6,7 Millionen Hartz IV Empfänger werden von der Gesellschaft in der
Form ausgegrenzt, dass man sie öffentlich an den Pranger als unnütze
Fresser, Schmarotzer, Parasiten, bildungsferne Unterschicht tituliert.
Sie werden im öffentlichen Raum im wahrsten Sinne des Wortes wie Dreck
behandelt. Für diese Masse der Entrechteten gilt Ortsanwesenheitspflicht
- sie müssen sich beim Jobcenter, wenn sie länger als 24 Stunden nicht
erreichbar sind - abmelden. Ansonsten droht Entzug der Lebensgrundlage.
Man droht ihnen mit Hunger, Kälte und Obdachlosigkeit, wenn sie nicht
jeden zumutbaren Job annehmen, der ihnen zugewiesen wird. Ehemalige
Prostituierte die aus dem Prostitutionsgewerbe ausgestiegen, müssen dies
per Atteste nachweisen, dass sie für den Beruf der "Sexarbeiterin"
nicht mehr geeignet sind - ansonsten gilt, ab in die Prostitution. Durch
die willkürlich eingezogene Mietobergrenze bleiben nur noch als
„Wohnung“ die schlechtesten Mietobjekte überhaupt noch übrig.
Ohne Wenn und Aber und gegen ihren Willen - werden sie in die
Armutsindustrie deportiert, in dem sie dann Kaufmannsladen mit
Plastikgeld und Plastiklebensmittel spielen dürfen, zwecks Eingliederung
in die Gesellschaft, damit sie das Arbeiten nicht verlernen.
Jetzt die Frage an den akademisch gebildeten Soziologen, warum
radikalisiert sich diese Masse nicht, obgleich man sieht, wie sie
gedemütigt und erniedrigt werden?
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