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Samstag, 3. Mai 2025

Die intellektuellen Steigbügelhalter: Wenn selbsternannte Philosophen zu Propagandisten mutieren

Werner Koller, der sich als "Ökonom/Politische Philosophie" bezeichnende Intellektuelle, liefert mit seinem jüngsten Aufruf zur systematischen Diskriminierung einer Oppositionspartei ein Lehrbuchbeispiel für den Verrat der Aufklärung. Seine Forderung nach "angepasster" Berichterstattung der Medien entlarvt den selbsternannten Philosophen als Propagandisten eines totalitären Weltbilds.

Das fadenscheinige Gedankenexperiment

Koller präsentiert ein Gedankenexperiment: "Man stelle sich vor, eine islamistische Partei würde durch den Verfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestuft" und die ARD würde "einen führenden Imam dieser Partei" einladen. Seine Pointe: "Fänden Sie komisch? Ich auch. Ist aber gestern passiert. Nur war die Partei nicht islamistisch sondern rechtsextrem."

Dieses konstruierte Szenario dient einem simplen Zweck: Die Legitimierung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft im medialen Diskurs. Ein selbsternannter Philosoph, der solche rhetorischen Taschenspielertricks anwendet, entlarvt sich selbst.

Die prophetische Warnung

Koller bestätigt unfreiwillig jene Warnung, die Adorno bereits 1959 im Rundfunk aussprach: "Die Wiederkehr des Faschismus drohe nicht als Schlägerbande, die nach SA-Manier das Volk aufmische, sondern als demokratisch legitimierte Macht."

Kollers Forderung ist der lebende Beweis für diese Analyse. Während er sich als Demokrat inszeniert, fordert er Maßnahmen, die das Herz jeder Demokratie angreifen: die Gleichbehandlung politischer Akteure im öffentlichen Diskurs.

Die Elite als Wegbereiter

Wie der italienische Philosoph Diego Fusaro pointiert feststellte: Die obsessive Fixierung auf historischen Faschismus "funktioniert eben apotropäisch genau in dem Sinne, das dazu dient, sagen wir mal das Gewissen desjenigen zu erleichtern, der heutzutage andere Formen der Gewalt ausübt und für sie verantwortlich ist."

Koller verkörpert exakt diesen Typus: Mit dem Finger auf vermeintliche Gefährder zeigend, legitimiert er ein System, das längst jene antidemokratischen Strukturen etabliert hat, vor denen er warnt.

Professor Albrechts prophetische Worte

Professor Albrecht warnte bereits vor zwölf Jahren: "Wir wandeln uns von einer Rechts- in eine Sicherheitsgesellschaft." Was er damals prognostizierte, treiben Intellektuelle wie Koller heute aktiv voran: "Der Rechtsstaat ist mittendrin in seiner Auflösung, weil es eine Herstellung von Sicherheit in dem Maße, wie es der Politik vorschwebt, nicht gibt."

Albrechts Analyse trifft den Kern: "Die Staatsgewalten spielen verrückt in unserer Gesellschaft" - und Koller ist einer der Spieler, die dieses Spiel vorantreiben.

Die neue Klassengesellschaft

Spiegels Sibylle Berg offenbarte in krassester Form die Denkweise dieser selbsternannten Aufklärer: Der "Honk" als moderner Untermensch - der "Hauptschüler ohne nennenswerte Kenntnisse." Diese bildungsbürgerliche Entmenschlichung des politischen Gegners findet bei Koller ihre medienethische Entsprechung.

Die Kriterien der Ausgrenzung sind nicht mehr biologistisch, sondern politisch-ideologisch - das Prinzip der Entmenschlichung bleibt das gleiche.

Die Verfassung als Hürde für Propagandisten

Das Bundesverfassungsgericht hat die Grenzen solcher Gesinnungspolizei klar definiert. In seinem wegweisenden Beschluss vom 22. Juni 2018 stellt es unmissverständlich fest:

"Die mögliche Konfrontation mit beunruhigenden Meinungen, auch wenn sie in ihrer gedanklichen Konsequenz gefährlich, und selbst wenn sie auf eine prinzipielle Umwälzung der geltenden Ordnung gerichtet sind, gehört zum freiheitlichen Staat."

Koller kämpft gegen diese grundgesetzlich garantierte Freiheit an. Seine Forderung nach systematischer medialer Diskriminierung steht im direkten Widerspruch zum Geist der Lüth-Entscheidung von 1958: "Für eine freiheitlich-demokratische Staatsordnung ist [die Meinungsfreiheit] schlechthin konstituierend, denn sie ermöglicht erst die ständige geistige Auseinandersetzung, den Kampf der Meinungen, der ihr Lebenselement ist."

Wer wie Koller für "angepasste" Berichterstattung plädiert, zeigt, dass er nicht den Kampf der Meinungen will, sondern deren Ersetzung durch vorgeschriebene Narrative.

Die Täter-Opfer-Umkehr

Während Koller nach systematischer medialer Stigmatisierung einer Partei ruft, die nie regiert hat, schweigt er beharrlich zu den realen Demokratiegefährdungen:

  • Völkerrechtswidrige Kriege, die hunderttausende Menschenleben kosteten
  • Der systematische Aufbau des Überwachungsstaates, den Albrecht als "schlimmer als die Staatssicherheit der DDR" bezeichnete
  • Die Prekarisierung durch die Agenda 2010 und den größten Niedriglohnsektor Europas
  • Die zunehmende Zensur kritischer Stimmen durch "Faktenchecker" und digitale Hexenjagd

Adornos ultimative Warnung

Die erschreckende Aktualität von Adornos Worten wird in Kollers Forderung manifest: Er sucht nicht die Demokratie zu schützen, sondern eine spezifische politische Ordnung zu zementieren. Genau das, was Adorno als die eigentliche Gefahr erkannte: Der Faschismus, der sich als Demokratie tarnt.

Fazit: Die Maske ist gefallen

Werner Koller zeigt uns unbeabsichtigt das wahre Gesicht jener intellektuellen Elite, die sich als Hüterin der Demokratie inszeniert, während sie deren Grundlagen systematisch untergräbt. Seine Forderungen sind nicht nur verfassungsrechtlich bedenklich – sie sind das Paradigma jenes transformierten Faschismus, vor dem uns die großen Denker warnten.

Die Geschichte lehrt uns: Der Faschismus wurde nie von unten, sondern stets von oben etabliert. Die intellektuelle Klasse - Juristen, Richter, Professoren - bildete schon in den frühen 30er Jahren das Rückgrat nationalsozialistischer Ideologie. Koller steht in dieser Tradition, ob er es erkennt oder nicht.

Vielleicht sollte der Herr Koller seine logischen Fähigkeiten lieber dazu nutzen, sich selbst und sein System kritisch zu hinterfragen, statt als Steigbügelhalter für eine neue Form der Gleichschaltung zu agieren.

"Die Wahrheit stirbt zuletzt" – aber Intellektuelle wie Koller arbeiten hart daran, sie zu ersticken, bevor sie das Licht der Öffentlichkeit erreicht. Und die Geschichte zeigt uns, wo solche Denkmuster enden: In genau jenen totalitären Strukturen, vor denen sie zu warnen vorgeben.


Donnerstag, 17. April 2025

Der Schulden-Beschwichtiger: Werner Koller und die Verharmlosung des Währungs-Abgrunds

Und wieder meldet sich Werner Koller zu Wort – der selbsternannte "Ökonom, Philosoph und Wirtschaftsrechtler", der offenbar seine Hauptaufgabe darin sieht, jede noch so absurde Fehlentwicklung unseres Systems schönzureden. Nach seiner Verherrlichung des systematischen Wahlbetrugs ("Unsinn versprechen führt zu besserer Politik") hat er nun die Billionen-Schuldenorgie der Bundesregierung ins Visier genommen.

Die technokratische Nebelkerze

Kollers Analyse zu den Schulden-Sondervermögen ist ein Musterbeispiel dafür, wie man mit technischen Details den Blick auf das Wesentliche verstellt:

  • Er preist uns den "positiven BIP-Effekt" an, der angeblich bei 0,9% liegen soll
  • Er beruhigt uns, dass die Inflation "nur" um 0,2 Prozentpunkte steigen würde
  • Er beschwichtigt, dass die Verschuldungsquote "nur" auf 85% steigen würde – ein Niveau wie 2010

Bemerkenswert ist, was er NICHT erwähnt:

  1. Kein Wort zur langfristigen Währungsstabilität bei einer Schuldenlast von fast 1 Billion Euro zusätzlich
  2. Kein Wort zum Risiko einer Eurokrise, wenn gleichzeitig die Spreads für Italien, Frankreich und Spanien steigen
  3. Kein Wort zum historischen Kontext, dass massive Staatsverschuldung immer zu Währungskrisen und Hyperinflation geführt hat

Die Elite als Fassadenmaler

Menschen wie Koller erfüllen im System eine klare Funktion: Sie sind die intellektuellen Fassadenmaler, die über die strukturellen Risse im Gebäude hinwegtäuschen sollen. Mit akademischen Titeln und Fachbegriffen gespickt, erzeugen sie den Anschein von Seriosität, während sie fundamentale Risiken verschweigen.

Seine Inflationsprognose von "nur 0,2%" wirkt geradezu lächerlich für jeden, der noch die offiziellen Prognosen von 2021 im Gedächtnis hat, als uns die gleichen "Experten" eine "vorübergehende" Inflation von maximal 2% vorhersagten – bevor sie auf über 8% explodierte.

Quelle: https://www.linkedin.com/posts/werner-koller-82a591ab_effekte-sonderverm%C3%B6gen-activity-7308078975820402688-1Q1w?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAAB1USUQBOYGj-WAhjqeWgMN5iU-qKOtvswk 

Was Koller verschweigt

In unserem kürzlich veröffentlichten Beitrag "ALARMIEREND: Billionen-Schulden, Krypto-Hype und Edelmetalle - Was wissen die Eliten, was uns verschwiegen wird?" haben wir analysiert, was hinter diesem Schuldenexzess stehen könnte: Die bewusste Vorbereitung auf einen Währungszusammenbruch.

Friedrich Merz wurde von Professor Patrick Schüffel mit den Worten zitiert: "Er glaubt nicht daran, dass der Euro die nächsten vier Jahre überleben wird. Denn sollten bei einer Währungsreform mal wieder zwölf Stellen gestrichen werden, steht derjenigen blöd da, der Guthaben statt Schulden hat."

Über diese fundamentale Perspektive – dass massive Staatsverschuldung ein bewusstes Kalkül sein könnte, um von einer kommenden Währungsreform zu profitieren – verliert Koller kein Wort. Stattdessen führt er uns durch ein Labyrinth technischer Details, die im Falle eines Währungszusammenbruchs bedeutungslos werden.

Warum diese Blindheit?

Es gibt zwei mögliche Erklärungen für Kollers selektive Analyse:

  1. Er ist tatsächlich blind für die fundamentalen Zusammenhänge zwischen extremer Staatsverschuldung und Währungsstabilität – was seine Qualifikation als "Ökonom" infrage stellen würde
  2. Er verschweigt bewusst diese Zusammenhänge, um das Narrativ der Eliten zu stützen – was seine intellektuelle Redlichkeit infrage stellen würde

In beiden Fällen ist sein Beitrag nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben steht.

Der blinde Fleck der Systemapologeten

Was Koller und seinesgleichen nie ansprechen, ist die Asymmetrie der kommenden Krise:

  • Der Staat gewinnt durch Schulden, die durch Inflation oder Währungsreform entwertet werden
  • Die Sparer mit Bankguthaben und Rentenansprüchen verlieren bei einer Währungsreform fast alles
  • Die Besitzer physischer Werte wie Gold und Silber sind geschützt

Diese fundamentale Wahrheit passt nicht in das Narrativ der systemtreuen Ökonomen. Sie würde zu unbequemen Fragen führen: Warum macht der Staat genau jetzt so extreme Schulden? Warum kaufen Zentralbanken weltweit massiv Gold, während sie der Bevölkerung Kryptowährungen anpreisen?

Fazit: Wem dient diese "Analyse"?

Werner Kollers Beitrag ist keine ökonomische Analyse, sondern Beruhigungsrhetorik. Er bedient die gleiche Funktion wie seine frühere Rechtfertigung des Wahlbetrugs: Er soll das System legitimieren, egal wie absurd es geworden ist.

Während er uns mit BIP-Effekten, Infrastrukturinvestitionen und Importquoten berieselt, steht das Haus bereits in Flammen. Das ist keine Ökonomie. Das ist Ablenkung vom bevorstehenden wirtschaftlichen Flächenbrand.

Wer echte Orientierung sucht, sollte nicht auf die Systemapologeten hören, sondern auf die Handlungen der Eliten achten: Sie verschulden sich massiv und kaufen gleichzeitig physische Werte. Das sollte uns mehr sagen als tausend Analysen von Werner Koller.

 

Montag, 31. März 2025

Die Wahlurne: Ein Grabmal der Demokratie?

 

Die Demokratie-Lüge: Wie wir täglich unsere Freiheit verraten

Vergiss alles, was du über Demokratie zu wissen glaubst. Was wir leben, ist keine Volksherrschaft. Es ist eine perfide Inszenierung, ein System, das uns Mitbestimmung nur vorspiegelt, während es uns gleichzeitig entmündigt.

Jeder Wahlzettel ist ein Sargnagel unserer Freiheit. Jedes widerspruchslose Hinnehmen von systemischen Ungerechtigkeiten macht uns zu Komplizen unserer eigenen Unterdrückung.

Trigger Warning: Dieser Text zerstört Illusionen.

Montag, 24. März 2025

Die blinde Gefolgschaft: Über den politischen Glauben der Wählerschaft

 

Hey ihr Wähler, was beschwert ihr euch eigentlich? Wisst ihr doch ganz genau, dass Politiker unantastbar sind. Die können schalten und walten, wie sie wollen. Denn sie sind nur ihrem eigenen Gewissen verpflichtet und nicht verpflichtet den politischen Konzepten, mit denen man euch geködert hat.

Ihr könnt sie noch nicht einmal belangen, wenn sie Gesetzesvorhaben abknicken und einleiten, die das Lebenswerk eurer Väter, auf denen ihr aufbaut, an multinationale Konzerne verhökern. Ein einzelner Politiker ist in der Lage, Entscheidungen zu treffen, die die Gesundheit der ganzen Bevölkerung aufs Spiel setzen. Sie erzählen uns, die neuen Kredite würden in die Sanierung von Brücken und Straßen fließen – in die allgemeine Infrastruktur. Doch was sie verschweigen: Diese selben Brücken und Straßen sind gleichzeitig militärische Infrastruktur, denn ohne tragfähige Verkehrswege kann kein Krieg geführt werden. So werden kriegspolitische Ausgaben hinter zivilen Infrastrukturmaßnahmen versteckt, und ihr seid machtlos dagegen.

Wir haben in unserem Rechtssystem den § 129 StGB, der die 'Bildung krimineller Vereinigungen' unter Strafe stellt. Er wird genutzt, um gegen Gruppen vorzugehen, die sich zusammenschließen, um angeblich Straftaten zu begehen. Der noch schärfere § 129a zielt auf terroristische Vereinigungen ab. Diese Gesetze werden mit erschreckender Regelmäßigkeit gegen Bürger instrumentalisiert, die sich organisieren, um sich kritisch gegen die Regierung zu stellen. Es geht ruckzuck: Wer die betrügerischen und mörderischen Vorhaben der Regierung entlarvt und sich dagegen organisiert, landet nicht selten auf Basis dieser Paragrafen im Gefängnis. Der systematische Missbrauch dieser Gesetze zeigt, wie schnell legitimer Widerstand kriminalisiert wird.

Doch was ist mit den organisierten Strukturen innerhalb unseres politischen Systems? Werden dort nicht auch kollektiv Entscheidungen getroffen, die massiven Schaden anrichten können? Die Konsequenzen können für Millionen Menschen verheerend sein – und dennoch gibt es keine vergleichbare Verantwortlichkeit. Die gleichen Paragrafen werden niemals gegen die wahren kriminellen Strukturen in Regierungskreisen angewendet.

Stattdessen schützt Artikel 46 des Grundgesetzes Abgeordnete mit parlamentarischer Immunität. Sie können für ihre Abstimmungen im Parlament nicht zur Verantwortung gezogen werden. Diese Unantastbarkeit ist ein eklatanter Widerspruch in unserem System: Während der normale Bürger für jeden Fehltritt gerade stehen muss, können politische Entscheidungsträger sich hinter kollektiver Verantwortungslosigkeit verstecken.

Sie täuschen, tricksen, betrügen, lügen in einem solch zerstörerischen Ausmaß mit der Konsequenz, die komplette systemerhaltende Infrastruktur mitsamt der Bevölkerung auf dem Altar des militärisch-industriellen Bankenkomplexes im Tausch eines Vorstandsposten zu verkaufen. Ihr habt noch nicht einmal ein Organ in den Händen, welches diesen Wahnsinn stoppt, denn der § 129 sowie der Art 46 ist ein Freischein, damit sich mafiöse Strukturen peu à peu erweitern und verfestigen können.

Seit der Aufklärung bin ich davon ausgegangen, dass religiöser Fanatismus nur noch eine Randerscheinung darstellt, doch wenn ich die Wählerschaft sehe, überkommt mich die Erkenntnis, dass die Aufklärung fehlgeschlagen und religiöser Fanatismus die Oberhand gewonnen hat, denn wie lässt sich erklären, dass die Masse immer wieder im Glauben daran, dass ihre gewählten Volksvertreter in ihrem Sinne handeln würden, diesen Wahnsinn legitimieren?

Glaubt die Wählerschaft, dass durch Selbstkasteiung das Paradies im Himmel auf sie wartet? Wer Politiker ins Amt wählt, deren Status Unantastbarkeit in sich trägt, ist ein religiöser Fanatiker, aber kein aufgeklärter Bürger. Denn würde er sich mal Gedanken machen, Politiker für ihre Taten in Rechenschaft zu ziehen, soll heißen: Dieses System so zu verändern, dass Politiker nur ausführende Organe und nicht bestimmende Organe zu sein haben - dann wären wir schon einen Schritt weiter. Aber wie es immer so ist, mit religiösen Fanatikern - ist nicht gut Kirschen essen.

Dienstag, 18. März 2025

Die organisierte Menschenverachtung - Wie unser System Arbeitslose systematisch vernichtet

 


Manchmal frage ich mich, ob ich der Einzige bin, der noch klar denken kann. Schauen wir uns mal die Fakten an:

1970 hatten wir 150.000 Arbeitslose. Heute? 5,5 Millionen Menschen ohne Job. REAL, nicht die geschönten Zahlen! Warum? Weil systematisch Arbeitsplätze vernichtet wurden. Durch Automatisierung, durch Rationalisierung, durch Verlagerung ins Ausland.

Und jetzt kommt KI - das wird noch viel schlimmer. Chatbots ersetzen schon jetzt ganze Kundenservice-Abteilungen. KI-Systeme schreiben Verträge schneller als jeder Anwalt, erstellen Steuererklärungen präziser als jeder Steuerberater. In den Behörden werden Sachbearbeiter durch Algorithmen ersetzt, die in Sekunden Entscheidungen treffen, für die früher ganze Abteilungen zuständig waren. Versicherungen lassen ihre Schadensfälle von KI bearbeiten - tausende Sachbearbeiter werden überflüssig. Banken automatisieren ihre Kreditvergabe, die Filialen werden geschlossen. Selbst kreative Berufe sind nicht mehr sicher: KI erstellt Marketing-Kampagnen, schreibt Texte, designed Webseiten.

Das ist keine Zukunftsmusik - das passiert JETZT! Und während die Produktivität explodiert, verschwinden die Jobs. Für immer.

Und was macht unsere verehrte Politikerkaste? Statt das Problem anzugehen, wird gehetzt. Von der AfD bis zur CDU und FDP - ausnahmslos alle singen sie das gleiche Lied: Arbeitslose seien faul, Schmarotzer, Parasiten. Quer durch die rechte Bank wird die Arbeitspflicht gefordert. Man fordert Fußfesseln für 'Arbeitsunwillige'. Organverkauf wurde als Option diskutiert. Friedrich Merz faselt davon, dass wir mehr arbeiten müssen. Die Rente soll auf 70, vielleicht 85 hochgesetzt werden. Habt ihr sie noch alle?

Gleichzeitig jammert man über Fachkräftemangel. Hey, hier sind 5,5 MILLIONEN Menschen! Aber statt sie vernünftig auszubilden, schickt man sie in hirnrissige 'Maßnahmen'. Bewerbungstraining für Jobs, die es nicht gibt. Wellness-Kurse. Gabelstaplerführerscheine am Fließband. Das ist doch Irrsinn!

Und apropos Arbeit - schauen wir uns mal an, was aus der Leiharbeit geworden ist! Früher war das mal ein respektabler, gut bezahlter Job für echte Spezialisten. Diese Leute waren Multitalente, die sich in jeden Beruf schnell einarbeiten konnten und dafür gebraucht wurden, Produktionsspitzen in den Unternehmen abzufangen. Das war qualifizierte, anspruchsvolle Arbeit - und wurde auch entsprechend bezahlt!

Und heute? Ein Instrument zur systematischen Lohndrückerei! Die gleiche Arbeit für einen Bruchteil des Geldes. Statt Spezialisten für Spitzenzeiten wird Leiharbeit jetzt als Dauerzustand missbraucht. Unternehmen verleihen Menschen wie Waren, zahlen Hungerlöhne weit unter Tarif, und die Politik schaut nicht nur zu, sie fördert diesen Wahnsinn auch noch! Und dann wagt man es, Arbeitslosen zu erzählen, sie sollen gefälligst jede "würdige Arbeit" annehmen. Würdige Arbeit? Das System hat jede Würde längst über Bord geworfen!

Lasst mich euch ein perfektes Beispiel für diesen Wahnsinn geben: Adidas und Co. Erst wurden tausende Arbeitsplätze nach Asien verlagert - für 'billigere Arbeitskräfte'. Die Menschen hier? Arbeitslos. Die Begründung: Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, blah blah. Und jetzt? Jetzt kommen die 'Speedfactories'. Vollautomatisierte Fabriken, die komplett ohne Menschen Schuhe herstellen. Nicht mal die Billiglöhner in Asien braucht man mehr - die sind jetzt auch überflüssig! Die Maschinen laufen 24/7, keine Pausen, keine Löhne, keine Krankmeldungen, keine lästigen Arbeiterrechte mehr. Die paar Techniker, die die Roboter überwachen, sind ein schlechter Witz im Vergleich zu den Millionen Jobs, die weltweit vernichtet wurden.

Und das ist erst der Anfang! Nike macht's genauso, Puma folgt. Die ganze verdammte Schuhindustrie geht diesen Weg. Was früher tausende Menschen in Handarbeit gemacht haben, erledigen heute Maschinen. Die Gewinne? Explodieren! Die Arbeitsplätze? Für immer weg!

Aber hey, erzählt uns ruhig weiter Märchen von den 'neuen Jobs', die durch Automatisierung und KI entstehen sollen. Welche denn? Für jeden wegrationialisierten Arbeitsplatz entstehen höchstens 0,1 neue Stellen. Die Zahlen seit 45 Jahren sprechen eine eindeutige Sprache!

Wir leben in einer Gesellschaft, die komplett den Verstand verloren hat. Die Produktivität steigt, die Konzerngewinne explodieren - aber der normale Mensch wird für die Vernichtung seines Arbeitsplatzes auch noch verhöhnt und bestraft.

Wacht endlich auf! Das System ist krank. Pervers. Menschenverachtend. Und keiner stellt die wirklich wichtigen Fragen. Stattdessen Ablenkung, Hetze, Spaltung.

In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich? Einer, die ihre moralischen Werte völlig verloren hat. Die sich in Schein-Debatten verliert, während sie systematisch Menschen ihrer Existenzgrundlage beraubt.

Und jetzt kommt der absolute Gipfel der Absurdität: Die Arbeitspflicht für Arbeitslose! Sie sollen gefälligst was für die Gesellschaft tun, gemeinnützige Arbeit leisten. Dieselbe Gesellschaft, in der Konzerne Milliardengewinne einfahren, keine Steuern zahlen und ihr Geld auf Cayman Islands verstecken - diesem legalen Steuerparadies, wo Milliarden geparkt werden, während man hier jeden Cent von Arbeitslosen zurückfordert! Die systematisch Arbeitsplätze vernichten und dann die Frechheit besitzen, über ihre gekauften Politiker den Arbeitslosen vorzuschreiben, sie sollen gefälligst was für die Gesellschaft tun!

Habt ihr sie noch alle? 2,5 Millionen Menschen arbeiten freiwillig in der Wohlfahrtsindustrie - aus Überzeugung, für die Anerkennung, für die Gesellschaft. Und jetzt kommt das Perverse: Den Arbeitslosen wird eine sogenannte "Eingliederungsvereinbarung" aufgedrückt - was für ein beschönigendes Wortungetüm für moderne Zwangsarbeit! Die einen machen's freiwillig, und die anderen werden unter Androhung von Sanktionen dazu gezwungen. Was für ein krankes System!

Wenn diese Arbeit doch so wichtig für die Gesellschaft ist - und das ist sie - warum zum Teufel gibt man diesen Menschen dann keine regulären, sozialversicherungspflichtigen Jobs? Jobs, von denen sie leben können, ohne aufstocken zu müssen? Die Arbeit ist da, der Bedarf ist da - aber nein, es muss ja "gemeinnützig" sein! Was für ein verlogener Schwachsinn!

Hier werden systematisch reguläre Arbeitsplätze vernichtet! Denn überall dort, wo Arbeitslose zur "gemeinnützigen" Arbeit gezwungen werden, war vorher ein echter, bezahlter Job. Nach ihrer eigenen neoliberalen Logik ist die Arbeit ja eindeutig da - aber statt daraus vernünftig bezahlte Stellen zu machen, werden Arbeitslose unter Androhung von Sanktionen zu dieser "Gemeinnützigkeit" verdonnert. So werden Schritt für Schritt reguläre Arbeitsplätze durch Zwangsarbeit ersetzt. Die Kommunen sparen sich die Personalkosten, die Arbeitslosen werden gedemütigt, und echte Jobs verschwinden für immer!

Und es kommt noch perfider: Wenn Unternehmen dann mal gnädigerweise einen Arbeitslosen einstellen, werden sie dafür auch noch fürstlich vom Staat belohnt! Der Deal sieht so aus: Die Menschen müssen für bis zu 30% unter Tarif schuften, und das Jobcenter finanziert die Löhne 1-2 Jahre lang gestaffelt - von 100% runter auf null. Und was passiert dann? Rausschmiss! Der nächste Arbeitslose bitte! Ein perfides Geschäftsmodell auf Kosten der Verzweifelten, finanziert von unseren Steuergeldern!

Glaubt hier ernsthaft noch jemand, dass dabei auch nur ein einziger vernünftig bezahlter, sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz übrig bleibt? Von dem eine Familie leben kann? Das ist doch Irrsinn hoch drei!

Und das Irrsinnigste: Die Bevölkerung klatscht auch noch Beifall! So bescheuert muss man erstmal sein, nicht zu raffen, dass man sich damit sein eigenes Grab schaufelt. Das ist doch kollektiver Wahnsinn!

Das ist keine soziale Marktwirtschaft mehr - das ist organisierte Menschenverachtung!

Ich sage: Es reicht! Diese Heuchelei muss ein Ende haben. Entweder wir sind eine soziale Gesellschaft - oder wir sollten aufhören so zu tun als wären wir eine.