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Montag, 20. Februar 2017

Je mehr ich über Auschwitz lese ... und über den Geist der "Entscheider", die diese Vernichtungsindustrie ersannen ... umso mehr Parallelen entdecke ich zur aktuellen "Sozialpolitik"

Je mehr ich über Auschwitz lese ... und über den Geist der "Entscheider", die diese Vernichtungsindustrie ersannen ... umso mehr Parallelen entdecke ich zur aktuellen "Sozialpolitik": der Mensch wird selektiert nach seiner Nützlichkeit für die Erwirtschaftung von Kapitalrendite. Wann haben wir als Solidargemeinschaft eigentlich zugestimmt, dass wir aus der Wirtschaft für das Volk eine Parasitenwirtschaft gemacht haben, die nur noch wenigen Zecken nützt ... und den Rest blutleer saugt? Hätte man uns da nicht mal fragen sollen, ob wir das gut fänden, lebenslang Zulieferer dieses Molochs zu werden ... ober ob wir nicht doch lieber solidarische, kooperative Wirtschaftsordnungen hätten, die jedes Jahr steigenden Wohlstand für jedes Mitglied erwirtschaften? Nur mal so ein Gedanke.

via Reiner August Dammann

Montag, 23. November 2015

Die Verrohung der Gesellschaft schreitet weiter fort. Wir dulden kommentarlos die Ausbreitung totalitärer Meinungsmache und halten das für "Kampf gegen Rechts" - während die echten Nazis immer weiter Machtpositionen in Staat und Gesellschaft innehaben - die sie nie wirklich abgelegt haben. Da wird der Hase im Hühnerstall als "Nazi" diffamiert, während man den Fuchs in Ruhe jagen läßt: Generation Doof ist voll in ihrem Element.

Montag, 23.11.2015. Eifel. Tja – schon wieder mal das Problem: wie schreibe ich über etwas, über das ich nicht schreiben darf, aber schreiben muss, weil es alle was angeht? Namen, Orte, Berufe und mehr muss ich bei der Geschichte ändern, weil die betreffende Person sonst nicht mehr sicher – will sagen: schnell eine Leiche ist. Gedroht wurde ich damit schon, sie würde brennen, wenn sie gewisse Auflagen nicht erfüllt. Wer hat ihr das erzählt? Nun – wieder darf ich darüber nichts sagen, denn die beiden Herren sind wohlsituiert, in zentraler und leitender Stellung innerhalb unserer Gesellschaft, wirklich ganz angesehene Bürger. Nie hätte man gedacht, dass sie … nun, anders sind als wir. Ganz anders.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Der einflussreiche Soziologe Heinz Bude fordert in dem Wirtschaftsblatt FAZ eine Politik, die keine Angst vor den Ängsten der Menschen hat, keine Angst vor der Allianz der Millionen Systemverlierer zeigt

Der einflussreiche Soziologe Heinz Bude fordert in dem Wirtschaftsblatt FAZ eine Politik, die keine Angst vor den Ängsten der Menschen hat, keine Angst vor der Allianz der Millionen Systemverlierer zeigt. Unter dem Titel "Gewalt gegen Flüchtlinge: Faschismus lebt" zitiert Jakob Augstein den Herrn Bude ausgiebig bei der Beschreibung der "Koalition der Angst". Die "neoliberale Variante der Demokratie" hat keinen Begriff von Freiheit, Würde, Gerechtigkeit, muss ich lesen, und schließe aus allem zusammen: der starke Staat soll endlich Schluss machen mit dem "Pack".In der Welt fordert ein "Stand up Comedian" und "Kolumnist" die Wiedereröffnung von Konzentrationslagern (volles Programm, nur ohne Gas) für das, was die Politik alles als "Neonazis" einstuft - und das, was Augstein und Bude als die "Ignorierten des Dienstleistungsproletariats" und die "Verbitterten aus der gesellschaftlichen Mitte" ansehen. Mir dünkt auch: der Faschismus lebt. Aber ganz woanders. als die Systemgewinnler es beschreiben: in ihrer eigenen Mitte lebt er wieder auf. Nicht der Flüchtling wird zum Sündenbock: der "besorgte Bürger" ist im Visier. Und Angst .. hat er wohl aus gutem Grund. Immerhin: Angst ist in der Natur eine sinnvolle Warnfunktion vor tödlicher Gefahr. Die hat man nie umsonst - wie ich heute gelernt habe. Freiheit, Würde und Gerechtigkeit ... waren einst Grundwerte unserer Demokratie, heute sind sie Ziel von Spott und Ironie.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Eilmeldung: Bürgerrechte in Deutschland wegen Flüchtlingskatastrophe aufgehoben!

Dienstag, 13.10.2015. Eifel. Ja, lieber Leser: heute muss ich Ihnen einiges zumuten. Ich tue das nicht gern – doch wie Sie selbst merken, verändert sich unser Land gerade gewaltig – und so schnell, dass man täglich die Veränderungen beschreiben könnte. Auch mich hat die Entwicklung überrascht: wer hätte schon ahnen können, dass sich Millionen Menschen spontan aus von der Nato zerbombten Gebieten nach Deutschland auf den Weg machen – im Prinzip eine Wanderung, die richtig und verständlich ist: man bringt das Leid zurück zum Verursacher. Auch prima für die Deutschen, die endlich einmal ihr in den USA nach wie vor vorhandenes (und für weite Kreise der USA notwendiges) Nazi-Bild abbauen können. Außerdem sollte ein Volk, dass in Urlaubszeiten zu 77 Prozent aus Weltreisebürgern (oder Wetterasylanten) besteht (und somit der Umwelt in den Gastländern gigantischen Schaden zufügt), ruhig mal seine Gastfreundschaft beweisen … mal ganz abgesehen davon, dass die finsterböse IS, vor der wir vorher ja ausführlich gewarnt wurden, jetzt die Chance auf Fillialen in Deutschland hat: aber – so ist sie halt, die globale Welt: jeder will überall hin und jeder kommt auch überall hin, früher oder später.

Freitag, 2. Oktober 2015

Der totalitäre Alltagsfaschismus der Neoliberalen

Der neoliberale Mensch ist „marktkonform, wettbewerbsfähig, selbstdiszipliniert, anpassungsbereit, flexibel, egoistisch, aktiv und unternehmerisch“ – eine Beschreibung, die nur noch gebildete Menschen (die eine nahezu verschwundene Minderheit darstellen – unabhängig vom „Bildungsgrad“, der selbst nur noch ein anderer Begriff für die Qualität der Vermarktbarkeit ist) als faschistoid verstehen, weil sie sich an Hitlers Beschreibungen des „Neuen Menschen“ erinnern (siehe Deutsche Welle):

Adolf Hitler spricht von der Verweichlichung der Jugend in der Weimarer Republik und formuliert das „neue“ Ideal der Nazis: „flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl“ so soll die Jugend ab sofort sein.

Der Mensch wird Hund, dienstbares, treu ergebenes, kritik- und geistloses Vieh: ein Ideal, das seltsam anmutet im angeblichen Land der Dichter und Denker, das eine Demokratie sein wollte – und trotzdem eifert eine ganze Nation ihm nach, will gefällig sein, vermarktbar, belastbar wie Leder, flexibel wie ein Windhund, hart wie totes Metall. „Fit for Job“ – so werben die Fitnesscenter, die das Gegenteil der Buddhafigur zum Götzen erklären, „Boddybuilding“ wird bis zum Exzess betrieben – um jenen Gestalten ähnlich zu werden, die in den NS-Kunst idealisiert wurden und auf jedem Werbeplakat für die Wehrmacht oder die SS zu finden waren: der gemanische Siegertyp ist Gesellschaftsideal geworden – wenn ich mit Anglizismen wie „six-pack“ versüßt.

Dienstag, 1. September 2015

Sozialschmarotzer! Parasiten!

Wer lebt eigentlich in Deutschland alles auf Kosten der Gemeinschaft?

Klar. Erste Antwort: ALG-2 Bezieher. Weiß ja jeder.

Wer noch?

Polizisten. ARGE-Mitarbeiter. Frau Merkel. Bundeswehr. Professoren. Lehrer. Und alle weiteren Beamten und staatlichen Angestellten. Ohne Steuerzahlungen der Allgemeinheit (und bei 19% Mehrwertsteuer ist „JEDER Hartz-IV Mensch“ mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil seines zur Verfügung stehenden Anteils dicke dabei) keine Jobs.

Noch mehr?

Ärzte. Ohne Solidargemeinschaft der Versicherten (und ohne den Gesellschaftsvertrag zur überdurchschnittlichen Vergütung) keine Jobs. Auf dem Markt in Marrakesch habe ich Ärzte kennengelernt, die ohne soziale Hängematte ihren Job machen mussten. Wichtigste Regel für den Kundenfang: Potenzmittel anbieten! Erst dann: Verkauf von ärztlichen Dienstleistungen - Vorsorge, Impfungen, Antibiotika, etc.
War eine sehr lehrreiche Erfahrung. Links vom Arzt war der Stand vom Metzger, rechts davon ein Stand mit Gewürzen.

Und natürlich all die Angestellten und Vorstandsvorsitzenden der Krankenkassen.

Ein Nachschlag noch?

Alle Versicherungen. Ohne (für eine demokratische Solidargemeinschaft sehr wichtige) Gemeinschaft der Versicherten - keine Jobs.

Wer lebt noch auf Kosten der Gemeinschaft?

Unternehmer. Ja - sogar die.

Ohne eine über Jahrhunderte gewachsene Gesellschafts- und Infrastruktur wäre Produktion, Vertrieb und Absatz von Handys oder Klopapier nicht denkbar, ohne eine Gemeinschaft, die Straßen erhält, Kommunikationswege pflegt, Sicherheit und rechtlich zuverlässige Rahmenbedingungen für Besitz bietet, in Schulen und Universitäten die Konsumenten und Produzenten der neuen Generation heranbildet, sozialen Frieden gewährleistet, wäre ein Unternehmen kaum profitabel, wenn überhaupt existenzfähig. Es braucht eine hochspezifische Umwelt, um gedeihen zu können. Und die kann es nicht aus eigener Kraft schaffen.
Es muss - quasi parasitär - sich an eine Gesellschaft dranhängen, die diese Umwelt bietet. So eine wie unsere, z.B. Aborigines brauchen keine Spülmaschinentabs oder Flachbildschirme.

Weiter noch?

Der Mensch als soziales Wesen ist ohne Gemeinschaft eigentlich gar nicht überlebensfähig. Zu "Gemeinschaft" gehört hier allerdings auch ... "Umwelt". Ein Trapper im Wald (ein sehr reiches Umfeld) kann recht lange allein überleben, in ärmeren Umfeldern (Wüste. Ozean. Gebirge.) wird schon mal ein Tag schwierig, gibt es dann noch Konkurrenz (Bären, Löwen, Giftschlangen, Viren ...) wird es sehr haarig. Aber auf die Umwelt bezogen ... lebt der Mensch nur als Sozialschmarotzer - von der Leistung anderer (Beerensträucher, Apfelbäume, Jagdwild, Hafer, Gerste und Getreide ...).

Wer ist also Parasit und Sozialschmarotzer?

Alle. Oder Keiner.

Letzteres wäre mir lieber. 

Mittwoch, 15. Juli 2015

Reich gegen arm – das Endspiel

Aus dem Beitrag: Bereiten Sie sich schon auf die Apokalypse vor? Kaufen Sie schon Nahrungsmittelreserven, damit es Ihnen nicht so geht wie den Griechen? Wissen Sie überhaupt, was den Griechen passiert ist? In einem Anfall von Wahrheitswahn hat der Spiegel kürzlich einige Fakten über Griechenland veröffentlicht (siehe Spiegel): die Renten sanken um 45 %, die ärmsten Haushalte verloren 86% ihrer Einkommen. Verglichen mit Deutschland wären hätten die Ärmsten einen Hartz IV-Regelsatz von 55 Euro im Monat – was unsere Wirtschaft begeistern würde. Ja – die „Wirtschaft“ (eigentlich nur ein Synonym für zahlungskräftige Lobbygruppen – ich habe in der Eifel mal ein paar „Inhaber“ gefragt: die waren sich sicher, nicht zur „Wirtschaft“ zu gehören) begrüßt Sanktionen, wie sie gegen Russland, den Irak, Griechenland oder deutsche Arbeitslose verhängt werden (siehe OTZ) – ach: hoppla, nein, da begrüßt nur ein Funktionär die Sanktionen gegen deutsche Arbeitslose, die anderen Sanktionen kamen mir selbst in den Sinn.

Im Irak haben Sie 500000 Kinder gekillt (siehe AG-Friedensforschung), die Zahl der Toten in Griechenland oder Russland sind noch nicht ermittelt worden – angesichts der Tatsache, dass der Zusammenhang zwischen Sanktionen (dem Abschneiden der Versorgungsleistungen) und toten Kindern bekannt ist, darf man wohl zurecht den Schluss ziehen, dass Sanktionen heutzutage mit einer Tötungsabsicht gegen die Zivilbevölkerung verbunden sind, oder – wenn ich nach Griechenland schaue – einem Vernichtungsprogramm für Arme gleichen.

Dieses Programm kann man auch in Deutschland erkennen – nur darf man hier nicht drüber reden. Vernichtung gilt erst dann als Vernichtung, wenn sie in Ausschwitz mit Gas an Juden vollzogen wird: darüber wachen die Rechtssozialisten der Republik, die – auf die Folgen von Hartz IV angesprochen – seltsam stumm werden.

Reich gegen arm – das Endspiel