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Sonntag, 3. August 2025

Karl Marx – Trojaner des Finanzkapitals?

 

Wie eine vermeintlich revolutionäre Theorie zur Geburt ideologischer Kriegsführung wurde

„Es gibt keine größere Macht als die der Illusion – solange niemand merkt, wer sie geschaffen hat.“

Karl Marx – dieser angebliche Erzfeind der Banken, dieser auf ewig verehrte Prophet der Arbeiterklasse – war vielleicht nichts anderes als ein genial inszenierter Feind in der Tarnkappe. Seine Theorie? Ein intellektueller Sprengsatz. Seine Wirkung? Eine ideologische Massenvernichtungswaffe. Nicht gegen die Eliten, sondern gegen die letzten Schutzräume organischer Gesellschaft: Familie, Region, Nation.

Und die wirklich Mächtigen? Sie dankten es ihm. In Dollar.

Die marxistische Täuschung – Klassenkampf als Ablenkung

Was Marx der Welt schenkte, war kein Befreiungsplan, sondern ein Feindbild: Kapitalisten gegen Proletarier. Schwarz gegen Weiß. Oben gegen Unten. Eine künstliche Dichotomie, perfekt geeignet, um komplexe gesellschaftliche Realitäten zu verflachen. Spaltung statt Solidarität. Ideologie statt Realität. Ablenkung statt Analyse.

Gesponsert von Wall Street?

In seinem Werk Wall Street and the Bolshevik Revolution belegt Antony C. Sutton anhand von US-Kongressdokumenten, dass führende Banken der Wall Street – darunter Morgan & Co., Kuhn, Loeb & Co. sowie National City Bank – massive Transfers an die Bolschewiken unterstützten:

„The evidence shows that American and British financiers deliberately financed the 1917 Bolshevik Revolution in Russia.“
— Antony C. Sutton, Wall Street and the Bolshevik Revolution, 1974, S. 91

„There is a continuous, documented line of financial and technical support from Wall Street to the Soviet Union... from 1917 to the Cold War.“
— ebenda, S. 179

Was wie Antikapitalismus aussah, war in Wahrheit ein kontrollierter Umsturz – von oben bezahlt.

Friedrich List – der vergessene Gegenspieler

Der deutsche Nationalökonom Friedrich List erkannte die geopolitische Funktion des angeblichen „Freihandels“ als strategische Waffe gegen nationale Selbständigkeit:

„Der Freihandel ist die Religion der Starken, welche die Schwachen ausbeuten.“
— Friedrich List, Das nationale System der politischen Ökonomie, 1841

List verstand, dass lokale Wirtschaftskreisläufe, Handwerk und Industrie in einem gesunden Zusammenspiel mit der Nation stehen – nicht in einem ideologischen Gegensatz.

Marx dagegen attackierte diesen Gedanken fundamental – und stand dabei faktisch im Dienst globalistischer Interessen, auch wenn er dies ideologisch verschleierte.

Die Revolution frisst die Falschen

Zahlreiche Aussagen aus den Marx-Engels-Werken (MEW) zeigen die Verachtung gegenüber bestimmten sozialen Gruppen und Völkern:

„Das Lumpenproletariat […] ist mehr bereit, sich zu verkaufen, zur reaktionären Bestechung als zum revolutionären Kampf.“
— Karl Marx, Der Bürgerkrieg in Frankreich, MEW 17: S. 345

„Die südslawischen Völker sind Völkerabfälle […] ohne geschichtliche Initiative, unfähig zu nationaler Entwicklung.“
— Friedrich Engels, Neue Rheinische Zeitung, 1849, MEW 6: S. 172

„Ohne Gewalt und ohne eherne Rücksichtslosigkeit wird nichts durchgesetzt in der Geschichte.“
— Engels, MEW 6: S. 279

„Lassalle ist ein Nigger […] seine Zudringlichkeit ist auch negerhaft.“
— Karl Marx an Friedrich Engels, Brief vom 30. Juli 1862

Was hier zu Tage tritt, ist nicht emanzipatorisches Denken – sondern autoritärer Fanatismus im revolutionären Gewand.

Cui bono? Wer hat gewonnen?

Antony Sutton schreibt:

„Die Sowjetunion wurde nicht gegen den Westen aufgebaut – sie wurde vom Westen aufgebaut.“
— Sutton, Western Technology and Soviet Economic Development, 1968, Band I–III

Und in Bezug auf Nazi-Deutschland:

„Without Wall Street, there would have been no Hitler. No SS. No Gestapo. No World War II.“
— Sutton, Wall Street and the Rise of Hitler, 1976, S. 33

Die marxistische Revolution wie der nationalsozialistische Umsturz dienten derselben Strategie: Chaos schaffen, um Kontrolle zu konsolidieren.

Warum das heute noch wichtig ist

Die Mechanismen leben weiter:

  • Gesellschaftliche Spaltungen werden künstlich erzeugt – heute nicht entlang Klassen, sondern entlang Geschlecht, Herkunft, „Haltung“.

  • Supranationale Organisationen ersetzen demokratisch legitimierte Institutionen.

  • Der globale Zwischenhandel triumphiert, während lokale Wirtschaft kollabiert.

Wie schon Friedrich List warnte:

„Die Völker sollen bloße Absatzplantagen der Weltwirtschaft und Zinskolonien des Finanzkapitals werden.“

Was tun?

  • Rückbesinnung auf wirtschaftliche Eigenständigkeit – lokal, regional, national.

  • Ablehnung ideologischer Polarisierung.

  • Wiederentdeckung echter Gemeinschaft – jenseits von Klassenkampf- und Opfer-Narrativen.

Schlusswort

Karl Marx war kein Feind der Macht – er war ihr Werkzeug.
Nicht die Eliten stürzten durch seine Ideen – sie festigten sich.
Die eigentliche Revolution?
Sie fand nicht auf der Straße statt. Sie fand in den Banktresoren statt. Und sie war längst vorbei, als die ersten Arbeiter sich erhoben.

Sonntag, 4. Mai 2025

Wenn "Linke" den Imperialismus legitimieren: Völkerrecht ist kein Nationalismus

 


Der Verrat an linken Grundwerten

In der aktuellen geopolitischen Landschaft erleben wir ein erschreckendes Phänomen: Selbsternannte "Linke" und "Progressive" haben sich auf die Seite des Imperialismus gestellt. Sie fungieren als willige Verstärker imperialer Desinformation und legitimieren völkerrechtswidrige Interventionen im Namen angeblich "fortschrittlicher" Werte.

Diese Pseudolinken und Sozialfaschisten begehen einen fundamentalen Verrat an den Grundprinzipien linker Politik: Sie setzen die Schutznormen des Völkerrechts mit "völkischer" und "nationalistischer" Ideologie gleich - eine historische und logische Verdrehung der Realität.

Völkerrecht: Eine Errungenschaft des Antiimperialismus

Das internationale Völkerrecht ist keine "völkische Ideologie" und kein "Nationalismus" im Sinne des Erhebens einer Nation über andere. Im Gegenteil: Die Schutznormen des internationalen Völkerrechts wurden, nach den bitteren Erfahrungen mit Kolonialismus, Imperialismus und zwei Weltkriegen, maßgeblich durch die sozialistische Arbeiterbewegung gegen die politische Rechte erkämpft.

Diese Errungenschaften waren eine direkte Antwort auf imperiale Aggression und kolonialen Raubzug. Sie stellen den Versuch dar, ein zivilisatorisches Minimum an zwischenstaatlichen Regeln zu etablieren, das schwächere Staaten vor der Willkür der Großmächte schützt.

Was die historische Linke wirklich sagte

Die authentische Linke hat das Selbstbestimmungsrecht der Völker stets verteidigt - nicht aus nationalistischen Motiven, sondern als Grundlage internationaler Solidarität:

Friedrich Engels erkannte die imperiale Taktik: „Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen."

Clara Zetkin betonte: „Der Patriotismus des Proletariats ist revolutionär." - Ein grundlegend anderes Verständnis als der Chauvinismus der Rechten.

Im Zimmerwalder Manifest, verfasst von Leo Trotzki, Lenin und anderen führenden Revolutionären, heißt es unmissverständlich: „Das Selbstbestimmungsrecht der Völker muss unerschütterlicher Grundsatz in der Ordnung der nationalen Verhältnisse sein."

Karl Liebknecht durchschaute die imperialistische Maske: „Dieser Krieg, den keines der beteiligten Völker selbst gewollt hat, ist ein imperialistischer Krieg, ein Krieg um die kapitalistische Beherrschung des Weltmarktes für das Industrie- und Bankkapital."

Rosa Luxemburg forderte: „Statt also dem imperialistischen Kriege den Mantel der nationalen Verteidigung fälschlich umzuhängen, galt es gerade mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und mit der nationalen Verteidigung Ernst zu machen, sie als revolutionären Hebel gegen den imperialistischen Krieg zu wenden."

Georgi Dimitroff erkannte die Verantwortung der Arbeiterklasse: „Geschichtlich hat der Imperialismus die nationalen Interessen seinen Klasseninteressen untergeordnet und damit die nationalen Interessen preisgegeben. Zugleich steht die Arbeiterklasse vor der Aufgabe, nunmehr die nationalen Interessen mit aller Entschiedenheit zu vertreten."

Und selbst Che Guevara, Ikone des Internationalismus, rief: „Vaterland oder Tod!" - ein klares Bekenntnis zum Selbstbestimmungsrecht der Nationen gegen imperiale Aggression.

Das Völkerrecht als antiimperialer Schutzwall

Die UN-Charta verankert diese Prinzipien im internationalen Recht. In Kapitel I, Artikel 2.4 heißt es:

"Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt."

Der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte bekräftigt in Teil I, Artikel 1:

"Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über ihren politischen Status und gestalten in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung."

Die Umkehrung der Geschichte

Die heutigen Pseudolinken vollziehen eine komplette Umkehrung der historischen Tatsachen. Sie unterstützen die Aggressoren und diffamieren die Opfer. Sie rechtfertigen Angriffskriege und verhöhnen das Völkerrecht als "nationalistisch" oder "altmodisch".

In dieser verkehrten Welt wird der Kampf gegen Imperialismus zum "Extremismus" erklärt, während imperiale Aggression als "humanitäre Intervention" oder "Verteidigung der Demokratie" verkauft wird. Die vermeintlichen "Menschenrechte", für die diese Kriege angeblich geführt werden, sind nichts als ein ideologischer Deckmantel für Ressourcenraub und geostrategische Interessen.

Fazit: Zurück zu den Wurzeln

Eine authentische Linke muss zu ihren historischen Wurzeln zurückkehren: Sie muss das Völkerrecht als antiimperiale Errungenschaft verteidigen, das Selbstbestimmungsrecht der Völker kompromisslos vertreten und sich jeder Form von imperialistischer Aggression entgegenstellen.

Der Internationalismus der echten Linken besteht nicht darin, Grenzen, Völker oder Staaten abzuschaffen, sondern in der Solidarität zwischen den Völkern gegen die gemeinsamen Feinde: Imperialismus, Ausbeutung und Unterdrückung.

Die historischen Vertreter des Sozialismus haben es verstanden: Wer den Kampf für nationale Selbstbestimmung als "Nationalismus" diffamiert, dient - bewusst oder unbewusst - dem Imperialismus.

Samstag, 13. Juli 2019

Von wem stammen diese Zitate? Auflösung am Ende ...


1. "Welches ist der wirkliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfniss, der Eigennutz. / Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. / Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld."

2. "Der Kapitalist weiss, dass alle Waren, wie lumpig sie immer aussehen oder wie schlecht sie immer riechen, im Glauben und in der Wahrheit Geld, innerlich beschnittene Juden sind, und zudem wundertätige Mittel, um aus Geld mehr Geld zu machen."

3. "Der Jude weiss, dass das Aufnehmen von Anleihen gleichbedeutend mit Schuldenmachen ist. Er weiss, dass er, der Jude, das Anleihegeld nur gibt, weil er dafür guten Zins erhält. Er weiss, dass durch die Übernahme der Goldanleihe der amerikanischen Juden das deutsche Volk in ewige Zinsknechtschaft gebracht wird."

4. "So finden wir, dass hinter jedem Tyrannen ein Jude, wie hinter jedem Papst ein Jesuit steht. Wahrlich, die Gelüste der Unterdrücker wären hoffnungslos, die Möglichkeiten von Kriegen unvorstellbar, gäbe es nicht eine Armee von Jesuiten, das Denken zu drosseln, und eine Handvoll Juden, die Taschen zu plündern."

5. "Die Juden sind die Fäulniserreger im Volksleben."

6. Wer benutzte folgendes Vokabular in Bezug auf Juden: das "Jüdchen", der "Itzig", "das Vieh", "wasserpolackischer Jude", "ein pfiffig aussehendes Jüdel"; behauptet, die Juden "vermehren sich wie Filzläuse"; und berichtet über einen Badeort: "Viele Juden und Flöhe hierselbst"?

7. "Es ist kein Zufall, dass der Christusverräter Judas heisst und dass dieser in der Vorstellung der Menschen und in der bildlichen Darstellung immer in der Fratze eines Juden erscheint. Der Hässlichkeit des Wesens, der Niedrigkeit der Seele entsprechen die teuflischen Züge des Gesichtes und der disharmonische Aufbau des Körpers." "Die Juden sind unser Unglück!" "Wenn aber irgendwo in Deutschland einmal ein Jude die Fresse verhauen bekommt, geht ein gewaltiger Sturm durch die ´deutsche´ Presse."

8. Der Autor folgender Zeilen wisse, dass die "Kopfbildung und der Haarwuchs" eines bestimmten Juden "von den Negern abstammt", und freut sich: "Der jüdische Nigger ... hat glücklich wieder 5000 Taler in einer falschen Spekulation verloren." Desweiteren versichert dieser Schreiber, dass er das neu erschienene Buch dieses "jüdischen Niggers", dessen "Zudringlichkeit ... niggerhaft" sei, nur lesen werde, wenn es "nicht nach Knoblauch duftet". Und dieser "Lazarus, der Aussätzige, ist .. der Urtyp des Juden ...".

9. "Sie gehen hier von einer rassenmäßigen Betrachtung aus, die ich von Grund auf für falsch halte. / Nach meiner Gegen-Gewalt An-Frauen sicht ist die Rasse nur das ursprüngliche Rohmaterial. Beim deutschen Volk z. B. waren es vier bis fünf verschiedene Rassen, die als Baumaterial dienten.

___________________________________
Fangen wir mit den Nazis an: Das Zitat unter 3. ist aus Julius Streichers Stürmer (1924), das erste und dritte Zitat unter 7. ebenfalls Der Stürmer (14 / 1932), das zweite unter 7. steht in jeder von mir in Augenschein genommenen Ausgabe unten auf der ersten Seite des Stürmers. Das Zitat unter 5. ist von dem NS-Zinsideologen Gottfried Feder.

Das Zitat unter 9. ist von dem Nationalsozialisten Otto Strasser aus einem Streitgespräch mit Hitler 1930. Alle anderen Zitate sind von dem berühmten Kommunisten und Humanisten Karl Heinrich Marx, das unter 1. aus Zur Judenfrage , das unter 2. aus dem Kapital, das unter 4. aus einem anonym veröffentlichten englischsprachigen Zeitungsartikel.

Die Zitate unter 6. und 8. sind aus Briefen an Engels . Mit "Itzig", "jüdischer Nigger" und "Lazarus, der Aussätzige" ist Marxens Konkurrent gemeint: der Gründer des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins Ferdinand Lassalle.

Aber auch andere, zum Beispiel seinen jüdischen Verleger Duncker, belegt er mit antisemitischem Vokabular. Diese entzückenden Sprüche ihres grossen Meisters bilden offenbar die "marxistisch-humanistische" Vorlage für jenen Stil, den sich die Marx-Jünger Kurz und Ditfurth zu eigen gemacht haben, wenn Ditfurth den "prokapitalistischen, rassistischen Mittelständler Gesell" als "antisemitischen Eugeniker" denunziert und Kurz verhasste "Kleinbürger" als "behäbig grunzende fette Metzgermeister" anpöbelt. Es ist schon peinlich, dass sich ausgerechnet ein Obernazi, Otto Strasser, gegen den Rassismus wendet, während das linke "Jüdel" Marx in dem Zitat unter 4. eine wichtige Aussage aus dem NS-Film "Jud Süss" (ein Begriff, den laut Silberner Marx ebenfalls verwendet) vorwegnimmt: ein Jude verschafft einem Fürsten einen Kredit. Interessanterweise wettert Marx auch ebenso wie Hitler gegen Jesuiten und "Freimaurerei". https://www.zedat.fu-berlin.de/Userpage

Donnerstag, 10. Mai 2018

Karl Marx war kein Aufklärer - ein Agent der für das Establishment gearbeitet hat.

Eigentlich müsste sich jeder fragen, warum der militärisch-industrielle Bankenkomplex Karl Marx feiert? In allen neoliberalen Blättern, die dem Establishment untergeordnet sind, wird dieser Marx gefeiert. Keiner denkt sich - warum eigentlich? Einer der sich darüber Gedanken machte, ist Holger Lang. Er hat folgendes kommentiert:

»Hmmh ... O.K. Machen wir mal ein bisschen "Verschwörungstheorie".

Kurz ein paar Kleinigkeiten kurz vorab skizziert und vorangeschickt.

1. Der Mensch liebt Dualität, denn erst diese Dualität (Pol und Gegenpol) sorgt dafür, dass wir Dinge als Ganzes sehen/empfinden. Existiert sozusagen nur ein Pol, suchen wir den Gegenpol. Oder erzeugen ihn. Das führt
2. zur Hegel´schen Dialektik. Und bekanntlich war
3. Marx ein ausgesprochener Fan von Hegel und der Hegelschen Dialektik.

Ab 1760 etablierte sich der sog. Industrie-Kapitalismus. Zunächst in England, später dann auch in Deutschland unter anderen Ländern. Ein System, dass für unglaublichen Reichtum auf der einen Seite und einer gigantischen Armut auf der anderen Seite sorgte. Für die auf der reichen Seite ein sehr gutes System, für die anderen umgekehrt der reinste Horror.

Dieser Industrie-Kapitalismus war etwas Neues. Es war, wenn man so will, ein neuer Pol, der - wegen der Dualität - eines Gegenpols bedarf.
Die Kreierung und Verbreitung eines Gegenpols wollten die Eliten aber nicht dem Zufall überlassen, sondern ganz im Sinne der Hegelschen Dialektik (These-Antithese-Synthese) selbst erzeugen/bestimmen.
Und hier kam dann zunächst Marx und später die Sozialdemokratie ins Spiel.

Es gab nämlich schon bzw. es etablierte sich zunehmend ein Gegenpol, der dem Liberalismus und Kapitalismus wirklich etwas entgegensetzen zu hatte. Die Historische Schule der Nationalökonomie (HSNÖ), und hier insbesondere Friedrich List. Sprich, dieser Gegenpol musste weg. Stattdessen musste der gewollte Gegenpol etabliert und propagiert werden:
Karl Marx und der Marxismus/Kommunismus.

Marx analysierte zwar den Kapitalismus in vielerlei Hinsicht durchaus richtig (wenn auch nicht vollständig). Der gelungene Trick war aber, dass man die Lösung utopisch, als Utopie formulierte. So nach dem Motto, ich übertreibe hier bewusst ein wenig, Proletarier dieser Welt, sorget Euch nicht, der Kapitalismus wird untergehen, weil er an seiner ureigenen Systematik zugrunde geht. Er müsst nur ausharren. Sozialismus und Kommunismus werden Euch dann die ersehnte Lösung bieten. Haltet durch! Das war im Grunde die eigentliche Kernbotschaft.

Und die Botschaft wurde in einem Schwall von Worten, einer Satzlitanei verpackt, das kein Arbeiter der Welt sich jemals die Mühe machen würde, den ganzen Schmodder zu lesen, geschweige denn zu verstehen. Gelesen und "verstanden" haben Marx im Wesentlichen nur eine intellektuelle, wissenschaftliche Elite, die sich dann und daran gegenseitig geistig einen abgewichst haben. Revolutionen macht man aber nicht im Studierzimmer, sondern auf der Straße. Dahin kam Marx aber nie wirklich. Und sollte er auch nicht.

Was dadurch quasi vollkommen in Vergessenheit geraten ist, ist die HSNÖ, ist Friedrich List, obwohl diese Dinge inhaltlich wirklich Fundamentales zu bieten haben. Stattdessen wird Marx immer noch hochgehalten und selbst das neoliberalste Arschloch vor dem Herrn nimmt heute gerne "Marx" in den Mund, weil ... man von dem ja selbst heute noch so viel lernen könne.

Zufall? I don´t think so.«

Dazu ergänzend von mir:

"In seinem "System der nationalen Ökonomie" entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche.

Entscheidend ist auch nicht, ob Güter sittlich oder unsittlich, nützlich oder schädlich, gesund oder ungesund sind, sondern daß es für sie einen Marktbedarf gibt. Die Übersteigerung des händlerischen Denkens gipfelt in der Forderung nach arbeitsteiligem Umbau aller Volkswirtschaften der Erde zu Absatzplantagen der Weltwirtschaft und Zinskolonien der Hochfinanz.

Dieser Umbau soll sie zur nationalen Selbstversorgung unfähig und vom internationalen Zwischenhandel abhängig machen. Alle Wirtschaftsstrukturen sind so umzugestalten, daß sie immer neuen Handel erzwingen. Die Wege zwischen Rohstoffen, Fertigprodukten und ihrem Absatz müssen so verlängert werden, daß sie dem Zwischenhandel riesige Profite verschaffen."

Der Ökonom Friedrich List: Verkannt in alle Ewigkeit?
Am 30. November jährt sich zum 150. Male der Freitod des Professors, der nur im Ausland gebührende Anerkennung fand.

Die feinde von Friedlich List

Deutschland war vor 150 Jahren ein Drittweltland: dynastisch zerrissen, miserabel regiert, wirtschaftlich unterentwickelt. Doch an seinen staatswissenschaftlichen Fakultäten gärte es. Die neue Klasse der Ökonomieprofessoren verbreitete mit Inbrunst die neue und ganz und gar prosaische und unromantische Lehre: Nicht mehr der Staat ist unser Gott wie in Preußen und bei Professor Hegel, sondern die Wirtschaft. Denn die Wirtschaft entscheidet, ob Menschen reich und Staaten mächtig werden, und dafür stehen zwei unwiderlegliche Beweise - das industriell fortschrittliche England, das mit Geld und Krämergeist den letzten Helden Europas, Napoleon, besiegt und gedemütigt hatte, und die Lehre des Adam Smith. Wer seinen Smith gelesen und verinnerlicht hatte, der wußte schon damals - vier Generationen vor Lady Thatcher -, daß es keine Gesellschaft gibt, sondern nur Individuen, und daß der Schlüssel zum 'Wohlstand der Nationen' einzig und allein in der Freiheit des privaten Gelderwerbes liegt.

Nur einer war und blieb damals skeptisch, ein junger Autodidakt und trotzdem Tübinger Professor: Friedrich List. Sein autokratischer Landesherr, Württembergs König von Napoleons Gnaden, hatte ihn dazu gemacht aus Dank, weil der junge Beamte zuvor den Augiasstall seiner total verlotterten Verwaltung ausgemistet hatte. Aber kaum berufen, stellte der Neue störende Fragen: Muß man nicht bei der Unterwerfung unter die Smithsche Lehre Englands überlegene Stellung als Partner in Rechnung stellen? Denn wer die (Handels-)Macht hat, hat mehr von der Freiheit als die anderen. Und heißt wirtschaften wirklich nur tauschen und nicht viel umfassender: aus Möglichkeiten Wirklichkeiten schaffen, aus (Ressourcen-)Potentialen Produkte, Einkommen, Vermögen? Und überhaupt: Wie kommt jemand dazu, unter Ökonomie etwas ähnliches zu verstehen wie unter Chemie oder Physik, eine exakte Wissenschaft mit ehernen, zeitlosen Gesetzen? Wirtschaft, das lehrt doch bloßer Augenschein, das ist für Menschen wie Gesellschaften ein permanent ablaufender Prozeß der Lebenserhaltung und -vorsorge, der überhaupt nicht von seinem Umfeld getrennt werden kann: Natur, Technik, Staat, Gesetze und Regeln. Die Smithsche Marktwirtschaft ist in all das eingebettet, davon abhängig; denn, so List, 'nirgendwo haben Arbeitsamkeit und Sparsamkeit, Erfindungs- und Unternehmergeist der Individuen Bedeutendes hervorgebracht, wo sie nicht durch bürgerliche Freiheit, die öffentlichen Institutionen und Gesetze, durch die Staatsadministrationen und durch die äußere Politik, vor allem aber durch die Einheit und Macht der Nation unterstützt gewesen sind'.

Das war zwar nur Common sense, bedeutete aber für die auf die universellen Marktgesetze eines Smith oder Ricardo eingeschworenen Kollegen die offene Provokation. Was sie ihm damals anhängen, klebt lange. List ist, als Gegner der klassischen Freihandelslehre, ein unwissenschaftlicher Merkantilist; als unermüdlicher Propagator der Synthese von Staat und Wirtschaft ein hoffnungsloser Romantiker und rückständiger Protektionist. Was er als Fortschritt ausgibt, ist das Gestern und nicht die Bewältigung der Zukunft.

Am schlimmsten zahlt es ihm der junge Mann heim, dem er seine einträgliche Stelle bei der Rheinischen Zeitung vermacht - Karl Marx. Zusammen mit Friedrich Engels beschuldigt er List, der doch nur eines im Sinne hat, das Gleichziehen Deutschlands mit England, ein Söldner des preußischen Klein-Kapitalismus zu sein. List, mittellos wie er gegen Ende seines Lebens war, hätte nichts gegen einen Sold einzuwenden gehabt, doch er blieb aus. Marx und Engels aber waren schon damals die mit Hilfe der Listschen Rezepte zu schaffenden Arbeitsplätze und Arbeitseinkommen total gleichgültig. Sie brauchten den an sein Proletarierdasein gefesselten Arbeitssklaven zur 'wissenschaftlichen' Demonstration ihrer Gesetze.

Lists Kollegen sorgten für die Beendigung seiner Laufbahn als Professor. Sie halfen auch ein wenig nach, als er kurz darauf wegen Majestätsbeleidigung im Knast landete, ein typisches Schicksal jener Tage für Demokraten, die sich für neue Bürgerrechte einsetzten. List mußte versprechen, seinen württem- bergischen Paß abzugeben - dann durfte er über die Schweiz und Frankreich in das einzige Land emigrieren, das damals Dissidenten mit offenen Armen empfing - die ebenso jungen wie wilden USA.

***

Eberhard Otto hat sich da auch so seine Gedanken gemacht er schreibt unter anderm:

Im Wesentlichen geht es in der Theorie von Marx und Engels um die Gesetzmäßigkeiten der Ausbeutung im herrschenden Kapitalismus und dem Konzentrationsprozess des Kapitals darin. Laut deren Theorie scheint sich das Geld in Waren und Waren wieder in Geld zu verwandeln (seine Formel ist folglich G – W – G), leider Gottes hat es Marx gar nicht interessiert, wo das Geld denn überhaupt herkommt. Das ist an dem Zitat aus dem Buch Kapital III gut zu erkennen.

Zitat:

„Die eingehende Analyse des Kreditwesens und der Instrumente, die es sich schafft (Kreditgeld usw.), liegt außerhalb unseres Planes. Es sind hier nur einige wenige Punkte hervorzuheben, notwendig zur Charakteristik der kapitalistischen Produktionsweise überhaupt. Wir haben es dabei nur mit dem kommerziellen und Bankierkredit zu tun. Der Zusammenhang zwischen dessen Entwicklung und der des öffentlichen Kredits bleibt außer Betracht.“
Karl Marx, Das Kapital, Band 3, S. 413

Dass die 1694 gegründete und im Privateigentum verbleibende „Bank von England“ das Privileg hatte, Banknoten herauszugeben, die nur zu einem geringen Teil durch Gold gedeckt sein mussten, das jedoch war Marx und Engels bekannt.

Das ist aus dem untenstehenden Zitat ersichtlich:

„Soweit die Bank Noten ausgibt, die nicht durch den Metallschatz in ihren Gewölben gedeckt sind, kreiert sie Wertzeichen, die nicht nur Umlaufsmittel, sondern auch zusätzliches – wenn auch fiktives – Kapital für sie bilden zum Nominalbetrag dieser ungedeckten Noten. Und dieses Zusatzkapital wirft ihr einen zusätzlichen Profit ab.“

Das Beste an diesem Zitat ist der Ausdruck „fiktives Kapital“, denn da liegt das Problem, die Zinsen auf dieses „fiktive Kapital“, die bezahlt werden müssen, sind leider ganz und gar real.

Im Falle der Staatsfinanzierung werden die Zinsen vom Staat eingetrieben und jeder kann seinem Einkommenssteuerbescheid entnehmen, dass dieses kein fiktives Kapital ist.

Dass David Ricardo (1772-1823) schon lange vorher „die gigantischen Gewinne der Inhaber der privaten “Bank of England“ verurteilte und für eine Verstaatlichung derselben eintrat, war unseren beiden „Revolutionären“ scheinbar entgangen.

Wie auch immer – und das werden die Marx Apostel gar nicht gerne hören – wer jemals den Band I „Kritik der politischen Ökonomie vom Kapital“ gelesen hat, der hat von Schwachsinn eine eigene Vorstellung. Endlose, unzusammenhängende Aufzählungen von Phrasen und Begriffen, ohne jegliche Anschaulichkeit über Wertformeln, die mit Tauschwerten, Gebrauchswerten, Gehalt der relativen Wertformen, Äquivalentformen, quantitative Bestimmtheit von Wertformen usw. beschrieben werden.

- Ach ja PS - abschließend dazu: Denn ist es im Ernst wirklich nötig, ein Buch mit 700 Seiten zu schreiben, um zu erklären, dass der Mehrwert, den ein Kapitalist aus der Zusammenführung von Materialien und Arbeitskraft erzielt, unter Umständen eine Ausnutzung der arbeitenden Klasse ist?

Wäre es nicht besser gewesen den Betrug des Kredit-Geldes aufzudecken?

Wäre es nicht schön gewesen den unterdrücken Massen die Tatsache zu erklären, dass wenn es einer Gruppe von Menschen es gelingt Geld zu kreieren und für das Geld aus NICHTS immer mehr Zinsen und Zinseszinsen erhält – diese Gruppe am Ende alle Vermögenswerte der Welt besitzen wird?

Hier noch ein sehr wichtiger Punkt, auf den es ankommt:

Wir werden nämlich feststellen, dass Marx und Engels immer nur das unmoralische Kaufmannskapitals und die Kapitalisten verteufeln, das zinstragende Kapital der Nationalbank wird jedoch absichtlich vernachlässigt bzw. die Nationalbank (Zentralbank) wird sogar befürwortet.

Dass die Zentralbank sozusagen die Erlaubnis zum „Falschgeld drucken“ hat und Zinsen dafür erhält, die der Staat dann wiederum anhand von allgemeinen Steuern von seinen Einwohnern abpressen muss, das ist das eigentliche Problem in dieser Gleichung.

Die Entstehung und Vernichtung des Geldes, auf diesen wichtigen Komplex ist Marx gar nicht eingegangen. Den ganzen Bereich der Geldgeschäfte – „des Geldhandels“ – hat Marx ausgeklammert. Genauso wenig hat er jemals das “ fractional banking“ kritisiert.

Er ging auch gar nicht auf die „Bank von England“ ein, die laut einem königlichen Privileg Banknoten ausgeben konnte, welche nur zu einem geringen Teil durch Gold gedeckt sein mussten. Somit hatte diese Bank bereits eine Geldschöpfungsfunktion.

Marx kam 150 Jahre nach Gründung der „Bank von England“ in England an und konnte dort den praktischen Kapitalismus studieren, denn in England war das kapitalistische Geldwesen am weitesten entwickelt und es wäre möglich gewesen, dieses ausreichend zu durchleuchten.

Marx und Engels sprechen in ihren Schriften immer von einem sogenannten Geldkreislauf, in den sich in aber immer wieder produzierte Waren einschalten sollen.

Es gibt keinen Geldkreislauf

Unter dem vorherrschenden Geldsystem gibt es gar keinen Geldkreislauf. Das Geld wird immer wieder vernichtet (bei der Rückzahlung oder Ausbuchung) und muss dann ständig wieder neu durch eine Bank und deren Kreditnehmer erschaffen werden.

Geld ist schuld und diese Sache läuft nicht im Kreis, sondern- das kann man an dem Verschuldungstand der Staaten erkennen – Schuld wird ständig akkumuliert.

Nun könnte man sagen, unsere beiden „Revolutionäre“ hätten das nicht gewusst, aber das ist in Anbetracht dessen, dass diese Doktrin ihr Lebenswerk war, nicht sehr wahrscheinlich.

Deshalb sagen dann auch einige Leute, diese Theorie sei gar nicht zufällig falsch, sondern wäre speziell für den kommenden Klassenkampf entwickelt worden und die Zentralbank als Auftragsgeber wäre absichtlich unerwähnt geblieben.

Jedenfalls wäre es interessant zu wissen, wer diese Doktrin mit solchem Druck verbreitet hatte, denn jeder weiß doch: ein Produkt ist nur so gut wie sein Marketing und “no money – no marketing.“

Heute jedoch wird von beiden Lagern, dem Kapitalismus und dem Kommunismus, die zentrale Geldkreation favorisiert. LG - Eberhard

http://www.mlwerke.de/me/me25/me25_413.htm

Nachtrag am 28.08.2018


Um zu begreifen, warum das Geldsystem der Schlüssel ist und eben nicht die Unternehmer in Haftung zu nehmen - für das ganze Übel - hier eine Buchempfehlung: Falschgeld: Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit

leider, interessiert dass die Marxisten nicht. Auch heute, ist der Schlüssel das Geldsystem. Die Unternehmer sind nur ein Transmitter um eben den Reichtum von oben nach unten zu schaufeln. Jeder Unternehmer speiste seine kompletten Unkosten sowie seine Kredite im Endprodukt ein. Das zahlt wieder der Endkunde. Dieses Geld fließt wiederum an die internationalen Finanzkartelle. Es sind mittlerweile über 35 % Zinsanteil in jedem Produkt, bei der Miete sind es gar 70 %. Der Unternehmer, kann ganz schnell, vom Bankkartell enteignet werden genauso wie Staaten entmachtet werden über das Finanzkartell. Sie bestimmen die Regularien und kein anderer. Und Karl Marx, der enge Kontakte zu den Britischen Empires hatte, wusste auch um die Bank von England dass diese gleichfalls, mehr Geld verlieh als Gold vorhanden.

Dass das böse Unternehmertum am allen dran schuld sei ist hier ganz klar widerlegt. Viel Spaß bei den Prozessen.

Frau Kenawi hat ein sehr gutes Buch über die Geschichte des Geldes geschrieben. Jedoch gibt es Auslassungen und Ungenauigkeiten zur Schwundgeld-Thematik. Tatsächlich gab es die Brakteaten nur im heiligen römischen Reich Deutscher Nation. SCHWUNDGELDER jedoch in ganz Europa und auch in Norditalien. In der Zeit von 1150 bis 1450 gab es in Mitteleuropa eine krisenfreie Zeit, welche durch eine geniale zinsfreie Währung erreicht wurde: Um 1150 begann Erzbischof Wichmann (1110-1192) aus Magdeburg damit, Münzen herauszugeben, welche zweimal im Jahr zum Umtausch aufgerufen wurden. Ziel war es, die Steuern einfach und regelmäßig einzutreiben. Dabei wurden 12 alte Pfennige gegen 9 neue ausgetauscht, die Differenz war Steuer. Anders als heute, mußte damals gerade das Kapital Abgaben entrichten, während die Arbeit davon befreit war. Um die Münzen schnell und ohne viel Aufwand wieder einschmelzen und umprägen zu können, waren sie nur einseitig geprägt und aus dünnem Blech, daher ihr Name " Brakteaten" (bractes = dünnes Blech). Bald schon breitete sich diese Methode über das ganze Land aus. Das führte dazu, daß sich Geldhortung nicht mehr lohnte. Um dem nächsten Umtausch zu entgehen, wurde Geld zinslos weiterverliehen, da nur der Besitzer der Münzen die Umtauschgebühr zahlen mußte. Damit war Geld wieder reines Tauschmittel, nicht mehr Wertaufbewahrungsmittel, das nur durch Zinsangebote wieder in den Wirtschaftskreislauf gelockt werden konnte. Das Ergebnis war die größte Entwicklungsperiode der deutschen Geschichte. Damals waren die sozialenUnterschiede so ausgeglichen wie nachher nie mehr im historischen Verlauf. Wer viel hatte, erwarb den Wohlstand durch Arbeit, nicht durch leistungslose Zinsen. Das Minimum der arbeitsfreien Tage pro Jahr lag bei 90, oftmals über 150. Sehr bald wurde auch der arbeitsfreie Montag eingeführt. Damit mussten die Handwerker nur vier Tage in der Woche arbeiten. Noch am Ausgang dieses Zeitalters, um 1450, konnte Erzbischof Antonin von Florenz es als selbstverständlich bezeichnen,

dass für die Gewinnung des notwendigen Lebensunterhaltes eine kurze Arbeitszeit genüge und dass nur derjenige lange und viel arbeiten müsse, der nach Reichtum und Überfluss strebe. Die tägliche Arbeitszeit war z.B. bei Bergwerksknappen in Freiburg auf sechs Stunden begrenzt. Auch auf dem Land wurde die Ausbeutung zurückgedrängt, weil der geknechtete Bauer die Möglichkeit hatte, in den schnell wachsenden Städten einem Handwerk nachzugehen. Das Einkommen war so hoch, daß sich etwa in Augsburg ein Tagelöhner mit seinem täglichen Verdienst fünf bis sechs Pfund des teuersten Fleisches leisten konnte. In Meißen mussten jedem Maurergesellen wöchentlich fünf Groschen Badegeld gegeben werden, in einer Zeit, in der ein einziger Scheffel Korn sechs Groschen und fünf Pfennige kostete. Der sächsische Scheffel faßte 103,8l. Wie gewaltig dieser wirtschaftliche Aufschwung gewesen sein muss, zeigt die Entwicklung der Städte in Deutschland.

Städteneugründungen in der Geschichte:

Um 1300 wurde ein Höhepunkt der Städteneugründungen als Maß für die wirtschaftliche Entwicklung erreicht, welcher in der ganzen Geschichte vor und nach dieser Zeit nie mehr geschah. In der Zeit von 1150-1450 wurden die großen Dome und Kathedralen in Europa gebaut - Finanziert durch freiwillige Spenden der Bürger. Allein schon hieraus wird deutlich, wie

zuversichtlich die Menschen damals gewesen sein müssen. Wer spendet schon für ein Jahrhundertprojekt, wenn er nicht weiß, ob er am nächsten Tag noch leben wird? Die Situation änderte sich, als auf Druck von machtsüchtigen Kaufleuten hin, schrittweise Geld eingeführt wurde, welches nicht mehr verrufen wurde. Das Augsburg der Fugger gehörte mit zu den ersten Plätzen, an denen die Münzverrufung um vier Jahre hinausgeschoben wurde. Nach vollständiger Einführung des Dickpfennigs (beidseitig geprägtes schweres Geld)

konnten die Fugger sich zwischen 1480 und 1560 zu einer der mächtigsten Familien der damaligen Welt aufschwingen. Geld wurde dann nur noch hochverzinst verliehen. Beispielsweise brachte eine Anlage von 900 Gulden nach sechs Jahren 30.000 Gulden Zinsertrag. Bei den dem Bauern auferlegten Geldabgaben musste er im Falle von Säumigkeit Zinsen zahlen, und zwar nach dem sogenannten "Rutscherzins" für jeden Tag des Verzuges den verdoppelten Zinssatz. Mit der schrittweisen Einführung des " Ewigen Pfennigs" verschob sich damit die Vermögensverteilung innerhalb weniger Jahrzehnte so drastisch, dass die gotischen Bauten aus Geldmangel in ganz Mitteleuropa nicht mehr fertiggestellt werden konnten. Überall in Europa wurden die Dome mehr als 300 Jahre lang nicht weitergebaut und erst im letzten Jahrhundert vollendet. Die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung verschlechterte sich so stark, dass es Anfang des 16. Jahrhunderts zu blutigen Bauernkriegen kam. Die Zünfte waren nicht mehr für jeden frei, den meisten war der Weg in die Selbständigkeit versperrt, es entstand eine neue Schicht der abhängigen Lohnarbeiter. Gleichzeitig wurden neue

Entdeckungen und Erfindungen unterdrückt. So verbot die Zunft beispielsweise den Vorläufer des mechanischen Webstuhls im Jahr 1586 und ermordete deren Erfinder. Da sich die Menschen die schnelle wirtschaftliche Verschlechterung nicht erklären konnten, kam es zu Hexenverbrennungen, die ab 1484 zunehmend veranstaltet wurden.

Das finstere Mittelalter zog herauf und hält im Prinzip bis heute an.

Die eigentliche Ursache der Ausbeutung liegt also nicht im Sachvermögen, sondern im Geldvermögen, nicht in der Produktions-, sondern in der Zirkulationssphäre. Verständlich,
dass der kommunistische Weg zu einer sozialeren Gesellschaft scheitern musste.

Montag, 27. Februar 2017

Wenn die Geldpolitik Wirtschaftskrisen inszeniert, sollen sich die Opfer der Krisen nicht mit der Geldpolitik, sondern mit der Werttheorie von Karl Marx befassen



Die neoliberale Propagandaschleuder Die ZEIT empfiehlt ihren Lesern mal wieder Karl Marx und sein Werk "Das Kapital". Von Wolfgang Waldner



Man würde angeblich die heutigen Probleme verstehen, schreibt da treuherzig für das ZEIT-lesende Dummvolk der Gero von Randow, ein "Ex-Kommunist", wie ihn die Redaktion betitelt. Er war natürlich nie ein Kommunist, sondern hat damals wie heute mit Karl Marx die Arbeiter gegen den Mittelstand ausgespielt.

Die Drohung mit der Weltrevolution, der Abschaffung des Privateigentums und der Diktatur des Proletariats war einfach das erfolgreiche Mittel, um ein Bündnis zwischen dem Mittelstand - also dem noch einigermaßen anständig lebenden Kleinbürgertum, den kleinen Handwerkern, Bauern und Händlern - und den in größtem Elend lebenden Arbeitern und Erwerbslosen zu verhindern.
Das hat auch immer noch bis heute geklappt. Die Wortführer des Marxismus kamen meist aus der Schicht der oberen 10% der Bevölkerung, die in den USA etwa 50% des Einkommens der Ökonomie in ihre Taschen schieben. Sie kennen die Gefahr, dass sich die auf nur etwa 17% des Einkommens der Ökonomie in den USA beschränkte und dafür noch hart arbeitende Unterschicht mit dem Mittelstand (etwa 40% der Bevölkerung mit 33% des Einkommens in den USA) gegen die Oberschicht verbünden könnte und hetzen darum in ihrer Studentenzeit als Marxisten die Arbeiter gegen die Kleinbürger auf. 

Wie Gero von Randow sind sie nach einigen Jugendjahren als vorgebliche Kommunisten, in denen sie mit lautem Geschrei von der Weltrevolution und der Diktatur des Proletariats das Kleinbürgertum vor einem Bündnis mit den Arbeitern verschrecken und ihren Familien das hohe Einkommen weiter sichern, später Redakteure bei neoliberalen Propagandaschleudern wie der ZEIT oder Politiker bei den GRÜNEN oder der SPD und führen dort zum Beispiel die Hartz-Gesetze und andere Schikanen gegen die Arbeiter ein.

Wenn die Geldpolitik Wirtschaftskrisen inszeniert, sollen sich die Opfer der Krisen nicht mit der Geldpolitik, sondern mit der Werttheorie von Karl Marx befassen und die Wertform analysieren.
Sie sollen also "Das Kapital" lesen, während die Geldpolitik die Krisen mit hohen Zinsen verursacht und korrupte Politiker, korrupte Journalisten und korrupte VWL-Professoren die angeblich überhöhten Löhne und Sozialleistungen für die Krise verantwortlich erklären und Löhne wie Sozialleistungen abbauen wollen,was auch meist gelingt, weil die Lohnabhängigen durch die von der Geldpolitik bewusst inszenierte Massenarbeitslosigkeit eingeschüchtert sind. Bald ist es wieder so weit und die Geldpolitik wird die nächste Krise mutwillig inszenieren, wofür Die ZEIT hier schon mal die ersten ideologischen Vorbereitungen schafft:

Karl Marx: So kommen Sie durchs "Kapital" 

Marx in der Theorie: Unser Autor, ein Ex-Kommunist, liest das Hauptwerk des Denkers noch einmal – und ist überrascht. 

 
9. Februar 2017, 3:38 Uhr Editiert am 11. Februar 2017, 9:36 Uhr DIE ZEIT Nr. 5/2017, 26. Januar 2017 202 Kommentare