse daran, eine Willensgemeinschaft im Kern so zu zerrütteten und zu zerstören, dass aus dieser einen Willensgemeinschaft entgegengesetzte Splittergruppen entstehen, die aus entgegengesetzten Richtungen, sei es aus religiöser, kultureller, sexueller oder politischer Natur - ihre Überzeugung speist. Diese Zersetzungsprogramme gehen so weit, dass die menschliche Natur dahin gehend angegriffen wird, dass man nicht nur die komplette Identität zerstört, sondern auch das Denkvermögen.

Wenn dieser Angriff auf die Gemeinschaft aus einer Volksgruppe heraus selbst nicht gelingt, müssen andere Überzeugungen ins Land getragen werden die dem noch radikaler gegenüberstehen - dann ist der Sieg für das Kapital gewiss.