"Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten." Bertolt Brecht
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Donnerstag, 29. August 2019
Die Musikindustrie ist eines der Transformationswerkzeuge der herrschenden Klasse um eine Jugend in ihrem Sinne zu transformieren
Warum die Musikindustrie für den militärisch-industriellen Komplex so unglaublich wichtig ist, kann man anhand von diesem Video erkennen. https://www.youtube.com/watch?v=9bZkp7q19f0 3,2 Milliarden Mal wurde dieses Video aufgerufen.
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Eine unschlagbare Reichweite. Die Filmindustrie, sowie die Musik- und die Werbeindustrie bauen alle auf den Techniken von Edward Bernays auf - und das erfolgreich. Über dieses Medium wird Mode, Geschmack, Sexualität, Politik usw. in ihrem Sinne ausgerichtet. Kurz um Social Engineering betrieben.
Jetzt wisst ihr, warum die Leute lieber auf „Gangnam Style“ tanzen als sich für die gesellschaftlich relevanten Themen zu interessieren. Ablesbar, an den Reichweiten der politisch ausgerichteten alternativen Medien. Das ist nicht erst seit heute so - hier eine interessante Zusammenfassung: https://www.youtube.com/watch?v=MBpnqEAA8w4
***
Warum bist Du immer noch im Musikgeschäft?
Bob Dylan: weil es so eine Art Schicksal ist, ich habe ein Abkommen gemacht vor einer sehr langen Zeit und Ernte jetzt, was ich säte.
Was für ein Abkommen?
Bob Dylan: ein Abkommen um mich zu dem zu machen, was ich heute bin.
Darf ich vielleicht fragen mit wem du das Abkommen gemacht hast?
Bob Dylan: mit dem Anführer...
Mit dem Anführer dieser Welt?
Bob Dylan: mit dem Anführer dieser Welt und einer Welt, die wir nicht sehen können.
Und dieser Anführer hat ihm jetzt einen Literaturnobelpreis beschert. Da mögen sich jetzt endlich mal die Literaten ein bisschen anstrengen - wenn Ihnen schon mittlerweile ein Protestsänger den Rang abläuft. Ich würde mal sagen: Schöne neue Welt! Wer mehr missen will: Hier: https://drive.google.com/…/0B2NZzekYbAjBOXJpakZPeFotRWc/view
Mittwoch, 15. August 2018
Bazon Brock über die kommende Autokratie und die Logik der Dummheit
Aufmerksame Leser von mir werden wissen, dass ich des Öfterne die Intellektuelle Klasse im treiben habe, besonders den feministischen Intellekt, der einhergeht mit der Verstümmelung der deutschen Sprache mit dem Werkzeug des Genderns. Ich stelle diese Klasse der Intellektuellen in Verantwortung bezüglich des Ersten Weltkrieges und des Zweiten, zudem für die ganzen politischen Weichenstellungen, die ein Großteil der Menschen an den sozialen Abgrund drängen.
Es sind vor allem Lehrer, Juristen, Zahnärzte, Studenten, Professoren usf. – also jene, die glauben, sie hätten einen besonderen Genius in die Wiege gelegt bekommen. Es ist auch die Klasse, die die Worte Minderleisterer, Sozialschmarotzer, Parasit, Unterbeschäftigte, Bildungsferne in den Mund nehmen. Das ist Transparenz, die überzeugender und vor allem schlagkräftiger und verständlich bis ins letzte Glied daherkommt. Vor allem dann, wenn milliardenschwere ThinkTanks wie z.B. die der Bertelsmann-Stiftung Überzeugungsarbeit in Form von Studien, Reportagen, gescriptete Reality-Show usw. der intellektuellen Schicht tagein, tagaus den zu alimentierenden Unterschichtler servieren, um ihre Vorurteile bestätigt zu wissen, wenn dann noch rhetorische Koryphäen aus Politik und Wirtschaft den Wohlstand dieser Gesellschaft durch den fiskalisch bedingten Sozialtransfer in Gefahr sehen - dann braucht man sich über nichts mehr wundern.
Und ein jeder, der noch ein paar Cent mehr über der Armutsgrenze liegt, glaubt er gehört dazu. Verächtlich blickt er auf diejenigen, die man an den sozialen Abgrund drängt. Das ist die intellektuelle Schicht, die glaubt dazugehören. Und das weiß die herrschende Klasse und bekommt sie am Arsch der Eitelkeit, und haben ganz spezielle Propagandamechanismen entwickelt, um diese Klasse, am Nasenring durch die Arena zu ziehen. Das klappt auch. Denn nur mit dieser Klasse, ist es möglich ganz im Sinne der herrschenden Klasse, Politik für die oberen 1% Prozent zu betreibem und dabei es noch so aussehen zu lassen, dass Lehrer, Zahnärzte, Professoren glauben dazuzugehören. Ein genialer Schachzug will ich meinen. Und siehe da, der erste Intellektuelle traut auszusprechen, was schon lange auszusprechen ist und bestätigt hier in eindrucksvoller Weise, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Das komplette Interview kann hier gesehen werden: https://www.youtube.com/watch?v=uIP5N...
Freitag, 17. Juli 2015
Gehorsam kann tödlich sein! Das Milgram Experiment
Ein Sprichwort sagt: Jede Gesellschaftsform züchtet die
Charaktere heran, die es braucht, um zu überleben. Dieses Motto hat sich auch
die Bundesagentur für Arbeit zu eigen gemacht - in dem Sinne, dass es
entsprechendes Personal aussucht, welches in der Lage das Milgram-Experiment
tadellos zu bestehen - also den Stromschalter umzulegen.
Doch dass dieses
Personal mittlerweile so dämlich ist und immer wieder den Arbeitslosen vorwirft,
dass der Staat sie alimentiert und sie dafür etwas leisten müssen - wenn nötig
mit Druck … dabei noch nicht mal merken, dass sie selbst eine zu alimentierende
Schicht darstellen, die nur ihre Daseinsberechtigung deswegen innehat, weil
private Stiftungen, wie zum Beispiel die der Bertelsmann, die die Blaupausen
der Agenda 2010 ganz im Sinne der multinationalen Konzerne, Kanzler Schröder
unterschriftsreif übergaben.
Wohl wissentlich, dass durch die Robotiesierung,
Globalisierung die Ware Arbeitskraft immer weniger nachgefragt und man einer
großen Masse, die, wenn man sie nicht künstlich im Hamsterkäfig hält, eine
Gefahr für das hiesige Establishment werden könnte - so hat man sich
entschieden Arbeit zu simulieren, indem ein Teil der Arbeitslosen Fallmanager
spielen darf und der andere Teil eben Kunde. Damit es dem Kunden nicht
langweilig wird, gibt es ab und an ein Rollentausch man setzt sie dann an eine
Kasse und darf Kaufmannsladen spielen - indem er dann Kunden bedient.
Wie bescheuert muss man eigentlich sein um 1.) das nicht zu
durchschauen und 2.) dann noch zu glauben man stelle etwas Nützliches oder gar
im Sinne einer Bedürfnisbefriedigung her?
Doch dem ist nicht genug, denn diese disziplinierende
Drohkulisse, die von den Jobcentern und ihren Handlangern den sogenannten
Fallmanagern ausgeübt wird, hinterlassen schwerwiegende psychosomatische
Erkrankungen bei den Erwerbslosen, die im Extremfall im Suizid enden - doch
dafür, bedingt durch den Selektionsprozess der Bundesagentur für Arbeit,
fehlt ihnen von Grund auf die soziale Intelligenz um ihr Handeln auch nur
annähernd einschätzen zu können - dafür wurden sie ausgewählt.
Nachtrag:
Nicht zufällig wurde in diesem Buch deutlich, dass sich Gruppierungen, seien es politische Parteien oder Glaubensgemeinschaften, gegenseitigen Faschismus vorwerfen. Weiter oben habe ich bereits ausgeführt, dass insbesondere bei diesem Thema die Mechanismen des blinden Flecks und die Negierung des Schattens greifen, mit anderen Worten: Für Faschisten gilt dasselbe wie für Populisten - es sind immer nur die anderen. Da die meisten Menschen wenig über die tiefenpsychologische Struktur des Faschismus wissen, glauben viele, das gegnerische Lager würde einer politischen Ideologie aufsitzen, man selbst aber wäre frei von jeglicher faschistoider Tendenz.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle eine kurze Begriffsklärung beziehungsweise Differenzierung von Faschismus und faschistoidem Charakter einbringen: Faschismus im klassischen Sinne ist tatsächlich eine politische, anti-demokratische Ideologie, die sich durch Verherrlichung der eigenen In-Group (Nation, Glaubensgemeinschaft, Rasse), Führerprinzip, Totalitätsanspruch, militärische Strukturen, mythische (Ersatz-)Religion u.v.m. auszeichnet.
Dennoch wird diese Ideologie von recht typischen Charakteren getragen, die Erich Fromm »autoritäre Charaktere« genannt hat. Es ist hilfreich, diesen eigentümlichen Charakterzug von der politischen Vorstellung des Faschismus zu trennen, da sich derartige Persönlichkeiten prinzipiell in allen Gemeinschaften, Schichten und politischen Organisationen zeigen. Der autoritäre Charakter ist primär unsicher und gewinnt vor allem durch Konformismus Halt - dann hat er jedoch durchaus Freude daran, Macht auszuüben.
Für das als »richtig« und »gute« erkannte (Luzifer-Prinzip...), macht es ihm keine Probleme, andere zu drangsalieren und zu unterdrücken. Doch seine Rolle als s Herrscher bleibt stets ambivalent, denn »nach oben« empfindet der autoritäre Charakter wiederum Freude an Unterwerfung. Nach Fromm liebt der autoritäre Charakter Identifikation mit Mächtigen, da er dadurch nicht länger mit seinen Ängsten und Minderwertigkeitsgefühlen konfrontiert wird.
In allen fundamentalen Systemen politischer wie religiöser Natur besetzen autoritäre Charaktere auf quasi natürliche Weise Schlüsselpositionen und Ämter in den unterschiedlichsten Stufen der Hierarchie. Denn unbedingte Loyalität zur eigenen In-Group und deren Führer sowie die Bereitschaft, eine Ideologie unkritisch zu übernehmen und den Druck von oben nach unten weiterzuleiten, sind Grundprinzipien von Nationalismus und religiösem Fundamentalismus.
Doch abgesehen vom klassischen autoritären Charakter, wie er in Heinrich Manns »Der Untertan« beschrieben wurde, sind faschistoide Denk- und Verhaltensstrukturen wesentlich weiter zu fassen. Psychologisch betrachtet, handelt es sich um unausrottbare, tiefenpsychologische Archetypen, die zu schrecklichen, aber dennoch »normalen« Abwehrstrukturen der menschlichen Psyche gehören. So gesehen trägt jeder autoritäre Strukturen in sich, die unter besonderen Umständen geweckt werden können, wie die berühmten Milgram-Experimente eindrucksvoll gezeigt haben.
1961 führte der amerikanische Psychologe Stanley Milgram Versuche durch, bei denen verschiedene Personen autoritären Anweisungen Folge zu leisten hatten, die im Widerspruch zum eigenen Gewissen standen. Ursprünglich sollte die Studie der Frage nachgehen, ob Deutsche ganz besonders gehorsam und obrigkeitshörig sind. Doch schnell stellte sich auf erschreckende Weise heraus, dass fast jeder Mensch unter gewissen Bedingungen bereit ist, eher einer Autorität (dem Versuchsleiter) zu folgen als seinem Gewissen. Sofern der Versuchsleiter darauf bestand, andere Testpersonen mit Stromschlägen zu »bestrafen«, um das Experiment nicht zu gefährden, und zudem versicherte, er allein trüge die Verantwortung für die Folgen, waren die meisten Probanden bereit, ihren Schutzbefohlenen (in Wirklichkeit Schauspielern) größte Schmerzen zuzufügen.
Faschistoide Handlungsmuster stets »dort draußen bei den anderen« und am besten nur politisch und rechts zu verorten ist überaus naiv und wird dem Problem nicht im Mindesten gerecht. Faschismus im tiefenpsychologischen Sinn ist keine Ideologie, die man ein für alle Mal ausrotten könnte oder der mit politischen Aufklärung beizukommen wäre. Faschismus entsteht in sozialen Gruppen immer wieder neu und wie von selbst, wenn mangelhaft individuierte, ängstliche, unerwachsene Persönlichkeiten Halt in festen Strukturen suchen und zu projizieren anfangen.
Deshalb gibt es jüdische, hinduistische, christliche und muslimische Faschisten. Zudem gibt es natürlich politisch rechte und linke Faschisten, nicht zu vergessen ökologische Faschisten usw. Nach Fromm zeigen sich faschistoide Verhaltensmuster aus Angst und Überforderung von Freiheit. Autoritäre Persönlichkeiten sind von ihrem Über-Ich dominiert und gehen konform mit ihrer sozialen Gruppe. Abweichungen werden abgelehnt oder gar verfolgt, Individualismus und liberale Einstellungen lösen hingegen Ängste aus.
Zudem entstehen faschistoide Verhaltensmuster immer wieder neu, wenn unterdrückte, verletzte und drangsalierte Menschen an ihren Umschlagpunkt vom Opfer zum Täter gelangen. In meiner Familienchronik beschreibe ich, wie in meiner Schule aus einem ängstlichen, unterdrückten und gehänselten Schüler eines Tages ein boshafter, die anderen Mitschüler unterdrücken der Junge wurde. Dieser Junge war ich.
Sir William Goldings Parabel Der Herr der Fliegen zeigt ebenfalls sehr schön, dass diese Strukturen universelle Gültigkeit haben und selbst auf einer isolierten Insel entstehen. Für Faschismus braucht man keine Vordenker. Das einzig wirksame Mittel gegen Faschismus ist deshalb, gegen die Ur-Ängste des Menschen vorzugehen, die faschistoiden Denkmustern zugrunde liegen. Ur-Ängste sind Angst vor Schmerz und Leid, vor sozialer Isolation, vor einem sinnlosen Leben, letztlich jedoch die Angst vor dem Tod. Deshalb sind die Antworten gegen Faschismus auch nicht politischer, sondern seelsorgerischer Natur.
Nur psychologisch, philosophisch und spirituell lässt sich dem Übel beikommen. Wahre »antifaschistische Aktionen« agieren keinen Schatten auf politischer Bühne aus, was ohnehin nur invertierter Faschismus ist. Wahre »Antifa-Kämpfer« sitzen in psychologischen Praxen oder geben Kurse zur Selbstkonfrontation in kreativen Prozessen, wie autobiografisches Schreiben oder Malerei, oder Yoga-,ZEN- und Mediationskurse oder unterrichten buddhistische Weltanschaung. Echter Kampf gegen Faschismus führt über individuelle Reifeprozesse und nicht über politische Agitation.“ Aus „Die Wiedergutmacher“, S.240-243, Raymond Unger, 2018
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