Vorbemerkung:
Vorbemerkung: Ich bin kein AfD-Sympathisant. Ganz im Gegenteil. Die AfD ist eine marktradikale Partei — und sie wird, sollte sie an die Macht kommen, die Abrissbirne am Sozialstaat weiterschwingen, nicht stoppen. Was Friedrich Merz mit CDU und SPD gerade vorbereitet — die verschärfte Neuauflage der Agenda 2010, digitalisiert, entsolidarisiert, lückenlos überwacht — wird die AfD nicht korrigieren. Sie wird es vertiefen.
Aber darum geht es mir nicht. Denn die Partei ist austauschbar. Sie ist eine Funktionspartei — designed, mehr nicht. Das Spiel läuft seit Schröder. Es lief über die Grünen, die einst für Frieden und Umweltschutz standen und uns den ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr und die Entfesselung der Finanzmärkte bescherten. Es lief über die CDU, die das neoliberale Projekt verwaltete und verfeinerte. Es läuft jetzt weiter — unabhängig davon, welches Logo oben auf dem Briefkopf steht.
Die Strippenzieher sitzen nicht im Bundestag. Sie sitzen bei Blackrock, Vanguard, State Street. Und keine Partei der Welt regiert an den Bankenkartellen vorbei — die AfD eingeschlossen. Wer das nicht versteht, diskutiert Fassaden und hält sie für die Wirklichkeit.
Ich habe einmal gewählt — Die Linke — und wurde nur enttäuscht. Auch das: eine designte Partei, ein weiteres Ventil für Unzufriedenheit, das ins Leere führt. Was ich hier schreibe, ist deshalb keine Parteinahme. Es ist der Versuch, die Dinge beim Namen zu nennen — und die richtigen Fragen zu stellen, bevor auch sie etikettiert und weggesperrt werden.
Was du wissen musst – in 30 Sekunden
Die AfD gilt als die Bedrohung. Land auf, Land ab, täglich, bis zum Erbrechen. Dabei haben SPD, CDU und Grüne in 30 Jahren Regierungsverantwortung mehr demontiert, verscherbelt, überwacht, bombardiert und veruntreut als jede Partei, die nie an der Macht war. Dieser Beitrag benennt, was tatsächlich passiert ist — und wer es zu verantworten hat.