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Dienstag, 6. Januar 2026

Die Erinnerung, die du haben darfst - und die, die du vergessen sollst

 


Schalt den Fernseher an. Irgendeinen Tag, irgendeine Uhrzeit. Warte zehn Minuten. Da ist er wieder: Hitler. Der böse Mann mit dem Bärtchen. Die Dokumentation über die KZs. Die Talkshow über Rechtsextremismus. Die Schuld, die Schuld, die Schuld.

Und weißt du was? Das ist berechtigt. Die NS-Verbrechen waren real, systematisch, industriell organisiert. Darüber muss gesprochen werden.

Aber jetzt frag dich mal: Wann hast du das letzte Mal eine Primetime-Dokumentation über die britischen Hungersnöte in Indien gesehen? Zig Millionen Menschen verhungert - künstlich, systematisch, weil die britische Kolonialmacht den Reis exportierte während die Bevölkerung krepierte. Wann kam das im Geschichtsunterricht? Nie.

Wann lief die große ARD-Doku über die Rheinwiesenlager? Hunderttausende deutsche Kriegsgefangene, vielleicht mehr, verreckten dort unter freiem Himmel, ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne medizinische Versorgung. Die offiziellen Zahlen? Gelogen. Die Massengräber? Schnell zugeschüttet. Die Aufarbeitung? Fehlanzeige.

Wann kam die Reportage darüber, dass Wall Street Hitler finanziert hat? Dass Ford, GM, IBM, Standard Oil, Union Banking Corporation (Prescott Bush, der Opa von George W.) massiv in die deutsche Aufrüstung investiert haben? Dass dieselben Kreise auch die Sowjetunion aufbauten - industriell, technologisch, finanziell? Anthony Sutton hat das alles dokumentiert, mit Regierungsakten, Firmendaten, Patenten. Wo ist die Netflix-Serie dazu?

Das ist keine Nachlässigkeit. Das ist System.

Die permanente Hitler-Fixierung erfüllt eine Funktion. Sie zeigt uns: So sieht das Böse aus. Ein Mann mit Schnurrbart, der 1945 besiegt wurde. Problem gelöst, weitermachen. Und wer heute die Strukturen hinter Hitler analysiert - wer fragt, wer ihn finanziert hat und warum - wird sofort gebrandmarkt: Geschichtsrevisionist, Verschwörungstheoretiker, im schlimmsten Fall Nazi.

Das ist Herrschaftstechnik in Reinform.

Die echte historische Verantwortung wird instrumentalisiert, um jede Analyse der Machtstrukturen zu verhindern. Der deutsche "Totenkult" - die permanente Selbstgeißelung - lähmt jede eigenständige außenpolitische Position. Wer die USA kritisiert, wer die NATO hinterfragt, wer die Rolle Deutschlands als Vasallenstaat benennt, wird reflexhaft in die rechte Ecke gestellt.

Dabei ist die Frage doch simpel: Wer profitiert davon, dass wir uns auf Hitler konzentrieren und die Kontinuitäten ignorieren?

Denn die Kontinuität ist das Entscheidende.

Die Kreise, die Hitler aufbauten, die Stalin finanzierten, die Mao unterstützten, die Indien aushungerten - die sind nicht 1945 verschwunden. Die haben nur neue Namen, neue Firmen, neue Strukturen. Aber die Mechanik bleibt dieselbe.

Und die Mechanik ist simpel: Geld.

Nicht Ideologie. Nicht Religion. Nicht Nationalismus. Das sind Kulissen fürs Volk. Die wirkliche Religion der Herrschenden ist Macht, und Macht kommt aus dem Geldsystem.

Versteh das System, und du verstehst alles andere. Geld entsteht als Kredit. Kredit ist Schuld. Schuld fordert Zins. Aber der Zins existiert nicht im System - er muss durch neue Kredite erzeugt werden. Das erzwingt exponentielles Wachstum. Wachstumszwang bedeutet: Ressourcen ausbeuten, Märkte erobern, notfalls mit Krieg.

Die Frage ist: An wen ist die Menschheit verschuldet?

An die, die das Geld erzeugen. Die Zentralbanken - die Fed, die EZB, die Bank of England. Dahinter die privaten Banken. Dahinter die Eigentümer. Namen, die du nicht kennst. Familien, die seit Jahrhunderten im Hintergrund operieren. Strukturen, die von Venedig über Amsterdam nach London und New York wanderten, aber immer dieselben Interessen vertraten.

Und diese Strukturen haben ihre Infrastruktur. Die City of London - ein Stadtstaat im Staat, mit eigenem Recht, eigener Polizei, Zentrum des globalen Finanzwesens. Washington DC - kein Teil der USA, sondern eigenes Territorium. Der Vatikan - Stadtstaat, eigene Bank, diplomatische Immunität. Die Offshore-Inseln - Cayman, Jersey, British Virgin Islands, Luxemburg - dort verschwinden Billionen, ohne Kontrolle, ohne Transparenz.

Das sind keine Verschwörungstheorien. Das sind Fakten. Öffentlich einsehbar. Aber nie im Zusammenhang erzählt.

Und dann die Geheimdienste. Five Eyes - USA, UK, Kanada, Australien, Neuseeland - totale Überwachung aller Kommunikation. Gladio - Stay-behind-Strukturen in Europa, die bis heute operieren. Die Verbindungen zwischen Geheimdiensten und organisiertem Verbrechen - Drogenhandel, Waffenhandel, alles dokumentiert, nichts verfolgt.

Das ist das Pilzmyzel unter der Oberfläche. Oben siehst du die Fruchtkörper - Regierungen, Parlamente, Wahlen. Aber unten ist das gigantische Netzwerk, verwoben, vernetzt, unsichtbar.

Und dann erzählen sie dir was vom Geldwäschegesetz.

Ab 2000 Euro Bareinzahlung musst du nachweisen, woher das Geld kommt. Offiziell gegen Drogenkartelle, gegen Schwarzgeld, gegen die organisierte Kriminalität. Klingt gut, oder?

Komplett lachhaft.

Denkst du ernsthaft, die Kartelle bringen Koffer voller Cash zur Bank? Das ist Hollywood, keine Realität. Das echte Schwarzgeld - Hunderte Milliarden, Billionen - läuft über Schattenbanken. Über die Offshore-Strukturen, die wir gerade besprochen haben. Über komplexe Firmengeflechte, Trusts, Stiftungen. Alles legal, alles sauber dokumentiert, alles außerhalb jeder demokratischen Kontrolle.

Die HSBC wäscht Drogengelder im industriellen Maßstab? Geldstrafe, niemand kommt in den Knast, weiter geht's. Die Deutsche Bank manipuliert Zinssätze, wäscht russisches Geld? Bußgeld, business as usual. Die Panama Papers zeigen das globale Offshore-System? Kurz Aufregung, dann Schweigen, und die Journalistin, die das aufgedeckt hat, wird in die Luft gesprengt.

Aber DU, wenn du 2000 Euro bar einzahlst? Du musst nachweisen, dass das sauber ist.

Das Geldwäschegesetz dient nicht der Bekämpfung des organisierten Verbrechens. Es dient der totalen Überwachung des kleinen Mannes.

Es geht darum, dass du keine finanzielle Bewegungsfreiheit mehr hast. Dass jede Transaktion überwacht wird, nachvollziehbar ist, kontrollierbar ist. Dass du keine Möglichkeit hast, außerhalb des Systems zu agieren. Dass du nicht mal eben eine Gegenströmung finanzieren kannst, eine unabhängige Zeitung, eine kritische Plattform - ohne dass sofort jemand fragt: Woher kommt das Geld?

Während oben, in den Schattenbanken, in den Offshore-Zonen, Billionen fließen. Ohne Fragen. Ohne Kontrolle. Völlig legal.

Das ist kein Fehler im System. Das IST das System. 

Und die Medien?

Die gehören denselben Kreisen. Sechs Konzerne kontrollieren 90 Prozent der westlichen Medien. Denkst du, die erzählen dir, wie das System funktioniert? Die erzählen dir, wen du hassen sollst. Putin, Xi, den Terror, die Migranten, die Querdenker. Immer neue Feindbilder, immer neue Ablenkungen.

Aber nie die Frage: Wer besitzt die Zentralbanken? Wer verdient an jedem Krieg? Wer profitiert vom Schuldgeldsystem?

Das ist selektive Erinnerung als Machtinstrument.

Hitler täglich im Fernsehen - okay. Aber die britischen Massaker in Kenia, die belgischen in Kongo, die französischen in Algerien, die amerikanischen in Vietnam, im Irak, in Afghanistan? Randnotizen. Die Strukturen dahinter? Verschwörungstheorie.

So funktioniert Herrschaft. Nicht durch offene Gewalt - jedenfalls nicht hier, nicht jetzt. Sondern durch Kontrolle dessen, was gedacht werden darf. Was sagbar ist. Was erinnert wird und was vergessen werden soll.

Und wer das Gesamtbild zeigt - wer die Kontinuitäten benennt, die Strukturen aufdeckt, die Muster erklärt - wird delegitimiert. Nazi, Wirrkopf, gefährlich.

Aber die Muster sind vorhersagbar.

Solange das Schuldgeldsystem existiert, sind bestimmte Entwicklungen zwangsläufig. Schuldenkrisen. Kriege um Ressourcen. Umverteilung nach oben. Überwachung und Kontrolle, wenn das System an seine Grenzen kommt.

Das ist keine Moral, das ist Mathematik. Das ist keine Verschwörung, das ist Systemlogik.

Und solange wir uns auf Hitler konzentrieren und die Strukturen ignorieren, die ihn hervorbrachten und die bis heute operieren, solange ändert sich nichts.

Die Aufgabe wäre simpel: Zeigt ALLES. Alle Massenmorde. Alle Machtstrukturen. Alle Kontinuitäten. Nicht selektive Erinnerung zur Herrschaftssicherung, sondern echte Aufklärung.

Aber das würde das System gefährden. Deshalb passiert es nicht.

Deshalb läuft Hitler täglich im Fernsehen. Und deshalb hörst du nichts über die Rheinwiesenlager, nichts über Indien, nichts über Wall Street und die Finanzierung beider Weltkriege.

Das Böse hatte einen Schnurrbart und wurde 1945 besiegt. So die Erzählung.

Die Strukturen, die das Böse hervorbrachten? Die operieren weiter. Unter neuen Namen. Mit neuen Methoden. Aber dieselbe Logik.

Geld. Macht. Kontrolle.

Und wer das ausspricht, ist ein Problem.

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