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Dienstag, 5. Mai 2026

Friedrich Merz: 20 Jahre im Dienst des Finanzkapitals Wie ein Politiker den deutschen Mittelstand verriet, Millionen ins Elend trieb – und jetzt Bundeskanzler ist

Grundlage dieses Beitrags ist der öffentliche Vortrag von Dr. Werner Rügemer bei der Deutschen Friedensgesellschaft in Kiel, 2025. Rügemer ist Ökonom, Publizist und Autor mehrerer Bücher zu BlackRock und Friedrich Merz. Der Vortrag ist als Video dokumentiert und wird am Ende verlinkt.


Was du wissen musst – in 30 Sekunden

Friedrich Merz war von 2005 bis 2021 Miteigentümer und Berater der amerikanischen Wirtschaftskanzlei Mayer Brown – und half dabei, amerikanische Heuschreckeninvestoren beim Aufkauf des deutschen Mittelstands zu unterstützen. Von 2016 bis 2020 war er Aufsichtsratsvorsitzender der BlackRock Deutschland AG und organisierte Treffen zwischen BlackRock-Chef Larry Fink und der Bundesregierung. Er wurde Multimillionär. Der Mainstream schwieg. Jetzt ist er Bundeskanzler.

Montag, 4. Mai 2026

Sie räumen das Feld – und nennen es Haltung

Was du wissen musst – in 30 Sekunden:
SPD, Linke und Grüne verlassen X. Sie sagen: zu viel Chaos, zu viel Hass, zu viel Rechts. Sie meinen: der Daumen liegt nicht mehr auf unserer Seite der Waage. Wer einen Streit nur unter eigener Aufsicht führen kann, hat ihn verloren, bevor er beginnt. Der Rückzug ist kein Standpunkt. Er ist eine Beichte.

SPD, Linke und Grüne räumen X. Die Erklärung ist eingeübt: Chaos, Hetze, rechte Übermacht. Wer genauer hinhört, vernimmt etwas anderes. Hier wird keine Bühne kritisiert. Hier wird ungewollt vorgeführt, wie diese Parteien Politik verstehen.

Das Wort verrät alles

"Chaos" – seltsames Wort. Vor zwei Jahren hieß derselbe Ort noch "lebendige Debatte". Die Menschen dort sind dieselben geblieben. Geändert hat sich der Daumen auf der Waage.

Vor 2022 lief der Strom der Beiträge durch eine Auslese. Was hochkam, was verschwand, was als "Falschnachricht" niedergehalten wurde, entschieden Hände im Hintergrund – oft auf Zuruf von Behörden. Die Twitter Files haben das offengelegt: Listen, Bitten, Sperrungen, Schattenbann.

"Chaos" heißt also nicht: es geht drunter und drüber. "Chaos" heißt: wir sortieren nicht mehr.

Die Umkehrung

Die Linke war einmal die Seite, die den Filter aufbrach. Untergrundpresse. Samisdat. Freie Sender. Wer jung und links war, kämpfte gegen die Schere im Kopf.

Heute ruft dieselbe Strömung nach der Schere. Der DSA ist ihr Kind. Die Klarnamenpflicht ist ihre Forderung. Plattformsperren sind ihre Lösung.

Was früher Herrschaft hieß, heißt heute "Plattformverantwortung". Der Wortschatz hat gewechselt. Die Sache ist dieselbe.

Was wirklich verloren ging

Sie haben auf X nicht die Mehrheit verloren. Sie haben ein Geländegefälle verloren. Eine Bühne, die in eine Richtung kippte, kippt jetzt in die andere.

Das mag man ungerecht finden. Aber dann nennt man es so – und nicht "Verfall der Debatte".

Wer einen Streit nur gewinnt, solange das Gerät auf seiner Seite arbeitet, hatte das Argument nie. Er hatte die Geräte.

Der Selbstwiderspruch

Links und Rechts sind aufeinander bezogen. Ohne das eine gibt es das andere nicht. Das lernt man in der Schule.

Wer "die Rechten" bekämpft, indem er ihnen den Raum überlässt, bekämpft niemanden. Eine Linke, die nur dort spricht, wo niemand widerspricht, macht keine Politik mehr. Sie hält Gottesdienst.

Was als Nächstes kommt

Der Rückzug ist nicht das Ende. Er ist die Vorrede.

Stufe eins: Der Ort ist verdorben, wir gehen.
Stufe zwei: Der Ort ist verdorben, er muss aufgeräumt werden.
Stufe drei: Wer ihn nicht aufräumt, ist mitschuldig.
Stufe vier: Wer sich nicht fügt, wird gesperrt.

Wir sind irgendwo zwischen zwei und drei. Der DSA steht. Klarnamen werden vorbereitet. "Hassrede" ist längst Strafrecht.

Wer heute über das Chaos auf X schimpft, jubelt morgen dem Aufräumtrupp zu.

Was bleibt

Eine Macht, die den offenen Streit mit ihrem eigenen Volk nicht mehr aushält, hat kein Vorhaben mehr. Sie hat nur noch Abwehr. Sie weicht aus, wo sie reden müsste. Sie verbietet, wo sie überzeugen müsste. Sie schweigt, wo sie streiten müsste.

Das ist nicht Politik. Das ist Verwaltung der eigenen Bequemlichkeit.


Marigny de Grilleau

Zu viele Menschen – oder zu wenige? Wie das Überbevölkerungsnarrativ entstand und wem es nützt


Was du wissen musst – in 30 Sekunden

Das Narrativ der „Bevölkerungsexplosion" ist kein naturwissenschaftlicher Befund, sondern ein ideologisches Konstrukt mit einer nachweisbaren institutionellen Geschichte. Der Earth Day 1970 wurde bewusst eingesetzt, um die Anti-Vietnam-Bewegung in harmlose Ökologie umzulenken. Der Club of Rome wurde von David Rockefeller finanziert. Der geheime Kissinger-Report von 1974 erklärte die Bevölkerungsreduktion der Dritten Welt zum US-Sicherheitsziel. Die tatsächliche demographische Entwicklung zeigt das Gegenteil einer Explosion: globalen Geburtenrückgang, ungeplante Kinderlosigkeit in Rekordhöhe, Entvölkerung ganzer Regionen. Das Narrativ „zu viele Menschen" lenkt die Frage nach ungleicher Ressourcenverteilung um in eine Frage der Anzahl – vorzugsweise der Anzahl der Armen.

Sonntag, 3. Mai 2026

Weiße Sneakers und leere Köpfe: Wie Intellektuelle den Widerstand sabotieren

Über Daniel Sandmanns Abschiedsessay vom Coronawiderstand, seinen grotesken Kronzeugen Dirk C. Fleck und die Frage, warum die intellektuelle Klasse immer wieder den konkreten Widerstand von unten delegitimiert, anstatt ihm zu dienen.

Was du wissen musst – in 30 Sekunden

Der Philosoph Daniel Sandmann hat auf der Freien Medienakademie einen langen Essay veröffentlicht, in dem er den Coronawiderstand als „Fehlkonstruktion" verabschiedet. Sein Hauptargument: Die Bewegung habe „das Kapital" nicht kritisiert. Sein Kronzeuge: Dirk C. Fleck, der sich über Daniele Gansers weiße Sneakers entsetzt. Der Text ist stilistisch aufwendig – und analytisch leer. Er benennt weder Institutionen noch Mechanismen noch Machtarchitekturen. Schlimmer noch: Er verlangt von Menschen, die gegen Impfzwang und Berufsverbote gekämpft haben, sie hätten nebenbei eine fundamentale Kapitalismuskritik formulieren sollen. Das ist nicht Analyse – das ist intellektueller Hochmut, der konkreten Widerstand sabotiert. Gunnar Kaiser hat gezeigt, wie es anders geht.


Samstag, 2. Mai 2026

Homöopathie – der Tod auf leisen Sohlen?

Was du wissen musst – in 30 Sekunden:

Bis zu 58.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an zugelassenen Medikamenten. 1,9 Millionen sind medikamentenabhängig. In Pflegeheimen werden über die Hälfte der Bewohner dauerhaft mit Psychopharmaka sediert – Fachleute sprechen von „chemischer Gewalt." Chemotherapie trägt laut einer Studie im Fachjournal Clinical Oncology nur 2,1 % zum 5-Jahres-Überleben bei Krebs bei. Aber der Spiegel erklärt Globuli zum Staatsfeind. Die Frage ist nicht, ob Homöopathie wirkt. Die Frage ist: Warum richtet sich die gesamte mediale Empörung gegen Zuckerkügelchen – und nicht gegen die dokumentierte Schadensbilanz der Pharmaindustrie?

Arbeit als Herrschaftsinstrument — Monika Schnitzer und die Priester der Wirtschaftsweisheit

Was du wissen musst – in 30 Sekunden
Monika Schnitzer, Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, erklärt dem Fernsehpublikum, warum Arbeitszwang eigentlich Fürsorge ist. Wer keine Gegenleistung fordert, erwartet nichts von den Menschen — so ihr Kernargument. Napoleon hat das klarer formuliert: Je mehr das Volk arbeitet, umso weniger Laster gibt es. Helmut Schelsky hat für Leute wie Schnitzer einen Begriff gehabt: Sinnproduzenten. Die Arbeit tun die anderen.

Frau Schnitzer, welche Arbeit meinen Sie eigentlich?

Monika Schnitzer, Professorin an der LMU München, Vorsitzende des Sachverständigenrates, Trägerin des Bundesverdienstordens und des Bayerischen Verdienstordens, Mitglied von mehr Beiräten und Kommissionen als ein Mensch mit beiden Händen abzählen kann — diese Frau sitzt im Fernsehen und erklärt uns, was Arbeit bedeutet. Was sie dem Menschen gibt. Warum der Arbeitszwang, der im gegenwärtigen System steckt, eigentlich kein Zwang ist, sondern Fürsorge. Pädagogik. Eine berechtigte gesellschaftliche Erwartung.

Man möchte fragen: Welche Arbeit meinen Sie eigentlich?

Freitag, 1. Mai 2026

Das trojanische Pferd der Menschenwürde

Was du wissen musst – in 30 Sekunden:

Wer ein unbedingtes Aufnahmerecht ohne Rücksicht auf die Tragfähigkeit des Sozialsystems fordert, zerstört genau das System, das Menschenwürde materiell absichert. Ob bewusst oder unbewusst – diese Position arbeitet der ökonomischen Macht direkt in die Hände: Lohnkonkurrenz nach unten, Sozialkassen am Limit, und am Ende heißt es „nicht mehr finanzierbar". Die Libertären um Krall, von Mises und Co. müssen gar nichts mehr tun. Das erledigen die vermeintlichen Menschenrechtler gleich selbst.

Eine Menschenrechtsaktivistin, die sich für Bürgergeldempfänger einsetzt und für die Erhöhung der Leistungen plädiert, sagt folgenden Satz:

„Ich wollte hinzufügen, dass jeder Mensch jenseits von Arbeitskraft das Recht hat, zu existieren, und eine Menschenwürde hat und dementsprechend bei uns aufgenommen werden muss und sollte."

Klingt gut. Klingt unangreifbar. Wer will schon gegen Menschenwürde argumentieren?

Doch wer diesen Satz zu Ende denkt, dem muss die Kinnlade herunterfallen.

Donnerstag, 30. April 2026

Die Kalorien-Diktatur: Warum die Zuckersteuer erst der Anfang ist

Was du wissen musst – in 30 Sekunden
Die Zuckersteuer ist keine Gesundheitspolitik. Sie ist ein Prinzip: Der Staat besteuert Verhalten, das ihm fiskalisch ungelegen kommt. Wer akzeptiert, dass Gesundheitskosten ausreichen, um Konsum zu besteuern, hat dem Staat die Generalvollmacht über jeden Aspekt seines Lebens erteilt. Heute Zucker. Morgen Fleisch, Salz, Bewegungsmangel, Risikosport. Das Tor steht offen. Und die meisten halten es für den Eingang zum Paradies.

Mittwoch, 29. April 2026

Dreimal Deutschland — dasselbe Drehbuch, dieselben Täter, dieselbe Rechnung

Was du wissen musst – in 30 Sekunden

Ein führender amerikanischer Geostratege hat es 2015 öffentlich zugegeben: Das primäre Ziel der USA über mehr als hundert Jahre war es, Deutschland und Russland zu trennen. Dafür wurden Kriege geführt. Zwei davon haben Deutschland verwüstet. Der dritte läuft gerade an. Wer das für eine Verschwörungstheorie hält, möge erklären, warum Nordstream auf dem Meeresgrund liegt.

Dienstag, 28. April 2026

Der tödliche Kuss des Samariters — Wohlfahrt als Befriedungsverbrechen

Was du wissen musst – in 30 Sekunden
Franco Basaglia nannte es das „Befriedungsverbrechen": Soziale Institutionen produzieren nicht Hilfe, sondern Kontrolle. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat in der NS-Zeit Menschen als „asozial" aussortiert — und entscheidet heute, vom Bundesministerium finanziert, wer Mehrbedarf für Ernährung bekommt. Das Paritätische fordert eine Ernährungswende und gleichzeitig höhere Steuern auf Fleisch und Zucker — also teurere Lebensmittel für genau jene Menschen, für die es angeblich spricht. Prof. Biesalski belegt: Kinder in Armut erleiden irreversible Hirnschäden durch Mikronährstoffmangel — aus Eisen, Zink, Jod, die vor allem in Fleisch und Milch stecken. Anstatt den Regelsatz zu erhöhen, baut man Schulkantinen und Beratungsstellen — und nimmt Armen damit die letzte Entscheidungsfreiheit. Das „asozial" von damals heißt heute „bildungsfern". Die Kategorie ist dieselbe, nur die Sprache hat sich geändert.

Sonntag, 26. April 2026

Rom ist nicht untergegangen – Teil IV

Was ändert es, wenn wir es begreifen?

Was du wissen musst – in 30 Sekunden
Ein Leser stellt die Frage, die alle anderen überwölbt: Wenn wir die Machtstrukturen durchschauen – was ändert sich dadurch? Die ehrliche Antwort: Die Strukturen selbst nicht. Aber Schweigen hat eine Wirkwahrscheinlichkeit von exakt null. Schreiben hat eine Wahrscheinlichkeit größer null. Der Abstand zwischen diesen beiden Werten ist qualitativ unendlich. Das ist kein Trost. Das ist Arithmetik.

Samstag, 25. April 2026

Teil III: Rom ist nicht untergegangen

Was du wissen musst – in 30 Sekunden:

Geld ist kein neutrales Tauschmittel. Es ist ein Machtinstrument. Alles Geld entsteht als Schuld, der Zins frisst sich unsichtbar durch jede Produktionskette, und allein in Deutschland werden so jedes Jahr Hunderte Milliarden von unten nach oben gepumpt. Dieses Prinzip erzeugt Konzentration mit mathematischer Zwangsläufigkeit — bei den Adelsfamilien, den Tech-Milliardären, den Getreidekartellen. Es gilt in Russland genauso wie im Westen: Bucharin zitierte dieselben Daten, auf denen die BIZ gebaut wurde. Es gilt in China: Mao war ein Yale-Mann, aufgebaut über Skull-and-Bones-Netzwerke, und Antony Sutton sagte 1984 voraus, dass China bis 2000 zur Supermacht werden würde — durch amerikanische Technologie. Und es gilt bei dir zu Hause: Du musst 2.000 Euro Kasinogeld nachweisen, während über Offshore-Ketten Milliarden ohne eine einzige Frage verschoben werden. Die Kontrolle richtet sich immer nach unten, nie nach oben. Dieser Beitrag liefert das Denkwerkzeug, mit dem du das System selbst durchschaust — drei Fragen, keine Geheimquellen nötig.

Warum dieser Teil der wichtigste ist

Donnerstag, 23. April 2026

Teil II: Rom ist nicht untergegangen

Was du wissen musst – in 30 Sekunden:

Bill Gates, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos – wir halten sie für die Mächtigen unserer Zeit. Sie sind die Fassade. Hinter ihnen stehen Familiennetzwerke, die seit Jahrhunderten in jeder Machtstruktur sitzen: neben dem Papstthron, in der NATO-Führung, im Gründerkreis der Trilateralen Kommission, im Vorstand von Fiat und in den Anfängen der Mafia. Die päpstlichen Adelsfamilien – Colonna, Orsini, Borghese, Aldobrandini, Savoyen, Massimo, Torlonia – haben ihre Titel seit dem Mittelalter behalten und ihre Netzwerke perfektioniert. Rom ist nicht untergegangen. Hier sind die Familien, die es beweisen.

Mittwoch, 22. April 2026

Teil I: Rom ist nie untergegangen – es hat nur gelernt, unsichtbar zu sein

Was du wissen musst – in 30 Sekunden:

Rom ist 476 n. Chr. politisch untergegangen – aber die Machteliten wurden nie vernichtet. Die senatorischen Familien behielten Grundbesitz, Gold und Netzwerke, wechselten ins kirchliche Gewand und vererbten ihre Machtstrukturen über Jahrhunderte weiter: von Rom über Venedig, Amsterdam und die City of London bis zur Wall Street. Silicon Valley ist nicht die neue Macht – es ist ihr jüngstes Werkzeug. Was wir heute beobachten, ist keine neue Weltordnung. Es ist die alte, unter wechselnden Bannern.

Montag, 20. April 2026

„Anti-Racist Hitler“ – Satirische Parodie zur Barbara-Spectre-Aussage und der Multikulturalismus-Debatte

Im Jahr 2010 sagte Barbara Lerner-Spectre, Gründerin des Paideia-Instituts in Stockholm, in einem Interview des schwedischen Fernsehens folgenden Satz:

„Europa wird nicht mehr aus monolithischen Gemeinschaften bestehen, wie es noch im vorigen Jahrhundert der Fall war. Wir Juden werden eine zentrale Rolle dabei spielen. Es ist eine riesige Umwandlung für Europa zu bewerkstelligen! Die Europäer gelangen jetzt in ein multikulturelles Stadium und uns Juden wird die dabei führende Rolle übel genommen. Aber ohne diese führende Rolle und ohne diese Umwandlung wird Europa nicht überleben.“