Pussy Riot tritt 2026 auf der Biennale in Venedig auf und wird vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk als mutiger Widerstand gefeiert. Was dabei verschwiegen wird: Die Gruppe entstammt dem Kunstkollektiv Voina, das öffentliche Gruppengeschlechtsakte in Museen inszenierte — darunter eine hochschwangere Frau — eine hochschwangere Frau beim öffentlichen Rudelbumsen im Museum dabei war und eine Aktivistin sich ein Hähnchen in die Vagina schob, um es aus dem Supermarkt zu schmuggeln. Das ZDF zahlte 2012 nachweislich Schauspielerinnen dafür, Solidaritätsstatements abzugeben. Die damalige Linken-Parteivorsitzende Katja Kipping stand persönlich vor der russischen Botschaft für die Gruppe ein — heute ist sie Geschäftsführerin beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Das Muster ist dasselbe wie 2012. Nur die Bühne ist größer geworden.
Venedig, Anfang Mai 2026. Die 61. Biennale öffnet ihre Tore, und inmitten des Kunstbetriebs erscheinen sie wieder: Pussy Riot, in ihren bunten Sturmhauben, vor dem russischen Pavillon im Giardini. Ukrainische Fahnen, Sprechchöre, aufgemalte Slogans auf entblößten Oberkörpern. Der Deutschlandfunk berichtet wohlwollend, der Rest der öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft folgt pflichtschuldig. Eine Frage stellt dabei niemand: Wer sind diese Frauen wirklich, und wer steht hinter ihnen?
Ich stelle diese Frage. Seit 2012. Und ich stelle fest: Die damaligen Artikel, die das dokumentiert haben, sind aus dem Netz verschwunden. Bereinigt. Was bleibt, ist eine einheitliche Erzählung westlicher Medien, die Pussy Riot als Heldinnen des Freiheitskampfes rahmt. Dieser Artikel ist ein Gegenstück dazu — mit belegbaren Fakten.
Die Wurzeln: Voina — Kunst als organisierte Provokation
Um Pussy Riot zu verstehen, muss man die Gruppe kennen, aus der die Schlüsselfigur Nadeschda Tolokonnikowa hervorging: das Kunstkollektiv Voina (russisch: Krieg), gegründet 2007 als loses Netzwerk von Philosophiestudenten der Moskauer Staatsuniversität.
Was Voina unter dem Deckmantel der Kunst veranstaltete, war weit jenseits jeder harmlosen politischen Provokation. Am 29. Februar 2008, einen Tag vor der Präsidentschaftswahl, veranstalteten fünf Paare im Staatlichen Biologischen Museum in Moskau ein öffentliches Rudelbumsen — als politische Kunstaktion, so die Begründung. Unter den Teilnehmerinnen: Tolokonnikowa, hochschwanger. Die Aktion hieß: „Fick für den Kronprinzen-Teddybär" — ein Wortspiel auf den Namen Medwedew.
Eine weitere dokumentierte Aktion: Eine Aktivistin der Gruppe schob sich ein gefrorenes Hähnchen in die Vagina, um es so an der Kassenaufsicht vorbei aus dem Supermarkt zu schmuggeln. Dies wurde intern als politischer Akt gegen den Konsumismus gefeiert und stolz dokumentiert.
Man stelle sich das in Deutschland vor: Eine hochschwangere Frau veranstaltet mit mehreren Männern und Frauen ein Rudelbumsen im öffentlichen Museum. Eine andere schiebt sich ein Hähnchen in die Vagina im Supermarkt. Was wäre in Deutschland los? Die Antwort ist eindeutig: Strafverfolgung, Entzug des Sorgerechts, gesellschaftliche Ächtung — und zu Recht. In Russland wurde es zur Grundlage einer westlich gefeierten Ikone.
Das Kirchenkonzert und das Urteil
Am 21. Februar 2012 stürmten fünf Mitglieder von Pussy Riot die Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau, übersprangen die Altarschranke — einen für weibliche Personen traditionell gesperrten Bereich — und führten ein knapp einminütiges „Punk-Gebet" auf. Der Titel: „Mutter Gottes, vertreibe Putin."
Drei Frauen wurden verhaftet und im August 2012 zu je zwei Jahren Straflager verurteilt. Das Urteil löste in Deutschland eine mediale Empörungswelle aus, die — wie wir heute wissen — nicht spontan entstand, sondern organisiert und bezahlt wurde.
Der ZDF-Skandal: Staatlich bezahlte Meinungsproduktion
Dies ist kein Vorwurf ins Blaue — es ist ein dokumentiertes Geständnis, live auf Sendung.
Das ZDF-Kulturmagazin aspekte sendete am 17. August 2012 eine Sonderstrecke über Pussy Riot. Darin äußerten sich Herta Müller, Alice Schwarzer, die Schauspielerin Julia Jentsch, Nina Hagen und Anna Thalbach — allesamt solidarisch mit den verurteilten Frauen. Was das Publikum nicht wusste: Die Kommentatorinnen wurden bezahlt.
Anna Thalbach sagte es wenige Wochen später selbst, in der Sendung „Roche und Böhmermann" (1. Oktober 2012), auf direkte Nachfrage von Charlotte Roche:
„Ich habe Geld bekommen vom ZDF, um mich in Aspekte da kurz zu äußern, ja."
Böhmermann hakte nach: „Die zahlen Geld dafür?" Thalbach: „Das darf ich nicht sagen." — Sie hatte es bereits gesagt. Auf die Frage, wie viel, begann sie „Sehr v..." — und wurde durch einen Piepton übertönt. Auf die Frage, was sie dort gesagt habe: „Weiß ich gar nicht mehr. Also ich hab gesagt, dass ich hoffe, dass sie die Haft gut überstehen. Ja, mehr hab ich nicht gesagt. Ich find das ja auch immer so ein bisschen peinlich, wenn Schauspieler plötzlich anfangen, über Politik zu reden."
Deutlicher kann man staatlich finanzierte Meinungsproduktion nicht dokumentieren. Das ZDF — ein öffentlich-rechtlicher Sender, finanziert durch Rundfunkbeiträge aller Bürger — bezahlte Schauspielerinnen dafür, politische Solidaritätsstatements abzugeben. Das ist keine Berichterstattung. Das ist Propaganda.
Katja Kipping: Von der Botschaftskundgebung zur Wohlfahrtsverbands-Geschäftsführerin
Am 16. August 2012 — dem Tag vor der großen Solidaritätskundgebung — stand Katja Kipping persönlich vor der russischen Botschaft Unter den Linden in Berlin. Als frisch gewählte Bundesvorsitzende der Linkspartei hatte sie gerade wenige Wochen zuvor ihr Amt angetreten. Sie rief zur Demonstration auf, erklärte Putins „Gesinnungsjustiz" habe „drei weitere Opfer gefordert" und brachte finanzielle Sanktionen gegen Russland ins Gespräch.
Bilder dokumentierten den Auftritt. Die Artikel dazu? Weitgehend aus dem Netz verschwunden.
Was aus Katja Kipping geworden ist, ist dagegen sehr gut dokumentiert: Zum 1. September 2024 wurde sie Geschäftsführerin und Leiterin der Abteilung Sozialpolitik beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband — einem der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland, der Hunderte Millionen Euro an öffentlichen Mitteln verwaltet und verteilt.
Von der Pussy-Riot-Aktivistin vor der Botschaft zur Geschäftsführerin des Paritätischen: Das ist keine Karriere durch Zufall. Das ist ein Netzwerk, das seine Leute versorgt.
Die Finanzierungsstruktur: Westliche Institutionen als Transmissionsriemen
Wer bezahlt Pussy Riot? Diese Frage ist berechtigt — und die Antwort liegt nicht im Verborgenen, sondern in den Strukturen des westlichen Kulturbeschleunigungsapparats.
Nach der Entlassung aus dem Straflager 2013 — einem Gnadenakt kurz vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi, den Alyokhina selbst als „PR-Gag" bezeichnete — wurden Tolokonnikowa und Alyokhina systematisch in westliche Institutionen eingebettet: internationale Kunstpreise (Hannah-Arendt-Preis, LennonOno Grant for Peace), Zusammenarbeit mit US-Musikproduzenten, die Gründung eines eigenen Mediums (Mediazona), kryptobasierte Fundraising-Projekte (Unicorn DAO) und eine globale Ausstellungstournee durch europäische Museen.
Das National Endowment for Democracy (NED) — der offen als Regimewechsel-Instrument operierende US-amerikanische Stiftungsapparat — finanzierte das gesamte Ökosystem russischer Oppositions-NGOs, in dem Pussy Riot operierte. Amnesty International USA machte die Gruppe zu ihrem zentralen Kampagnenthema, während die damalige AI-USA-Direktorin Suzanne Nossel zuvor im US-Außenministerium tätig war.
Das Muster ist bekannt: Direkte staatliche Steuerung ist nicht notwendig, wenn Stiftungen, Preise, Medieninfrastruktur und Netzwerke die Funktion übernehmen. Steuerung durch institutionelle Einbettung ist das Modell des 21. Jahrhunderts.
Venedig 2026: Das Spektakel geht weiter
Der Auftritt am 6. Mai 2026 vor dem russischen Pavillon in Venedig folgt demselben Drehbuch wie 2012. Rund 15 Pussy-Riot-Mitglieder, verstärkt durch die ukrainisch-feministische Aktivistengruppe Femen, stürmten das Gelände. Ukrainische Flaggen, Rauchbomben, Sprechchöre, entblößte Oberkörper mit Aufschriften wie „Biennale of Evil" und „Russia kills, Biennale exhibits". Gruppenführerin Tolokonnikowa forderte den Biennale-Präsidenten auf, aufzuhören, russische Gelder anzunehmen.
Der Deutschlandfunk berichtete am 8. Mai 2026 in seiner „Fazit"-Sendung (Vladimir Balzer) wohlwollend und ohne kritische Einordnung.
Niemand fragte: Wer finanziert die Reise nach Venedig? Wer organisiert die Logistik? Woher kommen die professionell bedruckten Transparente? Wie erklärt sich die mediale Gleichzeitigkeit der Berichterstattung?
Diese Fragen stellen sich nicht von selbst. Man muss sie stellen wollen.
Fazit: Das Muster bleibt — die Kulisse wechselt
Pussy Riot ist kein Spontanphänomen des russischen Widerstands. Die Gruppe entstammt einem Milieu organisierter Transgression, das öffentliche Gruppengeschlechtsakte, Tierquälerei und Kirchenschändung als politische Kunst verkaufte. Sie wurde 2012 durch einen koordinierten westlichen Medien- und NGO-Apparat zur globalen Marke aufgebaut — bezahlte Statements im ZDF inklusive. Die Protagonistinnen wurden nach ihrer Haftentlassung systematisch in westliche Kulturinstitutionen integriert und finanziert.
Und die Politikerinnen, die damals öffentlich für sie eintraten? Katja Kipping leitet heute den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.
Das Netz ist sichtbar. Man muss nur hinschauen wollen.
— Marigny de Grilleau
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