Wer lebt eigentlich in Deutschland
alles auf Kosten der Gemeinschaft?
Klar. Erste Antwort: ALG-2
Bezieher. Weiß ja jeder.
Wer noch?
Polizisten.
ARGE-Mitarbeiter. Frau Merkel. Bundeswehr. Professoren. Lehrer. Und
alle weiteren Beamten und staatlichen Angestellten. Ohne
Steuerzahlungen der Allgemeinheit (und bei 19% Mehrwertsteuer ist
„JEDER Hartz-IV Mensch“ mit einem überdurchschnittlich hohen
Anteil seines zur Verfügung stehenden Anteils dicke dabei) keine
Jobs.
Noch mehr?
Ärzte. Ohne Solidargemeinschaft der
Versicherten (und ohne den Gesellschaftsvertrag zur
überdurchschnittlichen Vergütung) keine Jobs. Auf dem Markt in
Marrakesch habe ich Ärzte kennengelernt, die ohne soziale Hängematte
ihren Job machen mussten. Wichtigste Regel für den Kundenfang:
Potenzmittel anbieten! Erst dann: Verkauf von ärztlichen
Dienstleistungen - Vorsorge, Impfungen, Antibiotika, etc.
War eine
sehr lehrreiche Erfahrung. Links vom Arzt war der Stand vom Metzger,
rechts davon ein Stand mit Gewürzen.
Und natürlich all die
Angestellten und Vorstandsvorsitzenden der Krankenkassen.
Ein
Nachschlag noch?
Alle Versicherungen. Ohne (für eine
demokratische Solidargemeinschaft sehr wichtige) Gemeinschaft der
Versicherten - keine Jobs.
Wer lebt noch auf Kosten der
Gemeinschaft?
Unternehmer. Ja - sogar die.
Ohne eine
über Jahrhunderte gewachsene Gesellschafts- und Infrastruktur wäre
Produktion, Vertrieb und Absatz von Handys oder Klopapier nicht
denkbar, ohne eine Gemeinschaft, die Straßen erhält,
Kommunikationswege pflegt, Sicherheit und rechtlich zuverlässige
Rahmenbedingungen für Besitz bietet, in Schulen und Universitäten
die Konsumenten und Produzenten der neuen Generation heranbildet,
sozialen Frieden gewährleistet, wäre ein Unternehmen kaum
profitabel, wenn überhaupt existenzfähig. Es braucht eine
hochspezifische Umwelt, um gedeihen zu können. Und die kann es nicht
aus eigener Kraft schaffen.
Es muss - quasi parasitär - sich an
eine Gesellschaft dranhängen, die diese Umwelt bietet. So eine wie
unsere, z.B. Aborigines brauchen keine Spülmaschinentabs oder
Flachbildschirme.
Weiter noch?
Der Mensch als
soziales Wesen ist ohne Gemeinschaft eigentlich gar nicht
überlebensfähig. Zu "Gemeinschaft" gehört hier
allerdings auch ... "Umwelt". Ein Trapper im Wald (ein sehr
reiches Umfeld) kann recht lange allein überleben, in ärmeren
Umfeldern (Wüste. Ozean. Gebirge.) wird schon mal ein Tag schwierig,
gibt es dann noch Konkurrenz (Bären, Löwen, Giftschlangen, Viren
...) wird es sehr haarig. Aber auf die Umwelt bezogen ... lebt der
Mensch nur als Sozialschmarotzer - von der Leistung anderer
(Beerensträucher, Apfelbäume, Jagdwild, Hafer, Gerste und Getreide
...).
Wer ist also Parasit und Sozialschmarotzer?
Alle.
Oder Keiner.
Letzteres wäre mir lieber.