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Samstag, 2. August 2025

Die Strategie des Marktradikalismus

 

Wie der „kooperative Sozialismus“ die Demokratie zerschlägt – und der Libertarismus Beifall klatscht

Seit Jahren wird uns eingetrichtert, der Staat sei ineffizient, teuer und unfähig. Was dabei verschwiegen wird: Seine Schwächung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer politischen Strategie. Der Staat wurde systematisch ausgehöhlt – durch Privatisierung, Deregulierung, Steuererleichterungen für Konzerne und milliardenschwere Subventionen. Alles im Namen des Marktes, der Freiheit, der Effizienz.

Doch dieser Prozess folgt einem klaren Drehbuch – und der zweite Akt ist noch perfider als der erste.

Denn genau dieselben Kräfte, die den Staat zuvor entkernt haben, nutzen nun dessen erzwungene Schwäche als Argument, ihn weiter zu verschlanken – bis er im Grunde nicht mehr existiert. Was bleibt, ist ein Schattenstaat, der noch die Eigentumsordnung schützt, aber keine soziale Verantwortung mehr trägt. Und genau in diesem Moment tritt eine neue Ideologie auf die Bühne: der libertäre Marktradikalismus.

Er verkauft sich als rebellische Alternative, als radikaler Gegenvorschlag zur angeblichen Staatsdiktatur – dabei ist er in Wahrheit der Totengräber des letzten Rests öffentlicher Ordnung.

Antony C. Sutton und der „kooperative Sozialismus“

Der Ökonom und Historiker Antony C. Sutton hat diese Dynamik bereits in den 1970er-Jahren durchschaut. Er prägte den Begriff des „kooperativen Sozialismus“, um ein System zu beschreiben, in dem sich Staat und Großkapital nicht feindlich gegenüberstehen, sondern in einem stillen Einverständnis zusammenarbeiten. Die Öffentlichkeit zahlt für die Risiken, Verluste und Kosten – während die Gewinne privatisiert werden. Das ist kein Sozialismus im klassischen Sinne, sondern eine gelenkte Ordnung, in der das Volk als Melkkuh für eine kleine Elite dient.

Sutton zeigte: Die große Gegnerschaft zwischen Kapitalismus und Sozialismus ist oft eine Inszenierung. In Wirklichkeit handelt es sich um ein kartellartiges Zusammenwirken von Staat, Banken, Konzernen und supranationalen Organisationen. Die Demokratie ist dabei nur noch Staffage.

Die libertäre Falle

Hier kommt der Libertarismus ins Spiel – vor allem in alternativen, staatskritischen Milieus. Er gibt sich radikal, rebellisch, freiheitsliebend. Doch seine Rolle in diesem System ist keine befreiende, sondern eine funktionale. Der Libertarismus tritt auf, nachdem der Staat systematisch beschädigt wurde – und liefert dann die scheinlogische Begründung für dessen endgültige Entsorgung.

„Seht her“, ruft der Libertäre, „der Staat funktioniert nicht. Also weg mit ihm.“
Was er nicht sagt: Dass genau seine Ideenväter und wirtschaftlichen Vorbilder Jahrzehnte lang dafür gesorgt haben, dass der Staat überhaupt in diese Lage kam.

Was folgt, ist keine neue Freiheit, sondern ein Marktregime ohne Gegenmacht. Kein neutraler Wettbewerb, sondern die totale Vorherrschaft des Kapitals, abgesichert durch Gesetz, Eigentum und digitale Kontrolle.

Wer verliert?

Die Verlierer stehen fest. Es sind nicht die libertären Meinungsmacher auf ihren Kanälen, nicht die Eigentümer von Unternehmen, nicht die Funktionäre in den Konzernzentralen.

Verlieren werden die Rentnerin mit Mindestpension. Der Paketfahrer im Schichtsystem. Die Alleinerziehende ohne Kita-Platz. Der kranke Mensch ohne Rücklagen. Die Pflegekraft, die längst nicht mehr weiß, wie sie durch den Monat kommen soll.

Verlieren wird die Demokratie selbst – denn sie lebt nicht von der Illusion des Wettbewerbs, sondern von sozialer Teilhabe, kollektiver Verantwortung und der Möglichkeit zur Korrektur.

Der große Coup

Der Coup ist also doppelt:

  1. Erst wird der Staat zum Handlanger des Großkapitals gemacht – durch eine Politik, die ihn seiner Gestaltungsmacht beraubt.

  2. Dann wird diese Ohnmacht als Begründung benutzt, um ihn abzuschaffen – durch die Prediger des radikalen Marktes, die sich als Freiheitskämpfer gerieren, in Wahrheit aber die letzte Bastion gegen die Tyrannei des Geldes zerstören.

Was bleibt, ist eine schöne neue Welt aus Wettbewerb, Auswahl und Eigenverantwortung – in der der Einzelne nichts mehr besitzt, aber für alles verantwortlich gemacht wird.

Was tun?

Es geht nicht darum, den Staat zu verklären. Es geht darum, seine absichtliche Schwächung zu erkennen – und den ideologischen Überbau zu durchbrechen, der diese Entwicklung als „natürlich“, „alternativlos“ oder gar „fortschrittlich“ verkauft.

Wer heute wirklich für Freiheit einsteht, muss nicht gegen den Staat kämpfen, sondern gegen seine Entleerung durch Konzerne und Eliten.
Er muss sich gegen ein System stellen, das sich unter dem Deckmantel des Libertarismus zu einer autoritären Herrschaft des Geldes entwickelt.

Antony Sutton hat die Dynamik dieses Prozesses klar benannt. Höchste Zeit, sie nicht nur zu verstehen – sondern laut auszusprechen.

Bevor es zu spät ist.

Was diese Leute wirklich sind

Sie nennen es Freiheit. In Wahrheit ist es das Lehrbuch des Faschismus – nur in BWL-Sprache.
Sie reden von Eigentum – und meinen die vollständige Entmündigung aller, die nichts besitzen.
Sie wettern gegen den Staat – aber meinen damit, dass niemand mehr stören soll, wenn Kapital alles frisst.

Mises, Hayek, Rothbard, Baader, Krall – das sind nicht die Köpfe einer Freiheitsbewegung.
Das sind die Ideologen eines asozialen Abwracksystems, das sich im Anzug bürgerlich gibt, aber in seinem Kern kälter, elitärer und zerstörerischer ist als jede Uniform je war.

Diese Leute sind die Marktradikalen der letzten Phase.
Sie sind die Theologen des Eigentums, die Priester der Entsolidarisierung.
Sie sind der feingeschliffene Intellekt der sozialen Vernichtung – mit Tabellen, Charts und Goldbarren statt Schlagstöcken.

Sie nennen den Staat „Zwang“ – aber wollen lieber Privateigentum mit Schusswaffe.
Sie nennen Steuern „Raub“ – aber schweigen, wenn Amazon Milliarden abzieht.
Sie wollen alles privatisieren – außer ihre eigenen Rettungsschirme.

Diese Leute sind keine Freiheitsfreunde.
Sie sind die neoliberale Endzeitsekte,
die letzte Ideologie vor dem totalen Zerfall der Zivilgesellschaft.

Und das Bitterste: Die alternative Szene lässt sich von ihnen blenden –
weil sie freundlich auftreten, gebildet klingen und „gegen das System“ reden.
Doch sie sind das System – nur in seiner finalen Form:
Ein Markt ohne Menschen. Eine Freiheit ohne Gerechtigkeit. Eine Ordnung ohne Herz.

Donnerstag, 8. Mai 2025

Der Staatstreich von oben – Ullrich Mies über das Ende der Demokratie

 


 Die Demokratie ist tot – ermordet, zerlegt, filetiert von denselben Eliten, die sich auf ihren Gipfeltreffen mit makellosem Lächeln und NATO-Krawatte als ihre Gralshüter verkaufen. Ullrich Mies nennt das Kind beim Namen: Wir leben nicht mehr in einem Rechtsstaat, sondern in einer globalistisch orchestrierten Fassadendemokratie, deren marode Struktur nur noch durch Propaganda, Kontrolle und Angst aufrechterhalten wird.


Was hier geschieht, ist kein Versehen – es ist ein Plan. Eine transnationale, oligarchisch durchsetzte Elite betreibt einen Staatstreich von oben: mittels supranationaler Institutionen, medialer Manipulation und einer durchmilitarisierten Wertegemeinschaft, die sich nur noch durch Kriege, Sanktionen und soziale Spaltung legitimiert. Es geht nicht mehr um Freiheit, sondern um Disziplinierung – nicht mehr um Mitbestimmung, sondern um Kontrolle.

Mies spricht von der totalitären Transformation – und er meint sie wörtlich. Der Westen, einst mit dem Anspruch auf Aufklärung und Vernunft angetreten, versinkt in einem neuen Typus von Herrschaft: dem liberal getarnten Globalfaschismus. Wahlen, Parlamente, Verfassungen? Dekorative Relikte. Die tatsächlichen Entscheidungen werden längst in Netzwerken getroffen, die demokratisch nicht legitimiert, aber dafür ökonomisch bestens vernetzt sind.

Die NATO fungiert dabei als militärischer Arm des transatlantischen Kapitals, als Durchsetzungsmaschine westlicher Interessen gegen jede Form von Souveränität. Wer sich widersetzt, wird dämonisiert, destabilisiert oder bombardiert – politisch, medial, ökonomisch. Der hybride Krieg gegen die eigene Bevölkerung läuft parallel: Überwachung, Zensur, Cancel Culture, Angstregime. Mies nennt es den „Krieg gegen die Gesellschaft“.

Und während sich die Masse – eingelullt von Netflix, Bio-Siegeln und Gender-Debatten – in die Normalität des Ausnahmezustands flüchtet, schreiten die Architekten der neuen Weltordnung unbeirrt voran. Digitalisierung, WHO-Gesundheitsdiktatur, „Green New Deal“ – alles wohlklingende Etiketten auf dem Giftfass der Technokratie.

Ullrich Mies liefert keine Verschwörung – er liefert die Anatomie des neuen Autoritarismus. Seine Warnung: Wer sich nicht wehrt, wird verwaltet, entrechtet, entmenschlicht. Der globalistische Leviathan duldet keinen Widerspruch.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr: Wann kehrt die Demokratie zurück?

Sondern: Wann begreifen wir, dass wir sie längst verloren haben?

Die Fabrikation des Extremismus: Warum selektive Zitatsammlungen den politischen Diskurs vergiften

 

In der politischen Arena unserer Zeit hat sich eine besonders perfide Methode etabliert: Die systematische Sammlung von Zitaten, um politische Gegner als radikal oder extremistisch zu brandmarken. Was auf den ersten Blick wie sorgfältige Dokumentation erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als klassisches Werkzeug politischer Agitation.

Die Methode des "Cherry-Picking"

Das Grundprinzip ist simpel: Man sammle über Jahre hinweg isolierte Aussagen verschiedener Personen einer politischen Gruppierung, reiße sie aus ihrem Kontext und präsentiere sie gebündelt als "Beweis" für eine extremistische Grundhaltung. Diese Methode funktioniert in alle Richtungen – egal ob links, rechts oder Mitte.

Das Perfide daran: Mit genügend Material lässt sich praktisch jede Gruppierung als radikal darstellen. Es ist ein rhetorischer Taschenspielertrick, der nicht auf inhaltliche Auseinandersetzung, sondern auf Stigmatisierung abzielt.

Beispiele gefällig? Hier eine kleine Auswahl aus dem Arsenal etablierter Politik

Schauen wir uns an, was alles gesagt wurde:

  • Peter Ramsauer (CSU): "Wenn man die Fenster zu weit aufmacht, kommt auch viel Ungeziefer mit rein." (über Wirtschaftsflüchtlinge)
  • Helmut Schmidt (SPD): "Wir können nicht mehr Ausländer verdauen. Das gibt Mord und Totschlag."
  • Boris Palmer (Grüne): Äußerte, dass die "Hälfte der Geflüchteten nicht arbeitet und von Stütze lebt."
  • Joachim Hermann (CSU): "Straftätern mit doppelter Staatsbürgerschaft muss die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt werden."
  • Nancy Faeser (SPD): Forderte angeblich, "Clanmitgliedern, die selbst keine Straftaten begangen haben, muss die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt werden, wenn andere Familienmitglieder straffällig geworden sind."
  • Wolfgang Schäuble (CDU): "Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe."
  • Peter Ramsauer (CSU): "Wenn man die Fenster zu weit aufmacht, kommt auch viel Ungeziefer mit rein." (Vergleicht Wirtschaftsflüchtlinge mit Ungeziefer)
  • Helmut Schmidt (SPD): "Wir können nicht mehr Ausländer verdauen. Das gibt Mord und Totschlag."
  • Professor Dr. Gunnar Heinsohn: "Man muss der Unterschicht den Hahn zudrehen, denn nur ein ungeborenes Kind aus diesem Milieu ist auch ein gutes Kind. Es schlägt auch keinem einen Baseballschläger über den Kopf."
  • Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP): Verglich in "widerlicher und menschenverachtender Weise Menschen mit Schmeißfliegen."
  • Wolfgang Schäuble (CDU): "Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe." (Impliziert, dass ohne Migration "Inzucht" droht)
  • Georg Kronawitter (SPD): Warnte in den 1990er-Jahren vor einem "Volksaufstand" wegen der Asylfrage.
  • Thilo Sarrazin (ehemals SPD): "Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert."
  • Alexander Dobrindt (CSU): Forderte eine "Abschiebekultur" und warnte: "Asyl darf nicht missbraucht werden, um in unsere Sozialsysteme einzuwandern."

 

Würde man diese und ähnliche Aussagen in einem Dokument zusammenstellen, mit roter Schrift und dramatischen Überschriften versehen – voilà, fertig wäre die "Dokumentation extremistischer Tendenzen" bei etablierten Parteien.

Bei Franz Josef Strauß, Herbert Wehner oder Peter Gauweiler würde man noch deutlicher fündig. Eine ähnliche Sammlung ließe sich für jede Partei, jeden Verband, ja selbst für Kirchen oder Kultureinrichtungen erstellen.

Der Unterschied zwischen Analyse und Agitation

Was unterscheidet nun echte politische Analyse von solcher Agitation?

  1. Kontextualisierung: Seriöse Analyse betrachtet Aussagen in ihrem historischen und situativen Kontext.
  2. Repräsentativität: Einzelaussagen werden nicht als repräsentativ für ganze Gruppen dargestellt.
  3. Symmetrie der Bewertungsmaßstäbe: Dieselben kritischen Maßstäbe werden auf alle politischen Richtungen angewendet.
  4. Differenzierung: Unterschiedliche Positionen innerhalb einer Gruppierung werden wahrgenommen und nicht zu einem monolithischen Feindbild verschmolzen.

 

Die Vergiftung des demokratischen Diskurses: Preparatas Analyse

Der Ökonom und Philosoph Guido Giacomo Preparata analysiert in seinem wegweisenden Werk "Die Ideologie der Tyrannei: Neognostische Mythologie in der amerikanischen Politik" genau diese Mechanismen der diskursiven Machtausübung. Preparata entlarvt, wie bestimmte intellektuelle Strömungen Techniken der Stigmatisierung und Ausgrenzung entwickelt haben, die heute als standardisierte Methoden in der politischen Auseinandersetzung dienen.

Preparata zeigt auf, wie durch die Konstruktion politischer Mythologien nicht Wahrheitsfindung, sondern Machtsicherung betrieben wird. Diese Technik – die häufig aus dem akademisch-linken Milieu stammt, inzwischen aber in allen politischen Lagern Anwendung findet – nutzt pseudowissenschaftliche "Dokumentationen", um unliebsame Meinungen zu diskreditieren und deren Vertreter als gefährlich zu brandmarken.

Die vermeintlich neutralen "Dokumentationen" extremistischer Tendenzen sind in Wahrheit hochgradig selektive Konstrukte, die gezielt darauf abzielen, bestimmte Akteure aus dem legitimen politischen Diskurs auszuschließen, indem man sie als "untragbar" markiert. Dies geschieht nicht durch Widerlegung ihrer Argumente, sondern durch ihre moralische Disqualifikation als Person oder Gruppe.

Fazit: Zeit für einen aufgeklärten Diskurs

Eine lebendige Demokratie braucht sachliche Auseinandersetzung statt gegenseitiger Dämonisierung. Statt Zitatsammlungen zur Diskreditierung politischer Gegner benötigen wir eine Diskussionskultur, die auf inhaltliche Argumente setzt.

Die Methode, einzelne Aussagen aus verschiedenen Quellen und Zeiten zu sammeln und zu einem Schreckbild zu komponieren, ist keine Aufklärung – sie ist ein Symptom für den Verfall politischer Kultur. Sie funktioniert in alle Richtungen und trifft heute diese, morgen jene Partei.

Wer den demokratischen Diskurs ernst nimmt, sollte sich nicht an solchen Spielen beteiligen, sondern für eine Politik eintreten, die auf Inhalte statt auf Etikettierungen setzt.


Dieser Blogbeitrag ist ein Plädoyer für einen differenzierteren Umgang mit politischen Äußerungen und gegen die Instrumentalisierung selektiver Zitatesammlungen zur politischen Stigmatisierung – unabhängig davon, gegen welche politische Richtung sie sich richtet.


Dieser Blogbeitrag ist ein Plädoyer für einen differenzierteren Umgang mit politischen Äußerungen und gegen die Instrumentalisierung selektiver Zitatesammlungen zur politischen Stigmatisierung – unabhängig davon, gegen welche politische Richtung sie sich richtet.

Montag, 31. März 2025

Unseredemokratie™ schlägt wieder zu – der nächste Präzedenzfall

 

Von Aya Velázquez

Unseredemokratie™ hat wieder zugeschlagen. Eines ihrer Hauptmerkmale: Keine Gleichheit vor dem Recht mehr. Denn wenn es jetzt heißt, für Veruntreuung müsse man eben in den Bau, dann müssten noch ganz andere in den Bau: Etwa EZB-Präsidentin Christine Lagarde wegen der Duldung von Veruntreuung als französische Finanzministerin, Ursula von der Leyen wegen des Milliardenschadens, den sie über dubiose SMS-Geschäfte mit Pfizer angerichtet hat, Jens Spahn für seine Maskendeals, Karl Lauterbach für den Paxlovid-Skandal und seine überteuerten Impfstoffdeals, Olaf Scholz für den Cum-Ex-Skandal (Aufzählung höchst unvollständig).

Make no mistake: Hier geht es um die Erschaffung von antidemokratischen Präzedenzfällen. Es ist keine Frage von links oder rechts. Das System™ sucht sich bei der schrittweisen Abwickelung demokratischer Grundrechte Personen oder Medien aus, die medial so dämonisiert sind, dass deren Repression dann von der Gesellschaft geschluckt wird. Es ist systemseitig einkalkuliert, dass der Widerstand dagegen gering ausfallen wird, wodurch die Maßnahme als solches dann für die Zukunft legitimiert ist - für uns alle, wohlgemerkt.

Man denke an das Einreiseverbot für Martin Sellner. Das Compact-Verbot. Die Verhaftung des Rechts-Bloggers Shlomo Finkelstein beim Spazierengehen im Park mit seinem einjährigen Kind im Kinderwagen. Die Wahlannullierung und anschließende Festnahme des rumänischen Präsidentschaftskandidaten Călin Georgescu.

Es sind stets Personen oder Medien, die als so böse und so rechts gelten, dass die Öffentlichkeit die Maßnahme schon schlucken wird - es trifft ja schließlich die Richtigen. Wer trotzdem dagegen aufbegehrt, weil er demokratische Freiheitsrechte als solches verteidigen möchte, macht sich potenziell angreifbar, als Sympathisant der besagten Personen oder Medien zu gelten. Ich unterstelle, dass dies bei der Auswahl der Personen und Medien, gegen die die Repression erfolgt, einkalkuliert ist.

So schlafwandeln wir von Präzedenzfall zu Präzedenzfall in den Totalitarismus.

Die Wahlurne: Ein Grabmal der Demokratie?

 

Die Demokratie-Lüge: Wie wir täglich unsere Freiheit verraten

Vergiss alles, was du über Demokratie zu wissen glaubst. Was wir leben, ist keine Volksherrschaft. Es ist eine perfide Inszenierung, ein System, das uns Mitbestimmung nur vorspiegelt, während es uns gleichzeitig entmündigt.

Jeder Wahlzettel ist ein Sargnagel unserer Freiheit. Jedes widerspruchslose Hinnehmen von systemischen Ungerechtigkeiten macht uns zu Komplizen unserer eigenen Unterdrückung.

Trigger Warning: Dieser Text zerstört Illusionen.

Samstag, 29. März 2025

Die Uhrwerk-Demokratie: Eine philosophische Betrachtung


In der erhabenen Mechanik unserer Demokratie offenbart sich ihre wahre Größe nicht etwa in Wahlen oder Parlamentsdebatten – nein, in der zweimal jährlichen Zeremonie des kollektiven Uhrenstellens!

Welch brillantes Schauspiel: Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung lehnt diese Zeitmanipulation ab, und doch, wie ein kosmisches Uhrwerk, drehen wir brav unsere Zeiger. Ist dies nicht der Inbegriff demokratischer Weisheit? Die vielen beugen sich den wenigen Erleuchteten, die das wahre Wesen der Zeit erkannt haben!

Die antiken Griechen hätten es "Chronokratie" genannt – die Herrschaft der Zeit über den Menschen, verwaltet von jenen auserwählten Hütern der Stunden, die wir respektvoll als "Experten" bezeichnen.

Sokrates hätte gewiss gefragt: "Was ist wahrer? Der Wille des Volkes oder die Zeiger der Uhr?" Und wie wir wissen, brachte man ihn für weniger provokante Fragen um.

Voltaire würde heute flüstern: "Ich missbillige zutiefst, dass Sie Ihre Uhr vorstellen, aber ich werde bis zum Tod Ihr Recht verteidigen, meine Uhr zurückzustellen."

Die Zeitumstellung ist daher nicht bloß ein zweimal jährliches Ärgernis – sie ist ein philosophisches Monument unserer demokratischen Reife: Der unerschütterliche Beweis, dass wir bereit sind, unsere kollektive Zeitwahrnehmung dem Diktat einer erleuchteten Minderheit zu unterwerfen, die weiß, wann es für uns 7 Uhr oder 8 Uhr sein sollte.

In diesem Sinne: Hoch lebe die Demokratie! Besonders in jenen Stunden, die wir ihr zweimal jährlich opfern oder geschenkt bekommen – je nachdem, wie die Experten es beschließen.

Dienstag, 25. März 2025

Die Grenzen der Toleranz: Reichsbürger, Meinungsfreiheit und öffentlich-rechtliche Medien

 

In einer Zeit, in der die Fragmentierung der Gesellschaft immer sichtbarer wird, stellt sich die Frage nach den Grenzen der Meinungsfreiheit mit besonderer Dringlichkeit. Ein aktuelles Beispiel liefert eine Dokumentation der öffentlich-rechtlichen Medien über ein Treffen sogenannter 'Reichsbürger' in Schwerin. Der Beitrag zeigt Menschen, die sich mit dem historischen Deutschen Kaiserreich identifizieren, insbesondere mit den Grenzen von 1871, und die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland anzweifeln oder ablehnen.

Der Pranger der modernen Medien

Die Dokumentation präsentiert die Teilnehmer in einem satirischen, teilweise herabwürdigenden Licht. Menschen in historischen Kostümen, mit Fahnen und Symbolen des Kaiserreichs, werden vorgeführt wie Kuriositäten eines politischen Jahrmarkts. Die Kommentierung lässt keinen Zweifel daran, dass hier eine Gruppe an den medialen Pranger gestellt wird.

Diese Art der Vorführung erinnert erschreckend an die unwürdige Darstellung von Hartz-IV-Empfängern in orchestrierten Reality-Shows, wo Menschen als "Parasiten" und "Schmarotzer" einem Millionenpublikum zum Fraß vorgeworfen werden. In beiden Fällen werden Minderheiten oder Randgruppen der gesellschaftlichen Verhöhnung preisgegeben. Was hier als Journalismus verkauft wird, ist in Wahrheit Schmierenjournalismus der untersten Schublade – eine Praxis, die in öffentlich-rechtlichen Medien, die durch Zwangsgebühren finanziert werden, nichts zu suchen hat.

Doch ist diese Form der Berichterstattung vereinbar mit den Grundwerten unserer Verfassung? Ist es die Aufgabe öffentlich-rechtlicher Medien, abweichende Meinungen zu diskreditieren, oder sollten sie nicht vielmehr einen Raum für den demokratischen Diskurs schaffen?

Das Bundesverfassungsgericht und die Freiheit des Andersdenkens

Es lohnt sich, an die wegweisenden Urteile des Bundesverfassungsgerichts zu erinnern. In der "Lüth-Entscheidung" vom 15. Januar 1958 heißt es: "Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ist als unmittelbarster Ausdruck der menschlichen Persönlichkeit in der Gesellschaft eines der vornehmsten Menschenrechte überhaupt [...]. Für eine freiheitlich-demokratische Staatsordnung ist es schlechthin konstituierend, denn es ermöglicht erst die ständige geistige Auseinandersetzung, den Kampf der Meinungen, der ihr Lebenselement ist."

Noch deutlicher wurde das Gericht in seinem wegweisenden Beschluss vom 22. Juni 2018 (1 BvR 2083/15). In Randnummer 71 dieser Entscheidung stellt das Bundesverfassungsgericht unmissverständlich klar:

"Die mögliche Konfrontation mit beunruhigenden Meinungen, auch wenn sie in ihrer gedanklichen Konsequenz gefährlich, und selbst wenn sie auf eine prinzipielle Umwälzung der geltenden Ordnung gerichtet sind, gehört zum freiheitlichen Staat. Der Schutz vor einer Beeinträchtigung des öffentlichen Friedens setzt bei der Auslegung des § 130 Abs. 4 StGB vielmehr voraus, dass eine Meinungsäußerung über ihr kommunikatives Wirken hinaus den Übergang zu Aggression oder Rechtsbruch markiert."

Diese Urteile sind keine juristischen Spitzfindigkeiten, sondern das Fundament unserer demokratischen Ordnung. Sie erinnern uns daran, dass eine lebendige Demokratie auch unbequeme, ja sogar beunruhigende Meinungen aushalten muss - solange sie nicht unmittelbar zu Aggression oder Rechtsbruch führen.

Mangelhafte Recherche und verfälschte Darstellung

Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass die Dokumentation auch in sachlichen Fragen unzureichend recherchiert hat. Ein aufschlussreiches Beispiel betrifft die Frage der Ausweisdokumente. In der Dokumentation wird die Skepsis mancher "Reichsbürger" gegenüber dem Personalausweis belächelt und als absurde Verschwörungstheorie dargestellt.

Dabei übersieht die Berichterstattung einen wichtigen rechtlichen Hintergrund: Wie aus einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion vom 2. August 2018 (hib 563/2018) hervorgeht, antwortete das baden-württembergische Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration in einem Schreiben vom 2. Mai 2017: "Der Staatsangehörigkeitsausweis sei das einzige Dokument, mit dem das Bestehen der deutschen Staatsangehörigkeit in allen Angelegenheiten, für die es rechtserheblich ist, verbindlich festgestellt wird (Paragraph 30 StAG). Der deutsche Reisepass und Personalausweis sind kein Nachweis für die deutsche Staatsangehörigkeit, sie begründen nur eine Vermutung, dass der Inhaber die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt."

Diese rechtliche Unterscheidung zwischen einem "Nachweis" und einer bloßen "Vermutung" der Staatsangehörigkeit mag für Laien spitzfindig erscheinen, ist aber juristisch bedeutsam. Die Dokumentation versäumt es, diesen Kontext darzustellen und reduziert stattdessen komplexe rechtliche Fragen auf vermeintliche Absurditäten, die dem Zuschauer zum Amüsement dienen sollen.

Hier zeigt sich ein bemerkenswerter Widerspruch: Einerseits ist der Staatsangehörigkeitsausweis laut offizieller Aussage das einzige Dokument, das die deutsche Staatsangehörigkeit verbindlich nachweist. Andererseits gerät man in der Praxis schnell in den Verdacht, ein "Reichsbürger" zu sein, wenn man genau diesen Ausweis beantragt. Behördenmitarbeiter werden regelrecht sensibilisiert, solche Anträge als mögliches Indiz für eine "reichsbürgerliche" Gesinnung zu werten. Diese Absurdität führt zu einer kafkaesken Situation: Der einzige rechtlich einwandfreie Weg, seine deutsche Staatsangehörigkeit nachzuweisen, kann gleichzeitig dazu führen, dass man unter Extremismusverdacht gerät.

Wenn selbst offizielle Stellen bestätigen, dass Personalausweis und Reisepass lediglich eine "Vermutung" der Staatsangehörigkeit begründen, während nur der Staatsangehörigkeitsausweis als verbindlicher Nachweis gilt – warum sollte dann die kritische Auseinandersetzung mit dieser Rechtslage Anlass zur Verhöhnung geben?

Weitere journalistische Versäumnisse: Selektive Darstellung und fehlender Kontext

Die mangelhafte Recherche ist jedoch nur eines von mehreren journalistischen Versäumnissen. Die Dokumentation zeichnet sich durch eine hochgradig selektive Darstellung aus: Besonders skurrile oder exzentrische Personen werden überproportional ins Rampenlicht gerückt, während differenziertere Stimmen kaum zu Wort kommen. Diese Technik des "Cherry-Picking" dient offensichtlich dazu, ein möglichst unterhaltsames Spektakel zu bieten – auf Kosten einer ausgewogenen Berichterstattung.

Zudem vermischt die Dokumentation verschiedene Strömungen und Überzeugungen unter dem Sammelbegriff "Reichsbürger". In Wirklichkeit handelt es sich um höchst heterogene Gruppierungen: von Monarchisten, die sich die Wiedereinführung des Kaiserreichs wünschen, über Selbstverwalter, die autarke Gemeinschaften anstreben, bis hin zu völkisch orientierten Gruppen. Diese Unterschiede zu ignorieren und alle in einen Topf zu werfen, ist nicht nur intellektuell unredlich, sondern verzerrt auch das Bild der Realität.

Besonders auffällig ist das Fehlen jeglichen historischen und rechtlichen Kontextes. Die komplexe Rechtslage Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, die Frage nach der Kontinuität des Deutschen Reiches und die verschiedenen völkerrechtlichen Interpretationen werden mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen werden alle Positionen, die vom Mainstream abweichen, pauschal als absurd abgetan.

Die Kommentierung aus dem Off erfolgt durchgängig aus einer Position der moralischen und intellektuellen Überlegenheit. Anstatt die Beweggründe der Menschen zu verstehen und kritisch zu hinterfragen, werden sie der Lächerlichkeit preisgegeben. Diese Haltung ist nicht nur arrogant, sondern verhindert auch jeden ernsthaften Dialog.

Besonders problematisch ist die implizite Vermischung von friedlichem Protest und Extremismus. Die überwiegende Mehrheit der gezeigten Personen demonstriert friedlich für ihre – wenn auch unkonventionellen – Überzeugungen. Dennoch suggeriert die Dokumentation eine Nähe zu extremistischen oder gar gewalttätigen Aktionen, ohne hierfür konkrete Belege zu liefern. Diese Art der Suggestion ist journalistisch unredlich und gefährlich.

Der "Rollatorputsch" und die tödlichen Folgen der Rechtsstaatlichkeit

In diesem Zusammenhang sei an den sogenannten "Rollatorputsch" erinnert, bei dem Menschen im Rentenalter unterstellt wurde, sie könnten mit ihren vermeintlichen "Umsturzfantasien" die demokratische Ordnung gefährden. Die Vorstellung, dass Senioren mit Rollatoren einen Staatsstreich planen könnten, mag absurd erscheinen – und ist es wohl auch.

Doch die Konsequenzen waren alles andere als harmlos: Die Betroffenen wurden nicht nur staatsanwaltschaftlich verfolgt, sondern in Untersuchungshaft genommen – ein drastischer Eingriff in die Freiheitsrechte, der besonders bei Menschen im fortgeschrittenen Alter schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Und tatsächlich: Einer der Inhaftierten verstarb während der Untersuchungshaft im Gefängnis – ein tragisches Resultat einer unverhältnismäßigen staatlichen Reaktion auf vermeintliche "Gefährder".

Die Ungleichbehandlung verschiedener politischer Strömungen wird besonders deutlich, wenn man die Härte dieses Vorgehens mit der staatlichen Reaktion auf andere ideologische Extreme vergleicht. Während ältere Menschen wegen monarchistischer oder reichsbürgerlicher Überzeugungen in Untersuchungshaft genommen werden, werden Anhänger des politischen Islams, die sogar öffentlich das Kalifat ausrufen und offen für die Einführung der Scharia in Deutschland eintreten – also ebenfalls eine grundlegende Änderung unserer Rechtsordnung anstreben – von offizieller Seite oft mit Nachsicht behandelt. Hier heißt es dann, dies sei "im grünen Bereich" und Teil des legitimen Meinungsspektrums. Diese eklatante Ungleichbehandlung wirft Fragen nach der politischen Neutralität der Strafverfolgungsbehörden auf.

Dieser Fall zeigt in erschreckender Deutlichkeit, welche realen Konsequenzen eine ausufernde Verfolgung abweichender Meinungen haben kann. Menschen wurden ihrer Freiheit beraubt und dem Stress einer Inhaftierung ausgesetzt, was im schlimmsten Fall zum Tod führte – nicht wegen tatsächlich verübter Gewalt, sondern wegen geäußerter Gedanken und Überzeugungen.

Die wahre Stärke der Demokratie

Die wahre Stärke einer Demokratie zeigt sich nicht darin, wie sie mit dem Mainstream umgeht, sondern wie sie Minderheitsmeinungen behandelt. Solange Menschen keine Straftaten begehen, sondern lediglich ihre – möglicherweise skurrilen oder weltfremden – Ansichten äußern, sollte ihnen mit Respekt begegnet werden.

Wenn Menschen glauben, Deutschland sei eine GmbH, oder sich die Monarchie zurückwünschen, mag das befremdlich erscheinen. Doch eine selbstbewusste demokratische Gesellschaft reagiert darauf nicht mit Spott oder Ausgrenzung, sondern mit Argumenten und dem Mut zur Auseinandersetzung.

Fazit: Der Prüfstein der Freiheit

Die Art und Weise, wie wir mit abweichenden Meinungen umgehen, ist der Prüfstein unserer freiheitlichen Ordnung. Öffentlich-rechtliche Medien tragen hier eine besondere Verantwortung. Statt Menschen vorzuführen und der Lächerlichkeit preiszugeben, sollten sie einen differenzierten Blick ermöglichen.

Was wir hier erleben, ist eine gefährliche Entwicklung: Die mediale Bloßstellung ganzer Bevölkerungsgruppen – sei es bei Hartz-IV-Empfängern oder bei Reichsbürgern – dient nicht der demokratischen Meinungsbildung, sondern schafft gesellschaftliche Spaltung und Verachtung. Der Journalismus verkommt zum Voyeurismus, zur Zurschaustellung des vermeintlich Absonderlichen, während die eigentliche Aufgabe der kritischen Beleuchtung von Machtstrukturen vernachlässigt wird.

Das Bundesverfassungsgericht hat uns den Weg gewiesen: Die Konfrontation mit beunruhigenden Meinungen gehört zum freiheitlichen Staat. Diese Erkenntnis sollten wir beherzigen – nicht nur in juristischen Debatten, sondern auch in unserer medialen Kultur und im alltäglichen Umgang miteinander.

Denn letztlich ist es nicht die Einheitlichkeit der Meinungen, sondern die Vielfalt der Stimmen, die eine Demokratie stark macht. Auch wenn einige dieser Stimmen skurril klingen mögen. Ein öffentlich-rechtliches Mediensystem, das diese Vielfalt durch Verhöhnung und Verspottung erstickt, hat seinen Auftrag nicht verstanden – und seine Legitimation verspielt. 

Samstag, 24. August 2019

Diego Fusaro, links-orientierter Schriftsteller und Jungphilosoph, spricht über die dringende Notwendigkeit eines Austrittes aus der NATO und dem Euro, um die nationale Souveränität wieder zu erlangen und eine alternative Politik überhaupt erst möglich zu machen

" Es gilt - um eine Revolution zu erreichen, die nicht nur eine verbale ist, sondern die auch soziopolitische Inhalte mitbringt - von der Kultur ausgehend neu zu beginnen. Man muss besonders mit der De-Kolonialisierung der Vorstellungskraft anfangen, nämlich unseren Geist von all den Unwahrheiten und Lügen zu bereinigen, mit den das gegenwärtige System das Realisieren dieser realen Gegebenheiten, in welchen wir uns wiederfinden, verhindert. Heute lässt uns das System der Manipulation glauben, dass wir in einer sich vollständig vollendeten Demokratie leben würden, während das Konzept der Demokratie nur ein Konzept bleibt und wir unterdessen 115 US-amerikanische Militärbasen auf unserem Territorium haben.

Offensichtlich kann es keine echte Demokratie geben, wenn es eine Nation oder Macht gibt, die mit militärischen Basen dein Territorium okkupiert.(..) Im spezifischen Fall muss man aus der NATO austreten und sich von den US-amerikanischen Militärbasen, die sich lediglich über einen ideologischen Missbrauch des Geschichtsbewusstseins legitimieren, befreien.(..) Der Befreier kehrt als solcher, sobald die Befreiung abgeschlossen ist, wieder in sein Land zurück. Wohingegen die, wie sie in Italien vonstattenging, gar keine echte Befreiung war, sondern lediglich ein Austausch des einen Okkupanten mit einem anderen."

https://www.youtube.com/watch?v=sWKkKTJnXk0

Donnerstag, 1. August 2019

50 Jahre Retroperspektive - ein Scherbenhaufen

Wenn man die letzten 50 Jahre in Retroperspektive stellt - kommt man zu dem Schluss, dass alle politischen Entscheidungen, die gleichsam vom Mainstream hofiert wurden, 70 % der Bevölkerung Stück für Stück immer weiter an den sozialen Abgrund gedrängt werden, die einhergeht mit immer mehr Vorschriften, Überwachungsmechanismen und Entmündigung. Man unterzieht uns sogar schon der Leibesvisitation, wenn wir einen Beratungsschein auf unserem hiesigen Amtsgericht persönlich beantragen.

Das wird mittlerweile alles hingenommen und gar noch verteidigt. Als ob die Aldikassiererin, der Bankangestellte, der Tankwart, der Taxifahrer usw. nicht mehr an Leib und Leben gefährdet seien.

Wird alles als ganz normal hingenommen, es fällt gar keinen auf – im Gegenteil – man lässt gar Sektkorken ob dieser repräsentativen Demokratie knallen und feiert die Emanzipationsrechte darin - und nicht nur vornehmlich die intellektuelle Avantgarde auch die Träumer, die immer wieder hoffen, mit ihrer Stimme an der Wahlurne etwas bewegen zu können. Bis sie von dem System so zerrieben werden, und dann ihr Heil in neu designten Oppositionen suchen - da beginnt derselbe Mechanismus. Ihre Hoffnung, ihr Enthusiasmus, ihre Weltverbesserungsstimmungen werden dort gleichfalls zerrieben - bis dann die Grube auf sie wartet.

Hätten sie nur eine Ahnung davon, wie Machtstrukturen arbeiten also der militärisch-industrielle-parlamentarische Medien- und Bankenkomplex die verwoben mit dem tiefen Staat agieren. Hätten Sie eine Ahnung, inwieweit das Geldsystem der Schlüssel zum Erfolg ihrer Knechtschaft beiträgt - könnte viel verhindert werden. Doch dahinter wird nicht geschaut, das wird boykottiert mit der Begrifflichkeit, die der CIA in ihren Denkfabriken ausgedacht haben, um die Recherchearbeit am Mord des Präsidenten Kenedy zu verunmöglichen, sie erfanden das Wort „Verschwörungstheorie“.

Was einst als seriöse investigative Recherche Hochzeit erfuhr, ist heute „Verschwörungstheorie“. Diese Technik erlebt zurzeit ihren Höhepunkt in der Amadeu Antonio Stiftung u. a. Daher empfehle ich ein paar Bücher unter anderem David Talbot: Das Schachbrett des Teufels – die CIA, Allen Dulles und der Aufstieg Amerikas heimlicher Regierung.

Weiter empfehle ich Guido Giacomo Preparata mit seinem Buch: Wer Hitler mächtig machte: Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten

Dazu den Historiker Caroll Quigley zum einen - „Das angloamerikanische Establishment“ und zum anderen das 1000 Seiten Werk dem Titel: Tragödie und Hoffnung: eine Geschichte der Welt in unserer Zeit.

Nicht zu vergessen den Historiker Antony Sutton: https://www.perseus.ch/…/u…/2012/02/schaedel-und-knochen.pdf

Die zeigen die Machtstrukturen, die uns in dem Netz von Intrigen, Lügen, Falschinformationen, gelenkte Oppositionen, designte Machtblöcke, Mord, Folter und Totschlag halten und nicht zu vergessen, wie sie mit Psychowerkzeugen unsere Synapsen manipulieren.

Der Historiker und Ökonom Guido Giacomo Preparata gab Folgendes zu Protokoll bezüglich des Betruges der Wirtschaftswissenschaften an uns:

»... Wie dem auch sei, es ist nicht genug, und was auch immer getan wird, ist zu zaghaft, da es leider durch den Stammbaum der meisten "Rebellen" eingeschränkt ist, d.h. Ökonomen, die sich auf einem unterschiedlichen Gebräu der neoklassischen, Chicagoer, keynesianischen Ökonomie und in geringerem Maße der britischen politischen Ökonomie der alten Schule (zu der meiner Ansicht nach auch der marxianische Haferbrei gehört) gebildet haben. All dies bedeutet, dass sie, wie ich und all jene, die verflucht genug waren, um mehrere Wirtschaftsabschlüsse zu haben, grundsätzlich kein Verständnis von Ökonomie haben. Es ist wieder ein Entgiftungsprozess, der mit Zweifel und Nachtlesung beginnt; es ist, als ob man das Gehirn wieder zusammenbaut, nachdem man versucht hat, es in den prägendsten Jahren der intellektuellen Entwicklung in Brei zu verwandeln.«

-Guido Giacomo Preparata Ökonom-

Es ist nicht nur der Zweig der Wirtschaftswissenschaften die uns ihre Denkweise und Sprache aufzwingen es sind alle Wissenschaften an diesem Betrug an der Bevölkerung beteiligt. Denn alle Wissenschaftstempel stehen unter der Herrschaft des Establishments. Ausnahmslos! So gibt es zum Beispiel auch keine unabhängigen Studien mehr, über die Wirkweise von Medikamenten, das übernimmt der Pharmakomplex in eigener Regie.

Auch Sozialwissenschaftler, Pädagogen, Psychologen, Psychotherapeuten haben sich über diese Wissenschafts-Tempel abrichten lassen und arbeiten gegen uns. In den sechziger u. siebziger Jahren gab es noch eine kritische Soziologie und die Psychiatrie, diese hat ihrem eigenen Berufsstand „Befriedungsverbrechen“ vorgeworfen.

Buchvorschlag dazu: Befriedungsverbrechen - Über die Dienstbarkeit der Intellektuellen von Franco Basaglia u. Franca Basaglia-Ongaro (Herausgeber). Autoren: Michel Foucault, Noam Chomsky, ), Erving Goffman, Robert Castel, Erich Wulff, Ronald D. Laing, Thomas S. Szasz, Stanley Cohen.

Dieses Eingeständnis von Guido Giacomo Preparata sollte uns allen Mut geben unser „Wissen“ welches sie in uns hineingestopft haben auf dem Prüfstand zu stellen.

https://www.youtube.com/watch?v=lYXlySp_w1s

Guido Giacomo Preparata sprach von einem Entgiftungsprozess, der mit Zweifel und Nachlese beginnt, in diesem Sinne lasst uns beginnen. Ach ja – und glauben Sie bloß nicht, dass sie halt in Gewerkschaften, Sozialverbänden oder sonst wo finden - die gehören auch mit dazu.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Wie die Globale Elite über die Welt herrscht

Weltbank Anwältin offenbart

Karen Hudes arbeitete mehr als 20 Jahre bei der Weltbank. Sie studierte Jura an der Elite Universität Yale und Volkswirtschaft in Amsterdam. Sie wurde gefeuert als sie die Bestechungsmethoden der Weltbank anklagte.

Sie war in der einzigartigen Position, genau zu sehen, wie die globale Elite über die Welt herrscht.
Gemäß Hudes verwendet die Elite einen sehr dichten Kern von Finanzeinrichtungen und Megavereinigungen, um den Planeten zu beherrschen.

Donnerstag, 5. November 2015

Analyse, Deutschland, Europa, Flüchtlinge

In welchem Zus­tand befindet sich eigentlich diese Repub­lik? In ver­gan­genen Jahrzehn­ten war es seit­ens der Linken üblich, Entwick­lun­gen stets kri­tisch zu beobachten; dem Land wurde die Hand an den Puls gelegt und der Zus­tand der bürg­er­lichen Demokratie wurde genau betra­chtet. Inzwis­chen scheint das aus der Mode ger­aten zu sein, solange nur die Schlagzeile stimmt.

Manch­mal muss man vom Inhalt abstrahieren und die Form eines Ereignisses betra­chten, um zu begreifen, worauf es abzielt oder was es anzeigt. Auf den ersten Blick sin­nvoll Erscheinen­des kann auf den zweiten etwas ganz Anderes bedeuten.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Demokratie erzwingen, geht nicht? Geht doch!

Hab mir eben auf YouTube den Film von ARTE "Der größte Betrug aller Zeiten - Geld aus dem Nichts!" nochmals angeschaut und bin auf einen Kommentar zu diesem Video gestoßen.

Der ist so genial, dass ich Euch den nicht vorenthalten möchte - karoy52 schriebe dazu:

Man sollte nicht nur die staatliche Verschuldung und die damit verbundenen Zinsgewinne den Bangstern entziehen! Durch ein Verbot der Bilanzverlängerung der Banken bei der "Kreditvergabe" müssen die Bangster gezwungen w...erden die Gelder für die Kredite sich bei den Nationalbanken zu holen. Natürlich gehen dann auch alle Kreditzinsen für dieses Geld an diese. Die Banken sind dann nur Kreditvermittler und erhalten für ihre Arbeit eine Gebühr.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Eilmeldung: Bürgerrechte in Deutschland wegen Flüchtlingskatastrophe aufgehoben!

Dienstag, 13.10.2015. Eifel. Ja, lieber Leser: heute muss ich Ihnen einiges zumuten. Ich tue das nicht gern – doch wie Sie selbst merken, verändert sich unser Land gerade gewaltig – und so schnell, dass man täglich die Veränderungen beschreiben könnte. Auch mich hat die Entwicklung überrascht: wer hätte schon ahnen können, dass sich Millionen Menschen spontan aus von der Nato zerbombten Gebieten nach Deutschland auf den Weg machen – im Prinzip eine Wanderung, die richtig und verständlich ist: man bringt das Leid zurück zum Verursacher. Auch prima für die Deutschen, die endlich einmal ihr in den USA nach wie vor vorhandenes (und für weite Kreise der USA notwendiges) Nazi-Bild abbauen können. Außerdem sollte ein Volk, dass in Urlaubszeiten zu 77 Prozent aus Weltreisebürgern (oder Wetterasylanten) besteht (und somit der Umwelt in den Gastländern gigantischen Schaden zufügt), ruhig mal seine Gastfreundschaft beweisen … mal ganz abgesehen davon, dass die finsterböse IS, vor der wir vorher ja ausführlich gewarnt wurden, jetzt die Chance auf Fillialen in Deutschland hat: aber – so ist sie halt, die globale Welt: jeder will überall hin und jeder kommt auch überall hin, früher oder später.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Hintergrund der griechischen Schulden

Die aktuelle Debatte über die griechischen Schulden gab Anlass zu aller Arten von Bedrohungen, zuerst gegen die Tsipras-Regierung, dann gegen die griechischen Wähler. Ohne auf den ‚abscheulichen Teil‘ der Schulden einzugehen analysiert Thierry Meyssan die internationale Kampagne gegen den Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone. Er verweist auf den historischen Entwurf der europäischen Union und des Euro, so wie er im Jahr 1946 von Churchill und Truman formuliert wurde, und schließt, dass Griechenland heute in die Falle des internationalen geopolitischen Umfeldes getappt ist, und nicht wegen seiner wirtschaftlichen Situation.
| Damaskus (Syrien)
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Joseph Retinger, einst polnischer Faschist, der britischer Agent wurde. Auf Antrag des MI6 gründete er die Europäische Liga für wirtschaftliche Zusammenarbeit, deren Generalsekretär er wurde. Als solcher ist er der Vater des Euro. Anschließend förderte er die Europäische Bewegung und schuf den Bilderberg-Club.

Mittwoch, 2. September 2015

Nazi-Terror in Germany – today


Mittwoch, 2.9.2015. Eifel. Heute mal ein Artikel aus besonderem Anlass – aus besonders wichtigem Anlass , denn: der Ungeist des Faschismus, der Ungeist wahnsinniger Mordbrenner, der Ungeist der edlen, reinen und guten Herrenrasse und ihr Triumph über die bösen Untermenschen, die gerade mal eine Existenzberechtigung als medizinisches Forschungsmaterial haben, erhebt sich wieder in Deutschland. Erkennen musste ich das, als ich eine E-Mail zu lesen bekam, die mich sehr betroffen machte. Es war ein Kollege oder eine Kollegin – ist ja auch egal. Nicht egal ist, was sie oder ihn bewegt hat:

Ein Feigling bin ich der sich nicht getraut das in aller Öffentlichkeit zu artikulieren – jetzt kann ich nachempfinden, wie man sich damals unter dem Naziregime füllen musste, obwohl heute noch keine Schlägerbande vor der Türe wartet. Aber halt – die Antifa hat ausgerufen:Nazis haben auch Namen und Adressen – Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Und da wir ja alle Nazis sind – zumindest ich, weil ich ganz große Zweifel an dem habe, was mir medial dargeboten wird. Vielleicht liege ich hier auch einem Trugschluss auf. Vielleicht sollte ich Abstand von dieser ganzen Politik nehmen – man wird vielleicht dadurch paranoid! Wer weiß?

Es ging um Angst. Angst, kritische Gedanken zu äußern. Nein, nein, keine Sorge, es kommt jetzt nicht eine Platitüde im Sinne von „Ich bin ja kein Nazi, aber….“. Mir persönlich wäre es sogar egal, wenn mich eher ungebildete Schichten als Nazi deklarieren – und angesichts dessen was von vermeintlichen „Linken“ alles als „Nazis“ beschimpft wird, wird der Begriff langsam zu einer Auszeichnung. Schauen wir doch mal bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung vorbei, einst eine Hochburg kritischen Denkens (siehe rosalux.de):

Weiter Informationen

Samstag, 29. August 2015

Gesellschaftspolitische Entscheidungen zum Gemeinwohl treffen nicht etwa 100 % – NEIN, es sind 0,001 %

Die Politik der USA wird von ca. 400 Personen bestimmt, deren gemeinsames Vermögen in Billionen Dollar berechnet wird, so Lawrence Wilkerson, der Stabschef des früheren US-Außenministers Colin Powell. Diese Nicht-Berücksichtigung von über 99,99% Bevölkerung in politischen Entscheidungen wurde ebenfalls vor kurzem in einer Studie der Universität Princeton belegt.

Freitag, 17. Juli 2015

Sozialisierungsprozesse für Volksvertreter

Der erste demokratisch gewählte Präsident in Ägypten Muhammad Mursy, wurde wegen Landesverrats zum Tode verurteilt - ich weiß jetzt nicht, ob die Todesstrafe durch den Strang oder durch das Henkersbeil erfolgt.

Hier in Deutschland jedenfalls, erwarten unsere Volksvertreter ganz andere drakonische Strafen - man setzt sie einem schmerzhaften und lang anhaltenden Prozess der Resozialisierung aus, in dem multinationale Konzerne verpflichtet werden, sich dieser Klientel anzunehmen, indem versucht wird, ihnen die Grundzüge ethisch humanistischer Entscheidungsprozesse Stück für Stück begreifbar zu machen.

Dieser Sozialisierungsprozess wird bei hartnäckigen Persönlichkeitsstrukturen unter Zuhilfenahme der sanften Druckmethodik des sogenannten Moneyboarding die unter Aufsicht von Ärzten und Psychotherapeuten stattfindet - ergänzend flankiert. Was haben ägyptische Landesverräter doch ein Glück, gemessen an dem Leid, welches ihnen hier widerfahren würde - währen sie des Landesverrates hier in der BRD angeklagt.