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Dienstag, 25. März 2025

Die Grenzen der Toleranz: Reichsbürger, Meinungsfreiheit und öffentlich-rechtliche Medien

 

In einer Zeit, in der die Fragmentierung der Gesellschaft immer sichtbarer wird, stellt sich die Frage nach den Grenzen der Meinungsfreiheit mit besonderer Dringlichkeit. Ein aktuelles Beispiel liefert eine Dokumentation der öffentlich-rechtlichen Medien über ein Treffen sogenannter 'Reichsbürger' in Schwerin. Der Beitrag zeigt Menschen, die sich mit dem historischen Deutschen Kaiserreich identifizieren, insbesondere mit den Grenzen von 1871, und die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland anzweifeln oder ablehnen.

Der Pranger der modernen Medien

Die Dokumentation präsentiert die Teilnehmer in einem satirischen, teilweise herabwürdigenden Licht. Menschen in historischen Kostümen, mit Fahnen und Symbolen des Kaiserreichs, werden vorgeführt wie Kuriositäten eines politischen Jahrmarkts. Die Kommentierung lässt keinen Zweifel daran, dass hier eine Gruppe an den medialen Pranger gestellt wird.

Diese Art der Vorführung erinnert erschreckend an die unwürdige Darstellung von Hartz-IV-Empfängern in orchestrierten Reality-Shows, wo Menschen als "Parasiten" und "Schmarotzer" einem Millionenpublikum zum Fraß vorgeworfen werden. In beiden Fällen werden Minderheiten oder Randgruppen der gesellschaftlichen Verhöhnung preisgegeben. Was hier als Journalismus verkauft wird, ist in Wahrheit Schmierenjournalismus der untersten Schublade – eine Praxis, die in öffentlich-rechtlichen Medien, die durch Zwangsgebühren finanziert werden, nichts zu suchen hat.

Doch ist diese Form der Berichterstattung vereinbar mit den Grundwerten unserer Verfassung? Ist es die Aufgabe öffentlich-rechtlicher Medien, abweichende Meinungen zu diskreditieren, oder sollten sie nicht vielmehr einen Raum für den demokratischen Diskurs schaffen?

Das Bundesverfassungsgericht und die Freiheit des Andersdenkens

Es lohnt sich, an die wegweisenden Urteile des Bundesverfassungsgerichts zu erinnern. In der "Lüth-Entscheidung" vom 15. Januar 1958 heißt es: "Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ist als unmittelbarster Ausdruck der menschlichen Persönlichkeit in der Gesellschaft eines der vornehmsten Menschenrechte überhaupt [...]. Für eine freiheitlich-demokratische Staatsordnung ist es schlechthin konstituierend, denn es ermöglicht erst die ständige geistige Auseinandersetzung, den Kampf der Meinungen, der ihr Lebenselement ist."

Noch deutlicher wurde das Gericht in seinem wegweisenden Beschluss vom 22. Juni 2018 (1 BvR 2083/15). In Randnummer 71 dieser Entscheidung stellt das Bundesverfassungsgericht unmissverständlich klar:

"Die mögliche Konfrontation mit beunruhigenden Meinungen, auch wenn sie in ihrer gedanklichen Konsequenz gefährlich, und selbst wenn sie auf eine prinzipielle Umwälzung der geltenden Ordnung gerichtet sind, gehört zum freiheitlichen Staat. Der Schutz vor einer Beeinträchtigung des öffentlichen Friedens setzt bei der Auslegung des § 130 Abs. 4 StGB vielmehr voraus, dass eine Meinungsäußerung über ihr kommunikatives Wirken hinaus den Übergang zu Aggression oder Rechtsbruch markiert."

Diese Urteile sind keine juristischen Spitzfindigkeiten, sondern das Fundament unserer demokratischen Ordnung. Sie erinnern uns daran, dass eine lebendige Demokratie auch unbequeme, ja sogar beunruhigende Meinungen aushalten muss - solange sie nicht unmittelbar zu Aggression oder Rechtsbruch führen.

Mangelhafte Recherche und verfälschte Darstellung

Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass die Dokumentation auch in sachlichen Fragen unzureichend recherchiert hat. Ein aufschlussreiches Beispiel betrifft die Frage der Ausweisdokumente. In der Dokumentation wird die Skepsis mancher "Reichsbürger" gegenüber dem Personalausweis belächelt und als absurde Verschwörungstheorie dargestellt.

Dabei übersieht die Berichterstattung einen wichtigen rechtlichen Hintergrund: Wie aus einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion vom 2. August 2018 (hib 563/2018) hervorgeht, antwortete das baden-württembergische Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration in einem Schreiben vom 2. Mai 2017: "Der Staatsangehörigkeitsausweis sei das einzige Dokument, mit dem das Bestehen der deutschen Staatsangehörigkeit in allen Angelegenheiten, für die es rechtserheblich ist, verbindlich festgestellt wird (Paragraph 30 StAG). Der deutsche Reisepass und Personalausweis sind kein Nachweis für die deutsche Staatsangehörigkeit, sie begründen nur eine Vermutung, dass der Inhaber die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt."

Diese rechtliche Unterscheidung zwischen einem "Nachweis" und einer bloßen "Vermutung" der Staatsangehörigkeit mag für Laien spitzfindig erscheinen, ist aber juristisch bedeutsam. Die Dokumentation versäumt es, diesen Kontext darzustellen und reduziert stattdessen komplexe rechtliche Fragen auf vermeintliche Absurditäten, die dem Zuschauer zum Amüsement dienen sollen.

Hier zeigt sich ein bemerkenswerter Widerspruch: Einerseits ist der Staatsangehörigkeitsausweis laut offizieller Aussage das einzige Dokument, das die deutsche Staatsangehörigkeit verbindlich nachweist. Andererseits gerät man in der Praxis schnell in den Verdacht, ein "Reichsbürger" zu sein, wenn man genau diesen Ausweis beantragt. Behördenmitarbeiter werden regelrecht sensibilisiert, solche Anträge als mögliches Indiz für eine "reichsbürgerliche" Gesinnung zu werten. Diese Absurdität führt zu einer kafkaesken Situation: Der einzige rechtlich einwandfreie Weg, seine deutsche Staatsangehörigkeit nachzuweisen, kann gleichzeitig dazu führen, dass man unter Extremismusverdacht gerät.

Wenn selbst offizielle Stellen bestätigen, dass Personalausweis und Reisepass lediglich eine "Vermutung" der Staatsangehörigkeit begründen, während nur der Staatsangehörigkeitsausweis als verbindlicher Nachweis gilt – warum sollte dann die kritische Auseinandersetzung mit dieser Rechtslage Anlass zur Verhöhnung geben?

Weitere journalistische Versäumnisse: Selektive Darstellung und fehlender Kontext

Die mangelhafte Recherche ist jedoch nur eines von mehreren journalistischen Versäumnissen. Die Dokumentation zeichnet sich durch eine hochgradig selektive Darstellung aus: Besonders skurrile oder exzentrische Personen werden überproportional ins Rampenlicht gerückt, während differenziertere Stimmen kaum zu Wort kommen. Diese Technik des "Cherry-Picking" dient offensichtlich dazu, ein möglichst unterhaltsames Spektakel zu bieten – auf Kosten einer ausgewogenen Berichterstattung.

Zudem vermischt die Dokumentation verschiedene Strömungen und Überzeugungen unter dem Sammelbegriff "Reichsbürger". In Wirklichkeit handelt es sich um höchst heterogene Gruppierungen: von Monarchisten, die sich die Wiedereinführung des Kaiserreichs wünschen, über Selbstverwalter, die autarke Gemeinschaften anstreben, bis hin zu völkisch orientierten Gruppen. Diese Unterschiede zu ignorieren und alle in einen Topf zu werfen, ist nicht nur intellektuell unredlich, sondern verzerrt auch das Bild der Realität.

Besonders auffällig ist das Fehlen jeglichen historischen und rechtlichen Kontextes. Die komplexe Rechtslage Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, die Frage nach der Kontinuität des Deutschen Reiches und die verschiedenen völkerrechtlichen Interpretationen werden mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen werden alle Positionen, die vom Mainstream abweichen, pauschal als absurd abgetan.

Die Kommentierung aus dem Off erfolgt durchgängig aus einer Position der moralischen und intellektuellen Überlegenheit. Anstatt die Beweggründe der Menschen zu verstehen und kritisch zu hinterfragen, werden sie der Lächerlichkeit preisgegeben. Diese Haltung ist nicht nur arrogant, sondern verhindert auch jeden ernsthaften Dialog.

Besonders problematisch ist die implizite Vermischung von friedlichem Protest und Extremismus. Die überwiegende Mehrheit der gezeigten Personen demonstriert friedlich für ihre – wenn auch unkonventionellen – Überzeugungen. Dennoch suggeriert die Dokumentation eine Nähe zu extremistischen oder gar gewalttätigen Aktionen, ohne hierfür konkrete Belege zu liefern. Diese Art der Suggestion ist journalistisch unredlich und gefährlich.

Der "Rollatorputsch" und die tödlichen Folgen der Rechtsstaatlichkeit

In diesem Zusammenhang sei an den sogenannten "Rollatorputsch" erinnert, bei dem Menschen im Rentenalter unterstellt wurde, sie könnten mit ihren vermeintlichen "Umsturzfantasien" die demokratische Ordnung gefährden. Die Vorstellung, dass Senioren mit Rollatoren einen Staatsstreich planen könnten, mag absurd erscheinen – und ist es wohl auch.

Doch die Konsequenzen waren alles andere als harmlos: Die Betroffenen wurden nicht nur staatsanwaltschaftlich verfolgt, sondern in Untersuchungshaft genommen – ein drastischer Eingriff in die Freiheitsrechte, der besonders bei Menschen im fortgeschrittenen Alter schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Und tatsächlich: Einer der Inhaftierten verstarb während der Untersuchungshaft im Gefängnis – ein tragisches Resultat einer unverhältnismäßigen staatlichen Reaktion auf vermeintliche "Gefährder".

Die Ungleichbehandlung verschiedener politischer Strömungen wird besonders deutlich, wenn man die Härte dieses Vorgehens mit der staatlichen Reaktion auf andere ideologische Extreme vergleicht. Während ältere Menschen wegen monarchistischer oder reichsbürgerlicher Überzeugungen in Untersuchungshaft genommen werden, werden Anhänger des politischen Islams, die sogar öffentlich das Kalifat ausrufen und offen für die Einführung der Scharia in Deutschland eintreten – also ebenfalls eine grundlegende Änderung unserer Rechtsordnung anstreben – von offizieller Seite oft mit Nachsicht behandelt. Hier heißt es dann, dies sei "im grünen Bereich" und Teil des legitimen Meinungsspektrums. Diese eklatante Ungleichbehandlung wirft Fragen nach der politischen Neutralität der Strafverfolgungsbehörden auf.

Dieser Fall zeigt in erschreckender Deutlichkeit, welche realen Konsequenzen eine ausufernde Verfolgung abweichender Meinungen haben kann. Menschen wurden ihrer Freiheit beraubt und dem Stress einer Inhaftierung ausgesetzt, was im schlimmsten Fall zum Tod führte – nicht wegen tatsächlich verübter Gewalt, sondern wegen geäußerter Gedanken und Überzeugungen.

Die wahre Stärke der Demokratie

Die wahre Stärke einer Demokratie zeigt sich nicht darin, wie sie mit dem Mainstream umgeht, sondern wie sie Minderheitsmeinungen behandelt. Solange Menschen keine Straftaten begehen, sondern lediglich ihre – möglicherweise skurrilen oder weltfremden – Ansichten äußern, sollte ihnen mit Respekt begegnet werden.

Wenn Menschen glauben, Deutschland sei eine GmbH, oder sich die Monarchie zurückwünschen, mag das befremdlich erscheinen. Doch eine selbstbewusste demokratische Gesellschaft reagiert darauf nicht mit Spott oder Ausgrenzung, sondern mit Argumenten und dem Mut zur Auseinandersetzung.

Fazit: Der Prüfstein der Freiheit

Die Art und Weise, wie wir mit abweichenden Meinungen umgehen, ist der Prüfstein unserer freiheitlichen Ordnung. Öffentlich-rechtliche Medien tragen hier eine besondere Verantwortung. Statt Menschen vorzuführen und der Lächerlichkeit preiszugeben, sollten sie einen differenzierten Blick ermöglichen.

Was wir hier erleben, ist eine gefährliche Entwicklung: Die mediale Bloßstellung ganzer Bevölkerungsgruppen – sei es bei Hartz-IV-Empfängern oder bei Reichsbürgern – dient nicht der demokratischen Meinungsbildung, sondern schafft gesellschaftliche Spaltung und Verachtung. Der Journalismus verkommt zum Voyeurismus, zur Zurschaustellung des vermeintlich Absonderlichen, während die eigentliche Aufgabe der kritischen Beleuchtung von Machtstrukturen vernachlässigt wird.

Das Bundesverfassungsgericht hat uns den Weg gewiesen: Die Konfrontation mit beunruhigenden Meinungen gehört zum freiheitlichen Staat. Diese Erkenntnis sollten wir beherzigen – nicht nur in juristischen Debatten, sondern auch in unserer medialen Kultur und im alltäglichen Umgang miteinander.

Denn letztlich ist es nicht die Einheitlichkeit der Meinungen, sondern die Vielfalt der Stimmen, die eine Demokratie stark macht. Auch wenn einige dieser Stimmen skurril klingen mögen. Ein öffentlich-rechtliches Mediensystem, das diese Vielfalt durch Verhöhnung und Verspottung erstickt, hat seinen Auftrag nicht verstanden – und seine Legitimation verspielt. 

Sonntag, 23. März 2025

Von Twitter zu X: Meine Odyssee durch Zensur, Freiheitsversprechen und skrupellose Abzocke

 


Als Twitter noch Twitter war, wurde ich ohne Vorwarnung komplett gesperrt – meine Stimme brutal zum Schweigen gebracht, mein digitaler Existenzanspruch ausgelöscht. Keine Chance auf Widerspruch, keine Möglichkeit zur Rehabilitierung. Absolute Zensur.

Dann übernahm Musk das Ruder und verkündete großspurig die Rückkehr der freien Meinungsäußerung. Unter dem Banner der 'neuen Freiheit' wurde mein Account wieder freigeschaltet – nicht aus Einsicht oder Gerechtigkeit, sondern als Teil einer kalkulierten PR-Masche. Ich gehörte zu den vielen, die Musks Narrativ vom 'Retter der freien Rede' unfreiwillig untermauern sollten.

Doch die angebliche Freiheit währte nur kurz. Nach wenigen Wochen folgte der nächste Schlag: Plötzlich informierte mich X, dass sie meine Reichweite eingeschränkt hatten – trotz der Tatsache, dass ich meinen Account aus reiner Vorsicht bereits auf privat gestellt hatte! Ein absurder Widerspruch, der die wahren Mechanismen hinter der Plattform entlarvt.

Und jetzt, nach all diesen digitalen Demütigungen, verfolgt mich X mit aggressiver Werbung, dass ich doch gefälligst ein Premium-Abo abschließen solle. Eine unfassbare Dreistigkeit: Erst unterdrücken sie meine Stimme, dann bestrafen sie mich mit künstlichen Einschränkungen, und schließlich verlangen sie Geld, um mich aus genau diesem selbstgeschaffenen Gefängnis zu befreien!

Für wie grenzenlos naiv halten sie ihre Nutzer? Diese zynische Kette aus Manipulation und Profitgier zeigt deutlicher als alles andere, worum es bei X wirklich geht: nicht um freie Meinungsäußerung, sondern um die skrupellose Monetarisierung unserer digitalen Existenz.

Montag, 8. Juli 2019

Die regulierte Meinungsfreiheit - Peter Frey ZDF-Chefredakteur im Interview

Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus - Peter Frey seines Zeichens Chefredakteur des ZDF, lässt so Stück für Stück die demokratische Maske fallen vor der Adorno immer warnte. Er will, das Internet staatlich reglementiert wissen, es wäre höchste Zeit der Lübcke-Mord hätte gezeigt, wo es hinführe und dass es so nicht weitergehen könne - so Peter Frey.







Dazu fällt mir nichts mehr ein.

Ich schäme mich in Grund und Boden für diesen Journalismus, die aufs Schändlichste diesen Mord instrumentalisieren. Ich weiß nicht, wie die Hinterbliebenen sich dabei fühlen, dass einer von ihnen dafür missbraucht wird. Geschieht das mit Einwilligung der Hinterbliebenen?

Es ist richtig, und ich stimme mit Peter Frey vollkommen überein, dass Regularien eingezogen werden müssen - aber in Bezug auf das öffentlich-rechtliche Medium - zum Beispiel keine Brutkastenlüge mehr zu verbreiten. Wie viel Millionen Menschen mussten dadurch ihr Leben lassen? Allein 500.000 Kinder hat man dem Hungertod ausgesetzt. Madeleine Albright: "Wir haben gehört, daß eine halbe Million Kinder gestorben sind (wegen der Sanktionen gegen den Irak). "Ich meine, das sind mehr Kinder, als in Hiroshima umkamen. Und - sagen Sie, ist es den Preis wert?" Albright: "Ich glaube, das ist eine sehr schwere Entscheidung, aber der Preis - wir glauben, es ist den Preis wert." https://www.youtube.com/watch?v=uJtSpev8zWk

Und jetzt trifft es ein Politiker, es war kein Drohnenmord – der aus Ramstein gesteuert wurde, es war eine Hinrichtung, ein gezielter Kopfschuss. Die Mainstreammedien haben orchestriert aus allen Rohren geschossen und das narrativ sofort installiert: "Die Nazis waren es". Doch so richtig ermittelt wurde da bis heute nicht. Die Akten, die das aufklären könnten, sind immer noch unter Verschluss. Um genau zu - sein 120 Jahre.

Es war schon immer die schreibende Zunft, die uns in jeden Krieg, in jede Katastrophe, in jedes Leid und Elend geschrieben haben. Sie waren es und nicht das Internet mit seinen alternativen Plattformen. Diese Aussage von Peter Frey ist ein Verrat an der Aufklärung und an uns Bürger.

Den Massenmedien – insbesondere Presse, Rundfunk und Fernsehen - wird einer verbreiteten Auffassung zufolge eine Art Gegengewicht zur staatlichen Allmacht zugesprochen. Jedoch ist diese Auffassung seit langem und immer wieder als Mythos entlarvt worden. Um nur einige Beispiele zu nennen: Schon 1866 hat ein Heinrich Wuttke das Buch mit dem Titel ”Die deutschen Zeitschriften und die Entstehung der öffentlichen Meinung” veröffentlicht, in dem er die Fäulnis der deutschen und österreichischen Presse und ihre Verbindung mit der Reklame bloβlegte.

1918 schrieb Upton Sinclair sein monumentales Werk ”Brass Check”, das 1919 veröffentlicht und binnen eines Jahres mit 310 000 Expl. verkauft wurde. Und verkauft wurde es, obwohl es ebenso wie sein früheres Werk ”The Profits of Religion” von der gesamten amerikanischen Presse totgeschwiegen wurde. ”Brass Check”, wurde von Prof. Dr. J. Singer ins Deutsche übersetzt und 1921 in (der Not gehorchend) gekürzter Form unter dem Titel ”Der Sündenlohn” ebenfalls in Leipzig veröffentlicht. Zum Erfolg oder Misserfolg dieser Auflage kann ich nichts sagen, nur so viel: Obwohl die hohen amerikanischen Auflagen zeigen, dass das Buch quasi im Untergrund eifrig gelesen wurde, ist es bis heute beiderseits des Atlantik auch unter Intellektuellen so gut wie unbekannt.

Danach riss der Strom der radikalen Medienkritik nicht mehr ab. Zu den bedeutendsten Kritikern zählen Günter Anders, Noam Chomsky, Eduardo Galeano, John Pilger, Neil Postman u.v.a.m.

Doch die Realität zeigt, dass die alternativen Medien, in denen der Wahrheit eine Chance gegeben wurde (und wird), zu allen Zeiten nur von marginaler Bedeutung waren (und sind). Die seit über 100 Jahren bestehenden Medienmonopole (die Hearst, Huck, Hugo Stinnes, Springer, Murdoch & Co) haben mit Gottes und vor allem des Staates Hilfe und mit den Methoden des Verleumdens, Verschweigens, des Erpressens, des Mordes und Totschlags alle oppositionellen Meinungen ausgeschaltet, unschädlich oder unwirksam und ineffektiv gemacht.

Wer sich die ganze Podiumsdiskussion anschauen möchte, man findet es noch eine Zeit lang unter diesem Link: https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/die-disku..

Leider zwingt uns das Establishment unserere in Auftrag gegebene Produktionen, Politikrecherchen, Wissenschaftsrecherchen usw. nur eine begrenzte Zeit lang dem Publikum im World Wide Web zu Verfügung stellen zu dürfen. Die müssen gestaffelt nach Themen in unterschiedlichen Zeitintervallen aus Netz genommen werden. So ist nun mal die Demokratie. Gnadenlos und erbarmungslos.

Sonntag, 31. März 2019

Die anonymen Versager die sich als Kontrolleure der Meinungsfreiheit hinter Facebook verstecken - schlagen wieder zu

Die Machtspiele der kleinen Versager, die im Leben nichts auf die Reihe bekommen, wie nur, anonym sich hinter Facebook zu verstecken, und eine Facebook-Sperre nach der anderen rauszuhauen. Diese kleinen Steigbügelhalter, die dem Faschismus den Boden bereiten, was widern die mich an. Kaum sind 11 Stunden vergangen, dass ich meine letzte Sperre von 30 Tagen abgesessen habe, prompt kommt die neue Sperre von 30 Tagen hinterher. Grund für die Sperrung dieser letzte Beitrag:

 
Der österreichische Journalist Michael Fleischhacker fordert die Bücherverbrennung Andersdenkender ein. Und die deutsche Autorin und Radiomoderatorin Sophie Passmann fordert für alle Nazis den gelben Stern.

Da fällt mir in diesem Zusammenhang die Amadeu Antonio Stiftung ein mit dem Slogan: An ihren blonden Zöpfen soll man sie erkennen. Und achten Sie darauf, dass sie keine deutschen Schweine auf deutschen Boden für deutsche Menschen züchten. Die Vergangenheit lässt nicht lange auf sich warten.



Und zur Glaubhaftmachung hier den entsprechenden Beleg dafür:


Nachtrag: Man war so nett und hat die Sperre wieder aufgehoben ... 


Nachtrag: zu früh gefreut denn  ... und schon wieder gesperrt   ...



Facebook hat mich abermals am 09.04.2019 für 30 Tage gesperrt. Jetzt haben sie immerhin auf meine alte Sperre die ich vor zehn Tagen abgesessen habe geantwortet - immerhin.

Meine Antwort dazu:

Eine Sperre ohne rechtliche Grundlage - und dann, wenn die Sperre vorbei ist, nochmals zu antworten. Ich bin bedient. Und dann am 09.04.2019 mir noch mal eine Sperre aufbrummen, von 30 Tagen - aufgrund eines Kommentars den ich nicht einmal verifizieren kann, wann, wo und in welchem Kontext der geschrieben sein sollte. Entweder ist er schon Jahre her - oder er wurde von einer dritten Person mir untergejubelt - vielleicht auch von internen Mitarbeitern? Ich weiß es nicht. Seltsam mutet dieses Sperren an, um mich zu disziplinieren. DDR 2.0 lässt grüßen. Und Sie - stehen hinter dieser nicht rechtskonformen Vorgehensweise? Oder rechtfertigen Sie das damit, weil Sie Ihre Kinder schließlich versorgen müssen? Man bekommt so langsam richtig eine Ahnung, wie sich brutale Regime entwickeln können. Und man muss mal zwischen Hass und Emotion unterscheiden – und wenn Sie Emotion unterdrücken, kann das teuflisch enden. Fragen Sie mal Psychoanalytiker.

Freitag, 24. Februar 2017

Mika Brzezinski, das Denken übernehmen wir, nicht Trump

„Trump könnte versuchen, die Medien zu untergraben und das Denken der Bevölkerung zu steuern…. Aber das ist doch eigentlich unsere Aufgabe…“ Mika Brzezinski

Mittwoch, 22. Februar 2017

Hate Speech - Der Fluch

An dem Tage, wo aus Fluchen, Hate Speech also Hassreden wurden - ist die freie Meinungsäußerung zu Grabe getragen worden.

Montag, 20. Februar 2017

Der Begriff "Hate Speech" wird zur Gefahr der Meinungsfreiheit

Die freie Meinungsäußerung ist viel zu kostbar als unter dem Vorwand von „Hate Speech", eingeschränkt zu werden.

Meinungsfreiheit ist ein unveräußerliches und universales Gut. Ohne Meinungsfreiheit gibt es keine andere Rechte - so drückt es der Schriftsteller Salman Rushdie aus. Über alles andere kann gerne diskutiert werden - über Meinungsfreiheit eben nicht.

Hass ist keine Eigenschaft der Sprache, so etwas wie Hassrede oder Hasssprache gibt es nicht. Hass ist ein Gefühl, das in der Sprache ausgedrückt werden kann. Wir können in der Regel Hass nicht identifizieren, weil wir in die Gefühlswelt von Menschen nicht hineinschauen können. Gehen wir aber trotzdem einen Moment davon aus, dass bestimmte Äußerungen, tatsächlich Ausdruck von Hass sind. Welche Konsequenzen hat das für die Frage nach der Meinungsfreiheit?
Es gibt gute Argumente für die Meinungsfreiheit und sie gelten auch dann, wenn Meinungen tatsächlich Hassgefühle zugrunde liegen. Die Psychoanalyse nach Sigmund Freud liefert uns hierzu Argumente.

In einer psychoanalytischen Therapie soll der Patient, bekanntermaßen über alles sprechen, also auch über seine intimsten Erlebnisse über seine Vorurteile, Klischees und Ressentiments. Völlig frei, völlig offen und völlig tabulos, ohne jede moralische Wertung durch andere. Nur auf diese Weise kann er seine unbewussten verdrängten Konflikte - bewusst machen; und sie dadurch gegebenenfalls lösen. Tut er das nicht, dann leben diese Konflikte im unbewussten weiter; und äußern sich irgendwann in krankhaften Verhalten. Also in Neurotizismus oder sogar Gewaltausbrüchen.

Diese psychotherapeutische Situation können wir auf gesellschaftliche Phänomene übertragen. Demnach sollten auch radikale oder gar extremistische Meinungen öffentlich geäußert werden. Nur so kann man sich mit ihnen nämlich rational auseinandersetzen, sie widerlegen und gegebenenfalls auch aus der Welt schaffen. Beispielsweise sollten Vorurteile immer frei geäußert und thematisiert werden. Ansonsten leben sie im gesellschaftlichen Unbewussten weiter, und brechen irgendwann unkontrolliert auf. Beispielsweise in Form von Gewalt. Meinungen zu tabuisieren, ist deshalb immer falsch.

Und an dieser Stelle kann festgehalten werden, dass die repräsentative Staatsgewalt an diesem Nerv mit ihrer gesetzgebende Gewalt gleich eines bohren an einem gesunden Nerv, den Druck im gesellschaftlichen Kessel erhöht, damit er endlich explodiert - damit der demokratiegläubige Bürger unser Grundgesetz, was übrigens eines der besten auf der Welt ist, für immer, ganz im Sinne des neoliberalen Wirtschaftsestablishments – beerdigt. Unser neues Grundgesetz heißt dann AGB.

Satire als Straftatbestand! So geschehen an Uwe Ostertag - zwei Jahre Gefängnis!

Jetzt fällt mir nichts mehr ein - wir führen völkerrechtswidrige Kriege, bringen Leid und Elend über den ganzen Erdball. Die größte Verfolgungsbehörde Europas mit ihren Anschlussbehörden auch Jobcenter gennant, sanktionieren Menschen bis in den Hungertod hinein. Und hier wird ein Mensch, 22 Monate hinter Gitter verortet, weil er Satire verbreitet - natürlich kann das laut Gericht nur Volksverhetzung sein. Weiter möchte ich mich dazu nicht äußern - weil sonst die Gefahr besteht, dass ich mich von meinem Zorn leiten lasse; und die Bande mich dann noch strafrechtlich verfolgt.
Vorbei mit „In Satira Veritas“ – Ostertag bekommt Gefängnisstrafe

http://www.mimikama.at/allgemein/vorbei-mit-in-satira-veritas/ 


mmnews schreibt dazu am 19.02.2017       

Wegen Politik-Satire: 2 Jahre Knast für Facebook User 
Welche Formen von Meinungsäußerung sind in Deutschland noch erlaubt - und welche nicht? Weil er Politikern falsche Zitate in den Mund legte wurde ein Facebook-User wegen Volksverhetzung verhaftet. http://www.mmnews.de/index.php/politik/98092-wegen-politik-satire-2-jahre-knast-facebook

Sonntag, 4. Oktober 2015

Der Massenwahnsinn - Jeder Blödsinn wird geglaubt


Es gibt keine Nationen. Es gibt keine Völker. Es gibt keine
Russen, Araber usw. Es gibt kein Amerika und kein Al Qaeda. Es gibt keine
Demokratie. Es gibt nur IBM und ITT und AT&T und DuPont, Dow, Nestle,
Unilever, Union Carbide, Shell und Exxon. Dies sind die Nationen der heutigen
Welt.

Montag, 28. September 2015

Finsternis ist Licht: was steckt hinter der von oben verordneten „Willkommenskultur“?

Wir leben gerade in einem deutschem Märchen. Die Geschichte von „Goldmarie und Pechmarie“ hat ein neues Gewand erhalten; die aktuelle Überschrift lautet „Lichtdeutschland“ und „Dunkeldeutschland“. Frau Merkel predigt „Willkommenskultur“, und brave deutsche Bürger überschütten syrische Flüchtlinge mit Teddybären.

Wenn es einem gelingt, in der emotionalen Flut noch Atem zu holen, kommt man sich vor wie in einem schlechten Theaterstück. Oder beim Hören eines Musikstücks, das auf einem verstimmten Instrument gespielt wird.

Elitenterror, Todesurteile und Flüchtlingswahn beim lichterdeutschen Ausbeutungsmeister

Montag, 28.9.2015. Eifel. Nein, was für ein Herbst. Kundige Seherinnen und Seher haben den Untergang des Abendlandes für September vorhergesagt – und ich muss sagen: sie lagen gut im Trend. Ich selbst muss mich entschuldigen, sowohl bei einem alten, längst verstorbenen Freund als auch bei jenen politischen Visionisten, die vorhergesagt haben, dass Millionen von Flüchtlingen Europa überschwemmen werden. Ja, mein alter Freund André, der Harfner, Mitglied des britischen Ordens der Barden und Druiden, warnte schon im Jahre 2000 vor muslimischen Angriff aus den finsteren Wüsten – ich hielt das alles für Quatsch. Wie sollen die denn hier hinkommen? Ich hielt das für ausgemachten, ausländerfeindlichen Blödsinn … doch jetzt kommen sie in Massen, ganz plötzlich, ohne das jemand aus den hochbezahlten Kreisen der Elite diese Entwicklung vorausgesagt hätte. Nicht jene, die unsere Hilfe am dringensten bräuchten, sondern jene, die selbst am Besten für sich sorgen können: die jungen, gut ausgebildeten syrischen Männer, alles Ärzte und Ingenieure – bis auf diejenigen, die im Namen einer terroristischen Vereinigung einen heiligen Krieg nach Europa bringen … die Gerüchte, dass immer mehr Kämpfer der IS nach Deutschland eindringen, machen immer mehr die Runde (siehe epochtimes).