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Konstantin Schink hat auf somuncu.plus sauber erklärt, warum das „Generationenkapital" ökonomisch Unsinn ist. Seine Analyse ist korrekt – aber sie bleibt im erlaubten Rahmen. Die eigentliche Frage wird nicht gestellt: Warum gibt es keinen Kapitalstock mehr? Wer hat ihn genommen? Und warum wurde er nie zurückgegeben? Von Bismarcks kapitalgedecktem System über Kriegsanleihen, Adenauers Umlageverfahren, die Riester-Rente bis zum Generationenkapital zieht sich eine geschlossene Kette: Jede „Reform" transferiert Geld oder Kontrolle nach oben – und jede wird als Fortschritt verkauft.
Die geschlossene Kette
Warum die Rentendebatte immer dort aufhört, wo sie anfangen müsste
Auf dem Portal somuncu.plus hat Konstantin Schink kürzlich einen Beitrag veröffentlicht, der die ökonomischen Zusammenhänge des sogenannten „Generationenkapitals" sauber auseinandernimmt. Schink erklärt die Mackenroth-These – dass eine Volkswirtschaft als Ganzes nicht sparen kann, weil jede Rentnergeneration von der aktuellen Produktion lebt –, er zeigt anhand konkreter Zahlen, dass der demografische Wandel sich abschwächt, und er benennt die Profiteure: die 32 Banken der Bietergruppe Bundesemissionen – Deutsche Bank, Goldman Sachs, J.P. Morgan –, die am Primärmarkt Bundesanleihen ersteigern und die Zinsen kassieren.
Die Analyse ist korrekt. Und trotzdem fehlt ihr etwas Entscheidendes.
Denn Schink argumentiert – wie praktisch alle, die sich öffentlich zur Rente äußern dürfen – ausschließlich innerhalb des bestehenden Systems. Das Umlageverfahren wird als gegeben vorausgesetzt. Die Frage lautet dann nur noch: Wie finanzieren wir es besser? Bundeszuschuss erhöhen, Beitragsbemessungsgrenze abschaffen, Beamte einbeziehen, Kapitaleinkommen heranziehen. Das sind vernünftige Vorschläge. Jeder einzelne davon wäre eine Verbesserung gegenüber dem Status quo.
Aber keiner von ihnen berührt die eigentliche Frage.