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Montag, 9. März 2026

Die harte Wahrheit über das neue SGB II: Armut soll wieder wehtun

 

Was du in 30 Sekunden wissen musst: Am 5. März 2026 hat der Bundestag das 13. SGB-II-Änderungsgesetz beschlossen: 320 Ja, 268 Nein, 2 Enthaltungen. Im Sommer tritt es in Kraft. Der Kern ist schnell benannt: härtere Sanktionen, weniger Rechtsschutz, mehr Kontrolle, mehr Entzug, mehr Zwang. Nachgereichte Beweise sollen ins Leere laufen. Wer Fristen verpasst, geht leer aus. Wer Termine versäumt, riskiert den vollständigen Leistungsentzug bis hin zu Miete und Heizung. Jobcenter werden enger an Zoll und Kontrollbehörden angebunden. Schutzmechanismen werden abgebaut. Der Sozialrechtler Roland Rosenow nennt das, was hier beschlossen wurde, eine Verschärfung, die „alles übertrifft, was seit 1945 gegen Menschen in Armutslagen ausgeheckt wurde". Das ist keine Reform. Das ist ein Exempel. Und während im Plenum von „Tabubruch" und „Angriff auf den Sozialstaat" die Rede war, blieb die einzige verfassungsrechtliche Notbremse ungenutzt. Große Worte gab es genug. Konsequenzen nicht. Was Menschen in Armut bleibt, wenn Geld fehlt und Macht fehlt, ist am Ende oft nur zweierlei: Zeit. Und Widerstand durch Reibung.

Sonntag, 8. März 2026

Anatomie einer sozialen Ächtung – Ein Erfahrungsbericht als strukturelles Beispiel

Dieser Text ist ungewöhnlich für diesen Blog. Seit über 20 Jahren analysiere ich auf verschiedenen Plattformen Machtstrukturen, Geldflüsse, ideologische Verflechtungen und die Mechanismen, mit denen Herrschaft organisiert wird. Immer aus der Vogelperspektive. Immer strukturell. Immer mit Blick auf das System, nicht auf das Individuum.

Heute mache ich eine Ausnahme. Nicht aus Selbstmitleid – davon hat niemand etwas. Sondern weil mein eigener Fall exakt das illustriert, was ich seit über einem Jahrzehnt beschreibe. Ich bin kein prominenter Dissident, kein Anwalt, kein Arzt, kein Organisator großer Demonstrationen. Ich bin ein unabhängiger Blogger aus einer Kleinstadt. Und genau deshalb taugt dieser Bericht als Fallstudie: Wenn es schon jemanden wie mich trifft, dann zeigt das, wie tief die Mechanismen reichen.

Samstag, 7. März 2026

„Jobcenter" sind keine Behörden — Ein Verwaltungsrichter rechnet ab

Ein Urteil des Verwaltungsgerichts Gießen zeigt: Die Anglisierung der deutschen Verwaltungssprache ist kein kosmetisches Problem. Sie ist Verschleierung.

Es gibt Gerichtsurteile, die liest man und vergisst sie wieder. Und dann gibt es welche, bei denen man sich fragt, warum sie nicht auf der Titelseite jeder Zeitung standen. Das Urteil des Verwaltungsgerichts Gießen vom 24. Februar 2014 (Az. 4 K 2911/13.GI) gehört in die zweite Kategorie.

Worum es ging

Freitag, 6. März 2026

Die staatliche Lohndrücker-Maschinerie und das Kita-Paradoxon: Wie wir unsere eigene Ausbeutung finanzieren

 


Es ist der wohl größte und am besten getarnte Skandal unserer Zeit: Unter dem Deckmantel von "Sozialstaat" und "Eingliederung" leisten wir uns eine milliardenschwere Industrie, deren eigentlicher Zweck es ist, die Löhne zu drücken und Menschen in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse zu pressen. Gleichzeitig entreißt man Eltern ihre Kleinstkinder, um sie in ein völlig überlastetes Betreuungssystem zu stecken. Es ist an der Zeit, das System als das zu benennen, was es volkswirtschaftlich ist: Eine gigantische Subvention für die Profiteure des Niedriglohnsektors.

😡 Fachkräftemangel? Heuchelei! Wie der Sozialstaat junge Menschen kaputtprozessiert

Alle jammern über den Fachkräftemangel. In jeder Talkshow sitzen Politiker und fordern, dass junge Menschen endlich mehr Leistungsbereitschaft zeigen sollen. Aber wisst ihr, was in Deutschland passiert, wenn eine junge Frau im Bürgergeld genau das tut? Wenn sie nicht aufgibt, sondern eine Fachschule besucht, um Kosmetikerin oder Heilerziehungspflegerin zu werden? Sie wird vom Staat über Jahre hinweg psychisch und finanziell in den Ruin prozessiert.

Die eingezäunte Freiheit – Teil II: Die Schuld, die keine ist

 


Warum der Arbeitslose der Gläubiger ist, der Steuerzahler der Mitgefangene – und das Geldsystem beide braucht


Dies ist Teil II von „Die eingezäunte Freiheit – Wie der Staat erst alles nimmt und dann Gehorsam verlangt"


Was du wissen musst – in 30 Sekunden:

„Die leben auf unsere Kosten" – dieser Satz ist die wirksamste Lüge des Systems. Der Arbeitslose ist kein Empfänger. Er ist ein Durchlauferhitzer. Das Geld fließt durch ihn hindurch – an Vermieter, Konzerne, Maßnahmeträger, und am Ende als Zins an die Gläubiger des Staates. In einem Geldsystem, in dem jeder Euro als Kredit entsteht, muss es Verlierer geben. Der Arbeitslose ist kein Systemfehler. Er ist eine Systemnotwendigkeit. Und der Steuerzahler, der auf ihn herabblickt, sitzt im selben Käfig – nur auf einer anderen Stange.


I. Der Durchlauferhitzer

Donnerstag, 5. März 2026

PER TAXI-SCHEIN VOM BUNDESTAG ZUM KINDERSTRICH

 

Und Polizei und Justiz dürfen nicht eingreifen, die Medien nicht darüber berichten, weil die Kunden zu großen Teilen aus der Politik und unserer Elite kommen. 

Mittwoch, 4. März 2026

„Alena Buyx zu Neuro-Bestrafung": Wenn der Staat ins Gehirn greift – und warum wir das alles schon einmal hatten

 

Was du wissen musst – in 30 Sekunden

Die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hat 2018 zusammen mit dem Philosophen David Birks ein Paper in einer englischsprachigen Fachzeitschrift veröffentlicht, in dem sie dafür plädiert, das „Potenzial von Neuro-Interventionen" bei Straftätern nicht auszuschließen. Gemeint sind: Medikamentenverabreichung zur Verhaltenssteuerung, direkte Hirnstimulation und Hirn-Computer-Schnittstellen. Dieselbe Buyx forscht an ihrem Institut an Hirnstimulation bei Kindern mit ADHS. Und 2026 hält sie in Oxford eine Vorlesung mit dem Titel „Who Is Afraid of Mind Reading?" – wer hat Angst vor dem Gedankenlesen? 

Dieselbe Buyx steht aktuell unter schwerem Plagiatsverdacht: 73 Plagiatsfragmente in ihrer Doktorarbeit, Literaturstudium vorgetäuscht, Quellen nie im Original gelesen. Eine Wissenschaftlerin, die beim Abschreiben erwischt wird, schreibt Papers über Hirneingriffe bei Straftätern – und saß dabei im höchsten Ethikgremium der Republik. Der Vorgang fügt sich in ein Muster ein, das von der Lobotomie über Julian Huxleys Eugenik-Programm, das „Undenkbare wieder denkbar" zu machen, über die militärische Gehirnforschung der DARPA bis zum Impfdruck der Pandemie reicht: Der staatliche Zugriff auf den menschlichen Körper – und nun auf das Gehirn – wird Schritt für Schritt normalisiert, immer unter dem Etikett der „Ethik", der „Wissenschaft" und des „Gemeinwohls".

 

Montag, 2. März 2026

Die Wohlfahrtsindustrie: Wie sechs Verbände aus Armut ein Milliardensystem machten – und warum sich nichts ändern darf

 

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Was Sie in 60 Sekunden über die deutsche Wohlfahrtsindustrie wissen müssen

Über 100 Milliarden Euro Umsatz. 2,1 Millionen Beschäftigte. Sechs Verbände. Null unabhängige Kontrolle.

Die Freie Wohlfahrtspflege ist einer der größten Wirtschaftssektoren Deutschlands – größer als die meisten DAX-Konzerne. Sie nennt sich gemeinnützig. Sie agiert wie ein Kartell.

Die Fakten:

94 Prozent der Einnahmen stammen vom Staat – keine Almosen, sondern eiskalt abgerechnete Leistungsentgelte. Jede Beratungsstunde, jede Pflegeminute wird fakturiert. Das Subsidiaritätsprinzip sichert den Verbänden dabei ein gesetzliches Quasi-Monopol. Wettbewerb? Fehlanzeige.

Ein Arbeitsloser schuftete für 1,50 Euro die Stunde in einer AWO-Kita. Der Verband kassierte dafür 500 Euro im Monat vom Jobcenter. Bei 20 Teilnehmern: 10.000 Euro monatlich – für Arbeitskräfte, die nichts kosten.

Das DRK sammelt Blut kostenlos im Namen der Nächstenliebe – und verkauft den Liter für bis zu 390 Euro an Krankenhäuser. Eine einzige regionale Tochtergesellschaft: 396,6 Millionen Euro Jahresumsatz.

Die Caritas predigt soziale Gerechtigkeit – und sabotierte 2021 den einzigen Tarifvertrag, der Hunderttausenden Pflegekräften höhere Löhne gebracht hätte. Warum? Um den eigenen Wettbewerbsvorteil zu schützen.

Die AWO Frankfurt: 262 angeklagte Straftaten, Luxusdienstwagen, Falschabrechnungen, Vetternwirtschaft – ein System ohne Kontrolle.

Und wenn Kinder in ihren Heimen missbraucht werden? Akten vernichten. Täter versetzen. Opfer mundtot machen. Verbandsübergreifend. Jahrzehntelang.

Die Führungspersönlichkeiten der Nachkriegs-Wohlfahrt? NSDAP-Mitglieder, die nahtlos vom Reichsinnenministerium in die Vorstandsetagen wechselten. Die ideologische Linie: NS-„Asozialer" → Nachkriegs-„Verwahrlosung" → heutiger „Sozialschmarotzer". Der Mechanismus hat sich nie geändert.

Die unbequeme Wahrheit: Armut ist in Deutschland kein Problem, das gelöst werden soll. Armut ist ein Geschäftsmodell. Und 2,1 Millionen Beschäftigte leben davon, dass es so bleibt.

👉 Den vollständigen Artikel mit allen Belegen hier: 

Sonntag, 1. März 2026

Ein offenes Geheimnis offiziell bestätigt: Die Rolle der CIA beim Iran-Putsch 1953


Dieses Video beleuchtet eindrucksvoll die historischen Hintergründe des Putsches von 1953, bei dem der iranische Premierminister Mohammad Mossadegh gestürzt wurde. Es hat 60 Jahre gedauert, bis freigegebene Dokumente die weitreichende Beteiligung der CIA und des britischen Geheimdienstes (SIS) endgültig bestätigt haben.

Die Hauptmotive für den Eingriff des Westens waren laut den Dokumenten Öl und die Angst vor dem Kommunismus:

🛢️ Öl: Mossadegh verstaatlichte 1951 die iranische Ölindustrie, die zuvor von der anglo-iranischen Ölgesellschaft (der heutigen BP) kontrolliert wurde. Großbritannien startete zunächst einen globalen Boykott und plante schließlich gemeinsam mit den USA den Sturz der Regierung, um eine für den Westen vorteilhafte Öl-Vereinbarung zu erzwingen.

🛑 Kalter Krieg: Da Mossadegh zunehmend Kontakte zur Kommunistischen Partei des Iran pflegte, fürchteten die Alliierten, ein wichtiges Land im Nahen Osten könnte hinter den Eisernen Vorhang fallen und sich den Sowjets anschließen.

Die Umsetzung des Putsches war massiv: Durch weitreichende Propagandakampagnen in der US-Presse und über die BBC, die Beeinflussung des Klerus in Teheran sowie von der CIA inszenierte Proteste wurde Mossadegh letztlich gestürzt und durch General Zahedi ersetzt.
Die fatalen Langzeitfolgen: Auf diesen Putsch folgten 26 Jahre brutaler politischer Unterdrückung. Die vom US-Geheimdienst trainierte Geheimpolizei Savak inhaftierte und folterte systematisch politische Dissidenten. Diese aufgestaute Wut und die anti-amerikanische Stimmung entluden sich schließlich 1979 in der Islamischen Revolution.

Ein extrem sehenswertes Video, das zeigt, wie tiefgreifend und langfristig verdeckte Operationen der Vergangenheit die Geopolitik des Nahen Ostens bis heute prägen.


Freitag, 27. Februar 2026

Agenda 2010: Die Beichte eines politischen Machtinstruments

Gestatten: Ich bin die Agenda 2010. Lange habt ihr über mich geredet, mich gelobt oder verflucht, doch jetzt spreche ich selbst. Vergessen wir das PR-Märchen von der „Modernisierung des Arbeitsmarktes“ und dem hehren Ziel des „Förderns und Forderns“. In Wahrheit war das nur mein Deckmantel für ein viel brutaleres Ziel: die gezielte Erschaffung eines gigantischen Niedriglohnsektors durch die radikale Zerschlagung sozialer Rechte. Lasst uns die Masken fallen lassen.

Teil 1: Meine Geburt im Hinterzimmer Glaubt ihr wirklich, ein VW-Manager namens Peter Hartz hätte mich erschaffen? Das ist nur die bequeme halbe Wahrheit. Ich war eine elitäre, „geheime Staatsaktion“, orchestriert von Bundeskanzleramt und Arbeitsministerium, maßgeblich gesteuert durch die Bertelsmann Stiftung,. Meine Kompromisse wurden in Hinterzimmern geschmiedet, isoliert von der lästigen demokratischen Öffentlichkeit und ohne störende Bundestagsabgeordnete,.

Mein Meisterstück nannte man intern das „Kuckucksei“,. Die sogenannte „Zusammenlegung“ von Arbeitslosen- und Sozialhilfe war nichts anderes als der kaltblütige Mord an der alten Arbeitslosenhilfe,. Warum? Weil arbeitserfahrene Menschen noch zu viele Rechte und Gestaltungsmöglichkeiten hatten – ich musste ihren Widerstand brechen, sie auf den Boden der Tatsachen holen und in billige Jobs zwingen,.

Teil 2: Das Regime der Zermürbung Um euch zu beherrschen, schuf ich das Instrument der „strengen Zumutbarkeit“,. Das alte Prinzip, euren erarbeiteten Lebensstandard zu sichern, habe ich ausradiert und durch den nackten Absturz auf das Existenzminimum ersetzt. Wer nach zwölf Monaten keine Arbeit fand, den raubte ich faktisch seiner gesamten Lebensleistung.

Ich zwang die Entrechteten, selbst die entwürdigendsten Jobs weit unter ihrer Qualifikation anzunehmen. Meine perfideste Waffe aber war die Stigmatisierung: Durch permanente Sanktionsandrohungen und sinnlose „Aktivierungsmaßnahmen“ stellte ich jeden Erwerbslosen unter den Generalverdacht der Faulheit. Obwohl psychologische Studien glasklar belegen, dass Hartz-IV-Empfänger keineswegs antriebsärmer, unsozialer oder fauler sind als Berufstätige,,, war das Gift vom „faulen Schmarotzer“ für meine Zwecke einfach unverzichtbar.

Teil 3: Die Disziplinierung der Massen Mein wahrer Triumph betrifft gar nicht die Arbeitslosen, sondern die gesamte verdammte Gesellschaft. Ich bin das ständige, unübersehbare Symbol des sozialen Absturzes ohne Netz und doppelten Boden,. Die öffentliche Demütigung und Entmündigung in den Jobcentern war meine gezielte Warnung an alle Noch-Beschäftigten.

Und es funktionierte perfekt: Aus nackter Existenzangst vor meinem Schöpfungswerk Hartz IV schluckte die arbeitende Klasse plötzlich klaglos sinkende Reallöhne, unbezahlte Überstunden und miese Arbeitsbedingungen,. So, und nur so, konnte der deutsche Niedriglohnsektor derart explodieren. Ich habe euch alle diszipliniert.

Teil 4: Der aussichtslose Eigensinn Ich gebe zu, Menschen sind manchmal zäher als berechnet. Sie reagierten auf meine Daumenschrauben mit dem, was Soziologen „Eigensinn“ nennen,. Einige wurden zu „Um-jeden-Preis-Arbeitern“: Sie unterwarfen sich jeder Schikane, nahmen jede Demütigung hin, nur um meinem Stigma zu entkommen,. Andere wurden zu „Als-ob-Arbeitern“ und flüchteten in die Illusion von Ein-Euro-Jobs, um verzweifelt eine Normalitätsfassade aufrechtzuerhalten, während der Arbeitsmarkt sie längst ausgespuckt hatte,.

Und dann gab es die „Nicht-Arbeiter“: Diejenigen, an denen meine Peitsche abprallte, weil sie sich völlig aus dem offiziellen System zurückzogen und in Nischen überlebten, in denen meine Sanktionen nutzlos wurden,. Ein kleiner Schönheitsfehler in meiner ansonsten perfekten Matrix.

Fazit Wenn eure Politiker und Wirtschaftsbosse heute vom „Wunder am deutschen Arbeitsmarkt“ schwadronieren, dann sonnen sie sich in meinem eiskalt kalkulierten Werk,. Armut, psychologischer Druck und die allgegenwärtige Angst vor dem sozialen Abstieg waren niemals bloße „bedauerliche Unfälle“ oder „Nebenwirkungen“. Sie waren die gezielten Instrumente meiner Architekten, um Arbeit in Deutschland gnadenlos und nachhaltig billig zu machen. Schaut euch die Statistiken an: Meine Mission war ein voller, brutaler Erfolg.

63 Jahre Bürgergeld für ein Jahr Tom Buhrow – wer ist hier eigentlich der Sozialschmarotzer?

Es gibt Rechnungen, die eine ganze Gesellschaft entlarven.

Tom Buhrow, ehemaliger WDR-Intendant, hat 2024 427.900 Euro Grundgehalt kassiert – in nur zwölf Monaten. Finanziert aus dem Rundfunkbeitrag von Millionen Normalbürgern.

Ein alleinstehender Mensch auf Bürgergeld hat monatlich 563 Euro Regelsatz. Das ist das Geld für Essen, Kleidung, Hygiene, Bus, alles.

427.900 ÷ 6.756 = 63 Jahre.

Dreiundsechzig Jahre muss ein Bürgergeld-Empfänger jeden einzelnen Cent seines Regelsatzes sparen, um auf die Summe zu kommen, die Buhrow in einem einzigen Jahr verdient.

Rechnet man die realen Kosten für Miete und Heizung mit ein (ca. 1.150 Euro monatlich gesamt), sind es immer noch 31 Jahre am Existenzminimum. Ein halbes Menschenleben für ein Jahresgehalt im öffentlich-rechtlichen Himmel.

Und genau diese Menschen werden seit Jahren als „Sozialschmarotzer“ beschimpft. Als Parasiten. Als Leute, die „vom Staat alimentiert“ werden. Jeder Cent wird kontrolliert, jede Ausgabe nachgewiesen, bei Fehlern wird sofort gekürzt. Man bettelt um Beratungsscheine, kämpft sich allein durch Behördenlabyrinthe und wird öffentlich moralisch an den Pranger gestellt.

Dem Tom Buhrow dagegen legt man den roten Teppich aus. Kein Nachweiszwang. Keine Sanktionen. Kein Risiko. Einfach 427.900 Euro plus eine betriebliche Altersversorgung mit einem Barwert von über 4,2 Millionen Euro – alles weiter aus Zwangsbeiträgen.

Nach unten treten. Nach oben buckeln.

Das ist keine Fehlentwicklung. Das ist die offene Verhöhnung eines ganzen Systems.

Wer hier wirklich auf Kosten der Allgemeinheit lebt, sollte endlich mal beim Namen genannt werden.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Der Prozess als Strafe – oder: Wen der Staat wirklich fürchtet

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat heute die Termine bis Januar 2028 bekannt gegeben. Menschen, die im Dezember 2022 verhaftet wurden – meist Rentner über 70 –, sitzen dann über fünf Jahre in Untersuchungshaft. Ohne Urteil. Zwei sind bereits tot.

Rechtsanwalt Markus Haintz hat recht: Der Prozess ist die Strafe.

Was der Staat mit 3.000 Beamten, 900.000 Aktenseiten und drei Mammutverfahren bekämpft?

Eine Handvoll alter Männer, die in Chatgruppen fantasierten, Fragebögen schrieben und auf eine nie kommende „Allianz" warteten. Kein Anschlag. Keine Struktur. Nur Worte und Wahn. Dafür jahrelange Folter durch Haft und Verfahren.

Und was der Staat nicht bekämpft?

  • CumEx: 36 Milliarden geraubt. Ein Staranwalt für eine halbe Milliarde Hinterziehung? Ein Jahr Bewährung. Olaf Scholz trifft sich mit den Hauptbeteiligten, Rückforderungen verjähren, Ausschuss blockiert.
  • Wirecard: 3,1 Milliarden Betrug unter den Augen der BaFin. Der Staat verfolgt nicht die Betrüger – sondern die Journalisten, die es aufdeckten.
  • Epstein, Dutroux, Sachsensumpf: Dokumentierte Pädophilen-Netzwerke in der Machtelite. Akten geschreddert, Zeugen tot, Verfahren eingestellt.
  • Illegale Kriege: Jugoslawien 1999, Drohnenmorde von Ramstein aus, Waffen in alle Krisengebiete – alles vom deutschen Staat. Keine Razzia. Keine Haft. Nur Verdienstkreuze.

Das ist kein Zufall. Das ist das System.

Der Staat bestraft nicht Verbrechen. Er bestraft die Frage, wer wirklich herrscht. Die „Reichsbürger" haben diese Frage in der falschen Sprache gestellt – mit einer radikalen Sprache und Schlussfolgerungen, die das Machtsystem zutiefst bedrohen.

Aber die Kernfrage ist richtig: Wer regiert dieses Land wirklich? Und in wessen Interesse?

Genau diese Frage fürchtet der Staat mehr als alles andere. Deshalb die Inszenierung. Deshalb die jahrelange Zermürbung. Deshalb die Botschaft an alle: Halt's Maul, oder du bist der Nächste.

Der Rollator-Putsch ist keine Gefahr. Die wachsende Erkenntnis, dass oben eine kriminelle Kaste sitzt, die sich selbst schützt – das ist die Gefahr.

Deshalb sitzen Rentner fünf Jahre. Deshalb lachen die Milliardenräuber, die Kriegsverbrecher und die Kinderschänder-Netzwerke.

Das ist kein Rechtsstaat mehr. Das ist ein Schutzstaat der Herrschenden.

Und genau das erkennt man daran, wen er mit aller Brutalität verfolgt – und wen er schützt.


Grilleau, seit über 20 Jahren Analyse von Machtstrukturen und Systemkritik. Alle Beiträge unter grilleau.blogspot.com.

Mittwoch, 25. Februar 2026

Die eingezäunte Freiheit – Wie der Staat erst alles nimmt und dann Gehorsam verlangt

Über die neue Grundsicherung, das Jugendamt als Drohkulisse und ein System, das die Menschen enteignet, zerbricht und dann „Eigenverantwortung" nennt


Was du wissen musst – in 30 Sekunden:

Die Bundesregierung plant mit der „neuen Grundsicherung" eine Sanktionsverschärfung, die es in sich hat: Wer dreimal einen Termin beim Jobcenter verpasst, verliert sein gesamtes Geld – null Euro zum Leben. Bei Familien mit Kindern soll das Jobcenter das Jugendamt einschalten – nicht weil dem Kind etwas passiert ist, sondern weil ein Elternteil Termine versäumt hat. Mütter müssen schon arbeiten gehen, wenn das Kind ein Jahr alt ist – auch wenn es keinen Kita-Platz gibt. Der angebliche Kinderschutz besteht aus Kann-Bestimmungen und Soll-Vorschriften. Im Budget sind dafür null Euro eingeplant. Die Sanktionen hingegen sind verbindlich und durchfinanziert. Dieser Text erklärt, was auf Betroffene zukommt – und warum das System dahinter kein Versagen ist, sondern Methode hat.

Dienstag, 24. Februar 2026

Wenn ein Professor Zwangsarbeit fordert und der Bundestag zuhört

 

Am 23. Februar 2026 sitzt ein emeritierter Professor im Bundestag und erklärt den Abgeordneten, wie man Millionen Menschen das Leben noch schwerer machen kann. Sein Name: Ulrich van Suntum. Seine Stellungnahme liest sich nicht wie Wissenschaft. Sie liest sich wie ein Handbuch der Unterwerfung. Und niemand fragt: Wer ist dieser Mann eigentlich – und in wessen Auftrag spricht er?