Mittwoch, 23. März 2016

Syrien hatte ein gut funktionierendes Gesundheitswesen

"Syrien hatte ein gut funktionierendes Gesundheitswesen. Zum heute so desolaten Zustand hat neben dem Krieg vor allem das Wirtschaftsembargo geführt, das die Europäische Union 2011 über das Land verhängt hat. Diese Form der Kriegsführung wird angewendet, um die syrische Bevölkerung gegen ihre Regierung aufzubringen und deren Sturz herbeizuführen: Das Sperren sämtlicher Auslandsguthaben sowie das Verbot von Exporten zielen darauf, die Wirtschaft des Landes lahmzulegen. Sie können auch keine Rohstoffe mehr zur Herstellung von Medikamenten importieren. Am 30. August 2011 wurde in der »Tagesschau« offen das mit dem Embargo verfolgte Ziel erklärt. »So treffen Sanktionen zunächst die kleinen Leute«, hieß es dort. Der Staat müsse möglicherweise Leistungen für öffentlich Beschäftigte kürzen. Langfristig könnten fehlende Einnahmen »Menschen zum Protest treiben«."
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...oder in die Flucht und in den Tod, dank des Westens und den schein-linken Bahnhofsklatschern, die sich nicht mit den Hintergründen befassen wollen und sich mit ihrer absoluten Ignoranz letzten Endes zu Mitschuldigen machen. 


Statt "refugees welcome" hätte es nämlich erstmal "Beendet das systematische Ausbluten Syriens und den Raub an Humankapital!" heißen müssen, doch stattdessen wird mit ersterem dieses imperialistische Verbrechen am syrischen Volk sogar noch unterstützt und als vermeintliche "Menschlichkeit" an eine naive, infantil und unmündig wirkende Gesellschaft, die nicht eigenständig denken kann oder will, verkauft. So wird die naive Gutmütigkeit schnell zur geostrategischen Waffe. Sind Menschen denn etwa immer erst dann wichtig, wenn sie fliehen müssen und vorher nicht?
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"Unterdessen zeigen die Wirtschaftssanktionen, die von den USA, der EU, der Türkei und den arabischen Staaten verhängt wurden, Wirkung. Weitere Verschärfungen wurden empfohlen, um einen Regierungswechsel zu erreichen. Einzig vom kommenden Flüchtlingselend und der Auswirkung auf uns in Europa war noch keine Rede.(..)


Wir fordern die Bundesregierung auf, das Embargo aufzuheben. Das Land braucht Geld für den Wiederaufbau von Industrie und Infrastruktur."
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Aber da sich der durchschnittliche "gute" Mensch damit begnügt, sich als "Antirassist" öffentlich profilieren zu können und nicht weiter nachdenken zu müssen, wird sich wohl so schnell nichts daran ändern. Vielleicht will er das auch gar nicht...!
http://www.jungewelt.de/2016/03-16/005.php



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