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Freitag, 14. März 2025

Die selbsternannte Intelligenzija: Bildungselite oder Systemsöldner?

 

In den Salons der digitalen Welt, besonders auf Plattformen wie LinkedIn, tummelt sich eine Spezies, die sich selbst als gebildete Elite versteht – die moderne Intelligenzija. Ausgestattet mit akademischen Titeln, Fachbegriffen und einem unerschütterlichen Glauben an die eigene intellektuelle Überlegenheit blicken sie auf die "ungebildeten Massen" herab und erklären uns, warum echte Demokratie gefährlich sei.

Die "Bildung" als Systemtreue

"Direkte Demokratie scheint keine Lösung zu sein, wenn die Hälfte der Bevölkerung politisch ungebildet ist." Solche Sätze fallen mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit aus den Mündern jener, die glauben, sie selbst hätten den Durchblick. Doch was verstehen sie eigentlich unter "politischer Bildung"?

Es ist eine seltsame Form von "Bildung", die sie da predigen – eine, die vorgegebene Denkmuster reproduziert, Systemkritik als Verschwörungstheorie abtut und die bestehenden Machtverhältnisse als unveränderlich akzeptiert. Echte Bildung würde bedeuten, über den Tellerrand zu schauen, historische Muster zu erkennen und kritisches Denken zu kultivieren. Stattdessen verwechseln sie Fachkenntnis mit Weisheit und akademische Abschlüsse mit Erkenntnis.

Die Söldner aus den Wissenschaftstempeln

Jahr für Jahr entlassen unsere Universitäten – diese modernen Tempel der Konformität – neue Heerscharen von hochspezialisierten Fachidioten in die Welt. Sie haben gelernt, innerhalb enger Denksysteme zu funktionieren, komplexe Fachbegriffe zu benutzen und eine beeindruckende Menge an Detailwissen anzuhäufen. Was ihnen fehlt, ist die Fähigkeit, dieses Wissen in einen größeren Kontext zu stellen oder die Grundannahmen ihrer Disziplinen zu hinterfragen.

Die Juristen glauben, das Recht sei neutral und objektiv, während sie die Machtinteressen übersehen, die es formen. Die Ökonomen sprechen von "Marktgesetzen" wie von Naturgesetzen, ohne die politischen Entscheidungen dahinter zu benennen. Die Politikwissenschaftler diskutieren endlos über Verfahrensfragen, während sie die ökonomischen Grundlagen politischer Macht ignorieren.

Diese akademisch Ausgebildeten werden zu Söldnern eines Systems, das sie nicht durchschauen. Sie verteidigen es mit den intellektuellen Waffen, die ihnen dieses System selbst in die Hand gedrückt hat.

Die Verachtung demokratischer Grundprinzipien

Was besonders aufstößt, ist die kaum verhüllte Verachtung für echte demokratische Mitbestimmung. Die selbsternannte Intelligenzija schaudert bei dem Gedanken, dass "gewöhnliche Menschen" über wichtige Fragen abstimmen könnten. Sie haben unzählige Argumente parat, warum Volksentscheide gefährlich seien, warum Experten (wie sie selbst) besser entscheiden könnten, warum der Status quo alternativlos sei.

Diese Haltung offenbart ein tiefes Misstrauen gegenüber dem demokratischen Grundgedanken: dass die Souveränität beim Volk liegt. Stattdessen propagieren sie eine technokratische Vision, in der Experten und "Gebildete" die Entscheidungen treffen – zufälligerweise genau jene Experten, die in den bestehenden Machtstrukturen bereits privilegierte Positionen innehaben.

Die Illusion der eigenen Unabhängigkeit

Das Tragische an diesen selbsternannten Intellektuellen ist, dass sie sich für unabhängige Denker halten, während sie in Wirklichkeit nur jene Gedanken reproduzieren, die man ihnen beigebracht hat. Sie sind gefangen in einem intellektuellen Hamsterrad, das sie für eine Aussichtsplattform halten.

Wer hat ihnen beigebracht, was "politische Bildung" bedeutet? Wer definiert, welche Argumente "seriös" sind und welche nicht? Wer entscheidet, welche Themen im akademischen Diskurs überhaupt behandelt werden dürfen?

Die Antwort ist unbequem: Es sind dieselben Systeme und Institutionen, die von der bestehenden Ordnung profitieren. Die Universitäten, die von Wirtschaftsinteressen durchdrungen sind. Die Stiftungen und Think Tanks, die von denselben Geldgebern finanziert werden, deren Interessen sie angeblich kritisch untersuchen sollen. Die Karrierepfade, die Anpassung belohnen und Abweichler marginalisieren.

Die Bekämpfung echten kritischen Denkens

Wer dennoch versucht, über den Tellerrand hinauszuschauen, wer unbequeme historische Kontinuitäten aufzeigt oder Machtstrukturen benennt, die nicht im Lehrbuch stehen, wird rasch in die Schranken gewiesen. Die Methoden sind vielfältig: Diskreditierung durch Etikettierung ("Verschwörungstheoretiker", "unseriös", "unwissenschaftlich"), Ausschluss aus dem Diskurs oder schlicht Ignorieren unbequemer Fakten.

Es ist eine perfide Form der Zensur, die nicht durch offene Verbote, sondern durch die Definition dessen funktioniert, was als "seriös" und "diskussionswürdig" gilt. Die selbsternannte Intelligenzija ist dabei oft nicht Täter, sondern Werkzeug – sie hat die Spielregeln verinnerlicht und wendet sie nun auf andere an.

Die Wahrheit über "Bildung"

Goethe wusste bereits: "Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist."

Diese Erkenntnis hat heute erschreckende Aktualität. Die heutige "Bildung" ist weitgehend das, was die ökonomische Macht braucht, nicht mehr und nicht weniger. Sie formt Menschen, die komplex genug denken können, um nützlich zu sein, aber nicht kritisch genug, um gefährlich zu werden. Der Irrtum wird tatsächlich "auf Schulen und Universitäten" gepredigt und ist "überall obenauf" – von den Lehrplänen bis zu den Qualifikationskriterien für akademische Karrieren.

Wirkliche Bildung würde bedeuten, die Geheimhaltung in Frage zu stellen, die umgeschriebene Geschichte zu hinterfragen, die unzugänglichen Daten einzufordern. Sie würde bedeuten, die grundlegenden Strukturen unserer angeblichen Demokratie zu analysieren, die in Wahrheit einer Timokratie – einer Herrschaft des Geldes – weit näher kommt als einem System, in dem die Souveränität tatsächlich beim Volk liegt.

Fazit: Die Überheblichkeit der Halbgebildeten

Was wir auf LinkedIn und ähnlichen Plattformen erleben, ist nicht die Weisheit einer echten Bildungselite, sondern die Überheblichkeit der Halbgebildeten. Menschen, die genug gelernt haben, um komplexe Fachbegriffe zu benutzen, aber nicht genug, um zu erkennen, wie begrenzt ihr eigener Horizont ist. Die genugsam ausgebildet wurden, um als Werkzeuge zu funktionieren, aber nicht genug, um ihre eigene Rolle im System zu hinterfragen.

Diese selbsternannte Intelligenzija ist nicht die Lösung für unsere demokratischen Defizite – sie ist ein Teil des Problems. Ihre Verachtung für echte demokratische Mitbestimmung, ihre blinden Flecken gegenüber Machtstrukturen und ihre Unfähigkeit zur echten Systemkritik machen sie zu unfreiwilligen Komplizen jener Kräfte, die sie zu verstehen glauben.

Wären sie wenigstens in der Lage zu sagen "Ich weiß, dass ich nichts weiß" – wie es der alte Sokrates tat – wären sie schon einen entscheidenden Schritt weiter. Doch diese sokratische Demut ist genau das, was ihnen fehlt. Stattdessen verwechseln sie ihre begrenzte Fachkenntnis mit umfassender Weisheit und maßen sich an, über die "Ungebildeten" zu urteilen.

Wahre Bildung beginnt mit Demut und dem Eingeständnis der eigenen Begrenztheit. Etwas, das den selbsternannten Intellektuellen auf LinkedIn offenbar schwerfällt.

Sonntag, 26. Mai 2019

Juge Rotzer heißen Rezo?


Wer selbst recherchiert, Artikel schreibt, Bücher schreibt usw. weiß, was es bedeutet Quellen im World Wide Web, in diversen Büchern, Zeitschriften usw. zusammenzutragen und auf den Punkt zu bringen. Diese Quellen müssen gelesen werden, nach ihrer Authentizität geprüft bzw. nach ihrem Wahrheitsgehalt und in die entsprechenden Zusammenhänge eingeordnet werden. Das ist verdammt viel Arbeit.

Und stellen Sie sich vor, Ihnen haut einer 15 Seiten im Format DIN-A4 Quellenangaben um die Ohren - mit Studien, YouTube hinweisen, Zeitschriftenartikel, usw. 15 Seiten! Diese in eine handelsüblich Buchform gepresst, ergeben das zwischen 30 und 35 Seiten reine Quellenangaben.

Das hat die Größe einer Doktorarbeit.

Ich könnte das nebenbei überhaupt nicht Bewerkstelligen, dazu bräuchte ich Monate wenn nicht 1-2 Jahre - 'fulltime'. Allein die Suche im World Wide Web, um zentriert ein Thema damit argumentativ zu begründen, aufzubauen dauert Monate. Ganz davon abgesehen, dass man explizit die Informationen auch finden muss. Das ist alles unglaublich arbeitsintensiv.

Da kommt der Mitspieler von Greta daher, der Musik produziert der von der Schnelllebigkeit der Konsumwelt lebt und ankündigt er mache jetzt mal kurz ein Video über die CDU - und will sie damit vernichten. So nebenbei. Der sich vorher noch nie mit Politik beschäftigt, findet dann in ein paar Wochen, alle Widersprüche, die der CDU das Genick brechen. Respekt – das schafft noch nicht einmal der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages. Davon abgesehen, dass man politisch unglaublich auf der Höhe sein muss, also ein Wissen schon haben muss über diese Dinge, um das überhaupt nur ansatzweise stemmen zu können. Denn wenn ich nämlich nichts weiß, finde ich auch im World Wide Web nichts.

Ein Kommentar, der mir hier auf Facebook aufgefallen mit dem ich in weiten Teilen mitgehen kann und argumentativ sehr gut begründet, ist folgender.

„Glaube, hier braucht's kein Entweder-Oder, sondern hier liegt paradoxerweise ein Sowohl-als-Auch vor:

a) Bin ebenfalls der Meinung, dass es eine Schande wäre, wenn wir die aufgelegten Bälle nun nicht verwandeln. Dass wir die Ramstein-Massaker beenden, wäre nach 10 Mio. Sehern nun das mindeste.

Glaube auch nicht, dass Rezo sich kaufen hat lassen (die Währung bei den Youtubern sind Follower und Likes. Für ein bisschen Knete riskieren die Jungen das nicht).

b) Und doch ist die Message von Rezo zu 100% auf Linie mit der Agenda der Strippenzieher. In einer Zeit, in der sogar ganze Parteien wie die SPD geopfert werden, nur damit das System des reinen Wahnsinns weiterbestehen kann, haben die Puppenspieler und ihre Marketingarmada längst erkannt, dass auch die CDU reif für den Kompost ist.

Nur noch einige renitente Rentner und Konsumborderliner wählen sie, aber bei der Mehrheit hat sie ausgepfiffen. Die einzige Gefahr ist nun, dass die von der CDU abgesprungenen Schafe eine der "populistischen" Parteien (in Dtld.: die AfD) wählen. Denn dann wäre das Globalisierungsprogramm der Eliten um ein paar Jahre nach hinten geworfen. Es würde vermutlich auch nur wenige Jahre dauern, bis die "Rechtspopulisten" ebenfalls von den Industrie- und Machtlobbies eingekauft und unterwandert sind, aber der neoliberale Moloch will nicht warten, er hat riesengroßen Hunger und will jetzt fressen. Es wäre also allenfalls eine kleine Atempause, die uns eingeräumt würde, wenn bei der EU-Wahl die Populisten um Salvini & Co. strakt gewinnen würden.

Und genau das und nur das ist die Sorge des derzeitigen Establishments. Um das zu verhindern, opfert man die CDU ebenso achselzuckend wie die SPD. Wenn man es nur schafft, dass auch die Grünen massiv zulegen (so wie das in DE auf nationaler Ebene ja bereits höchst erfolgreich in die Wege geleitet wurde), dann kann alles so weitergehen wie bisher, denn die Führungsriege der Grünen ist bereits fix embeddeder und eingeschworener Teil des transatlantischen Death&Destruction-Business, leider muss das auch von einem relevanten Teil der Partei Die Linke gesagt werden, und von Trollparteien wie der FDP brauche ich ja gar nicht reden.

Abgesehen von seiner indirekten, aber eigentlich doch nachdrücklichen Hinweisung auf Linksgrün als Wahlempfehlung ist das, was Rezo vor allem gemacht hat:

Er hat gerade 10 Millionen Menschen auf das eingeschworen, was aus Sicht der Eliten das kommende Regierungsmodell sein soll: Die Herrschaft der "wissenschaftlichen Experten", die Technokratie.

Er zieht das, was diese „wissenschaftlichen Experten“ sagen, mehrfach als seine Messlatte heran. Rezo kann nichts dafür, er ist eben durch Schule, Medien, Science Buster Edutainment & Co. so konditioniert, aber er ist leider noch weit weg davon, zu realisieren, dass es geradewegs dieses („evidenzbasierte“) Denken bzw. dieses Weltbild der „Wissenschaft“ ist, das unseren Globus heute in jeder Hinsicht an den Abgrund gebracht hat. – Und dass die derzeitigen Politiker eben nichts anderes tun, als eben unter Knute dieser „streng Wissenschaftlichen“ Direktive zu ticken und zu handeln.

Aber die wissenschaftliche Expertokratie ist bereits mächtig im Kommen. In Österreich hat man gerade eine Riege an (von niemandem demokratisch gewählten) „Experten“ als Minister eingesetzt, nachdem nun langsam jedermann einsieht, wie verlottert, korrupt, unvernünftig und dumm normale Politiker agieren (und wie unvernünftig und dumm normale Bürger wählen). Wer behauptet, dass uns geradewegs die „wissenschaftlichen Experten“ in den Abgrund bzw. in Dantes Eishölle führen werden, der ist ein Ketzer. Der globalistische Thinktank-Vordenker Thomas Barnett würde sagen: Kill them.“


1.) http://www.danisch.de/blog/2019/05/24/rechtswidrige-rezo-videos/


2.) http://www.danisch.de/blog/2019/05/25/mietmaul-rezo-im-angebot/


3.) http://www.danisch.de/blog/2019/05/26/die-rezo-fake-news-kampagne-und-ein-hintergrund/


4.) http://www.danisch.de/blog/2019/05/26/noch-mehr-stroeer-einmischung-im-wahlkampf/


5.) https://renegraeber.de/blog/hexenjagd-im-internet-astroturfing/


6.) https://www.youtube.com/watch?v=kIq5SKODO3E







Geldvakuum ist Machtvakuum, ich denke, darüber sind wir uns einig? Wer nur ein wenig die Geschichte studiert im besonderen die der Bruderschaft des Bankkartells, die der Bruderschaft der Medienkartelle über den tiefen Staat, den militärisch-industriellen Komplex usw., weiß um die Techniken der Massenpsychologie die sie einsetzten. Mord, Folter und Totschlag sind gleichsam ihr tägliches Geschäft. Weltweit haben sie ihre Fäden gesponnen - und arbeiten auf allen Ebenen um ihr Machtvakuum zu erweitern.

Facebook, Google, Amazon, YouTube – steht alles unter ihrer Kuratel. Und so arbeiten sie in ihren über 5000 Denkfabriken an Strategien um die Weltbevölkerung schachmatt zu setzen. Gretel und der neue Hänsel ihr neues Produkt - und alle marschieren sie stramm mit und führen uns direkt in Hitlers Traum.



Sonntag, 26. August 2018

Warum arbeitet Professor Gerald Hüther für die Bertelsmann-Stiftung?

Ich war überzeugt von seinen Vorträgen, die das Schulsystem anklagen, er sprach von einem System, welches nur darin ausgerichtet wäre, die Öfen wieder zu füllen, er sprach davon, dass kleine Kinderseelen vergiftet werden, abgerichtet, hingerichtet, zugerichtet in den öffentlichen Anstalten - genannt Schule.

Kein anderer als Gerald Hüther hat das postuliert. Ich war erstaunt, über diese Ehrlichkeit und bin ein Fan von ihm geworden. Bis eines Tages, ich entsetzt herausgefunden habe, dass er für die Bertelsmann-Stiftung arbeitet und den Slogan kreiert hat, "Wir sind Bertelsmann", da plötzlich fragte ich mich: Hallo wie kann das sein?

Die Bertelsmann-Stiftung arbeitet mit daran, die komplette Daseinsvorsorge zu privatisieren, und nicht nur die komplette Daseinsvorsorge soll privatisiert werden, gleichfalls Städte, Kommunen und Gemeinden, natürlich inbegriffen das komplette Schulsystem. Und so sitzt die Bertelsmann-Stiftung mittlerweile im Bundeskanzleramt, und schreibt selbst die Gesetzestexte, die eingeflochten werden in unsere parlamentarische Demokratie. https://www.youtube.com/watch?v=R8q3as8wgmc

Es muss verstanden werden, dass all unser Wissen, angefangen von den Sozialwissenschaften bis hin zur Philosophie welches an Schulen und Universitäten gelehrt wird, die Matrix darstellt, indem uns die herrschende Klasse hält. Somit ist sichergestellt das unsere Denkprozesse nur in diesem abgesteckten Rahmen ablaufen und der herrschenden Klasse nicht gefährlich werden kann.

Dazu haben sie alle Schlüsselpositionen besetzt, und arbeiten in ihren Denkfabriken daran, die Masse kulturell, soziologisch und intellektuell in ihrem Sinne zu transformieren. Und all die Abweichler, Freidenker usw. werden dann ganz geschickt ins soziale Abseits gestellt.

So hat zum Beispiel auch das angloamerikanische Establishment in ihren Denkfabriken den Kommunismus entworfen, oder glaubt wirklich einer, dass das der Bauer, der Ziegenhirte usw. überhaupt Zeit gehabt hätte, um politische Vision zu entwerfen?

Unter diesem Gesichtspunkt gestellt, sind die neuen Ikonen, die die Bertelsmänner in den alternativen Medien sowie in den öffentlich-rechtlichen Medien platzieren, eine weitere geschickte Aktion, um die wahre Reform ganz im Sinne multinationaler Konzerne abzustellen. Denn was nützt mir denn, die beste Schulreform, wenn weiter Inhalte transportiert werden, an dem der herrschenden Klasse so viel liegt? Richtig – es ändert sich nichts. Im Gegenteil, in diesem Ansatz, das Schulsystem kinderfreundlich reformieren zu wollen, liegt der Verdacht nahe, dass sich dadurch der Prozess der vollkommenen Verblödung erst recht durchsetzt.

PS: übrigens hat mir ein Facebook-Freund, mit dem ich auch hier viel Kontakt über den persönlichen Nachrichten-Chat hatte, die Freundschaft daraufhin gekündigt, weil ich Gerald Hüther in Kritik gestellt habe. Ich wäre ein Armleuchter. Das hat mich ganz schön getroffen.

Nachtrag:

Ich will noch mal anhand des Schulsystems begreiflich machen, wie Politik funktioniert. Da gibt es auf der einen Seite, die Reformer und auf der anderen Seite die Konservativen die an dem hiesigen Schulsystem nichts verändern wollen.

Man ist natürlich geneigt, den Reformern den Teppich auszurollen, denn haben sie nur gute Dinge im Schilde, um unsere Kinder vor Schaden zu bewahren.

Diese zwei Pole spielen quasi miteinander, wie eineiige Zwillinge - denn die eine Seite bedingt die Andere. Und jetzt kommt die Crux bei der ganzen Geschichte, es ist egal, auf welche Seite sie sich schlagen, ob sie den Reformern die Stange halten oder den Konservativen, spielt schlichtweg keine Rolle. Überhaupt keine. Denn alle beide konservieren sie das System, welches ganz auf Elitekurs ausgerichtet ist. Diese Rahmenkämpfe kosten Energie, Zeit und bringen nur Feindschaft mit sich.


Denn, solange die Inhalte gelehrt werden, die Inhalte darstellen, die die Eliten des Landes für richtig und gut Erachten uns quasi in ihrem vorprogrammierten Rahmen denken zu lassen, kann sich nichts ändern. Wie auch? Im Gegenteil, es kann nur noch schlimmer werden – und da spielt es keine Rolle, in welche Art von Schulsystem, die Kinder abgerichtet, hingerichtet und zugerichtet werden.

Und so arbeiten sie alle beide am eigentlichen Kern vorbei, ein gigantisches Ablenkungsmanöver könnte man meinen, um die wahren Reformen, die es bräuchte, um das Land zum positiven zu verändern, verhindern. Der militärisch-industrielle Bankenkomplex, hinter dem die Eliten und seine Handlanger des Landes stehen, haben Interesse daran, uns weiter als Konsument und Endverbraucher abzurichten – und eben kein Interesse daran, politisch mündige Bürger auszubilden. Und genau diese Taktik, können Sie auch auf der politischen Ebene erkennen.

Mittwoch, 10. August 2016

Die bizarren Versionen eines Bertrand Russell, die in den neoliberalen Think Tanks als das manipulative Mittel erkannt und perfektioniert, kommen heute auch unter Mitwirkung von Zbigniew Brzezinski als die manipulative Krönung zum Einsatz.

Die bizarren Versionen eines Bertrand Russell, die in den neoliberalen Think Tanks als das manipulative Mittel erkannt und perfektioniert, kommen heute auch unter Mitwirkung von Zbigniew Brzezinski als die manipulative Krönung zum Einsatz. Die Methode ist ausgefeilt und fortgeschritten dass der mündige Bürger, so weit es denn überhaupt noch gibt, überhaupt erfassen kann. Professor Dr. Mausfeld hat dazu auch schon einige Aspekte angeschnitten, sie sind für jeden interessierten Leser im Netz zu finden. Ein Stichwort hierzu: Warum schweigen die Lämmer von Dr. Mausfeld.


Alan Watt hat sich mit zwei Büchern des Eugnikers Bertrand Russel beschäftigt:

"A scientitific Outlook" von 1931 und "The impact of Science on Society"von 1953

Watt gibt einige Auszüge aus den Büchern und geht auf die bizarren Ansichten des Autors ein. Russel war ein Anhänger der Eugenik. Er befürwortete eine, der Abstammung entsprechende, selektive Aufzucht. Für die Ausbildung "gewöhnlicher Jungen und Mädchen" sah er vor, Schulkindern die Eigeninitiative "abzutrainieren" wie er sich ausdrückte, und sie zur Unterordnung zu erziehen - allerdings nicht mittels Strafe, sondern mittels "wissenschaftlicher" Indoktrination. Die Massen sollen zur Fügsamkeit, Fleiß und Gedankenlosigkeit manipuliert werden.

Bertrand Russel wurde König der Philosophen genannt. Alan Watt erklärt, dass dieser Titel bis zum alten Ägypten zurückreicht. Der König der Philosophen war auch der König der Fischer, der sich der Menschen annahm, die gegen den Strom schwammen, und sie indoktrinierte. Russel legt in seinem Buch :"Das wissenschaftliche Zeitalter" ("A Scientific Outlook" ) seinen Visionen dar: Mittels Propaganda durch Medien und Bildung in Kombination mit Injektionen und manipulierter Ernährung sollen die Menschen so indoktriniert werden, dass sie nach Abschluss ihrer Ausbildung nicht mehr in der Lage sind, anders zu denken, als von den Herrschenden gewünscht.

Teil I: https://www.youtube.com/watch?v=L-g1vIK3KaM

Teil II: https://www.youtube.com/watch?v=ScluAgSlBsI

Donnerstag, 27. August 2015

Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier - Der Kapitalismus funktioniert auch mit Blöden

von Ferdinand Knauß

Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier sieht die heutige Jugend als Opfer der totalen Herrschaft des Marktes. Schuld an ihrer Verblödung seien auch die Reformen des Bildungssystems nach den Bedürfnissen der Wirtschaft. 

„Leben ist kein Vergnügen mehr“, schreiben Sie in Ihrem Buch „Performer, Styler, Egoisten“.  Wenn man abends durch die Düsseldorfer Altstadt geht und die jungen Menschen in den Kneipen sieht, hat man nicht den Eindruck, dass die ihr Leben nicht genießen.

Ich glaube nicht, dass die, die da feiern, glücklich sind.

Warum?

Ich muss ein bisschen ausholen. Für Jugendliche gibt es heute zwei große Anrufungen. Die erste ist der Arbeitsmensch, der sich nach Werten wie Askese, Leistung, Konkurrenz, Verzicht zu richten hat. Die zweite ist der Freizeitmensch, der sich an Spaß, unverbindlichen Beziehungen und Zügellosigkeit, am Rauschhaften ausrichtet. Dieser Widerspruch ist in der Gesellschaft, weil wir als Berufsmenschen und Konsumenten funktionieren müssen. Beide Rollen sind wichtig, damit sich das System reproduzieren kann. In unseren Studien zeigt sich, dass das Freizeitvergnügen in erster Linie eine kompensatorische Funktion hat, nämlich das Arbeitsleid zu vergessen. Und dieses Leid entsteht aus dem steigenden Druck bei der Arbeit, aus der Verdichtung der Anforderungen und der Kontrolle. Kurz: Die Probleme liegen in einem System begründet, das die Menschen nicht zur solidarischen, gemeinsamen Handlung motiviert, sondern in erster Linie die Konkurrenz verschärft. Darunter leiden die Menschen.

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Es kommentiert:

Peter Christian Nowak Die Wirtschaft erschafft sich Menschen nach ihrem Bilde. Nicht erst seit dem Bologna-Prozess, nach US-amerikanischen Vorbild geradezu extrovertiert als Mainstream-Dressursystem angepriesen, schafft man diesen Menschen: Den Homo Oeconomicus, maßgeschneidert, kaum aufmüpfig und für das System Neoliberalismus auf Linie gebürstet.

Ich selbst bin Abiturient eines Humanistischen Gymnasiums. Griechisch und Latein (großes Latinum) waren sozusagen Pflicht und gleichzeitig der Einstieg in die philosophische Praxis griechischer und römischer Philosophen. Das Denken wurde in der Akuratesse der Syntax des Latinums und Graecums geschult, im Deutschunterricht die These/ Gegenthese geübt und rhetorisches Argumentieren trainiert! Es war sicherlich schon damals ein Elite-Gymnasium, das Karl-Friedrich Gymnasium.

Allerdings: heute ist dieses Gymnasium eher auf dem Weg der Anpassung an die Wirtschaft; ein reines Humanistisches Gymnasium, im altehrwürdigen Sandsteinbau in Mannheim, findet man in ihm nicht mehr. Naturwissenschaftlich geprägt ist es heute, mit Anwürfen wahlweise bisschen Latein; Griechisch glaube ich nicht, dass diese Altsprache dort noch gelehrt wird.

Einsam geworden ist es um das Humanistische Gymnasium allgemein in Deutschland. Eine ehemalige Bildungseinrichtung zum Denkenlernen stirbt langsam den Tod...zugunsten des Homo Oeconomicus. Das Einzige was noch über ist von dem...ist dieser "Homo Orconomicus", als Hinweis, dass manche Leute auch, neben Neusprachen, noch das Lateinische "beherrschen."

Samstag, 18. Juli 2015

Über Indoktrination in einer demokratischen Gesellschaft

Für die wirklich Interessierten:
noch was von Noam Chomsky:

Über Indoktrination in einer demokratischen Gesellschaft


Obwohl ich keine direkte Untersuchung dieser Frage kenne, dürfte die Behauptung leichtfallen, dass mit steigender Bildung der Grad des Verständnisses für die gesellschaftlichen Realitäten abnimmt. (...) In einem seltenen Anfall von Ehrlichkeit beschrieb (eine) Studie der Trilateralen Kommission zur «Krise der Demokratie» die Schulen und Universitäten als zu jenen Institutionen gehörig, die für «die Indoktrination der Jugend» verantwortlich seien. Diejenigen, welche der Indoktrination in hohem Maße unterworfen sind, fast ihr gesamtes Leben ausgesetzt den Medien, Zeitschriften, Unterhaltungs- und oft auch wissenschaftlichen Lektüren, sind auch in den Illusionen, welche diese Indoktrination erzeugt, befangen. Darüber hinaus sind die gebildeten Schichten nicht nur das hauptsächliche Objekt des Indoktrinationssystems, sondern auch sein praktizierendes Subjekt; ihr Eigeninteresse zwingt sie zur Übernahme der und zum Glauben an jene Lehrsätze, in deren Verkündigung sie ihrer Rolle als Erzieher, Journalisten und «verantwortungsbewusste Intellektuelle» gerecht werden, und in der sie Zugang haben zu Privilegien, Einflussmöglichkeiten und gesellschaftlichem Ansehen. Mehr noch: im Gegensatz zu den Nutznießern des Ausbeutungssystems entwickeln die Opfer vermittels ihrer eigenen Lebensweise ein intuitives Verständnis für die Wirklichkeit. Die Banalität, Oberflächlichkeit und reine Leerläufigkeit des kultivierten Diskurses kann von daher kaum überraschen.

Aus: Noam Chomsky, Die 5. Freiheit, Hamburg/ Berlin 1988, S. 150. Zitiert nach

http://www.perseus.ch/PDF-Europaer/JG_05/Europaer_07_2001.pdf